8431 Muffins vs. Kuchen

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Zorn Kindergarten Ernährung

Ich hasse diese kleinen Küchlein in Förmchen, auch als Muffins bekannt, mittlerweile total. Früher habe ich auch gerne mal einen Muffin gegessen und auch Muffins gebacken. Aber nach diesem Erlebnis hier kann ich diese Teile nicht mehr sehen und würde sie am Liebsten auf den Mond schießen! Meine kleine Schwester wurde vor vier Monaten fünf Jahre alt. Es ist in ihrem Kindergarten üblich, dass das Geburtstagskind Kuchen mitbringt. Sie wünschte sich von mir eine Cassata-Torte - in diesem Fall natürlich ohne Alkohol. Ich mache eine Ausbildung zur Konditorin und habe dann sowohl die gewünschte Cassata-Torte, als auch noch einen Käsekuchen mit Mandarinen sowie einen einfachen, saftigen Schokokuchen gebacken, damit jeder Geschmack getroffen ist.

Als ich am Morgen die Kuchen im Kindergarten abgeben wollte, sagte die Erzieherin, dass es ihr leidtäte, aber die Kinder freuen sich immer so auf die Geburtstagsmuffins. Ich verstand nicht ganz. "Naja", sagte sie, "quasi jedes Kind bringt mittlerweile Muffins mit und für die Kinder ist das immer ein tolles Fest, die Muffins so schön aus dem Förmchen essen zu können, ohne Gabel oder Löffel." Ich sagte: "Nun gut, aber jetzt ist es eben Kuchen - in drei Varianten, der schmeckt doch genauso gut!" Sie antwortete aber nur, ich würde ihr einen riesigen Gefallen tun, wenn ich die Kuchen wieder mitnehme. Sie würde aber, sollte ich sie dalassen, für alle Fälle auch eine große Portion Muffins besorgen. Ich habe die Kuchen also wieder mitgenommen und sie wurden dann beim Kindergeburtstag und beim Besuch der Verwandten mit Begeisterung vom Geburtstagskind und allen Anwesenden gegessen - komisch, dass auch die kleinen Gäste die Kuchen mochten und nicht nach Muffins schrien!

Ich habe ja keine Ahnung, was die für Kinder im Kindergarten haben. Wenn die sich denken, dass ich zum nächsten Geburtstag noch einmal selbst backe, haben sie sich geschnitten. Ich hole dann einfach billige Fertigmuffins aus dem Supermarkt. Die scheinen ja bei diesen komischen Muffinkindern besser anzukommen als ein selbst gemachter Kuchen. Aber mein Verdacht ist ja insgeheim, dass die Kindergartenfrauen einfach keinen Bock hatten, die Teller danach zu spülen! Aber seit diesem Vorfall hasse ich Muffins. Dieser Trend mit diesen kleinen Drecksteilen! Dabei können die unschuldigen, von diesem Vorfall überhaupt nicht betroffenen, Muffins der Gegenwart und der Zukunft ja gar nichts dafür. Sie gehören eben, zu ihrem Pech, auch dieser Klasse an. Die Muffins der Vergangenheit sind ja zum Glück aus dem Schneider, die gab es ja zu der Zeit, als ich sie noch mochte.

Beichthaus.com Beichte #00036365 vom 15.08.2015 um 10:57:56 Uhr (17 Kommentare).

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8432 Im Grunde ist das Diebstahl

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Diebstahl Geiz Habgier Musik Mönchengladbach

Da es keine gute Tat war, möchte ich kurz beichten, dass ich in einem CD-Laden das Preisschild einer CD mit dem einer viel billigeren getauscht habe. Im Grunde ist das Diebstahl.

Beichthaus.com Beichte #00025378 vom 13.12.2008 um 19:15:33 Uhr in Mönchengladbach (21 Kommentare).

