Das Mädchen an der Rezeption

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Engherzigkeit Selbstsucht Boshaftigkeit Lügen Wien

Im neuen Jahr war ich beruflich in Österreich und übernachtete für ein paar Tage in einem Hotel in Wien. Abends hatte ich keine Lust wegzugehen und setzte mich deshalb an die Hotelbar. Wie das so ist, war am späten Abend dann nicht mehr viel los und eines der Mädels von der Rezeption kam öfters zur Bar, um zu tratschen. Sie war eigentlich nicht mein Geschmack, aber ich merkte, dass sie locker drauf war und Interesse an mir hatte, was meinen Jagdinstinkt weckte. Und so ergab eines das andere, und nachdem sie Dienstschluss hatte, besuchte sie mich auf meinem Zimmer. Wir hatten das volle Programm, und ich glaube, ihr gefiel es auch ganz gut. Am nächsten Morgen, bevor ich dann wieder geschäftlich zu tun hatte, brachte ich sie nach Hause. Und kaum war sie ausgestiegen war mir die ganze Geschichte auch schon unglaublich peinlich, schließlich ist die Kleine bestimmt dreißig Jahre jünger als ich. Sie hat bei der Verabschiedung auch richtig verliebt rumgetan und sogar schon von einer Wiederholung gesprochen. Was ich jetzt beichten möchte? Ich habe mich die nächsten Tage, die ich im Hotel war, wie ein Arschloch verhalten. Ich habe ihre Anrufe abgewimmelt und versucht, ihr so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, was jedoch nicht immer möglich war, da ich sie natürlich an der Rezeption traf. Deshalb war ich einfach immer extrem unfreundlich zu ihr. Also Liebes, falls du das lesen solltest, es tut mir leid, dass ich dich so mies behandelt habe. Das Ganze war eine einmalige Geschichte und aus uns hätte nie etwas werden können. Ich bitte um Absolution für mein furchtbares Verhalten dem Mädel gegenüber.

Beichthaus.com Beichte #00032704 vom 11.02.2014 um 12:27:31 Uhr in 1100 Wien (Hertha-Firnberg-Straße) (20 Kommentare).

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Public Peeing

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Wien

Vor ungefähr drei oder vier Jahren habe ich mich oft im Sommer mit meinen Freundinnen in einem nahegelegenen öffentlichen Park getroffen. Wir haben dort immer etwas getrunken und oft auch mal ein bisschen zu viel. An dem Abend, von dem ich berichten möchte, waren wir sogar relativ früh gut angeheitert und ich beschloss gegen zehn Uhr am Abend nach Hause zu gehen, da ich am nächsten Tag relativ zeitig aufstehen musste. Ich ging also zur Straßenbahnstation und musste dort feststellen, dass ich meine Bahn knapp verpasst hatte und deshalb noch zwanzig Minuten warten muss. An sich wäre das ja kein Problem gewesen, aber irgendwann drückte meine Blase extrem und in meiner Nähe war einfach keine Toilette zu finden. In eine Ecke konnte ich auch nicht gehen, da um mich herum überall noch Leute waren. Ich sah ab dann jede Minute auf die Uhr und hoffte, dass die Bahn bald kommen würde, bis mir schließlich mein Handy aus der Hand fiel. Als ich mich bücken wollte, um es wieder aufzuheben, geschah es plötzlich - ich konnte es nicht mehr halten. Die ganze Pisse lief mir an den Beinen runter und gerade an diesem Abend hatte ich einen Minirock an! Die Leute neben mir sahen mich angewidert an, Passanten lachten mich aus und ich wollte einfach nur im Boden versinken. Ich stieg trotzdem in die Bahn und fuhr nach Hause, aber diesen Abend habe ich bis heute nicht vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00032690 vom 09.02.2014 um 19:03:12 Uhr in 1090 Wien (Schwarzspanierstraße) (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Desinfektionsmittel auf dem Geheimknopf

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Boshaftigkeit Ekel Zorn Wien

