Die Kuscheltiere meines Bruders

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Ekel Unreinlichkeit Masturbation

Ich fühle mich schuldig, da ich gerne mal die Stofftiere meines kleinen Bruders benutze, um mir die Wichse vom Bauch zu putzen. Sein Lieblingsfuchs ist schon total verharzt und ich finde es furchtbar, wenn er damit spielt. Ich hoffe, man verzeiht mir und ich werde ihm zu Weihnachten ein neues, ungebrauchtes Stofftier schenken.

Beichthaus.com Beichte #00035517 vom 21.04.2015 um 15:51:28 Uhr (15 Kommentare).

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Geruchskampf in der Küche

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Verzweiflung Zorn Rache Studentenleben Ernährung Hamburg

Mein derzeitiger Wohnort ist ein Studentenwohnheim und ich habe zwei Mitbewohnerinnen. Die eine ist sehr sauber und darum geht es auch nicht. Die andere ist vor knapp drei Monaten direkt neben mir eingezogen. Ich selbst (m/26) bin aus Respekt vor den anderen relativ sauber, was die Küche angeht: Spüle zu 99 Prozent mein Geschirr sofort, räume es ein und lasse auch Töpfe und Ähnliches, in denen noch etwas Essbares ist, nicht im Weg rumstehen und mache den Deckel drauf, damit nicht alle meine Kreation riechen müssen. Naja, kommen wir zur Sache: Nachdem sie sich etwas eingelebt hatte, fing alles mit Kleinigkeiten an, der Teller hier oder der Topf da wurden ungespült über Tage rumstehen gelassen. Nun gut, dachte ich, vielleicht hat sie Stress beim Lernen oder so.


Aber weit gefehlt - mittlerweile habe ich festgestellt, dass sie trotz Semesterferien immer unordentlicher wurde. Es geht so weit, dass die ganze Spüle voll Dreckgeschirr zugestellt und der Abfluss voller Gemüsereste ist. Und alle Herdplatten sind tagelang zugestellt und versifft. Auch die restlichen Bereiche der Küchenzeile bzw. der Arbeitsplatte sowie der Esstisch sind anscheinend alleine Ablage für ihr benutztes Zeugs. Von Anfang an wollte sie aus vermeintlichem Ekel nur ihre eigenen Küchensachen benutzen. Ihre Sache. Umso dreister ist es, dass aber unsere Schwämme plötzlich nach ihrem viel zu späten Spülgang in ihrem "übersehenen Restsiff rumliegen (z.B Zwiebeln im Auffangsieb). Wegmachen ist ja nicht nötig. Zudem belegt sie 3/4 des Kühlschrankes und findet anscheinend unsere Gerüche nach dem Kochen ekelhaft. Dabei kochen wir relativ harmlos duftendes Zeug - also keinen Fisch in Knoblauch-Zwiebel-Kruste auf Harzer Rolle überbacken. Natürlich mache ich nach dem Kochen das Fenster auf Kippe auf, aber das reicht ja nicht - demonstrativ öffnet sie mit angeekeltem Gesicht das Fenster komplett. Ihre Sache.


Aber selbst kocht sie vergleichsweise "Stinkbomben": massig orientalische Gewürze, Knoblauchwurst und all das, was wirklich intensiv riecht. Das Fenster bleibt geschlossen und wird auch von ihr wieder verschlossen, nachdem man was gegen den Geruch tun wollte. Nach mehrmaligem dezenten Ansprechen für zwei Tage Besserung, danach die alte Situation. Ich beichte, dass ich einfach keine Lust habe, schon wieder mit ihr darüber zu sprechen, weil ich sie von ihrem Wesen so einschätze, dass sie das nicht so richtig versteht, nach dem Motto: "Ich mache doch alles korrekt, was will der Typ?" Stattdessen, wenn mir innerlich der Kragen platzt, übertreibe ich es manchmal aus Rache: Ich brate zehn Knoblauchzehen, Zwiebeln und dünste andere "Stinker" und lasse alles verdreckt liegen, sodass sie mit meinen Sachen konfrontiert wird. Nach zwei Tagen bereinige ich mein Vergehen frustriert, da null Besserung eingetreten ist. Ich beichte, dass ich mich nicht überwinden kann, bei so einer banalen Sache auf die Kacke zu hauen und stattdessen auf dem Niveau eines Fünftklässlers reagiere und dies sonst nicht meine Art ist.

