Ein Sitzplatz für meinen Koffer

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Engherzigkeit Hochmut Geiz Bahn & Co.

Ein Sitzplatz für meinen Koffer
Ich beichte hiermit, dass ich eine Aversion gegen Menschen habe, die an jeder Ecke sparen und sich dann trotzdem über die schlechte Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung beklagen. Besonders sauer stoßen mir dabei Bahnfahrer auf, die sich über fehlende Sitzplätze beklagen, gleichzeitig aber zu geizig für eine Sitzplatzreservierung sind. Um diesen Leuten eine Lektion zu erteilen, habe ich mir für eine Reise in der Weihnachtszeit mit dem ICE zwei Fahrkarten und zwei Sitzreservierungen gekauft - jeweils eine für mich und eine für meinen Koffer. Als mich, wie erwartet, eine Frau während der Fahrt in dem ziemlich überfüllten Zug bat, den mit meinem Koffer besetzten Sitzplatz für sie zu räumen, teilte ich ihr mit, dass mein Koffer eine eigene Fahrkarte und Sitzplatzreservierung hätte und ich keineswegs beabsichtigen würde, diesen Platz freizumachen. Die Frau, die sich auf den belegten Platz setzen wollte, versuchte dann eigenhändig meinen Koffer wegzuschaffen, doch der herbeigerufene Schaffner bestätigte, dass dies mein gekaufter Platz sei und dass ich berechtigt sei, meinen Koffer dorthinzustellen. Die Frau musste dann die ganze Bahnfahrt stehen. Ich denke, dass diese Frau nie wieder Anspruch auf einen Platz erheben wird, wenn sie dabei selbst zu geizig ist, die 4,50 Euro für eine Platzreservierung aufzubringen.

Beichthaus.com Beichte #00032511 vom 03.01.2014 um 18:04:31 Uhr (39 Kommentare).

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Die Wette des Jahres

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Morallosigkeit Wollust Fremdgehen Gudensberg

Ich hatte zum Ende der 90er Jahre, als ich 24 Jahre alt war, eine relativ junge Freundin. Erstaunlicherweise stand sie darauf, wenn man in ihr kam und zum Jahreswechsel kam sie dann auf die Idee, mir eine Wette vorzuschlagen. Wenn ich es nicht schaffte, bis zum Jahresende einen Liter Sperma in sie zu bekommen, bekäme sie einen Dreier mit zwei Männern. Dann wurde gerechnet - ein Mann schafft bis zu 6 ml pro Abgang. Dann nahmen wir realistische 3 ml und das ergibt dann ungefähr 330-350 Mal Sex. Das sollte zu schaffen sein, und so führten wir ab Neujahr eine Strichliste. Am Ende des Sommers hatten wir ungefähr 180 Mal geschafft, als mich eine Bekannte besuchte. Und natürlich sprach sie mich auf die Strichliste an. Ich sagte ihr dann, was es damit auf sich hat - was ich nicht hätte tun sollen. Sie war auf einen Schlag scharf und fiel über mich her. Nun hatte ich zwei Frauen zu versorgen und trotz guter Ernährung und viel frischer Luft stand die Bilanz am Jahresende schlecht. Ich hatte 289 Striche mit meiner Freundin und 133 mit meiner Affäre. Ich für meinen Teil hatte das Soll also erfüllt, aber meiner Freundin konnte ich das schlecht sagen. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als mich geschlagen zu geben und ihr einen Dreier zu ermöglichen. Wie sagt man so schön? Schlacht verloren, Krieg gewonnen.