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“Beichte

8433 Ich bin nicht schwul

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Dummheit Trunksucht Peinlichkeit Kollegen Last Night Kerpen-Buir

Viele meiner Arbeitskollegen denken, dass ich (m/18) schwul wäre. Vermutlich aus dem Grund, weil ich mich nicht an meine älteren Kolleginnen ranmache. Das liegt aber nur daran, dass die nicht unbedingt meiner Zielgruppe entsprechen. Die einzige Kollegin, bei der ich mir überhaupt was hätte vorstellen können, hat eine Stunde vor dem Treffen mit einer billigen Ausrede abgesagt. Trotzdem nerven die Fragen nach meiner sexuellen Orientierung und darüber hinaus wollte mich eine Kollegin mit einem Schwulen verkuppeln. Also habe ich auf der letzten Betriebsfeier stockbesoffen den Anmachversuchen einer für mich unattraktiven Kollegin nachgegeben. Sie hatte nicht locker gelassen mit Fragen à la "Sagen Sie, das soll nicht verletzend sein oder so, aber, sind Sie schwul?" Ich fühle mich benutzt und das Geläster sehe ich auch schon kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030492 vom 25.11.2012 um 22:57:37 Uhr in Kerpen-Buir (23 Kommentare).

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8434 Eier-Geschosse an Halloween

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Vandalismus Dummheit Boshaftigkeit Unglaube Klagenfurt

Ich (m/25) habe gemeinsam mit einem Freund, als wir 12 Jahre alt waren, die örtliche Kirche an Halloween mit Eiern beworfen. Wir fanden die Kirche scheiße und waren daher wütend. Es tut mir inzwischen wirklich leid, denn einige der Eierflecken sieht man noch an der Wand - der Rest konnte zum Glück gereinigt werden, da die Eier auf den Scheiben landeten.

Beichthaus.com Beichte #00037572 vom 10.02.2016 um 14:28:35 Uhr in 9020 Klagenfurt (Hauptstraße) (5 Kommentare).

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“Folge

8435 5.475 Tage Sehnsucht

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Begehrlichkeit Verzweiflung Liebe Schule

5.475 Tage Sehnsucht
Ich weiß es noch ganz genau. Nach den Sommerferien kam ich in die 13. Klasse meiner neuen Schule. Verplant, wie ich war, kam ich selbstverständlich zu spät und hatte dann noch damit zu kämpfen, dass ich den Raum nicht finden konnte. Ich öffnete die Tür und alle schauten mich an, als wäre ich von einem anderen Planeten. Peinlich berührt setzte ich mich auf den verbleibenden freien Platz. Dabei musterte ich meine neuen Mitschüler. Und dann entdeckte ich sie. Noch nie in meinem Leben hatte ich ein so schönes Mädchen gesehen, ich war wie erstarrt. Die wunderschönen braunen Haare, die ihr himmlisches Gesicht ummantelten. Ich erinnere mich noch sehr gut an ihre Augen, ihre prachtvoll glänzenden Augen, die in einer Mischung aus Grau und Grün, in einigen Winkeln auch Blau, schimmerten. Sie hatten mich gefesselt. Ihre Nase, ihr Kinn, ihre Ohren, ihre vollen Lippen. Alles spielte in einer wunderbaren Harmonie miteinander, sie war wie gemalt, heute würde ich sagen, sie war photoshopped.

Meine Klassenlehrerin riss mich aus meiner Tagträumerei, als sie mich bat, mich vorzustellen, da ich immerhin zu spät gekommen war. "Eli heiße ich. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem Süden Iraks. Meine Hobbies sind (…)".

