Meine Angst vor der Familienvereinigung

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Feigheit Verzweiflung Familie

Ich (w) möchte beichten, dass ich meine Lieblingstante schon seit Jahren nicht besucht habe, obwohl sie an Krebs erkrankt ist. Jeden Tag frage ich mich, wie es ihr geht, und habe Angst um sie. Ich traue mich jedoch nicht, sie selbst zu fragen. Ich leide seit vielen Jahren an Depressionen und sozialen Ängsten, den Großteil der Zeit unbehandelt, und habe vor diesem Hintergrund in meiner Jugend einige ziemlich beschränkte Dinge getan, wenn es mir wirklich dreckig ging. Ich bin weggelaufen, habe die Schule abgebrochen, mich an den Hals x-beliebiger Männer geworfen und dergleichen. Auch wenn ich jetzt wieder ein ordentliches Leben führe, schäme ich mich deswegen noch immer so sehr vor meiner Familie, dass ich nur noch zu meinen Eltern und meiner Schwester Kontakt habe, mich jedoch nicht traue, mit meinen zahlreichen Cousinen und Tanten, die früher meine besten Freundinnen waren, Kontakt zu halten. Oder zu meiner Oma, die sehr lieb ist und die auch nicht jünger wird, nicht einmal anrufen kann ich sie. Ich habe große Angst, dass ich diesen Kontakt nie wieder aufbauen kann, traue mich jedoch nicht unter die Augen dieser Menschen. Nun, da sogar eine so liebe Verwandte eine Krankheit erleiden muss, die die Dauer ihres restlichen Lebens ungewiss macht, habe ich jeden Tag den Wunsch dort einfach hinzufahren.


Wenn ich mir dann aber wieder vorstelle, ein Gespräch führen zu müssen, in dem all die Dinge wieder aufkommen könnten, die man in meiner Familie über mich weiß - all die Fehlschläge und Entgleisungen und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass es mir noch immer nicht gelungen ist, alles in den Griff zu bekommen - schäme ich mich so sehr, dass ich den Schwanz einziehe. Ich beichte, dass ich ein Feigling bin, und mich von meiner Angst leiten lasse, statt die verbliebene Zeit mit den Menschen, die mir viel bedeuten, zu verbringen. Da ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann, habe ich mich meinen Eltern anvertraut und sie gebeten, dass wir uns einmal in größerer Runde treffen könnten, damit ich alle wiedersehen, mich im Notfall aber auch etwas in den Hintergrund zurückziehen kann. Ich bete, dass ich auf diese Weise wieder öfter meine Tante sehen kann. Es tut mir leid, dass ich das erst meinen Eltern aufhalsen musste, um mich zu überwinden, diese Menschen wiederzusehen, die mir so lieb und teuer sind - auch wenn bestimmt viele behaupten würden, dass sie mir nicht so viel wert sein können, wenn ich mich so verhalte. Ich bitte um Absolution und wünsche mir die Stärke, um mich dauerhaft zu überwinden, diesen Menschen zu zeigen, wie wichtig sie mir sind und wie sehr ich sie vermisse.

Beichthaus.com Beichte #00032388 vom 12.12.2013 um 21:08:58 Uhr (11 Kommentare).

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Fruchtfliegenplage

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Ekel Unreinlichkeit Faulheit Trägheit Briesen

Fruchtfliegenplage
In meiner letzten Wohnung habe ich knapp dreieinhalb Jahre gelebt. Es war meine erste Wohnung und ich war faul. Meine Küche war über 95 Prozent der Zeit einfach nur widerlich, voller Schimmel, Fruchtfliegen und Ähnlichem - und der Höhepunkt war, als ich geschätzt 300-400 Fruchtfliegen und 50 normale Fliegen in der Küche hatte, die man zum Glück mit der Tür verschließen konnte. Seit ich umgezogen bin, also seit knapp einem Jahr, hat sich alles geändert und ich kann den Gedanken kaum ertragen, wie ich mal gelebt habe. Ich finde es abartig, bereue es zutiefst und schäme mich unglaublich.

Beichthaus.com Beichte #00032385 vom 12.12.2013 um 00:36:25 Uhr in Briesen (9 Kommentare).

