Mein Date war mir zu teuer

27

anhören

Geiz Schamlosigkeit Dating Last Night Restaurant Berlin

Mein Date war mir zu teuer
Ich (m/23) hatte gestern Abend ein Blinddate in einem nicht gerade billigen Restaurant. Die Dame wollte unbedingt dort essen, mir war das ehrlich gesagt etwas zu teuer für ein erstes Treffen, aber okay. Noch bevor die Rechnung kam, flüchtete ich. Falls die Dame das hier liest: Sorry, das ist eigentlich nicht meine Art, aber knapp 80 Euro war mir das alles nicht wert, egal was nach dem Essen noch passiert wäre.

Beichthaus.com Beichte #00035034 vom 07.02.2015 um 08:12:34 Uhr in Berlin (Charlottenstraße) (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Essen aus dem Hausmüll

12

anhören

Verschwendung Ekel Nachbarn Ernährung Attenkirchen

Ich (w/27) beichte, dass ich zu den Leuten gehöre, die Nahrungsmittel aus der Mülltonne holen und essen. Ich hole das aber nicht aus irgendwelchen Tonnen in Hinterhöfen von Supermärkten, wie es einige machen, nein, ich hole es aus der Mülltonne hinter dem Haus, in dem ich wohne. Es handelt sich dabei nämlich um Dinge, die meine Hausmitbewohner weggeworfen haben. Außer mir wohnt in dem Haus nur noch eine alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern im Teenageralter. Die Familie lebt von Hartz-IV und jeden Monatsanfang, wenn das Geld da ist, geht die Mutter erst mal ordentlich einkaufen. Dabei bemüht sie sich offensichtlich, ihren Kindern gesunde Sachen wie Obst, Gemüse und Joghurt zu kaufen. Dummerweise ernähren sich die Kinder hauptsächlich von Döner vom Türken um die Ecke. Daher landet das ganze gesunde Zeug irgendwann in der Tonne.


Dabei ist es oftmals noch gar nicht wirklich vergammelt, das Obst und Gemüse hat paar braune Stellen, was man rausschneiden kann und Joghurt ist ja auch nicht gleich schlecht, nur weil das Verfallsdatum erreicht ist, meistens kann man das problemlos essen. Daher hole ich manchmal Sachen aus der Tonne wieder raus. Obst und Gemüse wasche und schäle ich gründlich, bei Joghurt achte ich darauf, dass die Verpackung unbeschädigt ist. Andere Dinge wie Fleisch und Fisch lasse ich sicherheitshalber liegen. Bisher habe ich mir dabei noch nichts eingefangen. Mir ist das Ganze trotzdem peinlich und niemand weiß davon, aber mir tut es leid, wenn ich sehe, dass Nahrungsmittel einfach so weggeworfen werden und ich selber spare auch etwas Geld dabei.

Beichthaus.com Beichte #00035032 vom 06.02.2015 um 23:07:02 Uhr in Attenkirchen (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Wahre Gefühle oder doch nur Einsamkeit?

6

anhören

Rache Zorn Verzweiflung Lügen Ex

Ich bin Anfang 30, seit einem Monat Single und leide wie ein Hund unter der Trennung. Und hier beginnt auch meine Beichte. Nach über einem, für mich wirklich schönen Jahr, hat mich mein Partner verlassen. Als Auslöser nannte er zunächst die Tatsache, keine Fernbeziehung führen zu wollen, weil er nach langer Arbeitslosigkeit eine Jobzusage ca. 400km entfernt erhalten hat. Sehr kurze Zeit darauf habe ich allerdings von ihm selbst erfahren, dass er schon seit Monaten nicht mehr will und im Grunde zu feige war - seine eigenen Worte - es mir früher zu sagen. Ich muss dazu sagen, dass wir Anfang September eine kleine Krise hatten, die ich einschieben muss, bevor ich weitererzähle. Zwei Wochen lang habe ich gespürt, dass etwas nicht stimmt und auf mein energisches Nachbohren kam dann heraus, dass er sich seiner Gefühle nicht sicher ist ("Ich habe dich lieb, weiß aber nicht, ob dich liebe." Eventuell einfach Angst vor Einsamkeit etc.). Nach diesem Gespräch herrschte eine abgesprochene Funkstille von einer Woche, um Nachdenken zu können, und danach haben wir uns noch mal zusammengerauft und ich war glücklich. Und wie ich dachte, er auch!


