Zu feige für einen Internetanschluss

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Feigheit Faulheit Internet Frankfurt

Ich (w/24) hatte sechs Monate kein Internet, weil der Techniker zum vereinbarten Termin nicht kam und ich zu feige war, den Kundenservice anzurufen, um dort nachzufragen. Außerdem habe ich mich nicht getraut, meinen Chef um noch mehr Urlaub zu bitten, um ein zweites Mal auf den Techniker zu warten. Ich habe allen erzählt, dass mein Internet super funktioniert und stattdessen das WLAN der Nachbarn mitbenutzt. Größere Downloads habe ich mit meinen Geräten auf der Arbeit gemacht, weil das WLAN der Nachbarn hier nur sehr schwach ist. Die Rechnung dafür habe ich natürlich das halbe Jahr brav weiter gezahlt. Jetzt schäme ich mich, dass ich so feige und bequem bin. Allerdings habe ich endlich beim Anbieter angerufen. Sie haben sich innerhalb eines Tages darum gekümmert und mich hart ausgelacht. Habe ich wohl verdient.

Beichthaus.com Beichte #00039977 vom 01.07.2017 um 19:51:36 Uhr in Frankfurt (6 Kommentare).

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Mein Studium bringt mich an meine Grenzen!

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Zwang Verzweiflung Maßlosigkeit Studentenleben Witten

Momentan bin ich durch meine Lebensumstände so unglücklich, dass ich mich am liebsten auf die nächste Autobahn stürzen würde. Ich bin Anfang 20 und studiere einen Naturwissenschaftlichen Studiengang. Der Arbeitsaufwand ist so immens, dass es mich an und über die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit bringt. Teilweise 14-Stunden-Tage, jedes Wochenende arbeite ich für das Studium - ich stehe, da ich pendle, mitten in der Nacht auf und gehe abends sehr früh ins Bett; ich habe momentan also leider nichts von meinem Tag geschweige denn soetwas wie Freizeit. In der vorlesungsfreien Zeit schreibe ich so viele Klausuren, dass es auch da keine Freizeit geben wird. Ich bin, was dazu kommt, sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich achte schon sehr penibel auf meine Ernährung aber bekomme die letzten Kilos (ich habe bereits um die 10 abgenommen) einfach nicht runter, für Sport fehlt mir die Zeit - momentan auch einfach der Antrieb. Ich wünschte einfach so sehr wenigstens dieser Teil meines Lebens wäre unkompliziert und ich könnte Essen, was ich möchte und würde dabei gut aussehen.

Ich lebe in einer Beziehung; aufgrund der Entfernung sehen wir uns nur am Wochenende. Mein Freund ist zurzeit arbeitslos und seine Prognose für dieses Jahr eine Ausbildung zu finden ist sehr schlecht, was mich zusätzlich belastet. Ich habe von Seiten meiner Familie leider wenig bzw keine Unterstützung, meine Familie stellt da eher eine Belastung dar; aber das zu erklären würde zu lange dauern. Das Einzige, worüber ich mir keine Sorgen machen muss, ist meine finanzielle Situation, da mir mein Nebenjob genug Geld für ein Leben als Student einbringt. Tja, nächstes Semester wird es hoffentlich besser, aber gerade kommen einfach all diese Dinge zusammen und ich weiß nicht wohin mit mir und ich wüsste auch nicht, mit wem ich darüber reden könnte. Wenn ich meinem Freund davon erzähle, wie hart alles ist, dieser Druck, die Abgaben, die 14-Stunden-Tage, dann versteht er das nicht so recht. Die Freunde spielen bei dem Thema immer nur denselben Text ab: "Du schaffst das schon!" Ja, danke für gar nichts. Naja, ich bedanke mich schonmal für die Aufmerksamkeit. Und btw: Nein, es geht nicht nur mir so mit der Überforderung. Ich kriege alles immer auf die Kette und habe bisher jetzt jede Klausur bestanden, aber der Preis dafür ist eben sehr hoch.

Beichthaus.com Beichte #00039962 vom 29.06.2017 um 15:38:48 Uhr in Witten (15 Kommentare).

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“35.000

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Mein steriler Albtraum

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Falschheit Lügen Verzweiflung Zwang Partnerschaft

Ich habe ein großes Problem, auf der einen Seite bin ich glücklich verheiratet und liebe meine Frau. Wir machen tolle Reisen zusammen, haben die gleichen Interessen und Hobbys und ich möchte keine Sekunde meines Lebens ohne sie sein. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie ich weiterhin mit ihr zusammen leben soll. Das Problem ist, meine Frau hat über die Jahre eine psychische Störung entwickelt. Sie muss unsere Wohnung zwanghaft desinfizieren um sie vor Keimen und Schmutz der "Außenwelt" zu schützen. In unserer Wohnung fühle ich mich eigentlich nur wohl, wenn ich alleine bin. Wenn wir zusammen nach Hause kommen, läuft es folgendermaßen: Erst mal noch vor der Haustüre die Socken ausziehen, dann schnell in die Küche und dort alle kontaminierten Kleidungsstücke ausziehen. Anschließend Hände waschen. Dann in die Dusche. Nach dem Haare kämmen - Hände waschen, nach dem Haare föhnen - Hände waschen, nach Öffnen einer Schublade - Hände waschen. Während ich dem Reinigungsritual Folge leiste, desinfiziert sie wie wild alle Lichtschalter, Türklinken usw (auch wenn diese überhaupt nicht von irgendwem berührt wurden). Sobald ich meinen Schlafanzug anhabe, darf ich keine Gegenstände der Wohnung mehr berühren außer Bett und Sofa. Bei allen anderen berührten Dingen - Hände waschen. Sollte mein Körper etwas berührt haben - den Körper waschen, Kleider wechseln etc..

