Handtuch vergessen

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Geiz Ignoranz Urlaub London

Ich (m/20) war letztes Wochenende in London. Wir hatten so eine billige Absteige, bei der man in einem Zimmer mit sechs Betten also somit mit anderen Leuten aus der ganzen Welt abgechillt habe. Naja, war eigentlich ganz in Ordnung. Nur leider hatte ich mein Handtuch vergessen und ich war sowieso schon knapp bei Kasse, sodass ich die drei Pfund, um mir ein Handtuch zu leihen nicht rüberwachsen lassen wollte. Also habe ich von dem einzigen Klo im unteren Viertel die komplette Klopapierrolle genommen, diese ausgerollt und mich damit nach dem Duschen abgetrocknet. Tja, das blöde war nur, dass jemand wohl während ich noch unter der Dusche stand, diese Mangelerscheinung namens Klopapier nicht bemerkt hat und dem Geruch nach zu urteilen, gerade eine afrikanische Eliteeinheit abgeseilt hat. Der wird hier dann wahrscheinlich weitere innovative Ideen zum abwischen beichten.

Beichthaus.com Beichte #00028084 vom 23.08.2010 um 10:08:06 Uhr in London (32 Kommentare).

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Von Zwängen geleitet

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Zwang Peinlichkeit Verzweiflung Auto & Co.

Ich werde tagtäglich von Zwängen geleitet. Früher war es nur der erneute Gang von der Kinokasse zum Parkhaus, weil ich dachte, mein Auto wäre noch offen. Heute stehe ich manchmal nachts nochmal auf, um Handbremse, Gangschaltung, Kofferraum, Türen und seit neustem auch die Motorhaube zu kontrollieren. Fragt mich nicht wieso!
Wenn ich meinen morgendlichen Klogang absolviere und merke, dass ich unter Zeitdruck gerate, muss ich manchmal minutenlang abwischen, weil ich immer glaube, dass gerade noch ein Stückchen rausgekommen ist. Oft stehe ich mehrfach auf, ziehe die Hose hoch und lasse sie dann doch wieder runter, weil irgendein Gefühl mich dazu verleitet.
Wenn ich dann irgendwann aus dem Haus gehe, kontrolliere ich alle Türen und Fenster meiner Wohnung. Aber nicht nur einmal, nein mindestens drei mal. Lustigerweise auch z.B. die Tür zum Badezimmer oder zur Abstellkammer.
Beim Autofahren muss ich jeden Meter meines Weges mitkriegen, da ich panische Angst davor habe, einen Unfall zu bauen ohne es zu merken oder gar jemanden anzufahren. Manchmal fühle ich mich dabei so unter Druck gesetzt, dass ich das vierfache meines eigentlichen Bedarfs an Zigaretten verrauche. Von Zeit zu Zeit fahre ich dann nochmal zurück, um mich zu vergewissern, wenn ich das Gefühl nicht unterdrücken kann. So brauche ich für eine Strecke von 8 km auch gerne mal 20 Minuten bei freier Strecke.
Wenn ich mich dann abends irgendwann ins Bett lege, schaue ich bei jedem meiner 6 Wecker (PC, Handys, Funkwecker) nach ob ich auch wirklich die richtige Zeit eingegeben habe und ob sie nicht vielleicht auf Wochenende stehen. Das dauert manchmal bis zu 10 Minuten, da ich anscheinend glaube, dass eine böse Macht die Wecker wieder verstellen könnte, nachdem ich sie kontrolliert habe.


Das ganze ist nicht weiter schlimm und behindert auch nicht großartig im täglichen Leben. Allerdings zwingt es einen dann doch manchmal zu kleinen Notlügen. Zum Beispiel, wenn die Freundin fragt, warum man denn schon wieder eine halbe Stunde zu spät ist. "Entschuldige Schatz, ich musste mir mit einer ganzen Rolle Klopapier den Hintern abwischen, dann die kurze Strecke Autobahn 3 mal hin- und herfahren, weil ich dachte, ich hätte einen Fuchs überfahren, habe dann meiner Handbremse nicht vertraut, dass sie angezogen bleibt und die Motorhaube ist auch ein hinterhältiges Stück. Gewöhne dich schon mal dran."

Ich glaube bevor ich das sage, gebe ich mir die Kugel.

Woher auch immer diese Angewohnheiten, Zwänge, Triebe oder wie man sie auch nennen mag, herkommen. Ich hoffe es gibt da nicht noch mehr. Irgendwann könnten sie wirklich lästig werden, aber ich bin auf dem Weg der Besserung. Danke fürs Lesen, ich glaube das Aufschreiben könnte ein wichtiger Schritt gewesen sein.

Beichthaus.com Beichte #00028082 vom 22.08.2010 um 18:00:32 Uhr (48 Kommentare).

