Der Absturz meines besten Freundes

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Paderborn

Ich (m/29) melde mich mittlerweile nicht mehr bei meinem ehemals besten Freund. Wir sind kurz nach dem Abitur richtig gute Freunde geworden und haben fast jedes Wochenende und generell viel Freizeit zusammen verbracht. Er war bis vor Kurzem mit seiner Jugendliebe verheiratet, hat ein Kind mit ihr gezeugt. Sie hat sich von ihm getrennt, weil er wohl nicht so ganz in der Rolle des Familienvaters aufgegangen ist, sondern die Wochenenden weiterhin mit uns verbracht hat. Danach nahm alles seinen Lauf: Er wurde arbeitslos (wenn auch nur kurz), fand eine neue Frau im Internet und zog nach ca. zwei Monaten bereits mit ihr zusammen. Seine neue Stelle hatte er zwischenzeitlich verloren, arbeitet aber nun wieder. Dennoch ging mir sein Gejammer über Familie, sein erstes Kind und seine Geldprobleme irgendwann auf die Nerven.

Ich selbst bin kein Familienmensch und möchte keine Kinder. Er hat seine neue Freundin nach nicht mal einem Jahr Beziehung trotz Geldproblemen geschwängert. Wunschkind natürlich. Wir haben ihn am Anfang der Beziehung darauf angesprochen, dass sich sein Lebensstil gewaltig zum Negativen geändert hat. Anfangs gab es dann Besserung, später wurde nicht mehr darauf geachtet. Er müsste eigentlich wegen gesundheitlicher Probleme mal zu einem Facharzt, findet aber nie Zeit sich einen Termin zu machen (oder möchte keine Zeit finden). Die ersten beiden Monate habe ich ihn noch darauf angesprochen, mittlerweile ist es mir egal. Aufgezwungene Veranstaltungen mit seinem Kind zusammen habe ich durch die Blume abgelehnt, seitdem herrscht so gut wie Funkstille. Ich muss sagen, mir ist dadurch ein Stein vom Herzen gefallen. Manchmal denke ich, dass ich dadurch zu einem schlechten Menschen geworden bin. Andererseits können sich Menschen und deren Interessen doch auch auseinander entwickeln, oder?

Beichthaus.com Beichte #00039984 vom 04.07.2017 um 18:00:57 Uhr in Paderborn (22 Kommentare).

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Die Krankenschwester, die meinen Verlobten liebt

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Betrug Begehrlichkeit Liebe

Als ich (w) 18 Jahre alt war, begann ich mein Medizinstudium in der nächstgelegenen Unistadt. Ich lernte dort im ersten Semester meinen ersten Freund (damals 22) kennen, der jedoch schon im siebten Semester Medizin studierte. Witzigerweise kamen wir aus der gleichen Heimatstadt. Wenn wir also in den Semesterferien im städtischen Klinikum unserer Heimatstadt Praktika absolvierten, begegneten wir uns oft, was beinahe täglich zu heimlichen Knutschereien in Arztzimmern oder leeren Gängen führte. Für uns beide war dieses Versteckspiel natürlich eine sehr aufregende Zeit. Wir waren fast zwei Jahre zusammen, als er mit der Uni fertig war und für sein praktisches Jahr in die Heimatstadt zurückzog. Ich dagegen hatte gerade erst einmal die Vorklinik überstanden. Aufgrund von Distanz und Zeitmangel verloren wir uns ziemlich schnell aus den Augen und trennten uns schließlich.

In den Semesterferien nach meinem sechsten Semester arbeitete ich wieder im Klinikum der Heimatstadt. Dort sah ich meinen Ex-Freund nach fast einem Jahr wieder, der nun beinahe mit seinem PJ fertig war. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt seit wenigen Wochen einen neuen Freund an der Uni - er hatte wohl schon etwas länger eine Beziehung zu einer Krankenschwester im Klinikum. Dennoch übermannten uns die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit an diesem Ort und das Versteckspielen, sodass wir in den Semesterferien wieder mehrmals heimlich etwas hatten. Er wollte damals auch wieder mit mir zusammen sein, aber ich sah zu diesem Zeitpunkt keine Zukunft darin, auch wenn ich nichts lieber wollte, als ihn wieder für mich zu haben. Ich trennte mich daraufhin zum neuen Semester von meinem Freund, er aber blieb nach meinem Korb weiterhin mit der Krankenschwester zusammen.

