4421 Meine Angst vor der Rechnung

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Betrug Lügen Missbrauch Kinder Telefon Machern

In meiner Jugend, vor zirka 20 Jahren, war ich im Kinderheim untergebracht. Unser Zimmer war ein ehemaliges Büro. Wir hatten also einen Telefonanschluss. Ein Freund schenkte mir ein altes Telefon aus dem Haushalt seiner Eltern und ich schmuggelte das Ding in meiner Schultasche ins Zimmer. Am Wochenende verlebte mein Zimmergenosse die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag bei seiner Pflegefamilie. Ich hatte das Zimmer also in den zwei Nächten für mich allein und probierte unter der Bettdecke das Telefon mitten in der Nacht aus. Es funktionierte! Ich rief 0190er Nummern an und erlebte interaktive Schatzsuchen oder hörte Fußballhotlines ab, manche auch mehrfach hintereinander, weil ich einige Dinge nochmal hören wollte. Das Telefon versteckte ich eingewickelt, nach ein paar unterhaltsamen Stunden, im Keller im nicht mehr benutzten Wäscheraum in einem alten, vergilbten Holzarzneischrank. Ich wiederholte meine Aktion jedes Wochenende. Das Ganze ging so ein paar Monate. Eines Nachmittags, mitten im Sommer, als ich von der Schule ins Heim ging, bin ich dann aus allen Wolken gefallen.

Auf dem Hof stand ein Auto von einem Telekommunikationsunternehmen. Ich spielte den Nichtsahnenden und ging in mein Zimmer, zwei Minuten später wurde meine Zimmertüre aufgerissen und mein Heimleiter, zwei Erzieher und fremde Handwerker überfüllten unsere kleine Stube. Man fragte mich, ob und wie ich hier telefoniert hätte und wo das Gerät stünde. Ich spielte weiter den Ahnungslosen und blieb auch beim Nachhaken standhaft unehrlich. Ich kam mir vor wie ein Mörder, dem man seine Tat beweisen will und der danach lebenslang im Knast verschwindet, wenn er nur ein Detail zugibt. Die Leute verschwanden. Mein Heimleiter kam später wieder und sagte mir, dass das alles kein Spielchen sei. Es gehe um 5.000 Mark. Er wüsste, dass ich den Anderen was vormache und er würde es mir eines Tages nachweisen und dann würde ich mit einer richtig heftigen Geldstrafe rechnen müssen. Seine letzten Worte waren: "Den Fremden kannst Du was vormachen, aber mir nicht." Dann verschwand er wieder. Ich hatte danach Angst. Ich räumte gleich das Telefon aus dem Arzneischrank im Keller weg und steckte es in die Schultasche, um es am nächsten Tag meinem Kumpel zurückzugeben. Ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man mich überführen würde. Jedes Mal, wenn ich meinen Heimleiter sah, ahnte ich, dass das der Tag ist, an dem er mich kriegen würde. Ich bin ihm immer aus dem Weg gegangen, was auch ziemlich lästig war und bei Anderen Stirnrunzeln verursachte. Im Heimleben versuchte ich mich ab da an zu einem netten Jugendlichen zu entwickeln, der lernt und Keinem auffällt. Der Heimleiter hat mich niemals wieder auf das Thema angesprochen. Eines Tages hat er mich mit seinem Auto von der Schule abgeholt und ich dachte, dass es einen guten Grund dafür geben müsse, aber er wollte mich nur mitnehmen und redete mit mir über meinen Schulunterricht. Ich plapperte wie ein Wasserfall, aus Angst, dass uns die Themen ausgehen und er mit dem Telefon anfangen würde. Aber er freute sich nur wegen meiner schulischen Erfolge. An diesem Tag dämmerte es mir, dass inzwischen Gras über die Geschichte gewachsen sein muss. Nur mein Kumpel mit dem Telefon, zugleich einziger Mitwisser, zieht mich hin und wieder mal auf, ob denn schon die Rechnung von dem Telefonanbieter angekommen sei.

Beichthaus.com Beichte #00030398 vom 28.10.2012 um 14:39:33 Uhr in Machern (11 Kommentare).