Schon lange dürfen weder Freunde noch Familie zu Besuch kommen, da der Reinigungsprozess viel zu aufwendig wäre, um ihn zu bewältigen. Schade für mich, da ich gerne Besuch habe und immer fadenscheinige Ausreden erfinden muss, um Besuche abzublocken. Ich habe schon oft, völlig verzweifelt, versucht mit ihr zu reden. Sie weiß, dass es nicht normal ist, will aber unter keinen Umständen etwas an ihrem Verhalten ändern. Ich könnte hier noch tausend Dinge aus meinem sterilen Alltag berichten, aber Fakt ist: ich weiß nicht mehr weiter. Ohne sie will ich nicht sein, mit ihr halte ich es nicht mehr aus. Was ist die Lösung? In letzter Zeit frage ich mich immer öfter, ob ich diesen Albtraum von Leben nicht einfach beenden sollte. Meine Beichte ist: Obwohl der Leidensdruck so hoch ist, erzähle ich keiner Menschenseele von meinem Problem und tue nach außen immer so, als ob alles prima wäre.

Beichthaus.com Beichte #00039959 vom 28.06.2017 um 22:07:22 Uhr (21 Kommentare).

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MeanerCleaner: Traumberuf Gebäudereiniger

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Manie Arbeit Bayern

Ich (m/26) arbeite nebenbei in einer Reinigungsfirma, es ist mein absoluter Traumberuf, da Putzen meine größte Leidenschaft ist. Schon als kleines Kind war ich versessen darauf, das Haus zu putzen. Meine Eltern finden es, damals wie heute, besorgniserregend. Aber genug von meinem liebsten Hobby. Ich putze Büros, am liebsten habe ich Nachtschicht, da ich dadurch allein die Büros putzen und dadurch meinem anderen Hobby nachgehen kann. Wenn ich nachts putze, werde ich zum MeanerCleaner, ein Antiheld, der die Straßen von Kriminellen reinigt. Dazu schalte ich das Licht aus und hänge mir ein Handtuch, mein Cape, um.

Ich stelle mir vor, wie ich in dem Büro gegen Verbrecher kämpfe. Ich renne also in der Dunkelheit wie ein Irrer durch die Gegend, während ich putze. Wenn ich die Gauner besiegt habe, stelle ich mich an das riesige Fenster im Obergeschoss und halte Monologe, dort habe ich übrigens einen perfekten Blick auf die leuchtenden Gebäude, durch das dunkle Büro kommen die Lichter noch besser zur Geltung, dadurch fühle ich mich unbesiegbar.

Letzten Freitag war es wieder so weit, ein neues Verbrechen, was nur darauf wartete, von mir bekämpft zu werden. Ich rannte umher, brüllte meinen imaginären Feind an und versprach, ihn mit der Reinigungsmilch zu schwächen. Ich war in meinem Element, doch dann wurde plötzlich das Licht abgeschaltet. Ich drehte mich um und sah eine junge, hübsche Mitarbeiterin (21) die mich mit großen Augen anschaute. Ich kam mir wie ein Idiot vor, mit meinem improvisierten Cape. Sie erklärte, dass sie ihren Schlüssel auf dem Schreibtisch vergessen hatte. Es war ihr zuerst unangenehm, aber dann lachte sie und erzählte, dass sie so etwas auch gerne machen würde, einfach mal wieder den langweiligen Alltag vergessen und die Fantasie benutzen.

Wir haben uns noch lange unterhalten und zusammen geputzt, danach haben wir uns Nudeln vom Asiaten gekauft. Seitdem gehen wir abends, wenn alle weg sind, in das Büro, holen die Capes und spielen Helden, die sich gegenseitig in die Quere kommen, obwohl sie ein gemeinsames Ziel haben. Das läuft meistens so ab, dass sie gegen einen Feind kämpft, der stärker ist. Doch dann komme ich und wir vereinen unsere Kräfte. Wir denken uns jedes Mal neue Szenarien aus, es macht uns beiden großen Spaß und ich freue mich, eine Verbündete im Kampf gegen den Dreck zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039948 vom 26.06.2017 um 13:56:11 Uhr in Bayern (24 Kommentare).

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“Beichte

Jammerlieder: If I were sorry

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Hass Musik Medien

Mir (m/34) geht es inzwischen so etwas von auf den Sack, dass im Radio nur noch traurige, betroffene oder weinerlich-sensible Lieder zu hören sind. Bedauerlicherweise kann ich den Quell meiner Abneigung schlecht definieren, aber "Jammer- und Schluchz-Schnulzen" bringen […]
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Beichthaus.com Beichte #00039944 vom 25.06.2017 um 20:21:43 Uhr (36 Kommentare).

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