Gesprächsnutte für eine Nacht

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Falschheit Lügen Habgier Prostitution Last Night Hannover

Ich möchte beichten, dass ich einem Mann im Sommer Geld abgezockt habe, indem ich ihm erzählt habe, ich wäre eine Prostituierte. Ich war feiern und hab dann später meine Freundin, die schon weg war, angerufen um zu fragen, ob sie gut zu hause angekommen wäre. Dabei stand ich in einem Hauseingang an einer Straßenecke. Als ich aufgelegt hatte, kam so ein Typ an, der fragte, wie viel ich denn will. Ich war total verwundert, weil ich nichts besonders aufreizendes anhatte; bloß meine Boots, einen normal langen Rock und ein Shirt - sogar ohne Ausschnitt. Also hab ich gedacht der will mich verarschen und meinte so: "Ach für 20 geht was klar." und ging weg. Der Typ kam mir stumpf hinterher und laberte mich voll, dass das ja unglaublich wäre, 20 Euro für so eine Hübsche wäre ja Unterdrückung, ob er mal fragen dürfte, warum ich so billig wäre.


Ich fand das Ganze im betrunkenen Kopf ziemlich witzig, und bin dann auch drauf eingestiegen. Hab ihm dann erzählt, ich bräuchte das Geld wegen des Studiums, das meine Eltern mir nicht bezahlen wollten und zum Einkaufen und weil ich nur Hartz IV bekommen würde (was zu dem Zeitpunkt nicht mal gelogen war). Der Kerl war so voll und irgendwie hässlich; ich hab nur gehofft, dass er das Ganze nicht besonders ernst nimmt, weil ich ja eben gar nicht die Absicht hatte, seinen vielleicht ungewaschenen oder krankheitsbefallenen, stinkenden Lümmel in den Mund zu nehmen. Er nahm es aber ernst, hatte Mitleid und gab mir dann erstmal 20 Euro fürs Reden, 5 Euro zum Bier holen, 30 Euro damit ich einkaufen konnte, 50 Euro damit ich nach Hause gehe und mich nicht prostituiere und nochmal 10 Euro für Zigaretten. Angefasst hat er mich nicht, nur genervt. Und Geld gegeben.

Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht mit einem Mega-Schädel und dachte darüber nach, ob das ein Traum war. Ich ging also an meine Tasche und sehe darin knapp 100 Euro Bargeld, zwei Schachteln Zigaretten und eine Handynummer mit dem Namen "Michael". Und das nächste was ich gemacht habe, war laut zu lachen. Wie dämlich der doch war! Im Nachhinein tut es mir irgendwie Leid, weil ich meine, keiner kann Geld kacken, aber so hat er sich wenigstens ein paar Krankheiten erspart, die er bestimmt bekommen hätte, wenn er auf dem Straßenstrich an eine Nutte gekommen wäre. Von dem Geld habe ich übrigens meine Schulden bei Bekannten bezahlt und es nicht für irgendwelchen Schwachsinn ausgegeben.

Beichthaus.com Beichte #00028601 vom 04.02.2011 um 12:56:56 Uhr in Hannover (Am Marstall) (34 Kommentare).

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Verwechslungsgefahr

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Falschheit Lügen Schule Familie Hamburg