So ging das in fast allen Semesterferien, da ich diese fast immer im Klinikum meiner Heimatstadt verbrachte und er dort inzwischen seine Facharztausbildung angefangen hatte. Immer ein paar Monate hörten wir so gut wie nichts voneinander, in den Ferien konnten wir dann aber nie die Finger voneinander lassen. Ich hatte in der Zwischenzeit hier und da mal kurze Beziehungen. Er war die ganze Zeit über mit der Krankenschwester zusammen, die tatsächlich auch ein Mal etwas von unseren Eskapaden mitbekam. Sie war jedoch sehr naiv und verzieh ihm das, denn sie war überzeugt, er liebe nur sie. Für sie tat es mir jedes Mal leid, denn sie war wirklich eine ganz Liebe - nur eben auch unglaublich naiv. Dann begann auch ich mein PJ im Klinikum und wir hintergingen die besagte Krankenschwester fast ein halbes Jahr, bevor wir uns dazu entschlossen, nun offiziell zusammen zu sein und er mit ihr Schluss machte. Er hat sie nicht früher verlassen, weil sie ein netter Zeitvertreib für ihn war, wie er selbst sagt.

Für die arme Krankenschwester ist jedoch eine Welt zusammengebrochen, als er sie verließ. Die Gerüchteküche im Krankenhaus munkelte schon sehr lange, dass er und ich bereits seit Jahren eine Affäre hätten, doch sie hatte davon nie ein Wort geglaubt, dachte, dass das mit uns eine einmalige Sache war, und war immer von seiner Unschuld überzeugt. Sie hatte ihn wirklich bedingungslos und abgöttisch geliebt. Leider beruhte das aber nie auf Gegenseitigkeit. Für ihn war immer ich die Einzige, die er wirklich liebte und wollte. Ich beichte aus aktuellem Anlass: Neulich, ungefähr ein Jahr später, hat mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht und nun sind wir verlobt. Seine Ex-Freundin hatte es jedoch noch immer nicht aufgegeben und ist noch lange nicht über ihn hinweg, immerhin waren die beiden über drei Jahre zusammen. Sie muss wohl immer gehofft haben, dass er zurückkommt. Als sie gestern von der Verlobung erfahren hat, ist sie weinend zusammengebrochen.

Mir tut es ehrlich leid, dass es so für sie gelaufen ist. Mir ist bewusst, dass mein Freund sich ihr gegenüber wie ein Arsch verhalten hat, indem er sie und ihre Naivität über drei Jahre für einfachen Sex ausgenutzt hat und ich den Betrug unterstützt habe, indem ich mich immer wieder darauf eingelassen habe. Es tut mir leid, dass er sie ständig mit mir betrogen hat und ich ihn ihr letztendlich sogar noch ausgespannt habe. Ich war egoistisch, mich auf ihn einzulassen, obwohl ich genau wusste, dass er eine Freundin hat; aber er war eben der Einzige, den ich all die Zeit wirklich geliebt habe und so konnte ich einfach nicht die Finger von ihm lassen. Ich überlege, ob ich mit seiner Ex reden soll, um ihr das zu erklären, aber ich vermute auch, dass ich es dann noch schlimmer machen würde, denn sie hasst mich ohnehin schon - aus gutem Grund.