Beichthaus.com Beichte #00032495 vom 31.12.2013 um 12:41:00 Uhr in 34281 Gudensberg (Fritzlarer Straße) (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Trick mit der verstellten Stimme

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Engherzigkeit Falschheit Kinder

Ich habe einmal, in einem heißen Sommer, ein kleineres Kind veräppelt. Bei der drückenden Hitze hatte ich natürlich alle Fenster weit auf. Normalerweise stören mich Kinder und ihr Geschrei nicht, aber an dem Tag plärrte eines der im Hinterhof spielenden Kinder ununterbrochen und ohne Ende nach seiner Mama. Die schien aber mit anderen Dingen beschäftigt zu sein und rührte sich nicht. Irgendwann hatte ich dann doch genug von dem Geschrei. Ohne mich zu zeigen, schrie ich mit verstellter Stimme aus dem Fenster: "Jaahaahaa, was willst du denn??" Das arme Kind war davon derart irritiert, dass sofort und auf der Stelle Ruhe war. Ich habe mich dann selbst noch lange danach köstlich über diesen Trick amüsiert. Es tut mir aber trotzdem leid.

Beichthaus.com Beichte #00032493 vom 31.12.2013 um 21:17:50 Uhr (2 Kommentare).

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Die Uhr des Ehebrechers

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Ehebruch Dummheit Diebstahl Fremdgehen Morallosigkeit Oelde-Stromberg

Vor fünf Jahren lernte ich (w/26) einen Mann (30) kennen. Wir standen gemeinsam an der Haltestelle, aber wegen eines Unfalls fuhren keine Straßenbahnen mehr. Ich hörte, wie er ganz hektisch telefonierte und dass er das gleiche Ziel hatte wie ich - nämlich die Uniklinik. Woraufhin ich ihn fragte, ob er mit mir dort hingehen wollte, weil ich einen Weg kannte, über den man die Klinik recht schnell auch zu Fuß erreichen kann. Ich hatte wirklich keine Hintergedanken, das war einfach nur nett gemeint. Unterwegs unterhielten wir uns dann aber sehr gut, er fragte nach meiner Handynummer und wir trafen uns noch öfters, bis wir dann ein Pärchen wurden. Er war mein erster Freund und mit ihm hatte ich auch meine ersten sexuellen Erfahrungen. Er arbeitete bei einer großen Bank, die inzwischen nicht mehr so angesehen ist, und hatte beruflich immer viel Stress, weswegen er meistens sehr spät zu mir kam, oder auch mal kurzfristig absagte. Er hat mich kaum bei Freunden vorgestellt, und mit der Vorstellung bei den Familien wollten wir auch noch warten. Die Wohnung, in der ich ihn besuchen kam, muss er wohl extra dafür gemietet haben. Ich war wegen meines Studiums erst in diese Stadt gezogen, kannte also noch nicht so viele Leute und war glücklich, einen so tollen Partner an meiner Seite zu haben. Noch dazu war ich jung und ich bin auch sehr behütet aufgewachsen, was meine Dummheit wohl erklärt. Und ich betone ausdrücklich, dass ich mir kein Geld oder Ähnliches habe schenken lassen. Unsere Beziehung dauerte etwa ein halbes Jahr, dann war ich nach einigen bestandenen Prüfungen in einem größeren Einkaufscenter und sah ihn, wie er Hand in Hand mit einer sehr hübschen Frau an den Schaufenstern entlang schlenderte. Die Frau hatte einen dicken Babybauch. Natürlich wurde ich (endlich!) misstrauisch, dachte aber, dass es ja auch eine Bekannte oder ein Familienmitglied sein könnte, und ging einfach zu ihm hin, um ihn zu begrüßen. Er tat so, als kenne er mich nicht, meinte, das sei eine Verwechslung und versuchte seine Frau weiter zu ziehen, keine Ahnung, was sie damals von mir dachte.


