Die Haare meiner Tochter

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Lügen Falschheit Betrug Familie

Ich (w/33) beichte, dass ich meiner Tochter regelmäßig die Haare glätte und färbe. Seit ihrem fünften Lebensjahr lasse ich sie sogar in einem Afrohaarsalon chemisch glätten. Der Grund ist, dass ich vor sieben Jahren mit zwei Männern was hatte - einem Mann afrikanischer Herkunft und meinem jetzigen Ehemann. Beides waren Bekanntschaften aus der Disco und bei beiden war klar, dass es nur um Spaß ging und es nicht zu einer Beziehung kommen würde. Als ich damals merkte, dass ich schwanger bin, wusste ich nicht, ob von meinem Jetzt-Ehemann oder von dem Afrikaner. Zu dem Afrikaner brach der Kontakt ab, bevor ich von der Schwangerschaft erfuhr. Die Sex-Bekanntschaft mit meinem Ehemann hatte sich, als er von der Schwangerschaft erfuhr, bereits weiterentwickelt und wir wurden ein Paar. Ich weiß nicht, ob die Tatsache, dass ich schwanger war, dazu beisteuerte. Ich habe ihm damals nicht explizit gesagt, dass er der Vater ist, er ging aber scheinbar davon aus. Die Schwangerschaft war wegen der Ungewissheit nicht schön für mich und ich wünschte mir sehr, dass mein Freund der leibliche Vater ist. Als meine Tochter dann geboren wurde, war sie relativ hell, es fiel nur auf, dass sie viele dunkle Haare hatte, die aber am Anfang noch glatt waren. Sie hat keine besonders afrikanischen Züge und sieht mir zum Glück sehr ähnlich.


Mit der Zeit wurden ihre Haare aber kringelig und mir war klar, dass mein Ehemann nicht ihr leiblicher Vater ist, denn in unseren beiden Familien haben alle glatte Haare. Mein Mann hat zudem blondes Haar. Als ich merkte, dass ihre Haare kringelig werden, begann ich, sie mit einem Glätteisen zu glätten. Da war sie 1,5 Jahre alt. Ihre Haare wurden auch immer dunkler, weshalb ich begann, sie mit schonendem Naturfärbemittel hell zu färben. Ihre Haut sieht aus, als sei sie immer braun gebrannt, das fällt aber nicht auf, da mein Mann auch ein gebräunter Typ ist, wie so ein typischer blonder Surfer-Boy eben. Ich habe bei der ganzen Sache ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, weil ich meinen Mann belüge und die Haare meiner Tochter schädige. Ich möchte aber auch nicht auffliegen, weil ich unsere kleine Familie nicht kaputtmachen will. Ich frage mich nur, was sein wird, wenn meine Tochter älter wird und das Ganze nicht mehr mitmachen will oder wenn sie meinem Mann genauer erzählt, was der Friseur immer mit ihren Haaren macht.

Beichthaus.com Beichte #00033793 vom 20.08.2014 um 14:48:21 Uhr (23 Kommentare).

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Der unbekannte Kommilitone

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Begehrlichkeit Neugier Fremdgehen Studentenleben Göttingen

Ich (w/21) bin in einer Beziehung, die eigentlich ganz gut läuft. Mein Freund hätte es verdient, dass ich ihm mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenke, als ich es im Moment tue. Er ist echt ein toller Mensch, auch wenn ich das nach fast drei Jahren Beziehung manchmal nicht zu schätzen weiß. Ich sollte wirklich froh sein, einen so tollen Menschen an meiner Seite zu haben. Das hat mich die letzten fünf Wochen aber nicht davon abgehalten, permanent einem anderen Kerl hinterherzustarren. Ich studiere im Moment und wir hatten gerade diese fünf Wochen lang einen Blockkurs, wo wir mit 200 Leuten jeden Tag im selben Hörsaal saßen. Und immer, wirklich immer, wenn mir langweilig war, habe ich geschaut, wo dieser eine Kerl sitzt. Ganz ehrlich, zum Glück kenne ich ihn nicht - und er mich auch nicht. Ich habe nur über viele Ecken herausgefunden, wie er heißt. Dabei studieren wir schon seit zwei Jahren zusammen, aber so ist das halt - man lernt nie alle kennen. Jedenfalls finde ich ihn total attraktiv. Ich glaube, es ist ganz lange her, dass ich jemanden so anziehend fand. Das hat mich am Anfang auch ziemlich durcheinandergebracht. Ich habe mich gefragt, was an meiner eigenen Beziehung denn so verkehrt sein muss, dass ich einen anderen Mann so dermaßen attraktiv finde und ich habe alles Mögliche infrage gestellt. War nicht schön. Daraus ist fast eine richtig krasse Beziehungskrise geworden und es ist immer noch ein bisschen wacklig bei uns.