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Verschütteter Rotwein

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Rache Boshaftigkeit Aggression Vilshofen-Pleinting

Als ich (m/24) auf dem Herbstfest meiner Stadt war, lief ich mit einem gut gefüllten Glas Rotwein durch die Menge. Bis eine rücksichtslose, hübsche junge Frau meinen Weg kreuzte und mich heftig anrempelte. Ich verschüttete den Wein über meine komplette Hand und auch meine Kleidung bekam etwas ab. Für einen kurzen Augenblick hatte ich Blickkontakt mit ihr und konnte dem entnehmen, dass sie genau wusste, was gerade geschehen war - aber eine Entschuldigung kam nicht! Also lief ich ihr unbemerkt hinterher und tippte sie dann von hinten an. Als sie sich umdrehte, schüttete ich ihr den kompletten Inhalt des Glases, das immer noch recht gut gefüllt war, über den Kopf, das Gesicht und ihren Ausschnitt. Sie konnte es nicht fassen. Ich sah genau, dass sie von reinem Entsetzten erfüllt war. Ich meinte nur: "Das hast du jetzt davon, du Schlampe", drehte mich um und war genauso schnell verschwunden, wie ich gekommen war. Im Nachhinein tut sie mir leid, auch, wenn ich bis heute denke, dass sie eine unverschämte Göre war und die Lektion verdient hat!

Beichthaus.com Beichte #00032348 vom 04.12.2013 um 21:54:57 Uhr in Vilshofen-Pleinting (19 Kommentare).

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Der Käfer-Massenmord

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Dummheit Mord Kinder Tiere Wachtendonk

Ich möchte beichten, dass ich mit etwa fünf Jahren ein ganzes Einmachglas voller Marienkäfer ertränkt habe. Meine Schwester ist vier Jahre älter als ich und musste mich oft erdulden, wenn ich ihr wie ein Klotz am Bein hing. Eines Tages erzählte sie mir, um mich endlich los zu sein, wie toll Käfer schwimmen könnten. Ich ging natürlich sofort los, um dies zu überprüfen. In unserer Gegend gab es schließlich Hunderte von den süßen Marienkäferchen. Ich habe mir ein Marmeladenglas gegriffen und der Spaß ging los. Im Nachhinein komme ich mir vor, wie eines dieser gruseligen kleinen Mädchen aus den Horrorfilmen, wie ich da selig summend ein Glas mit Marienkäfern befüllte, um diese im Anschluss zu ersäufen. Ich sah wohl recht bedröppelt drein, als die Viecher sich nach anfänglichem hilflosen Zappeln nicht mehr bewegten, nachdem ich den Wasserhahn über ihnen aufgedreht hatte. Meine Mutter war außer sich - vielleicht auch mein Vater, es ist zu lange her. Ich weiß nur noch, wie derjenige aufsprang und voller Entsetzen fragte, was ich denn da Fürchterliches machen würde! Ich erzählte ihm oder ihr von meiner Dummheit und schäme mich noch heute für meine Leichtgläubigkeit in jungen Jahren, die mir leider bis heute in Grundzügen erhalten geblieben ist. Mir tut der Käfer-Massenmord, den ich mit solcher Kaltschnäuzigkeit ausgeführt habe unglaublich leid.

Beichthaus.com Beichte #00032337 vom 04.12.2013 um 06:18:27 Uhr in Wachtendonk (13 Kommentare).

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Der nervige Frauenversteher

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Boshaftigkeit Peinlichkeit Rache Partnerschaft Münster