Insbesondere im Dezember war ich mir seiner Gefühle sicher. Zwar sprach er nie die berühmten drei Worte und war diesbezüglich auch sonst eher wortkarg, aber ich dachte mir, er zeigt es auf seine Weise. Drei Tage vor der Trennung sah er mich an, lächelte und nannte mich "Schnuffel." Ein purer Moment des Glücks, wo er es doch so selten in Worte gefasst hat! Und hier komme ich wieder zum Ausgangspunkt: die Trennung. Das Argument mit der Fernbeziehung war, wie gesagt, eine Ausrede, weil er schon lange nicht mehr wollte und mir auch gestanden hat, schon seit Langem mit anderen rummachen zu wollen. Einige für mich offene Fragen beantwortete er nur widersprüchlich. Nach diesem zweiten Gespräch nach der Trennung brach für mich eine Welt zusammen, dachte ich dummerweise wirklich, den richtigen Menschen für eine gemeinsame Zukunft gefunden zu haben. Es ist zu großen Teilen eine Farce gewesen und er hat mir die ganze Zeit etwas vorgespielt.


Da Verwandte von ihm mich kontaktiert und mir gut zugeredet haben, doch noch nicht ganz aufzugeben, wie ich es eigentlich wollte, fing ich an zu kämpfen. Eine Woche nach dem zweiten Gespräch habe ich eine Party besucht, auf welcher wir immer zusammen gewesen sind, und wollte meine Antworten bekommen, weil er besoffen gefühlsduselig wird. Dafür habe ich mir etwas Schickes zum Anziehen gekauft und mich auch sonst wirklich toll hergerichtet. Der Versuch war, im Grunde auch klar, ein Riesenflop und es fielen gemeine Worte von seiner Seite. Da meine Freunde ihn größtenteils noch nicht kannten, und mir somit nicht helfen konnten, nahm ich die Angebote seiner Freunde, mit denen ich mich auch gut verstand, an, drüber zu reden. Ich habe immer erzählt, was genau alles vorgefallen ist, aber gleichzeitig meinen Respekt seiner Person gegenüber deutlich gemacht, weil ich trotzdem an etwas Gutes in ihm geglaubt habe.


Ich kürze es jetzt mal ab. Im Nachhinein sind viele Lügen und Widersprüche seinerseits herausgekommen, da er auch andere Leute ähnlich wie mich behandelt hat, die verschiedene Verhaltensweisen bestätigen konnten. Die Art und Weise, wie ich es zum Teil herausbekommen habe, im Grunde alleine die Tatsache, dass ich mich so sehr von der Verzweiflung und Rachegefühlen habe leiten lassen, und immer mehr erfahren wollte, ist mir im Nachhinein echt peinlich. Zumal dieser Mensch es eindeutig nicht wert gewesen ist. Ich habe ihn, auch wenn nur die Wahrheit angesprochen wurde, bei einigen seiner Freunde und seiner Familie schlecht gemacht und mich ausgeheult, weil ich mich vor lauter Trauer und Wut nicht mehr im Griff hatte. Diesen Aufwand zu betreiben und ihn bei seinen Leuten dermaßen schlecht zu machen, hätte echt nicht mehr sein müssen. Daher bitte ich um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035031 vom 06.02.2015 um 21:57:19 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Maskierter Parkplatz-Scheißer