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4422 Shampoo mit Zusätzen

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Rache Feigheit Ekel Unreinlichkeit Wien

Als ich (w) 16 war, kam ich in ein betreutes Heim für schwer erziehbare Jugendliche, da es bei mir zu Hause sehr heftig zuging. Trotz aller Probleme, die ich mit meinen Eltern hatte, hatte ich vor meinen Mitbewohnern in diesem Heim Angst und traf dann auch gleich den Nagel auf den Kopf: die mir zugeteilte Mitbewohnerin war ein richtiges Ekel. Sie war fett, vorlaut, hatte ständig fettiges Haar und liebte es, mich fertigzumachen. Verschüchtert und verängstigt, wie ich war, konnte ich mich nicht wehren und litt sehr unter ihren Gemeinheiten. Als ich ein paar Wochen nach meinem Einzug weinend im Badezimmer saß, weil sie mal wieder grundlos fies zu mir gewesen war, kam mir ganz plötzlich eine geniale Idee: Ich griff mir ihr Duschgel und pisste in die Tube. Dasselbe tat ich im Laufe der Monate mehrmals - auch mit ihrem Shampoo und ihrer Bodylotion. Ja, ich weiß, das war eine sehr feige Art der Rache und hat mir im Grunde nichts gebracht, aber ich habe einfach eine befriedigende Genugtuung verspürt, wenn sie dasaß und sich ihren Körper mit meiner Pisse einschmierte. Ich hoffe man kann mir diese feige Rache verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00032587 vom 19.01.2014 um 00:30:58 Uhr in 1180 Wien (Dammstraße) (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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4423 Ausgleich für eine harte Arbeitswoche

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Peinlichkeit Faulheit Trägheit Arbeit

Ich (m/32) bin "Jung-Manager". Ich verdiene meine 80.000 Euro sowie Firmenwagen und Bonus, trage Personalverantwortung und leite meinen kleinen Fach- und Themenbereich. Unter der Woche sieht man mich meist mit Anzug in Besprechungen sitzen, doch am Wochenende mache ich selbst den Arbeitslosen auf RTL Konkurrenz. Meinen Karfreitag habe ich damit verbracht, im Bademantel auf dem Bett zu liegen, dabei auf dem Laptop zu zocken und Tiefkühlpizza im Bett zu fressen. Ich habe weder geduscht noch mir die Zähne geputzt und in der Küche - sowie dem Rest der Wohnung - stapeln sich die dreckigen Teller. Würde mich so jemand von "oben" in der Arbeit sehen, würde ich wohl nicht mal mehr meinen eigenen Tacker verwalten dürfen. Ob ich mich deswegen schäme? Ein wenig schon, doch arbeite ich meine 50 Stundenwoche und sehe das als dringend benötigten Ausgleich.

Beichthaus.com Beichte #00035385 vom 03.04.2015 um 21:58:22 Uhr (19 Kommentare).

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4424 Wechselgeld aufs Band statt in die Hand

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Aggression Zorn Eitelkeit Shopping Bensheim

Als ich letzte Woche wieder mal mein Wechselgeld an der Kasse trotz aufgehaltener Hand auf das Band gelegt bekam, bin ich ausgerastet und hab die Kassiererin angebrüllt ob sie blind oder total verblödet sei und ich doch extra die Hand hingehalten hätte. Sie hat sich total erschreckt und ihr standen Tränen in den Augen.
Später tat es mir Leid, aber ich kann es verdammt nochmal nicht verstehen, warum so etwas immer wieder gemacht wird! Ich halte meine Hand doch da nicht aus Spaß hin. Aber nein, das Geld wird da irgendwo hingelegt und ich kann zusehen wie ich die Münzen aufheben kann. So etwas machen die mit Vorliebe auch immer dann, wenn das Wechselgeld aus extra vielen Cent-Stücken besteht.

Beichthaus.com Beichte #00027483 vom 04.02.2010 um 11:40:07 Uhr in Bensheim (50 Kommentare).

Gebeichtet von franzhose
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4425 Mangelnde Rasur

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Engherzigkeit Ekel Feigheit Partnerschaft Braunschweig

Ich bin seit Kurzem mit meiner Freundin zusammen und liebe sie über alles, dennoch hat sie eine kleine Macke, die mich ziemlich stört. Sie hält wohl nicht viel von Rasieren. Über den Intimbereich kann man drüber wegsehen, aber unter den Armen und an den Beinen, und jedes Mal, wenn ich mit ihr im Bett liege, graust mich das stark. Dennoch habe ich Angst, ihr das zu sagen, da wir ja erst seit Kurzem zusammen sind und dies eigentlich ein sehr oberflächliches Denken von mir ist, was ich sonst nicht bin. Ich habe einfach Angst, sie damit zu verletzen.

Beichthaus.com Beichte #00025098 vom 11.11.2008 um 10:10:14 Uhr in Braunschweig (37 Kommentare).

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