Ich war verzweifelt. Auf dem Heimweg wäre ich fast in Tränen ausgebrochen und machte mich dann in meiner kleinen Wohnung daran, die wenigen Sachen, die er am Abend zuvor bei mir gelassen hatte, zu entsorgen. Handynummer löschen, Zahnbürste in den Müll und so weiter. Dabei fand ich seine Uhr, die er auf meinem Nachttisch vergessen hatte. Er versuchte noch einmal, sich bei mir zu melden, aber ich erklärte ihm dann halbwegs gefasst, dass ich nie wieder etwas von ihm hören wolle, sonst würde ich seiner Frau alles erzählen. Ich hörte nichts mehr von ihm. Die Uhr, auf der der Name einer sehr bekannten Uhrenmarke stand, habe ich erst einmal behalten. Eine ganze Zeit später brachte ich sie zu einem Juwelier und wollte wissen, ob sie echt ist. Er sagte, dass sie neu knapp 9000 Euro wert sei und ich ließ sie etwas enger stellen. Was ich jetzt eigentlich beichten will? Dass ich damals so dermaßen dumm war und ihm praktisch alles geglaubt habe! Dass ich die Uhr letztendlich ja gestohlen habe, und vor allem, dass ich ihm geholfen habe, seine schwangere Frau zu betrügen, auch wenn ich es nicht wusste. Ein bisschen Misstrauen hätte geholfen. Keine Ahnung, was aus den beiden, oder besser gesagt, den drei geworden ist. Ich habe keinen Kontakt zu seiner Frau aufgenommen, weil sie mich ja schon beim Einkaufen gesehen hatte und sich ihren Teil denken konnte. Außerdem wollte ich dem Kind nicht den Vater nehmen. Und die Uhr? Tja - die trage ich manchmal, obwohl sie mir eigentlich viel zu protzig ist. Aber das soll mich an meine unglaubliche Naivität erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00032486 vom 29.12.2013 um 17:04:32 Uhr in Oelde-Stromberg (23 Kommentare).

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Es reicht!

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Aggression Verzweiflung Zorn Arbeit

Dieses Jahr war einfach schrecklich! Ich hatte beruflich allerhand Stress, mein Mann ebenso. Bei ihm war das alles noch viel schlimmer. Ich war bei der Arbeit einfach zu gutmütig und habe mich um zu vieles gekümmert. Für einige meiner Kollegen und für meinen Chef war das offensichtlich nur ein Zeichen für Dummheit und eben eine Schwäche, die man nach Lust und Laune ausnutzen konnte. Immer habe ich mich verantwortlich gefühlt, habe stets alles richtig machen wollen, und habe es nicht geschafft, mal auf den Tisch zu hauen. Seit diesem Sommer habe ich immer wieder schlimme Krämpfe, die jedoch keine organischen Ursachen haben. Trotzdem habe ich weitergemacht. Trotz Krankheit bin ich arbeiten gegangen, gerne mit Überstunden. Und dann folgten auch noch die Demütigungen meines Chefs - und zwar am Liebsten vor den Kollegen. Ich kann nicht mehr. Ich schlafe pro Nacht nur noch etwa vier bis fünf Stunden, breche immer sofort in Tränen aus und ich fühle mich dauerhaft überfordert. Durch die blöden Arbeitszeiten hatte ich nur noch spät abends und nachts frei. Mein Mann ist dann längst im Bett, deshalb fühle ich mich schrecklich isoliert.


Immer haben wir alles, was uns mal gut getan hätte, vor uns hergeschoben. Berufliche Verpflichtungen gingen stets vor, das Privatleben war nie so wichtig. Unser gemeinsamer Urlaub dauerte dieses Jahr nur fünf Tage. Und jetzt musste mein Mann über Weihnachten in die Klinik, weil er letztendlich unter dem Stress zusammengeklappt ist. Es reicht mir! Ich werde in meinem Job nur noch das Nötigste tun! Keine Gefallen mehr, keine freiwilligen Überstunden! Leckt mich alle fett! Die netten Zeiten sind vorbei und es ist mir egal, wer darunter zu leiden hat.

Beichthaus.com Beichte #00032484 vom 29.12.2013 um 13:03:42 Uhr (9 Kommentare).

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