Langsam kann ich akzeptieren, dass es wohl nur so eine komische Phase war. Vielleicht so ein unbewusster Abwehrmechanismus, weil ich im Moment sehr viel Stress und praktisch kein Privatleben mehr habe. Trotzdem schäme ich mich dafür, dass ich immer geschaut habe, wo er heute sitzt und dass ich mich in den Pausen so hingestellt habe, dass ich ihn noch ein bisschen länger anschauen konnte. Ich schäme mich dafür, dass ich an dem einen Tag strahlend wie ein Honigkuchenpferd durch die Welt gerannt bin, nur weil er mich einmal angeschaut und gelächelt hat. Oder der Tag, wo er nur drei Plätze weiter saß. Es war furchtbar und wunderschön zugleich. Jetzt ist der Kurs vorbei und ich werde ihn nie wiedersehen. Nächstes Semester studiert er wahrscheinlich woanders weiter. Ich hoffe, ich kann bald mit dieser Phase abschließen und meiner Beziehung wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Ich hoffe, er geht mir bald aus dem Kopf. Unbekannter, falls du das liest: Ich hätte wirklich gerne mal mit dir geredet und herausgefunden, was du für ein Mensch bist. Und auch, wenn du mich nie kennen wirst: Ich wünsche dir nur das Beste für dein weiteres Leben, finde oder erhalte dein Glück. Alles Gute. Ach ja: Deine neue Frisur steht dir nicht schlecht. Aber mit Zopf sieht es noch besser aus als mit offenen Haaren. Betont deine tolle Stirn und die gerade Nase ausgezeichnet.

Beichthaus.com Beichte #00033777 vom 18.08.2014 um 10:14:59 Uhr in 37075 Göttingen (Robert-Koch-Straße) (18 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Die Arbeit mit Hartz-IV-Empfängern

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Vorurteile Boshaftigkeit Hass Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich bei dem staatlichen "Unternehmen" mit dem großen roten "A" arbeite und dort im Bereich SGB II, umgangssprachlich Hartz IV, eingesetzt bin. Ich habe festgestellt, dass sich meine Einstellung zu den "Kunden" inzwischen sehr stark verschlechtert hat und ich immer mehr dazu tendiere, die Leute schnell von meinem Tisch zu bekommen, anstatt ihnen wirklich zu helfen. Ich weiß, dass Hartz IV ein Leben am Existenzminimum bedeutet und man nicht zwangsläufig verschuldet dort reinrutschen muss, aber mir gehen diese inkompetenten, dummen und teilweise faulen Leute einfach auf den Sack! Ständig kommen sie angerannt und haben Fragen, oder wollen, dass wir ihre Probleme lösen. Oder sie verlangen Erläuterungen zu Bescheiden und das, obwohl alles im Bescheid selbst drin steht! Es steht da nicht einmal im Juristen-Deutsch, sondern wirklich einfach verständlich.


Deshalb schnauze ich die Leute auch schon mal an, ob sie nicht lesen können oder wollen. Oftmals merke ich selbst, wie gefühlskalt und distanziert ich zu den Leuten bin, wenn es um finanzielle Probleme geht. Mich interessiert einfach nicht, warum diese Person das ganze Geld schon wieder verballert hat, da sind sie oft selbst schuld. Mich ärgert es regelrecht, wenn die Leute noch einen Vorschuss bekommen, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben und die Allgemeinheit jetzt wieder dafür bezahlen muss. Aus diesen Grund habe ich den "Kunden" nun schon des Öfteren gesagt, dass eine Klärung nur mit Termin möglich ist und habe sie im Wissen, dass sie erst einmal ohne Geld sind, weggeschickt. Bei ausländischen Kunden tue ich dies meist sogar mit einer innerlichen Genugtuung, da ich der Meinung bin, dass solche "Zuwanderer" nur nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen zu schnorren. Ich weiß, dass mein Handeln nicht korrekt war und ist, aber manchmal kotzen mich diese Leute einfach nur noch an.