Meine Schwester, meine Mutter und ich haben sehr ähnliche Stimmen. Damit haben wir schon so manchen am Telefon veräppelt und verwirrt. Kollegen meines Vaters, die anrufen und gleich anfangen mit: "Hey K., na, ist R. da? Wie war der Urlaub?"... "Äh, ja, ich gebe Ihnen mal meinen Vater!" Sowas ist ja relativ harmlos. Eines Tages hat die Lehrerin meines kleinen Bruders angerufen. Man muss dazu sagen, dass meine Geschwister mir lieb und teuer sind und ich fast alles für sie tun würde. Sie fing gleich ohne Umschweife an mir zu erzählen, dass er wiederholt keine Hausaufgaben gemacht hatte. Mal ehrlich: Ich finde diese Problematik gar nicht so schlimm. Ich bin jetzt 22 Jahre alt und war in der Schule faul, richtig stinkendfaul. Ich habe trotz 2 mal 8. Klasse und 2 mal 10. Klasse einen guten Abschluss gemacht und eine tolle Ausbildung bei einem der größten deutschen Unternehmen gemacht. Nun sitze ich im Ausland und arbeite hier. Und ich habe selten Hausaufgaben gemacht - das nur am Rande. Ich hörte der Lehrerin zu mit einigen "Aha"s und "Mmmh"s als Zustimmung. Sie bat mich dieses Thema noch einmal eingehend mit meinem "Sohn" zu besprechen und hoffte auf Besserung. Ich versprach ihr mit meinem "Sohn" zu sprechen und bedankte mich für Ihren Anruf. Natürlich sprach ich mit meinem Bruder darüber. Aber lockerer und angenehmer, als jede Mutter es getan hätte. Ich schäme mich eigentlich nicht. Natürlich hätte meine Mutter es wissen sollen, aber ich fand mein Verhalten nicht falsch. Manchmal ist es einfacher auf die älteren Geschwister zu hören, als auf die Eltern.
Übrigens: Das ist ja nun schon eine ganze Weile her, aber gestern wollte ich mit meinem Bruder chatten und bekam die Antwort: "Neee, ich muss noch Mathe machen. Sorry."

Beichthaus.com Beichte #00028599 vom 04.02.2011 um 09:17:56 Uhr in Hamburg (23 Kommentare).

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Shower Smiley

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Verschwendung Manie

Ich (m/21/Student der Wirtschaftsinformatik im 3. Semester) habe etwas zu beichten: In der Regel dusche ich jeden Abend. Dabei beschlägt die gläserne Abtrennwand der Dusche. Sobald das geschehen ist, verbringe ich ungefähr 15 Minuten damit, verschiedene Smilies und Blumen auf die beschlagene Oberfläche zu malen. Wenn ich keinen Platz mehr habe, warte ich einfach bis wieder alles beschlagen ist. Diese Malerei verlängert meinen Aufenthalt in der Dusche enorm, und beim abtrocknen danach wird mir immer bewusst, wie viel Wasser ich eigentlich verschwendet habe, das andere Menschen gut gebrauchen könnten. Trotzdem mache ich es jedes Mal aufs neue, weil es für mich nichts entspannenderes gibt, als nach einem stressigen Tag unter der Berieselung von heißem Wasser lachende Smilies zu produzieren.

Beichthaus.com Beichte #00028595 vom 03.02.2011 um 13:38:37 Uhr (29 Kommentare).

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Die Pillen vom Kollegen

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Drogen Sucht Maßlosigkeit Kollegen

Ich muss etwas beichten, das allerdings schon zehn Jahre her ist. Damals habe ich eine Ausbildung in einer Tischlerei absolviert und lernte recht schnell meine Arbeitskollegen gut kennen. Daniel kam mir seit Beginn irgendwie eigenartig vor, aber ich mochte ihn und auch Carla war mir schnell ans Herz gewachsen und wir verbrachten bald jeden Nachmittag miteinander. Mit der Zeit nahmen wir wahr, dass Daniel in der Mittagspause oft spurlos verschwand und 20 Minuten später sehr verändert wieder kam. Wir sprachen ihn darauf an und er öffnete wortlos eine kleine Tüte, die Pillen enthielt. Es stellte sich heraus, dass es Drogen waren. Er fragte uns, ob wir mal eine probieren möchten. Neugierig wie wir nun mal waren, kauften Carla und ich ihm jeweils eine ab. Von da an nahmen wir jeden zweiten Tag Drogen. Carla hatte Halluzinationen und auch ich fühlte mich anders. Wir fanden die Wirkung damals äußerst spannend und anregend, sodass dies zur Gewohnheit wurde. Ich saß wohl manchmal bei meinen Eltern am Frühstückstisch und war gar nicht mehr ansprechbar, die Pupillen schienen fast zu explodieren. Zumindest fühlte es sich so an. Ich hatte meinen Eltern gegenüber immer geschworen, niemals Drogen zu nehmen, geschweige denn dies auszuprobieren. Und dann hatte ich es doch gewagt. Meine engsten Freunde wandten sich von mir ab. Ich dachte, ich hatte alles, bis auf meine Familie verloren.
Sogar während eines Praktikum in einer Kindertageseinrichtung nahm ich Drogen. Carla und ich wurden erst geläutert, nachdem wir von Daniel einen dramatischen Anruf bekamen. Die Polizei nahm ihn, nach längerer Observation, fest. Er hat uns nie verraten. Seitdem habe ich nie wieder Drogen genommen und den Kontakt zu Carla abgebrochen.