16

anhören

Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Shopping

Vor einigen Monaten hat es sich zugetragen, dass mir das Peinlichste passiert ist, was ich mir ausmalen kann. Ich leide unter psychosomatischem Reizdarm, der so unberechenbar ist, wie die Terroristen von Al Kaida. Alles das, was meinem Hirn nicht passt, schlägt mir auf den Darm. Selbst, wenn ich nicht mal selber realisiere, dass mir etwas nicht passt. Dementsprechend weiß ich nie, ob und wann und wie mein blödes Gedärm wieder zuschlägt. Und jetzt kommt natürlich, was kommen musste. Ich stand im Supermarkt an der Kasse, als ich merkte, dass sich mein ganzer Bauch verkrampft. Unglücklicherweise stand vor mir eine riesige Schlange von Menschen und der Supermarkt befand sich direkt an einer Hauptstraße mit einem kleinen Parkplatz vorne dran. Eigentlich ist es mir echt peinlich, fremde Leute nach einem Klo zu fragen, aber ich habe dann die Kassiererin ganz nett gefragt, ob ich die Örtlichkeiten benutzen dürfte. Mir stand da schon vor Schmerzen der Schweiß auf der gefühlt kalkweißen Stirn. Doch die Dame meinte nur, dass das Klo nur für Mitarbeiter ist und sie mich da nicht drauf lassen kann.


Da ich keine Szene machen wollte - und mir eine solche auch gar nicht leisten konnte, aufgrund des Zeitdrucks - habe ich meinen Einkaufswagen stehen lassen und bin auf den Parkplatz gerannt, wo zehntausend Leute hin und her liefen und habe mich dort zwischen zwei parkende Autos gehockt und gefühlte 20 Liter Wasser geschissen. Meine Beichte ist jedoch nicht, dass ich den Parkplatz verschmutzt habe - die blöden Tanten sind immerhin selbst schuld - sondern dass ich der heutigen Handygeneration so dermaßen misstraue, dass ich mein Geschäft mit einem alten Jutebeutel, in dem ich normalerweise mein Leergut aufbewahre, über dem Kopf getätigt habe, damit bloß keiner von diesen Smartphonesüchtigen meine - im wahrsten Sinne - beschissene Aktion filmt und ich meine Fresse nachher mit diskreditierender Überschrift auf sämtlichen Videoportalen wiederfinde. Das einzig Gute an der Situation war, dass ich durch den Jutesack nicht sehen konnte, wer mich da alles angestarrt und ausgelacht hat. Denn wenn es ein Motto gibt, das sich dadurch bewahrheitet, dann ist es "Wenn ich sie nicht sehe, sehen sie mich auch nicht."

Beichthaus.com Beichte #00035030 vom 06.02.2015 um 14:42:32 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Probleme eines frischgebackenen Vaters

6

anhören

Waghalsigkeit Kinder Arbeit Bahn & Co.

Ich bin Straßenbahnfahrer und seit Kurzem auch Vater einer kleinen Tochter. Sie hält mich ganz schön auf Trab. Nachts schreit sie oft und hält mich so vom Schlaf ab. Das führt dazu, dass ich viel öfter müde bin, als vor der Geburt. Nun hat das aber schlimme Konsequenzen genommen - als ich heute wieder Straßenbahn fuhr, war ich so müde, dass ich mich auf die Ampel für Autos konzentriert habe. Auf einmal schaltet die Ampel auf rot um, und obwohl ich gerade erst von der Haltestelle angefahren war, stieg ich vor Schreck voll in die Eisen. Lautstark bremste die Straßenbahn, und einige Fahrgäste, die sich noch nicht setzen konnten, stolperten oder stießen mit anderen zusammen. Das weckte mich aus meiner Müdigkeit. Ich werde mich gleich morgen erkundigen, ob ich nicht Fahrzeiten bekommen kann, die auch meiner Tochter besser gefallen. Bei all meinen Fahrgästen, die ich so schockiert habe, will ich mich an dieser Stelle entschuldigen. Es wird (hoffentlich) nie wieder vorkommen.

Beichthaus.com Beichte #00035027 vom 06.02.2015 um 01:03:27 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000