Ich flippe aus!

32

Zorn Aggression Arbeit Restaurant Shopping

In letzter Zeit raste ich regelmäßig aus. Das erste Ereignis fand in der Kantine meiner Arbeitstelle (mehr als 4.000 Mitarbeiter) statt. Ich stand circa 10 Minuten an, nur um zu erfahren, dass ich der erste in der Schlange war, der kein Hauptgericht mehr bekommen würde. Büffet wäre die Alternative gewesen, ich entschied mich für Ausflippen. In Anwesenheit meiner Kollegen knallte ich das Tablett auf die Transportschienen, maulte den Koch an und marschierte anschließend an zig Mitarbeitern zum Eingang zurück. Hinterher wusste ich erstmal nicht, was ich tun sollte. Eine Viertelstunde später entschuldigte ich mich beim Koch und versuchte mich meinen Kollegen zu erklären.

Einige Tage später musste ich in der Apotheke lange anstehen, das Rezept war nicht einzulösen, da das Medikament (keine Psychopharmaka, sondern Antibiotika) nicht vorrätig war. Im Vergleich zur Kantinenszene wurde es anschließend vergleichbar. Heute habe ich dann einen Kollegen beschimpft, weil sein Vortrag kein Ende finden wollte. Vor allen. Habe die Besprechung verlassen, auch vor allen. Wusste hinterher nicht, was ich tun sollte. Warum flippe ich dauernd aus? Und nimmt mich in meiner Firma noch einer für voll? Soll ich da morgen noch mal hin? Hab ich ein Burn-Out? Gibt es sowas wie ein Burn-Out oder bin einfach zu dünnhäutig? Ich wills nie wieder machen. Will ich wirklich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00028830 vom 14.04.2011 um 01:43:14 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Beim Augenarzt

3

Betrug Dummheit Gesundheit Regensburg

Heute hatte ich (m/Brillenträger) einen ganz normalen Augenarzttermin. Ich wurde in das Behandlungszimmer geschickt und saß dort auf dem obligatorischem Augenarztstuhl, der Arzt sollte gleich kommen. Nach fünf Minuten war er immer noch da, ich kannte schon sämtliche Bücherrücken und Bilder auswendig, die dort so rumhingen. Ich schaute auf den Schreibtisch und siehe da! Ein paar 6er-Zahlenreihen. Die sahen interessant aus! Genau wie die, die ich gleich wahrscheinlich wieder aufsagen muss. Man muss dazu sagen, dass der Test darin besteht, Zahlenreihen, die immer kleiner werden, aufzusagen, ich schaffe normalerweise nur die ersten beiden, die danach folgenden kaum noch, bei den ganz kleinen sagte ich immer willkürliche Zahlen. Ich überlegte und versuchte mir, die vierte und fünfte Reihe einzuprägen, indem ich sie mir als Hundertausenderzahl merkte. Als sie gerade saßen, riss mich der Arzt mit einem recht freundlichem "Entschuldigung für die Verspätung" aus dem Einprägen, das Blatt mit den Zahlen lag die ganze Zeit "unauffällig" auf dem Tisch, ich konnte nur logischerweise nicht hinsehen. Nach dem sprach der Arzt auf einmal von einer "enormen Verbesserung der Sehkraft", eventuell muss ich eine ganz andere Brillenstärke bekommen. Ich sollte auf jeden Fall ein Weiteres mal wiederkommen, um "Irrtümer" aususcließen. Ich beichte also, dass ich aus Langeweile meinen Augenarzt und damit mich selber verarscht habe, was nichts bringt, bis auf, dass ich es doch etwas lustig finde.

Beichthaus.com Beichte #00014961 vom 04.08.2006 um 05:13:23 Uhr in Regensburg (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Männer geben die besten Blowjobs!

15

Fremdgehen Begehrlichkeit Fetisch

Obwohl ich hetero und verheiratet bin, mache ich einen kleinen Umweg und fahre nach Feierabend sehr oft auf diesen einen Autobahnparkplatz. Nach kurzer Zeit klopfen dann irgendwelche Typen an mein Fenster. Wenn sie einigermaßen gepflegt aussehen, dürfen sie auf dem […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00023615 vom 01.04.2008 um 23:02:14 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Spiel mit der Alarmanlage

