18956 Gespräche sind überflüssig!

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Vorurteile Zorn Gesellschaft Stuttgart

Ich (w/28) vermeide es immer mehr, mit Menschen zu reden. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein zurückgezogener Einsiedlerkrebs ohne Freunde. Man würde mich sogar als charismatische und offene Persönlichkeit bezeichnen. Ich finde es nur vermeidbar und sinnlos mit Fremden zu reden. Und noch schlimmer, als persönlich zu sprechen, ist telefonieren. Ich hasse es, angerufen zu werden. Ich, und ganz alleine ich, entscheide wann ich mit jemandem reden möchte und finde es nahezu unverschämt, mir ungefragt ein Gespräch aufzwingen zu wollen. Manchmal frage ich mich, ob Menschen zu blöd sind um Mails zu schreiben, statt wegen jedem Mist anzurufen.

Ich kaufe so ziemlich alles online, bestelle Pizza online, gehe nie ans Telefon und tue so, als hätte ich es nicht gehört, wenn ich auf der Straße angesprochen werde. Gerade bauen wir ein Haus und Aufträge vergebe ich nur an Firmen, die es schaffen mir auf meine E-Mails zu antworten. Alle, die einen persönlichen Termin vereinbaren oder telefonieren wollen, werden aussortiert. Ich hasse auch Small Talk, oder wenn man sich nicht kurzfassen kann und Gespräche unnötig in die Länge zieht. Mit meiner Familie und meinen Freunden allerdings verbringe ich liebend gerne alle Zeit, die ich habe. Ich bin weder schüchtern noch arrogant, ich lehne sinnlosen Kontakt mit fremden Menschen einfach ab.

Beichthaus.com Beichte #00039998 vom 06.07.2017 um 22:10:35 Uhr in Stuttgart (22 Kommentare).

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18957 Auf Crack

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Drogen Sucht Verzweiflung

Ich bin m/19 und beichte dass ich bis auf H und Crack fast alle chemischen Drogen genommen habe, wobei diese wohl folgen werden. LSD und Speed regelmäßig. Mein Status des Konsums ging in nur einem Jahr soweit bergab, dass man mich mit Pete Doherty verglich. Mir wurde […]
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Beichthaus.com Beichte #00026938 vom 01.09.2009 um 20:45:43 Uhr (42 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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18958 Sturzbetrunken in Barcelona

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Schamlosigkeit Feigheit Lügen Urlaub Barcelona

Ich (m/24) und ein Kumpel haben in Barcelona sturzbetrunken in ein Einkaufszentrum gepinkelt. Es war die Abschlussfahrt mit der gesamten Fußballmannschaft. Ich war irgendwie schneller fertig und bin schon mal ein paar Meter weitergegangen. Prompt wurde mein Kumpel erwischt und nach ewigem Hin und Her von den Securities der Polizei übergeben und abgeführt. Ich habe mir das ganze Spektakel aus sicherer Entfernung angeguckt und so getan, als würde ich ihn nicht kennen.

Anschließend ging ich einfach wieder zu meiner Gruppe zurück. Den anderen erzählte ich er wäre schon mal zurück ins Hostel gefahren. Erst als er Stunden später im Hostel auftauchte und berichtete, war ich der Buhmann der Stunde. Danach habe ich eine Runde Bier ausgegeben und diese Aasgeier waren wieder zufrieden. Sorry, dass ich dir nicht geholfen habe, aber es war einfach zu lustig dich in runtergelassenen Hosen mit der spanischen Polizei diskutieren zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00024958 vom 16.10.2008 um 13:37:40 Uhr in Barcelona (15 Kommentare).

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18959 Nordkorea für Arme

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Misstrauen Verzweiflung Gesellschaft Politik

Ich beichte, dass ich wahnsinnige Angst vor der Zukunft in diesem Land habe. Vor der kommenden Bundestagswahl, vor dem, was passiert, wenn die AfD in den Bundestag kommt und nicht zuletzt vor der Dummheit all der Menschen, die diese Partei wählen werden. Ich verstehe nicht, wie sich dermaßen viele Leute ihr eigenes Grab schaufeln können, nur weil sie gegen Flüchtlinge wählen wollen. Mir scheint es oft, nichtmal die Hälfte dieser Menschen kennt das Wahlprogramm der AfD und das Ausmaß an Diktatur, das die anstreben.