Beichthaus.com Beichte #00028592 vom 02.02.2011 um 21:16:08 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Die Perserkatze

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Gewalt Hass Boshaftigkeit Lügen Tiere

Ich trage meine Geschichte schon 15 Jahre mit mir herum. Ich kann sie niemandem erzählen und doch geht sie mir nicht aus dem Kopf. Mein Mann und ich haben uns die erste gemeinsame Wohnung eingerichtet, aber etwas fehlte einfach. Wir haben uns entschlossen eine kleine Katze in die Wohnung zu holen. Ich wollte unbedingt eine schöne Perserkatze. Also wurde die Zeitung durchsucht und wir haben wirklich eine süße Perser gefunden und gekauft. Wir waren total begeistert. Sie war so süß. Nur leider haben wir zwei Bekannte, die eine Katzenallergie haben. Sie besuchten uns immer weniger und später gar nicht mehr. Ich war so hin- und hergerissen. Ich liebte die Katze, aber da sie mir meinen Besuch nahm, sah ich immer mehr das Schlechte in ihr. Ich sah die Haare die überall rumlagen, ich sah die Kratzer, die sie in der Wohnung verursachte. Ich entschloss, die Katze muss weg.

Aber wie? Ich konnte doch nicht einfach sagen, ich will sie nicht mehr, dass hätte mein Mann nie verstanden. Ich versuchte sie zu vergiften. Aber das klappte nicht. Das Einzige was passiert war, dass die Katze schrie wie ein Habicht. Dieser Schrei ging durch und durch, ich war total fertig und habe geweint. Dann kam mein Mann nach Hause und wir fuhren zum Tierarzt. Dieser sagte die Katze wurde vergiftet. Ich habe es auf den Nachbarn geschoben, denn der war bekannt dafür das er Rattengift im Garten aufstellte. Die Tierärztin sagte, ich solle die Katze in ihrer Behandlung lassen. Ich rief täglich dort an und die Katze war auf dem Weg der Besserung. Aber ich wollte sie ja doch nicht, und so fragte ich die Tierärztin ob sie die Katze nicht vermitteln könnte, da ich angst habe, dass sie zu Hause wieder vom Nachbarn vergiftet wird.

Die Tierärztin war mit der Sache einverstanden und schickte uns noch die Rechnung. Das alles wusste mein Mann allerdings nicht, ich sagte ihm das die Tierärztin angerufen hat, dass die Katze gestorben sei. Er brauchte über eine Woche bis er über den Schmerz hinwegkam. Ich war auch voll fertig, zum einen fehlte mir die Katze, zum anderen weil ich meinen Mann so unglücklich gemacht habe. Das Schlimme ist das ich Katzen ja immer noch mag und meine Kinder auch eine Katze möchten und ich auch denke, wir schön wäre es gewesen wenn sie mit der Katze groß geworden wären.

Beichthaus.com Beichte #00028585 vom 02.02.2011 um 10:41:57 Uhr (83 Kommentare).

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