Beichthaus.com Beichte #00033774 vom 17.08.2014 um 16:00:41 Uhr (28 Kommentare).

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Der Tampon-Detektiv der Personaltoilette

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Neugier Fetisch Ekel Kollegen Arbeit München

Ich arbeite überwiegend mit Frauen zusammen. Auf den Stationen gibt es je eine Personaltoilette, dankenswerter Weise Unisex. Wenn nette Studentinnen, Praktikantinnen oder Schülerinnen auf Station sind, versuche ich aufzupassen, wann sie die Toilette aufsuchen, und gehe dann kurz danach selbst. Dann gucke ich in den Bindeneimer, ob neue Tütchen drinliegen. Mit viel Glück finde ich, selten, mal einen noch körperwarmen Tampon oder eine frisch gewechselte Binde. Je nach Inhalt des weißen Papiertütchens stelle ich mir dann vor, wie die Kollegin ihre Binde/Tampon gewechselt hat, und wie ihre Periode so ist - z.B. wenn eine randvoll blutige Slipeinlage und eine Plastikfolienverpackung von Always-Binden drin sind, dass ihre Periode gerade angefangen hat. Oder wenn ein kaum bräunlicher Tampon drin liegt und ein Abziehpapier einer Slipeinlage. Manchmal finde ich auch Schmankerl, z.B. Soft-Tampons oder aus dem Stationsbedarf gemopste Schwangerschaftstests oder Verpackungsfolien von Pilzzäpfchen. Aber ein Mysterium verfolgt mich schon seit Langem eine Kollegin knüllt immer zwei, drei leere Hygienetütchen zusammen und tut sie in den Bindeneimer - die Tütchen sind aber immer leer. Und obwohl ich schon viele geile Momente auf der Personaltoilette hatte, und viele innerlich grinsende Blicke auf Kolleginnenhintern werfen durfte, wenn unter der weißen Diensthose nicht der helle 08/15-Slip, sondern der dunkelblaue Baumwoll-Schlüppi durchschimmert, muss ich doch immer wieder grübeln, warum diese eine Kollegin zwei, drei Mal täglich zwei Hygienetütchen abreißt, diese zusammenknüllt und in den Bindeneimer wirft. Außerdem musste ich feststellen, dass Frauen untereinander ganz schöne Elstern sein können.

Ich platziere regelmäßig geöffnete Tamponkartons auf dem Handtuchspender, neben der üblichen Tüte Oma-Binden, die die Kolleginnen dort für Notfälle (aus dem Stationsbedarf) aufbewahren. Bisher sind schon mehrere Packungen Tampons Stück für Stück aufgebraucht worden, obwohl die Tampons ja definitiv den Benutzerinnen nicht gehören. Eine Kollegin hat sogar mal eine fast volle Schachtel "o.b. flexia normal" eingesteckt, offensichtlich für zu Hause. Am längsten gehalten haben eine Packung Super-Tampons von Aldi, die wurden nur spärlich gemopst, und eine Packung o.b. super mit Applikator. Aber nachdem ein paar vereinzelte blutig verschmierte Applikatoren im Eimerchen lagen, sind die Mädels dahintergekommen, dass in dem Applikator normale o.b.s drin sind, und ab da waren nur noch saubere Applikatoren im Eimerchen. Um die Ausbeute an Tampons im Eimerchen zu erhöhen, möchte ich jetzt ein Schildchen laminieren, das offiziell aussieht und klarstellt, dass man Tampons bitte nicht ins Klo, sondern immer in den Eimer schmeißt. Vielleicht animiert das die Mädels, ihre Tampons endlich korrekt zu entsorgen? Es tut mir ja auch leid, dass ich mir den Zyklus der Mädels so peinlich zusammenreimen muss, aber das Getuschel und Tabu-Getue um die Periode hat mich halt neugierig gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00033769 vom 15.08.2014 um 23:13:33 Uhr in München (Scheidplatz) (30 Kommentare).