Der erste Schultag verging und ich wechselte mit ihr erste Blicke, manchmal schaute sie mich mit ihren wunderschönen Augen leicht lächelnd an und blickte kurz darauf schnell wieder weg. Ich lächelte immer zurück. Allerdings, so dachte ich mir, brauche ich mir keine allzu großen Hoffnungen zu machen. Wir spielten nicht in derselben Liga. Sie, das fantastische, hübsche, beliebte Mädchen und ich, das komplette Gegenteil. Der Tollpatsch, der ständig unpünktlich war und auf niemanden zugehen konnte. Ich fragte mich, warum jemand wie sie etwas mit mir zu tun haben sollte. Dann kam ich wieder einmal zu spät, doch als ich die Klassentür vorsichtig öffnete, erkannte ich, dass wir wohl eine Freistunde hatten. Geradewegs ging ich in den Raum und fragte, wo denn unser Lehrer bliebe. Sie, Alyena, antwortete mir. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ausgerechnet sie mich darüber aufklären würde, dass unser Lehrer krank ist und welche Aufgaben wir lösen sollten. Perplex starrte ich sie an und krächzte nur ein halblautes "Danke". Dann setzte ich mich hin und fing an, im Buch zu arbeiten. Plötzlich setzte sie sich neben mich und verwickelte mich in ein Gespräch. Sie kam ursprünglich aus der Türkei. Ihre Mutter ist Türkin, ihr Vater Grieche. Ihre Eltern leben getrennt und sie hat noch vier weitere Geschwister. Ich denke noch heute an ihr Haar. Es flatterte im Durchzug in unserer Klasse und streifte leicht durch mein Gesicht, so nah saß sie neben mir. Mein Herz pochte, und es pocht immer noch, wenn ich an sie denke.
Die Zeit verging und wir kamen uns immer näher. Allerdings heimlich, nicht einmal ihre besten Freundinnen wussten davon. Ich genoss die Zeit. Sechs lange Monate hat es gedauert, bis ich ihr Herz erobert hatte und man uns als Pärchen bezeichnen konnte. Dann wurde ich immer leichtsinniger, ich Idiot ließ sie des Öfteren sitzen, gab ihr nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdient hatte. Sie glaubte gen Ende unserer Beziehung sogar, dass ich sie nicht mehr liebte. Dabei war sie nicht nur meine erste Liebe, sondern meine Einzige. Ich weiß noch genau, dass wir uns das erste Mal wegen etwas ganz Banalem stritten, weswegen ich mich heute noch in den Allerwertesten treten könnte.

Wir redeten Ewigkeiten nicht miteinander. Ich dachte mir immer, dass sie zu mir zurückkommen wird. Bis zu dem Tag, an dem bekannt wurde, dass sie umgezogen ist. Sie hatte anscheinend Probleme mit ihrer Familie und deshalb sind sie kurzerhand umgezogen. Sie war weg. Weit weg. Plötzlich lagen zwischen uns über 700 Kilometer. Wo genau sie wohnte, weiß ich bis heute nicht - aus Datenschutzgründen. Das Königreich, das ich mit ihr aufgebaut habe, brach in sich zusammen als bestünde es nur aus Sand. Meine Prinzessin war fort, und mit ihr mein Herz. Die nächsten Tage verbrachte ich in Selbstmitleid und dem Versuch, sie irgendwie zu erreichen. Aber nichts. Kein Anruf wurde entgegengenommen, kein Brief beantwortet. Und es konnte mir keiner helfen, schließlich wusste niemand, dass wir zusammen waren. Ich machte mein Abitur mit einem guten Schnitt und begann ein Studium der Zahnmedizin, das ich erfolgreich beendete. Ich dachte jeden Tag an sie. Die Gedanken zerfraßen mich innerlich, doch ich lebte mein Leben weiter. Ich gründete später sogar eine Praxis mit einem ehemaligen Kommilitonen. Heute bin ich 35 und habe eine Tochter, die ich über alles liebe. Ich lebe allerdings geschieden, denn meine Frau betrog mich.

Alyena, ich denke immer noch an dich. Es verging kein Tag in den letzten fünfzehn Jahren, an dem ich nicht an Dich gedacht habe. Bei jedem Klingeln, bei jedem Anruf, bei jedem Brief, bei jeder SMS entflammt mein Herz aufs Neue, in der Hoffnung, es könnte eine Antwort von dir sein. Doch nein. Rund 5.475 Tage habe ich gehofft und gebetet, dass du wieder in mein Leben trittst. Es passierte leider nichts. Bitte verzeihe mir, Alyena, ich hatte nicht einmal die Gelegenheit, mich bei dir zu entschuldigen. Und es zerfrisst jeden Tag ein weiteres Stück von mir, zu wissen, dass du nicht bei mir bist. Es tut mir so leid. Ich habe erst zu spät bemerkt, wie wichtig du bist. Jedes Mal, wenn ich einschlafe, bete ich, am nächsten Tag neben dir aufzustehen und deine wunderschöne Gestalt neben mir zu spüren. Zu sehen, wie glücklich du bist. Denn ich werde dich immer lieben. Manchmal schlafe ich unter Tränen ein und wünschte mir, am nächsten Tag nichtmehr aufzustehen. Doch meine Tochter braucht mich. Und das, obwohl bis heute niemand von unserer Liebe weiß. Nur sie und ich. Lebe wohl, doch bitte vergiss jenen, der dich zu lieben lernte, nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031493 vom 24.06.2013 um 11:53:20 Uhr (38 Kommentare).

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