Ich habe als Frau ein Problem mit meinem Freund, das normalerweise eher Männer mit Frauen haben. Immer, wenn ich etwas habe - Stress auf der Arbeit, Ärger im Freundes- oder Bekanntenkreis, oder wenn ich etwas erlebe, das ich einfach möglichst schnell vergessen möchte, dann möchte mein Schatz das Thema totreden. Er kennt dann kein Halten mehr. Einmal wollte er mit mir diskutieren, warum mir mein erster Besuch beim Frauenarzt mit 15 unangenehm war. Er wollte Details der Untersuchung dargelegt bekommen und wissen, ob das für mich nicht eher schön gewesen wäre. Ich dachte, ich werde nicht mehr. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es ihm wirklich darum geht, mir mit solchen Gesprächen zu helfen, auch wenn er das glaubt. Denn ich habe schon oft gesagt, dass ich einfach meine Ruhe haben will, um das mit mir alleine auszumachen. Oft ist mir auch nicht jede ärgerliche Kleinigkeit so wichtig - erst wenn er sie durch stundenlange Frauenversteher-Gespräche breitgetrampelt hat, wird das dann zu einem halben Trauma. Ich denke, er macht es eher für sich. Er scheint das zu tun, weil er vor sich selbst gut dastehen will. Weil er damit nicht klarkommt, wenn mal nicht alles "ganz toll" ist. Er möchte, dass ich immer glücklich, immer gut drauf bin. Und er möchte der Held sein, der das für mich "schon hinbiegt". An sich ja ganz nobel, wenn es nur nicht so fürchterlich nerven und noch dazu ständig nach hinten losgehen würde.


Um ihm zu zeigen, wie unangebracht und irritierend sein Verhalten ist, habe ich deshalb etwas getan, für das ich mich im Nachhinein schäme. Aber es hat mir in dem Moment auf so eine gehässige Art und Weise große Befriedigung verschafft. Mein Freund hatte nämlich einen Termin beim Arzt, weil er ein Zipperlein beim Wasserlassen hatte. Er meinte, sich wahrscheinlich irgendwas an der Blase geholt zu haben, und das dachte ich auch. Er glaubte allerdings mit ein wenig Pipi im Messbecher ließe sich das Problem dann schon beheben, und stiefelte in dem Glauben zum Arzt. Aber als er nach seinem Arztbesuch nach Hause kam und sehr, sehr schweigsam war, hatte ich so eine Ahnung. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er bei der Musterung großen Bammel hatte, dass ihn dabei jemand von "innen befühlen" könnte. Das soll wohl sehr unangenehm sein, vor allem, da man dabei so "abgefertigt" würde. Ein Bekannter betitelte diese Prozedur einmal als eine "serielle Arschentjungferung", bei der eine Schlange von Männern wie Vieh abgefertigt würde. Dies war meinem Freund erspart worden, warum auch immer. Aber der Herr Doktor bei diesem Termin wollte wohl auf Nummer sicher gehen.


Da sah ich meine Chance, ihm etwas von seiner eigenen Medizin zu verabreichen. Ich fragte immer wieder scheinheilig, was denn los sei, dass ich mir Sorgen mache um seine Gesundheit, ob er einen Blasen- und Nierentee wolle, was der Arzt denn gesagt hätte und wie die Untersuchung abgelaufen sei. Irgendwann rückte er mit der Sprache raus, und ich behielt recht. Ihm war also seine allererste Hafenrundfahrt zuteilgeworden, und er war sichtlich wenig davon angetan gewesen. Ich hatte natürlich großes Verständnis. Bot ihm an, darüber zu reden. Er wollte das aber nicht. Es war ihm sichtlich unangenehm, er war peinlich berührt und sagte dann auch irgendwann, dass er sich schäme, mir etwas darüber zu erzählen. Aber ich zeigte immer wieder überschwänglich Sympathie. Er könne wirklich absolut mit mir darüber reden. Das müsse ja unschön gewesen sein, unangenehm, und peinlich. Ich beschrieb im Detail, was daran unangenehm und peinlich gewesen sein musste. Ich beschrieb, wie schwer das für ihn gewesen sein musste, sich zu bücken und sich einen Finger reinschieben und dann betasten zu lassen. Und auch eklig. Was, wenn dort drin noch eine unschöne Überraschung von gestern auf den Arzt wartete? Hoffentlich habe er für solche Fälle einige Tücher gehabt. Irgendwann hatte ich meinen Spaß dann zu genüge gehabt und habe ihn in Ruhe gelassen. Hoffentlich weiß er nun, wie es ist, sich über Dinge ausquetschen zu lassen, die man lieber nicht bereden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032336 vom 03.12.2013 um 14:33:29 Uhr in 48161 Münster (Adolf-Risse-Weg) (7 Kommentare).

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