Beichthaus.com Beichte #00035282 vom 20.03.2015 um 15:01:33 Uhr in 22415 Hamburg (Krohnstieg) (10 Kommentare).

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“Beichte

Religiöser Durchbruch in der Werbebranche

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Morallosigkeit Unglaube Unglaube Arbeit Meinerzhagen-Valbert

Ich (w/22) komme aus einem atheistischen Elternhaus und habe bis zum neunten Lebensjahr, nach der Trennung meiner Eltern, nicht viel mit Religion am Hut gehabt. Damals ließ meine Mutter mich evangelisch taufen, auf Druck meiner Tante, die Pastorin ist. Eben diese Tante versuchte mir die vermeintliche Unwissenheit einzuhämmern, was allerdings nur bewirkte, dass ich gar keine Lust auf Religion im Allgemeinen hatte. Das änderte sich schlagartig, als mein Vater Selbstmord beging und man mich zu meiner religiösen Oma in den Harz schickte. Ich begleitete sie zu Gottesdiensten, in die Gemeinde und fing an, mich intensiv damit zu beschäftigen. Ich ließ mich auch konfirmieren, als Einzige in der Gruppe aus Überzeugung. Zwar konnte ich mich mit dem Christentum gut identifizieren, aber ich wurde dennoch neugierig auf andere Religionen. So begann ein regelrechter Marathon - durch muslimische Mitschüler konnte ich ihre Religion "ausprobieren," im jüdischen Zentrum meiner Heimatstadt lernte ich das Judentum kennen. Beide Religionen fesselten mich nur kurz und ich sprach mit den Zeugen Jehovas und Scientologen, die mich aber nicht wirklich reizten, ihre Religionen auszuprobieren.


Durch meinen alten Pastor kam ich dann in Kontakt mit Zen-Buddhisten und landete schließlich bei dem tibetischen Buddhismus, den ich seit drei Jahren, so gut es als Nicht-Mönch geht, zu praktizieren. Jetzt möchte ich auch mal zu meiner Beichte kommen: Durch meine experimentierfreudige Phase habe ich sehr viele, sehr gläubige Menschen unterschiedlicher Religionen kennengelernt. Fast alle haben mir sehr viel Respekt für meine Suche gezollt und mir wurde oft gesagt, dass man mir, "egal wie ich mich entscheide," gerne helfen würde. Und genau das nutze ich beruflich aus. Ich bin gelernte Mediengestalterin und habe vor einem Jahr, sechs Monate nach Beendigung meiner Ausbildung, meine eigene, kleine Agentur gegründet. Ich habe natürlich allen, die ich so kannte, Bescheid gegeben und ziemlich schnell kamen auch Ladenbesitzer auf mich zu. Ich habe ihnen dann sehr günstig Flyer, Fensterbeklebungen und Ähnliches gestaltet.


Da die Ladenbesitzer überwiegend Muslime sind, werde ich auch oft für Hochzeitseinladungen gebucht - mit Auflagen bis zu 2500 Stück. Aber auch die evangelische Kirchengemeinde kommt mittlerweile regelmäßig auf mich zu, für Rundbriefe und das Schwarze Brett. Dazu möchte ich allerdings sagen, dass ich nur die Materialien berechne, dasselbe gilt für alles andere, das einen religiösen Hintergrund hat. Ich begründe es mit Dankbarkeit, aber eigentlich ist auch das Werbung für mich. Mittlerweile habe ich dadurch auch drei größere Firmen als Kunden gewinnen können. Ich verdiene sehr gutes Geld, habe zwei Angestellte und zum nächsten Jahr wollen wir einen Azubi einstellen. Trotzdem habe ich oft ein schlechtes Gewissen, immerhin hole ich mir meine Kunden aus Kirchen, denen ich nicht angehöre, und habe unzählige religiöse Vektorgrafiken erstellt, die ich zwar respektiere, aber nichts abgewinnen kann. Außerdem habe ich einem sehr netten Zeugen Jehovas für seine Hochzeitseinladungen einen höheren Preis als üblich zugewiesen, da ich seit meinem Gespräch vor vier Jahren immer noch regelmäßig Infomaterial und Besuche bekomme.

