Die Angeber vom Klassentreffen

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Boshaftigkeit Rache Selbstsucht Schule Gesellschaft

Ich war vor knapp 15 Jahren, mit Ende 20, völlig ratlos und hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Viele Menschen in dem Alter waren bestimmt in derselben Lage und können das nachvollziehen. Bei einem Klassentreffen meines Abi-Jahrgangs hatten einige schon Chefposten inne, kleine Familien und teilweise auch nette Eigentumswohnungen. Ich fühlte mich wie ein Versager und einige sahen das wohl ebenso. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir gesagt, dass ich meinen Wohlstand nie zur Schau stellen, und Statussymbolen keine Beachtung schenken würde. Ein Studium, viele Prkatika und zwei Ausbildungen später bin ich nun der Chef einer 40 Kopf großen Werbeagentur. Bei einem zweiten Klassentreffen der Abi-Abschlussklasse habe ich also einige Schulkameraden wiedergesehen. Ich fahre auch heute mit über 650.000 Euro Jahreseinkommen kein dickes Auto und verzichte auf dicke Uhren. Als ich jedoch mitbekommen habe, dass einige Schulabgänger inzwischen verschuldet und geschieden sind, habe ich mich ein kleines bisschen gefreut und an meine wundervolle Familie in meinem wundervollen Haus gedacht. Ich möchte deshalb beichten, dass ich Schadenfreude empfand. Karma, Baby!

Beichthaus.com Beichte #00033252 vom 12.05.2014 um 12:56:29 Uhr (22 Kommentare).

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Hundehaufen im Getränkeautomaten

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Ekel Engherzigkeit Morallosigkeit Unreinlichkeit Schamlosigkeit

Als ich (m/23) elf Jahre alt war, ging ich wie jedes andere Kind täglich zur Schule. An einem dieser Tage war ich, wie gewohnt, mit meinen Kumpels unterwegs und begegnete an der Haltestelle einer Frau, die mich mit aufgerissenen Augen anglotzte. Wir wunderten uns wirklich, bis wir irgendwann bemerkten, was los war. Ich hatte nur einen Schuh an! Ich weiß wirklich nicht, wie ich diesen Verlust nicht bemerken konnte, aber anscheinend hatte ich den Schuh im Bus liegen lassen, nachdem ich einen kleinen Stein dort entfernt hatte. Aber damit nicht genug - auf dem restlichen Weg zur Schule hatte ein unfähiger Hundebesitzer einen Haufen liegen lassen, in den ich natürlich hineintrat. Alle meine Kumpels lachten mich aus, aber um weiterhin cool zu sein, überlegte ich mir einen Plan. In der Schule angekommen schmiss ich meine Socke in den Getränkeautomaten, also in das Fach, in das die Flaschen fallen. Und in der großen Pause standen wir dann ganz unauffällig neben dem Automaten, bis ein Mädchen sich ein Getränk holte. Sie griff in das Fach und schrie laut auf - als sie dann ihre Hand ansah und daran roch, rannte sie schreiend zur Toilette, während wir uns schlapp lachten. Da ein anderer aus unserer "Gruppe" einen Hund hatte und mir ja noch eine saubere Socke geblieben war, gab ich ihm diese und wir wiederholten das Ganze noch öfters, bis wir schließlich erwischt wurden.

Beichthaus.com Beichte #00033250 vom 11.05.2014 um 21:24:08 Uhr (8 Kommentare).

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Erziehung ungezogener Gören

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Gewalt Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Kinder Augsburg-Bärenkeller

Ich (m/36) gestehe hiermit, vor mehreren Jahren ein Kind geschlagen zu haben. Ja, ein kleines Kind. Ich liebe Kinder normalerweise, aber in diesem Fall konnte ich nicht anders. Ich saß damals in einem Linienbus zu mir nach Hause und hatte einen wirklich anstrengenden Arbeitstag hinter mir. Das alleine ist natürlich weder Grund noch Rechtfertigung, aber hinter mir saß eine Frau mit Kopftuch und ihrem fünf Jahre alten Kind, welches die ganze Zeit extrem laute Geräusche von sich gab. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass der Kleine Maschinengewehr- und Pistolenschüsse imitierte, und zwar eindeutig in Richtung meines Kopfes. Naja, ich mag Kinder ja, grinste mir eines und dachte, soll er halt, auch wenn es schon irgendwie krank ist, wenn ein Kind in dem Alter so was macht. Naja, die Geräusche reichten ihm dann nicht mehr, irgendwann fing er an, mir mehrmals schnell hintereinander auf den Kopf zu schlagen.