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“Beichte

Mein verlorener Sohn

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Ignoranz Familie

Ich (m/60) hatte zu meinem Sohn, der mittlerweile 40 ist, eigentlich immer ein gutes Verhältnis. Wir haben zusammen schöne Urlaube gemacht und ich habe trotz meines Status als Alleinerziehender (Mutter früh verstorben) immer versucht, ihm alles zu ermöglichen, was er wollte und was in meiner Macht stand. Vielleicht war das manchmal nicht genug, aber es war damals alles, was ich ihm geben konnte. Es gab keine Schläge, kein Anschreien, ich habe wirklich alles für ihn getan. Als er 19 war, ist er nach mehrfachem Anlauf wieder durch die Abiturprüfung gefallen. Wir hatten, auch wegen anderer Dinge, damals ziemlich viel Streit. Es geht hierbei nicht um Vorwürfe wegen schulischer Leistungen, sondern um ganz andere Dinge. Irgendwann ist das Ganze auf einer emotionalen Ebene so eskaliert, dass er den Kontakt zu mir vollständig abgebrochen hat. Lange Zeit konnte ich das nicht verstehen, war deshalb in Behandlung und habe alles versucht, um wieder Kontakt aufzunehmen - doch alles blieb erfolglos. Er ist dann auch aus der Heimatstadt weggezogen und das Letzte, das ich von ihm hörte, war, dass er zur Bundeswehr gegangen ist. Ich hatte einen guten Freund, der in der Verwaltung dort gearbeitet hat. Ab und zu, wenn es mich arg gebeutelt hat, habe ich den Freund angerufen und gefragt, was er jetzt für einen Dienstgrad hat, wo er wohnt, wie der Familienstand ist - so kleine Dinge eben und so etwas hat mich dann wieder über das nächste Jahr gebracht.

Nach einigen Jahren ging das nicht mehr, weil die Akte gesperrt war und der Geheimhaltung unterlag. Ich habe daraufhin einen Privatdetektiv beauftragt, dieser konnte mir aber leider auch keine Informationen liefern. Sogar an einen bekannten Fernsehsender habe ich mich gewendet, der regelmäßig Familien wiedervereint. Es sollte eine Folge gedreht werden, da mein Sohn aber auch für diesen Sender nicht auffindbar war, wurde das Ganze gecancelt. Jetzt, nach 21 Jahren, hat sich ein Zufall ergeben, wie es ihn wahrscheinlich nur einmal im Leben gibt. Seit mehreren Jahren betreibe ich mit einem guten Freund eine Firma, die alles rund um das Haus macht. Wir haben Kräfte zum Putzen, die den Garten machen, sich um Elektronik oder Sanitärprobleme kümmern. Vor einiger Zeit haben wir einen neuen Auftrag für ein Haus in der Nähe von Frankfurt bekommen. Vor einigen Wochen rief ein Angestellter der dort gerade beschäftigt war an, er hätte durch Wasser einen Schaden am Boden verursacht. Ich fuhr sofort hin, um mir das Ganze anzuschauen, da die Hausbesitzer, ein Ehepaar nicht erreichbar waren. Vor Ort erwartete mich ein gut eingerichtetes Haus. Alles vom Feinsten mit einem riesigen Garten. Als ich drin war, habe ich auf Fotos, die dort hingen, meinen Sohn wiedererkannt. Der Name der Hausbesitzer ist mittlerweile ein ganz anderer, als der meines Sohnes früher.

Ich war einfach nur unglaublich froh, ihn wiedergefunden zu haben, hatte aber Angst, dass er, sollte er es merken, sofort den Auftrag kündigt, um mich dieses kleinen Fensters zu berauben. Einmal habe ich ihn auch gesehen, wie er von einem Fahrer der Bundeswehr abgeholt worden ist. Es freut mich, dass er offensichtlich den richtigen Weg für sich gefunden hat. Es tut mir leid, dass ich mich nicht an seinen Wunsch halte, sondern immer wieder mit diesen kleinen Aktionen unbemerkt in sein Leben trete.

Beichthaus.com Beichte #00033766 vom 15.08.2014 um 13:02:19 Uhr (17 Kommentare).

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