Denn wer wählt freiwillig FÜR die Entmenschlichung eines jeden, der nicht reich ist. Und mit "reich" meine ich niemanden, der ottonormal verdient, sondern wirklich REICHE. Man wählt für die Privatisierung von Krankenhäusern, für die Ausgrenzung von Alleinerziehenden, für selbst zu tragende Kitagebühren, für Zwangsarbeit, gegen den Mindestlohn, für selbst zu finanzierende ALG-I-Kosten, für ein noch höheres Rentenalter, für die Inhaftierung von Kindern ab 12 Jahren nur auf Verdacht, gegen die Sozialversicherung, gegen den Mieterschutz, gegen den Klimaschutz, gegen jeden, der sich jetzt schon den Buckel krummschuftet, um gerade so über die Runden zu kommen. Man wählt gegen das Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist (ja, das gilt auch für die Würde des Wählers) und setzt seine Stimme ein für eine Partei, die ausnahmslos jedem das Leben zur Hölle machen will, der nicht drei Porsches in der Garage stehen hat. Und warum? Nur weil er keine Flüchtlinge hier haben will.

Niemand von all den Leuten scheint zu begreifen, dass sie unter der AfD vielleicht schon bald selbst Flüchtlinge werden. Und zwar notgedrungen. Weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen können, weil sie sich ihre eigenen Versicherungen nicht mehr leisten können. Weil sie, wenn sie im Job gekündigt werden, bald über jede Pfandflasche froh sind, die sie bei ihrer "gemeinnützigen Arbeit", zu der sie gezwungen werden, finden. Weil sie begreifen, dass sie es im Grunde keinen interessiert, ob sie "unverschuldet alleinerziehend" sind. Weil sie merken, dass die Partei, die sie gewählt haben, dankend ihre Stimme eingesackt hat, nur um anschließend auf sie zu scheißen. Um zu begreifen, dass all die Politik nicht für sie gilt und nie gegolten hat, da kaum einer das Zielklientel sein wird, auf das diese Partei abzielt.

Es macht mir Angst, wie diese Leute mit selbstsicherem Grinsen munter an dem Ast rumsägen, auf dem sie sitzen und dabei noch glauben, sie täten sich und Deutschland damit einen Gefallen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dies ist nicht mehr das Land, in dem ich leben möchte, denn diese kollektive, antisoziale Einstellung trifft nicht nur Flüchtlinge, sondern auch den eigenen Kopf. Und während der Flüchtling dann, wenn es hier kocht, einfach zurück in sein Land geht, sind wir schon zu Hause - in unserem selbst erschaffenen Nordkorea für Arme.

Beichthaus.com Beichte #00040335 vom 21.09.2017 um 01:39:37 Uhr (78 Kommentare).

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18960 Kostenlose Musik für 1.000 Mark

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Diebstahl Schamlosigkeit Habgier

Ich habe früher geklaut wie ein Rabe - und zwar alles, was nicht niet- und nagelfest war. Das betraf vor allem CDs. Dazu habe ich mir immer die Hose sehr weit gestellt, also den Gürtel schön aufgemacht wie nach einem Festessen. Dann in die Abteilung, zwei bis drei CDs in die Hand genommen und nach weiteren CDs "gesucht". Währenddessen habe ich die Magnetstreifen abgepiddelt und unter die Regale geschnickt. Ich habe potentielle Ladendetektive zu verwirren versucht, indem ich immer wieder CDs in die Hand nahm, um sie später wieder zurückzustellen bzw. noch später wieder herauszunehmen. Hauptsache war, dass keiner mitbekommt, wie viele CDs ich jetzt überhaupt in den Händen hatte. Die von den Magnetstreifen befreiten CDs habe ich mir dann in die Hose bzw. - wenn die mit CDs bereits befüllt war - unter die Achselhöhlen gesteckt, bin zur Kasse gelatscht und habe zwei Maxi-CDs bezahlt. Mitgenommen habe ich dadurch aber pro Fischzug ca. 6-8 kostenfreie CDs!! Peinlich wäre es nur geworden, hätte ich beim Bezahlen die Arme zu stark bewegt und die CDs wären herausgefallen. Mann, hatte ich ein Glück. So an die 1.000 DM habe ich mir dadurch gespart.

Beichthaus.com Beichte #00023316 vom 08.02.2008 um 08:19:22 Uhr (12 Kommentare).

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