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Der Junge am Zaun

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Feigheit Engherzigkeit Ignoranz Kindergarten

Ich (w/28) kann mich nicht mehr an viele Dinge aus meinen Kindertagen erinnern. Dennoch hat mich vor einigen Tagen ein Ereignis eingeholt, dass ich wohl nicht so richtig verarbeiten konnte. Mein Kindergarten schloss direkt an den Kinderhort an und es war möglich vom Garten aus einmal um das Haus herum in den Hort zu kommen. Das war aber verboten. Eines abends war ich, mit einem Jungen aus meiner Gruppe, die letzte die noch darauf wartete abgeholt zu werden. Wir haben uns wohl die Zeit noch ein wenig im Garten vertrieben. Da kam er auf die Idee ums Haus herum zu laufen und auf den angrenzenden Maschendrahtzaun zu klettern, was natürlich auch nicht erlaubt war. Er kletterte also hinauf und blieb mit den Fingern in den obersten Drähten hängen und kam nicht mehr davon los. Er begann zu weinen und bat mich darum Hilfe zu holen. Doch es begann zu bluten und ich bekam Angst. Angst vor seinem Weinen und Schreien und Angst davor Ärger zu bekommen, da es ja verboten war dort hinten zu spielen. Ich beichte, dass ich ihm nicht geholfen habe, aus Angst vor den Konsequenzen. Irgendwie kam er dann doch wieder allein da raus und hat verständlicher Weise nicht mehr mit mir spielen wollen. Es tut mir sehr Leid, aber als 4 oder 5 jährige ist man wohl noch so egoistisch, oder? Mittlerweile bin ich ein sehr sozialer Mensch geworden und weiß, dass mir so etwas nicht mehr passieren wird.

Beichthaus.com Beichte #00028081 vom 22.08.2010 um 09:58:03 Uhr (18 Kommentare).

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Der surfende Kollege

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Verrat Kollegen Chef Arbeit Oberammergau

Ich möchte beichten, dass ein Arbeitskollege durch mich seine Stelle verloren hat. Ich bin Auszubildender in einer kleinen Firma und bin mit verantwortlich für die Sicherheit unserer Systeme. Nach einer internen Umstellung der Firewall konnte man nun den Traffic, den die Benutzer verursachen besser analysieren (von intern nach extern, Protokoll etc.). Mir fiel dabei auf, dass besagte Kollege täglich eine VPN-Verbindung offen hat, welche ich zunächst für die Einwahl zum Kunden hielt, nach Überprüfung musste ich leider feststellen, dass dieses nicht der Fall war. Da es sich bei der IP um eine dynamische handelte, habe ich einen bestimmten Adressbereich geblockt um so den Verbindungsaufbau zu verhindern. Am nächsten Morgen habe ich gesehen, wie der Kollege versucht hat eine VPN-Verbindung aufzubauen, welche durch die Sperrung der IPs natürlich nicht möglich war, dieses zog sich über den ganzen Tag. Ich dachte, er wird schon gemerkt haben, dass es keinen Zweck mehr hat und aufgeben, jedoch nahm er die UMTS Karten eines Kollegen und versuchte darüber die VPN-Verbindung auf zu bauen.


Als Hinweis: Die Nutzung des Internets ist bei uns für private Zwecke komplett verboten!
Wenn jedoch einer in der Pause mal was macht, ist das vielleicht noch in Ordnung, aber besagter Kollege hat über 1 GB Traffic verursacht innerhalb von einer Woche. Da ich als direkten Vorgesetzten nur meinen Chef habe, habe ich dieses Verhalten gemeldet. Der Chef hat sich daraufhin mit den Kollegen zusammen gesetzt und ihm die Chance gegeben, es zuzugeben, jedoch verneinte er dieses komplett und sagte er wüsste von nichts. Nun, habe ich eine Email erhalten, mit der Bitte, den externen Zugang zu sperren, sowie den Domänen Account zu deaktivieren. Über einen Kollegen habe ich erfahren, dass der besagte Kollege gekündigt wurde.
Ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen, da er nun gekündigt wurde, jedoch hat auch er ein wenig selbst Schuld, wenn man merkt, es geht nicht mehr und man wurde erwischt, muss ich nicht noch ein drauflegen und es per UMTS Karte versuchen, oder?
Beruflich gesehen, habe ich das Getan, für was ich zuständig bin, menschlich gesehen fühle ich mich teilweise als Verräter.

Beichthaus.com Beichte #00028078 vom 20.08.2010 um 21:57:16 Uhr in Oberammergau (48 Kommentare).

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Seife mit Schuss

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Boshaftigkeit Ekel Unreinlichkeit Arbeit

Ich muss beichten, dass ich eines deprimierenden Morgens auf die geniale Idee kam in den Seifenspender auf der Bürotoilette zu schiffen. Gesagt getan: Ich knackte das Schloss schraubte den Behälter mit der Seife auf und strullte genüsslich rein. Was mich besonders freute war, dass so ein richtiger Spaten aus meiner Abteilung sich mit der Brühe sehr gründlich die Hände wusch, roch an seinen Flossen und versuchte neuerlich den Pissemock von seinen Händen zu kriegen. Also logische Schlussfolgerung: noch mal waschen! Ich muss sagen, im Nachhinein tut es mir Leid. Die Pisse war fast ein halbes Jahr später noch da, was mir die Frage stellt, ob unsere Putzfrau wirklich so gut im Arbeit vortäuschen ist.

Beichthaus.com Beichte #00028076 vom 19.08.2010 um 22:51:08 Uhr (35 Kommentare).

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