In unserer schönen Stadt hängen an den Ampeln so kleine Kästchen, welche Geräusche machen und für die Blinden zur Orientierung dienen. Diese Kästchen werden jedoch erst aktiviert, wenn man einen versteckten Knopf an der Unterseite drückt. Einige, geistig scheinbar nicht so gut ausgestattete Mitmenschen, denken jedoch, dass die Ampel für sie schneller auf Grün umschaltet, wenn sie auf diesen ominösen versteckten Knopf drücken. Das ist jedoch nicht der Fall, einzig und allein fangen diese Kästchen an, laute Geräusche von sich zu geben. Und da es immer mehr Leute zu geben scheint, die hektisch den Knopf drücken - in der Annahme, schneller die Straße überqueren zu können - habe ich mir einen Spaß erlaubt. Auf einem Auktionsportal habe ich mir eine Schachtel ersteigert, in der 500 kleine Tuben eines dickflüssigen Händedesinfektionsmittels enthalten sind. Wenn ich nachts unterwegs bin, verteile ich an den Ampeln, an denen ich vorbeikomme, den Inhalt der Tube auf dem "Geheimknopf". Mittlerweile hatte ich auch schon mehrmals das Vergnügen, zu sehen, wie Leute hektisch auf den Knopf drücken und dann angewidert ihre Hand ansehen, weil sie eine undefinierbare durchsichtige dickflüssige Masse daran haben. Ich weiß, dass es nicht in Ordnung ist, weil wahrscheinlich auch blinde Menschen das Desinfektionsmittel auf die Finger bekommen und nicht wissen, um was es sich dabei handelt. Aber es ist zu genial, den Ekel in den Gesichtern der Menschen zu sehen, wenn sie das Zeug angefasst haben. So gesehen verhelfe ich der Menschheit zu mehr Gesundheit, weil das Desinfektionsmittel die Verbreitung von Keimen verringert. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032678 vom 05.02.2014 um 12:08:10 Uhr in 1150 Wien (Mariahilfer Gürtel) (21 Kommentare).

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Die Disziplin der Fahrgäste

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Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Wien

Die Disziplin der Fahrgäste
Ich bin seit fast zehn Jahren Straßenbahnfahrer. Ich fahre gerne, was mich aber stört, ist die Disziplin der Fahrgäste. Ich versuche jeden, der noch angerannt kommt, mitzunehmen - bloß irgendwann muss auch ich mal losfahren. Es gibt Haltestellen, an denen könnte ich fünf Minuten lang stehen und es würden immer noch Leute angerannt kommen, die unbedingt noch mitfahren wollen. Einfach weil sie keine drei Minuten auf die nächste Straßenbahn warten können. Die Fahrzeiten sind ohnehin schon sehr kurz bemessen und meine Pause verlängert sich durch die Wartezeiten an der Haltestelle auch nicht unbedingt. Und fährt man dann doch los, nachdem man noch den siebten angerannten Fahrgast hat einsteigen lassen, kann man sich von dem "Zurückgelassenen" - aber oft auch von den Fahrgästen im Zug - die nettesten Dinge anhören. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die Fahrgäste zu disziplinieren. Solche, die rücksichtslos bei Rot über die Straße laufen, oft sogar noch ihre Kinder an der Hand haben und damit andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst massiv gefährden, nur weil sie unbedingt noch mitfahren wollen, lasse ich über die Straße, und wenn sie dann vor der Tür stehen, fahre ich los. Ich werde nie verstehen, dass man sich absichtlich in Gefahr begibt, nur weil man nicht noch drei Minuten warten kann. Es tut mir leid, da ich mit meinem Verhalten bestimmt viele Menschen verärgere, aber ich denke in der heutigen Zeit kann man nur so einen Lerneffekt bei den Menschen erreichen. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032651 vom 30.01.2014 um 10:51:54 Uhr in 1070 Wien (Kaiserstraße) (26 Kommentare).

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Verschwiegenes Schönheitsideal

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Ignoranz Hochmut Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft Wien

Ich (w/25) möchte etwas beichten, das ich nicht öffentlich sagen möchte: Ich mag keine Schwarzen. Früher fand ich nichts dabei, das zu sagen, schließlich ist ja auch nichts dabei, wenn jemand sagt "Ich mag keine Blondinen" oder "Ich finde Sommersprossen hässlich". Dann ist man auch nicht rassistisch. Aber die Leute hören was sie wollen. Wenn ich sage "Mir gefallen keine Schwarzen" verstehen die Leute immer "Schwarze sind keine richtigen Menschen und gehören versklavt und als Bedienstete abgerichtet." Ich finde sie einfach nur unattraktiv, die dunkle Haut, die großen Lippen und die breite Nase - ich finde ja auch gebräunte Haut ziemlich hässlich, je heller desto besser ist meine Devise. Aber das bedeutet doch nicht, dass ich rassistisch bin. Es macht mich oft wütend, dass die Leute mich als Rassistin abstempeln und ich bei Gesprächen um Schönheitsideale niemals erwähnen kann, dass ich Afroamerikaner einfach nicht schön finde, ohne dass ich sofort ausgegrenzt werde.

Beichthaus.com Beichte #00032638 vom 28.01.2014 um 16:14:02 Uhr in 1020 Wien (Taubengasse) (52 Kommentare).

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