Das Geschäft auf dem Deckel

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Kinder Kindergarten

Ich (m) habe vor vielen Jahren etwas sehr peinliches getan. Wir waren mit dem Kindergarten auf einem Ausflug um Flusskrebse zu untersuchen. Als wir uns in Zweierreihen aufstellten, merkte ich, dass ich noch einmal aufs Klo musste. Ich ging also hin, doch die Toiletten waren nicht sehr appetitlich, und da meine Mutter es mir immer so eingebläut hatte, verrichtete ich mein großes Geschäft im Schweben. Dabei habe ich aber irgendwie übersehen, dass der Toilettendeckel geschlossen war. Die ganze Sauerei lag anschließend also auf dem Deckel. Ich war so geschockt, dass ich nicht wusste, was ich tun sollte und einfach zurück zu meiner Gruppe ging. Es tut mir leid für denjenigen, der das Ganze sauber machen musste.

Beichthaus.com Beichte #00032848 vom 10.03.2014 um 17:13:15 Uhr (9 Kommentare).

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Gefangen im Kotzmarathon

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Maßlosigkeit Misstrauen Sucht Verzweiflung Gesundheit

Seit mehr als 15 Jahren habe ich (w/34) ein essgestörtes Verhalten. Momentan fresse und kotze ich mehrmals am Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Ich tue den ganzen Tag nichts anderes als einkaufen, fressen und kotzen. Nebenbei noch fernsehen. Ich bin total ausgeschaltet und habe Angst, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe eine lange ambulante und mehrere stationäre Therapien hinter mir. Wirklich geholfen haben sie mir alle nicht, eher meine Situation verschlimmert. Ich finde mich selbst ätzender denn je, kann mich nicht ausstehen. Ich bin zu faul, mich mit der Lösung der Essstörung auseinanderzusetzen, zu faul zum Leben und zu faul zum Sterben. Der Sinn, gesund zu leben, ohne Fressanfälle erschließt sich mir auch irgendwie nicht. Das Wort "lebensmüde" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.


Zwischenmenschliche Kommunikation finde ich anstrengend. Deshalb lebe ich ziemlich zurückgezogen. Wenn ich mal rausgehe, merke ich schon, dass es mir irgendwie gut tut. Aber dann spüre ich schnell wieder den Drang, alles in mich hineinzustopfen, bis ich fast platze. Um mich dann wieder zu erleichtern und dann total erschöpft, leer und ausgeschaltet rumzuhängen. Mein Freund weiß, dass ich Bulimie habe, bekommt aber von den Fressattacken nichts mit. Wir treffen uns meistens abends, da habe ich dann schon meinen Kotzmarathon hinter mir und bin meistens völlig neben der Spur. Es ist dann unglaublich anstrengend ihm zu folgen, ihm zuzuhören und mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, alles läuft nur so nebenher - leben, arbeiten, meine wenigen Freundschaften. Ich bin eigentlich nur Zuschauerin in meinem eigenen Lebensfilm.


Ich könnte ein Buch über mein Leben schreiben, habe vieles hinter mir: schwierige Kindheit, psychisch kranke Mutter, Schläge, emotionaler und körperlicher Missbrauch durch die Mutter, mehrmaliger sexueller Missbrauch durch verschiedene ältere Männer in der Kindheit, Drogenkonsum, eine Zeit lang promiskuitive Kontakte im Jugendalter und so weiter. Trotz all dieser Erlebnisse habe ich mein Abi gemacht, eine gute Ausbildung, ein Studium und habe jetzt einen guten Job im sozialen Bereich. Ich sollte stolz auf mich sein, doch ich bin es nicht - kann es nicht sein. Ich heule nie rum, äußere aber auch nicht meine Lebenszweifel vor anderen Menschen. Nicht mal in der Form in der Therapie. Ich fresse alles in mich hinein und kotze alle meine Zweifel, meine Wut und auch meine gedanklichen Aggressionen ins Klo. So wird niemand vollgeschwallt, niemand belastet oder hilflos gemacht. Ich bin innerlich maßlos aggressiv, misstrauisch, beschämt und traurig, aber auch irgendwie gierig nach irgendetwas, das ich nicht benennen kann. Deswegen beichte ich hier, wenn auch mit einem emotional distanzierten Grundton.

Beichthaus.com Beichte #00032847 vom 10.03.2014 um 17:02:07 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Der Flirt mit dem Professor

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Fremdgehen Begehrlichkeit Lügen Studentenleben Berlin

