Beichthaus in der Uni

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Ignoranz Faulheit Internet Studentenleben Saarbrücken

Ich sitze gerade an der Uni in einem völlig überfüllten Vorlesungssaal. Leute sitzen auf der Fensterbank, auf dem Boden oder der Treppe. Ich sitze völlig gelangweilt, aber sehr bequem vor meinem Laptop, höre dem Professor nicht zu und lese auf Beichthaus.

Beichthaus.com Beichte #00024997 vom 27.10.2008 um 13:17:01 Uhr in Saarbrücken (9 Kommentare).

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Technik-Spielzeug: Smartphone

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Zorn Maßlosigkeit Verschwendung Arbeit Telefon Much

Technik-Spielzeug: Smartphone
Ich möchte beichten, dass ich alle Smartphone-Begeisterten, vor allem aber die, die ihr aktuelles Produkt als "revolutionär" anpreisen, verachte. Ich arbeite als Schaltkreis-Entwickler für eine Firma, die als Zulieferer bestimmte Teile dieser Multimedia-Telefone produziert. In meiner Funktion weiß ich, unter welch enormem Kosten- und Zeitdruck die Teile für eine Gerätegeneration entwickelt werden. Dabei wird (nicht nur bei uns) auf Zuverlässigkeitstests quasi komplett verzichtet. Wenn das Telefon verkauft wird, arbeiten wir schon an den Teilen für die übernächste Generation, können dabei aber allenfalls das Feedback der vorherigen Generation einholen. Würde man den Release-Zyklus wie bei vielen anderen Produkten auf drei oder vier Jahre festlegen, könnten wir Telefone herstellen, die leistungsfähiger, sparsamer, zuverlässiger und billiger wären, zehn Jahre halten und zwischendurch vielleicht mal den Akku getauscht bekommen müssten. Die ganzen Smartphones sind wirklich allenfalls als Technik-Spielzeug zu bezeichnen. Und damit meine ich nicht die Schätze, die Familienväter gern in ihrem Hobbykeller hätten, sondern das billig importierte Zeug, das nach zwei Wochen sowieso im Abfalleimer landet. Obwohl der Smartphone-Hype meinen Job sichert, ist das Verhalten unserer ganzen Branche eine Sauerei. Nicht nur unseren Kunden, sondern auch der Umwelt gegenüber. Wir wollen, dass eure 500-Euro-Telefone nach ziemlich genau zwei Jahren nicht mehr zu gebrauchen sind - eine Reparatur durch die Hersteller oder gar die Kunden ist unerwünscht. Ich selbst habe übrigens kein Smartphone, da mich das die Motivation kosten würde, mich morgens zur Arbeit zu schleppen.

Beichthaus.com Beichte #00033010 vom 06.04.2014 um 18:43:19 Uhr in 53804 Much (Hauptstraße) (15 Kommentare).

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Ignoranz an Halloween

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Morallosigkeit Ignoranz Feigheit Kinder

Letztens half ich meiner Nachbarin, verpackte und recht schwere Möbel nach oben in ihre Wohnung zu transportieren, wobei just in dem Moment eine Schar maskierter Kinder bei uns unten an der Eingangstüre klingelten. Unter diesen Kindern war das Kind eines sehr guten Freundes - der natürlich ebenfalls dabei war. Ich habe ihm durch die Glasscheibe der Tür sogar noch freundlich zugewunken, doch nachdem ich wieder in der Wohnung war, habe ich das Läuten und Rufen einfach ignoriert. Ich hasse Halloween nämlich, weil das nicht unsere Kultur ist und von den Amis quasi adaptiert wurde. Ich möchte beichten, da es mir heute leidtut, dass ich ihn und seine Kinder einfach ignoriert habe. Über dieses Dilemma muss ich heute noch nachdenken.

Beichthaus.com Beichte #00032155 vom 01.11.2013 um 12:36:24 Uhr (13 Kommentare).

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Meiner neuer jüdischer Freund

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Betrug Falschheit Familie

Ich (w/18) lebe bei meiner Oma (82 Jahre alt). Mein Opa starb letztes Jahr. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, da meine Mutter eine schwere psychische Krankheit hat und nicht für mich sorgen konnte. Über meinen Vater weiß ich nichts. Meine Oma ist die einzige, die ich aus der Familie noch habe. Leider scheint sie eine Antisemitin zu sein. Ich habe das lange verdrängt. Sie hat öfter Vorurteile rausgehauen, dass alle Juden die heute in Deutschland leben keine Steuern zahlen müssen und Wohnungen bezahlt bekämen, dass es damals durchaus Gründe für den Antisemitismus gab; da es viele jüdische Geschäftsleute gab, die die Leute übers Ohr gehauen hätten. Sie meinte, wir werden leider nie die ganze Wahrheit wissen. Nun sagte sie aber auch, sie wäre nicht antisemitisch; sie stelle nur fest. Nun habe ich seit acht Monaten einen Freund (wir gingen in die selbe Schule), der jüdischer Herkunft ist. Er ist nicht religiös. Die ganze Familie ist sehr modern.

Ich beichte, dass ich ihn und meine Oma belogen habe. Er hat einen sehr jüdisch klingenden Nachnamen. Ich habe ihr gesagt, er heiße Maier. Ihm habe ich gesagt, dass meine Oma meinte, er sei ihr sympathisch. Dass ich ihn vor ihr umtaufte erwähnte ich nicht. Mir ist das unangenehm. Er würde denken, sie ist ein schlechter Mensch. Nun habe ich aber Angst, dass es doch mal zur Sprache kommt und meine Oma mich rauswirft oder dass er Schluss macht. Schlimmstenfalls beides. Ich bin total überfordert.

Beichthaus.com Beichte #00041299 vom 27.05.2018 um 01:06:18 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Nasse Hosen auf dem Konzert

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Peinlichkeit Unreinlichkeit Musik

Letztens war ich auf einem Konzert - da ich in die erste Reihe wollte, war ich auch sehr früh da. Eine Stunde vor Einlass bemerkte ich, dass ich auf Toilette musste. Da ich aber in der Reihe ganz vorne stand und bald Einlass war, konnte ich natürlich nicht gehen. Also hieß es aushalten. Nach einer Stunde aushalten konnte man endlich in die Halle laufen. Dabei bemerkte ich nicht, dass ich während des Laufens, mir in die Hose machte. Als ich in der Halle angekommen war, merkte ich dies dann allerdings. Zum Glück hatte ich an dem Tag noch eine Binde an, die einen Teil aufsaugte. Naja, halb zu schlimm, dachte ich mir, die Hose wird schon im Laufe des Konzertes trocknen. Als die Vorband eines bekannten US-Rappers dran war, holten diese ein paar Leute auf die Bühne und natürlich wollte er auch, dass ich auf die Bühne komme. Ich lehnte aber ab. Wer geht schon mit einer nassen Hose auf die Bühne? Und was ich daraus gelernt habe? Dass ich vor Einlass nicht mehr zuv iel trinken sollte.

Beichthaus.com Beichte #00024057 vom 14.06.2008 um 05:22:33 Uhr (8 Kommentare).

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