Beichthaus.com Beichte #00034641 vom 19.12.2014 um 09:54:48 Uhr in Meinerzhagen-Valbert (9 Kommentare).

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Mit der Biokanone beim Langlaufski

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Morallosigkeit Urlaub

Meine Beichte bezieht sich auf ein Ereignis, welches schon weit über zwanzig Jahre zurückliegt. Ich war damals mit ein paar Kumpels samt Freundinnen im Harz Langlaufski fahren. Eines Tages war ich mit zwei von ihnen nach der Vormittagstour und dem gemeinsamen Mittagessen in einem Gasthof noch kräftig einen bechern. Die Frauen sind dann irgendwann los und es wurde früher Nachmittag, bis wir Männer uns dann angeheitert - aber noch nicht stockbesoffen - ebenfalls auf den Weg machten. Auf dem Weg zurück bekam ich plötzlich den starken menschlichen Drang, mal ein bisschen Fracht loszuwerden. Allerdings nicht so stark, als dass ich es nicht hätte zurückhalten können. Kaum hatte ich aber mein Bedürfnis mitgeteilt, kam einer meiner Kumpels auf die Idee, die Loipe für die Langlaufski als Toilette zu missbrauchen. Angeheitert, wie ich war, stimmte ich angesichts des ohnehin recht einsamen Waldstücks, in dem wir fuhren, unter der Bedingung zu, dass die beiden Schmiere stünden. Beim nächsten Stück bergab hielten wir also und ich entleerte mich einigermaßen zielsicher in die Loipe, die verlief wie zwei Spuren einer Schiene. Zwar hatte ich mit der Biokanone in der rechten Spur das größere Hindernis aufgebaut, aber wer auch immer die nächste Talfahrt über diesen Abschnitt zurückgelegt hat, dürfte keinerlei Chance gehabt haben, meinen Hinterlassenschaften auszuweichen. Ich habe mich dann unter dem Gegröle meiner Kumpels mit einer Serviette notdürftig gesäubert und dann sind wir eilig getürmt. Damals fand ich es unglaublich lustig, heute nur noch kindisch und dumm.

Beichthaus.com Beichte #00033738 vom 08.08.2014 um 22:39:25 Uhr (4 Kommentare).

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Von Steuergeldern leben

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Vorurteile Ignoranz Maßlosigkeit Geld

Ich möchte beichten, dass ich Menschen, die keine Lust haben zu arbeiten und Geld vom Staat kassieren sehr verachte, obwohl der Staat für mich mehr blecht als für einen Harz-IV-Empfänger. Seit fünf Jahren bezahlt das Jugendamt jeden Monat fast 5.000 Euro, damit ich in einer Jugendeinrichtung und inzwischen in meiner eigenen Wohnung wohnen kann. Das heißt, die Steuerzahler bezahlen meinen Lebensstandard. Ich dürfte sechs Freizeiten mitmachen und meine komplette Wohnungseinrichtung mit 1.400 Euro wurde mir bezahlt. Selbst das Geld, das ich angespart habe und von dem ich mir gerade einen neuen Laptop gekauft habe, kommt von den Steuerzahlern. Dafür mache ich aber eine Ausbildung ohne Vergütung, und wenn ich damit fertig bin, werde ich auch Steuern zahlen. Aber immerhin schaffe ich Arbeitsplätze - die Erzieher, die Behörden. Und wäre ich nicht in der Einrichtung gewesen, würde ich wegen Depressionen wohl nie arbeiten. Ich konnte auch nichts für meine blöde Kindheit. Trotzdem tut es mir leid, dass ich von Steuergeldern lebe. Aber das hat ja auch bald ein Ende.

Beichthaus.com Beichte #00032667 vom 04.02.2014 um 00:25:08 Uhr (16 Kommentare).

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