15

anhören

Boshaftigkeit Auto & Co. Nachbarn Kinder Illschwang

Das Spiel mit der Alarmanlage
Als ich noch ein Junge von vielleicht zwölf Jahren war, bezog eine Familie unser leerstehendes Nachbarhaus. Der Familienvater gehörte zu der wohl unangenehmsten Form Mann: klein, eklig, jähzornig und cholerisch. Seine Frau war eine typische Nageltante, deren Fingernägel und Schminke im Gesicht ihr über alles gingen. Warum die Familie nun ausgerechnet unseren Ort (800 Seelen) ausgesucht hat, verstehe ich bis heute nicht. Zum Glück haben sie auch nur ein paar Jahre in der Nachbarschaft gewohnt. Der Vater brauchte, vielleicht aufgrund seines wenig beeindruckenden Äußeren, das Statussymbol Auto. Das ist an und für sich nichts Schlimmes, jedoch war er so dumm, eine Alarmanlage zu installieren. Auf unserem Dorf war das eine Neuerung, die niemand zuvor gesehen, beziehungsweise gehört hatte und selbst die Dorfbewohner, die sich einen großen Wagen leisten konnten und dies auch taten, verzichteten wohlweislich auf eine Alarmanlage. Denn diese war für einen Jungen von zwölf Jahren mit seinen Kumpels das beste Spielzeug, das uns ein ganzes Jahr beschäftigte. Entdeckt habe ich es, als die Alarmanlage durch Zufall anging, vielleicht durch einen Vogelschiss und die ganze Nachbarschaft aus den Betten trieb. Der Alarmton war nicht nur laut und schrill, er ging bis ins Mark. Ist es denn verwunderlich, dass dieses Auto dann zur Zielscheibe jugendlicher Streiche wurde? Da gerade Winter war, versteckten wir uns hinter einer Häuserecke, wo man uns nicht sehen konnte und warfen alle zehn Minuten einen Schneeball auf das Auto. Der Schneeball flog leise in hohem Bogen, platschte auf das Autodach und zerriss einen ruhigen Sonntag in ein Martyrium aus schrillen und ohrenbetäubenden Alarmgeräuschen. Der Mann kam dann immer wie ein tasmanischer Teufel aus der Tür geschossen, glotzte mit irrem, wütendem Blick die Straße hoch und runter und versuchte, den Saukerl ausfindig zu machen. Danach beendete er das Alarmsignal und verzog sich wieder ins Haus.

Wir sahen dann immer vom Versteck aus, wie er am Fenster schaute. Wir warteten, bis er kurz verschwunden war und schon flog der nächste Schneeball. Wir brachten unser Treiben manchmal ganz schön auf die Spitze. Als der Frühling kam und wir unsere Fahrräder wieder ausgepackt hatten, sind wir immer am Wagen vorbei gefahren und haben mit der flachen Hand kurz aufs Dach gehauen, um danach wie der Blitz in der nächsten Straße zu verschwinden. Das wurde wie eine Sucht für uns. Von der Schule heimkommen, Ranzen in die Ecke knallen, Fahrrad rausholen und losfahren. Dabei kurz an dem Wagen vorbeifahren und die Alarmanlage zum Klingen bringen. Dass es Kinder waren, hat er schnell herausgefunden und so ist er in die Dorfkneipe marschiert und hat vor allen Anwesenden verkündet, er würde alle strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen, die ihre Bälger nicht im Griff hatten. Schwerer Fehler. Die meisten der Anwesenden waren einfache, schwer arbeitende Männer, denen diese Drohung nicht sehr nahe ging. Ich glaube, so schnell hat er noch nie ein blaues Auge gehabt. Nach einem Jahr hat er dann endlich die Alarmanlage komplett abgestellt und schon kam wieder Ruhe in die Straße. Meine Eltern haben mich nie aufgehalten. Mein Vater hatte für Statussymbole nie viel übrig. Ich möchte mich hiermit bei allen Nachbarn unserer Straße für dieses Jahr im Lärm entschuldigen. Ich weiß, dass die meisten das mit Humor gesehen haben, denn niemand verstand den Zweck einer Alarmanlage, besonders nicht in einer Straße, die bei fünf vorbeifahrenden Traktoren schon als vielbefahren gilt und die meisten nicht mal ihre Autos abschließen, geschweige denn ihre Häuser.

Beichthaus.com Beichte #00030914 vom 21.03.2013 um 13:24:35 Uhr in Illschwang (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Geteilte Leidenschaften

5

Ekel Unreinlichkeit

Ich pinkele auch ins Waschbecken! Es geht schnell, ist bequem, keiner merkt es (ich gehe mir mal kurz die Hände waschen), man spart Wasser... Ich bin froh, dass ich mit dieser Leidenschaft nicht alleine bin.

Beichthaus.com Beichte #00010213 vom 15.06.2006 um 08:26:36 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!