Ich (w/21) möchte beichten, dass ich ständig vom Sex mit bestimmten anderen Männern träume und mich sogar danach sehne. Ich bin allerdings seit fünf Jahren mit meinem Freund zusammen, der vier Jahre älter ist als ich. Am Anfang war er natürlich mein Traummann. Ich dachte, ich könnte mit ihm eine wunderschöne Zeit verbringen und eventuell wäre es sogar für immer. Doch schon bald fingen die Probleme an. Der Sex war sehr schlecht und wir stritten deshalb unheimlich viel. Man hat darüber geredet, doch geändert hat sich nie etwas. Warum wir trotzdem schon fast sechs Jahre zusammen sind? Abgesehen vom Sex passen wir menschlich einfach super zusammen. Es scheint eine Art Seelenverwandtschaft zu sein. Man sollte aber erwähnen, dass wir seit locker zwei Jahren keinen Sex mehr haben, weil ich es einfach aufgegeben habe. Dennoch herrschen Strukturen einer Beziehung. Als ich dann vor einem Jahr angefangen habe zu studieren, habe ich in der Uni-Mensa einen Mann kennengelernt. Zuerst schien er irgendwie komisch zu sein, denn er wirkte wirklich erwachsen und bodenständig, was ich von meinem Freund nicht behaupten kann, weil er in jeder Hinsicht eher ein Versager ist. Später hat sich dann rausgestellt, dass der Unbekannte einer meiner Professoren ist.


Und obwohl ich zuvor kein Wort mit ihm gewechselt habe, hat es mich trotzdem zu ihm hingezogen und es war schade, dass jeglicher Gedanke an zukünftige Geschehnisse sofort im Keim erstickt wurde. Bis ich dann versucht habe verbal auf mich aufmerksam zu machen. Das hat auch hervorragend funktioniert. Es zieht mich einfach zu ihm hin und ich würde so gerne mit ihm schlafen, obwohl wir uns bis heute nur normal unterhalten haben. Ich male mir täglich aus, wie der Sex mit ihm wohl wäre. Und ob es sich lohnen würde, den Seitensprung mit meinem Professor zu wagen. Deshalb möchte ich beichten, dass ich meinem Freund nicht von meinem Verlangen erzählen werde, bis ich weiß, wie weit das mit meinem Professor gehen könnte. Außerdem möchte ich beichten, dass ich heimlich mit ihm schreibe und mir andauernd wünsche, dass möglichst bald mehr passiert.

Beichthaus.com Beichte #00032846 vom 10.03.2014 um 03:03:32 Uhr in 10557 Berlin (Altonaer Straße) (18 Kommentare).

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Orangensaft mit Schuss

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Unreinlichkeit Ekel Boshaftigkeit Shopping Ernährung Markdorf

Vor einigen Jahren durfte ich beobachten, wie einer meiner Freunde eine entleerte und mit Eigenurin aufgefüllte Flasche Orangensaft neben die anderen Flaschen der gleichen Marke in das Regal eines Supermarktes stellte. Farbe und Konsistenz von O-Saft und Urin waren sehr ähnlich. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ihn aufzuhalten. Aber die witzige Vorstellung, eine besonders spießige Familie würde mit der Flasche auf dem Tisch zu Abend essen, war zu göttlich. Denn die Zielgruppe der Orangensaftmarke mit der schrillen Musiknote im Namen ist zweifelsfrei eine solche Familie. Wir scherzten schließlich sogar darüber, wie sich das Ganze wohl abspielen könnte: "Papi, der Saft schmeckt nicht!" - "Trink jetzt, das ist gut für dich!" Ich möchte beichten, dass ich mich bis heute bei dieser Vorstellung kugele. Gleichzeitig ist mir aber auch klar, wie abartig und unüberlegt die Aktion war. Wäre ich ein besserer Mensch gewesen, hätte ich es verhindert.

Beichthaus.com Beichte #00032845 vom 09.03.2014 um 23:59:44 Uhr in Markdorf (19 Kommentare).

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Die Putzfrau mit der Whiskeyflasche

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Rache Ekel Diebstahl Urlaub

Mir geht ein Vorfall nicht aus dem Kopf. Mein Ehemann (damals 32) und ich (damals 24) flogen am Anfang unserer Beziehung für eine Woche nach Tunesien in Urlaub. Er hatte schon immer eine Vorliebe für teuren Whiskey. Deswegen hat er sich auf dem Hinflug eine nicht ganz billige Flasche im Duty-free-Shop gekauft. So saßen wir die ersten Abende auf unserem Balkon in einem großen Hotelkomplex und genossen ein schönes Gläschen. Die Flasche Whiskey stellten wir ohne weiter mitzudenken ersichtlich auf die hoteltypische Ablage unter dem Spiegel. Mir selbst wäre auch nichts weiter aufgefallen, doch mein Mann war der felsenfesten Überzeugung, dass der Inhalt der Flasche sich tagsüber verringert. So haben wir nach unserem allabendlichen Gläschen die verbliebene Füllmenge unauffällig markiert. Und tatsächlich, mein Mann hatte recht, es fehlte wirklich eine nicht unerhebliche Menge. Wir haben uns mit den bösesten Fantasien ausgemalt, wie die Putzfrau sich täglich auf unser Zimmer freut, um erst einmal einen kräftigen Schluck zu nehmen. Das Ende vom Lied war, dass wir am letzten Abend die Flasche Whiskey niedermachten und mein Mann daraufhin schön in die leere Flasche gepinkelt hat. Natürlich unter Beachtung der vorigen Füllmenge. Diese haben wir dann genau wie die Tage zuvor auf die Ablage gestellt und sind abgereist.

Beichthaus.com Beichte #00032844 vom 09.03.2014 um 23:52:02 Uhr (12 Kommentare).

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