Die Mutter sah aus dem Fenster und tat, als würde es sie nichts angehen, auch als ich mich umdrehte und laut "Hey lass das!" rief, kam von ihr keine Reaktion, aber wenigstens Junior hörte damit auf. Vermeintlich. Plötzlich hörte ich das typische Geräusch vom Hochziehen und keine 20 Meter von meiner Haltestelle spuckte mir der Bengel doch tatsächlich gleich mehrfach auf Kopf und Nacken! Die Dame reagierte auch jetzt noch nicht, auch als ich laut rief: "Ey, gehts noch? Bringen Sie ihrem Schratzen gefälligst bei, dass man Fremde nicht belästigt und schon gar nicht anspuckt!" Da kam laut von Junior: "A*schloch, W*chser, Hu*ensohn" und der Rest der Schimpfwort-Tabelle! In diesem Moment hielt der Bus gerade an, ich stand auf und gab dem Mistkind eine deftige, aber nicht übertriebene Ohrfeige. Da konnte die Frau plötzlich reagieren und schrie wie eine Irre los, ich sei ein Kinderschänder, ich gehöre ins Gefängnis und so weiter. Allerdings hielten der Busfahrer und die anderen Fahrgäste zu mir und beschimpften sie dann ebenfalls. Leider aber auch mit sehr rassistischen Ausdrücken.

Heute denke ich mir, hätte ich mich in dem fast leeren, großen Gelenkbus gleich woandershin gesetzt, wäre das nicht passiert, doch ich wähle diesen Platz immer. Außerdem kann es doch nicht angehen, dass die Mutter so extrem in der Erziehung versagt! Oder aber der Vater hat dem Kind einen Freifahrtschein gegeben, zu tun was es will, aber so etwas würde doch kein vernünftiger Mensch, egal ob Mutter oder Vater, und egal, welcher ethnischen Herkunft, zulassen! Und um ehrlich zu sein, ich bereue die Ohrfeige nicht, denn passiert ist dem Kind nichts, außer dass es bei der nächsten Begegnung still war und halb in seine Mutter hineinkroch, die übrigens schon wieder unbeteiligt aus dem Fenster starrte.

Beichthaus.com Beichte #00033248 vom 11.05.2014 um 11:49:55 Uhr in 86156 Augsburg-Bärenkeller (42 Kommentare).

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Totalschaden im Unterholz

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Waghalsigkeit Dummheit Stolz Hochmut Auto & Co. Kelbra

Neulich habe ich, da ich beruflich in der Gegend war, mal wieder den Kyffhäuser motorisiert in Angriff genommen. Ich fahre einen teuren Benz, bei dem die Reifen alleine so viel kosten wie ein Kleinwagen. Schon bei der Anfahrt tauchte hinter mir ein Opel Corsa mit einem jungen Spund hinter dem Steuer auf. Ich wollte ihn dann einfach vorbeilassen, da ich mir dachte, dass er sein Gefährt ausprobieren möchte, und habe rechts geblinkt, was verdeutlichte, dass er mich überholen solle. Ich hatte an dem Tag nämlich wirklich alle Zeit der Welt, da ich mir die Kundentermine sehr großzügig eingeteilt hatte. Er hat allerdings keine Anstalten gemacht, mich zu überholen und nachdem er dann die erste Zeit an meiner Stoßstange geklebt hatte, dachte ich mir, dass mir das zu dumm ist, und habe von Comfort auf Sport geschaltet. Ich bin gefahren, als ob es um mein Leben ginge, und habe mein Gefährt durch die Kurven geprügelt.

Da ich schon mein ganzes Berufsleben mit dem Auto unterwegs bin und um die 70.000 Kilometer im Jahr fahre, habe ich auch dementsprechende Fahrpraxis aufzuweisen und die Assistenzsysteme tun ihr Übriges. Hinten versuchte der Corsa verzweifelt mitzuhalten, aber angesichts der Leistungsunterschiede kam er nicht wirklich hinterher. Plötzlich sah ich im Rückspiegel nur noch, wie der Kleinwagen in einer engen Serpentine in den Sträuchern verschwand. Ich wendete so schnell wie möglich, was angesichts der vielen Motorradfahrer nicht so einfach war, und bin zurück zur Unfallstelle. Der Fahrer war inzwischen von mehreren Motorradfahrern geborgen worden - ihm schien es gut zu gehen und er hatte äußerlich keinerlei Verletzungen. Aber sein Auto lag ihm Unterholz und sah nach einem Totalschaden aus. Ich möchte mein Gewissen erleichtern und beichten, dass ich so unvernünftig war und auf die Herausforderung des anderen Fahrers eingegangen bin, obwohl dieser aufgrund seines Alters und seiner Motorisierung keine wirkliche Chance hatte, mir zu folgen, und es vorauszusehen war, dass er seinen Wagen kaputt fährt. Es tut mir leid und ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00033244 vom 10.05.2014 um 21:40:15 Uhr in 06537 Kelbra (25 Kommentare).

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Pizza bei Regen

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Geiz

Ich freue mich immer, wenn es regnet. Dann bestelle ich mir gerne mal eine Pizza - allerdings bei einem Lieferservice, von dem ich weiß, dass er nur Fahrradkuriere einsetzt. Ich gebe natürlich auch kein Trinkgeld.

Beichthaus.com Beichte #00033242 vom 10.05.2014 um 20:27:07 Uhr (20 Kommentare).

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