Beichthaus.com Beichte #00039139 vom 30.12.2016 um 21:48:40 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Prügelstrafe bei Lügen

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Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Betrug Rache

Ein Elternteil von mir hat mich früher immer verprügelt, wenn ich ihn angelogen habe. Dabei habe ich als Kind nur aus Angst vor Strafe gelogen - die mich so oder so erwischte, weil wenn ich dann nach den Schlägen endlich die Wahrheit sagte, gab es noch einen Nachschlag. Als ich dann ein Teenager war, glaubte dieser Elternteil einmal, dass ich lügen würde, weil ich auf die Frage, ob ich ihm seine Schokolade gestohlen hätte, zwar wahrheitsgemäß "Nein" sagte, aber dabei angeblich rot geworden bin (wohl vor Stress und Panik). Ich musste mich dann anbrüllen und als "dreckiger Lügner" beschimpfen lassen (war offensichtlich schon zu groß zum Prügeln). Beide Eltern sind übrigens schuld daran, dass ich chronisch psychisch erkrankt bin, fachärztliche Behandlung brauche und vermutlich mein Leben lang Pillen schlucken muss. Und mehrmals Lohneinbußen hatte, da ich Krankengeld beziehen musste.

Dieser oben genannte Elternteil betrügt nun, da ich erwachsen bin, seit Jahren schon das Jobcenter und damit den Staat, also die gesamte Gesellschaft. Wenn ich ihn anzeigen würde und man könnte ihm das nachweisen, würde er in den Bau gehen. Ich möchte beichten, dass ich mir oft wünsche, diese Person anzuzeigen, einfach weil diese "Doppelmoral" in meinen Augen nicht wirklich geht. Selbst nicht belogen werden wollen, aber andere betrügen. Beichten möchte ich, dass ich schlicht zu feige bin, den Betreffenden anzuzeigen, auch anonym. Denn wenn das rauskäme, würde die gesamte Familie nichts mehr von mir wissen wollen. Außerdem würde es den Stiefelternteil als Teil der Bedarfsgemeinschaft gleich mit erwischen, aber der hat mir nie etwas getan (außer zu Unrecht von meinen Steuergeldern zu leben).

Beichthaus.com Beichte #00039043 vom 09.12.2016 um 21:11:40 Uhr (8 Kommentare).

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Überflüssige Beamte

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Verschwendung Vorurteile Faulheit Trägheit

Überflüssige Beamte
Ich (m/30) beichte auch für meine Freundin. Sie ist in einem kommunalen Betrieb beschäftigt. Dadurch hat sie - im Vergleich zur Privatwirtschaft - viele Vorteile wie beispielsweise mehr als 30 Tage Urlaub im Jahr, flexible gleitende Arbeitszeit, Facharztbesuche, welche als Arbeitszeit angerechnet werden, Sonderzahlungen, etc. Sie sollte beichten, dass in diesem Betrieb, sowie in anderen öffentlichen Betrieben und Ämtern ineffizient gearbeitet wird. Beispielsweise werden die Pausenzeiten nicht erfasst, sondern automatisch von der Anwesenheit abgezogen. Jedoch wird pro Tag mindestens eine Stunde länger Pause gemacht als erfasst. Facharztbesuche werden vornehmlich in die Arbeitszeit gelegt, K.-O.-Tage (krank ohne Krankenschein) werden gerne mitgenommen, insbesondere vor oder nach dem Urlaub. Ein Glas Sekt während der Arbeitszeit beim Betrachten der Urlaubsbilder? Warum nicht.

Wer zahlt die überflüssigen Stellen? Richtig, der Bürger. Ich selbst bin in einem Ingenieurbüro als Entwickler beschäftigt, habe wie meine Freundin studiert und sogar promoviert. Sie verdient zwar weniger als ich, aber muss unverhältnismäßig weniger leisten. Das finde ich sehr ungerecht, was auch gleich mein Teil der Beichte ist.

Beichthaus.com Beichte #00038427 vom 28.06.2016 um 12:09:09 Uhr (25 Kommentare).

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Habe ich dieses Leben noch verdient?

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Verzweiflung Faulheit Dummheit Drogen

Meine Beichte ist, dass ich mein Leben versaut habe. Ich (w/22) habe so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann, und bin aus einem perfekten Leben in die Unterschicht gerutscht. Und das ist auch noch alles nur meine Schuld. Ich bin bei meinen Großeltern […]
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Beichthaus.com Beichte #00036777 vom 06.10.2015 um 04:39:02 Uhr (21 Kommentare).

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