Mein Studium bringt mich an meine Grenzen!

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Zwang Verzweiflung Maßlosigkeit Studentenleben Witten

Momentan bin ich durch meine Lebensumstände so unglücklich, dass ich mich am liebsten auf die nächste Autobahn stürzen würde. Ich bin Anfang 20 und studiere einen Naturwissenschaftlichen Studiengang. Der Arbeitsaufwand ist so immens, dass es mich an und über die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit bringt. Teilweise 14-Stunden-Tage, jedes Wochenende arbeite ich für das Studium - ich stehe, da ich pendle, mitten in der Nacht auf und gehe abends sehr früh ins Bett; ich habe momentan also leider nichts von meinem Tag geschweige denn soetwas wie Freizeit. In der vorlesungsfreien Zeit schreibe ich so viele Klausuren, dass es auch da keine Freizeit geben wird. Ich bin, was dazu kommt, sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich achte schon sehr penibel auf meine Ernährung aber bekomme die letzten Kilos (ich habe bereits um die 10 abgenommen) einfach nicht runter, für Sport fehlt mir die Zeit - momentan auch einfach der Antrieb. Ich wünschte einfach so sehr wenigstens dieser Teil meines Lebens wäre unkompliziert und ich könnte Essen, was ich möchte und würde dabei gut aussehen.

Ich lebe in einer Beziehung; aufgrund der Entfernung sehen wir uns nur am Wochenende. Mein Freund ist zurzeit arbeitslos und seine Prognose für dieses Jahr eine Ausbildung zu finden ist sehr schlecht, was mich zusätzlich belastet. Ich habe von Seiten meiner Familie leider wenig bzw keine Unterstützung, meine Familie stellt da eher eine Belastung dar; aber das zu erklären würde zu lange dauern. Das Einzige, worüber ich mir keine Sorgen machen muss, ist meine finanzielle Situation, da mir mein Nebenjob genug Geld für ein Leben als Student einbringt. Tja, nächstes Semester wird es hoffentlich besser, aber gerade kommen einfach all diese Dinge zusammen und ich weiß nicht wohin mit mir und ich wüsste auch nicht, mit wem ich darüber reden könnte. Wenn ich meinem Freund davon erzähle, wie hart alles ist, dieser Druck, die Abgaben, die 14-Stunden-Tage, dann versteht er das nicht so recht. Die Freunde spielen bei dem Thema immer nur denselben Text ab: "Du schaffst das schon!" Ja, danke für gar nichts. Naja, ich bedanke mich schonmal für die Aufmerksamkeit. Und btw: Nein, es geht nicht nur mir so mit der Überforderung. Ich kriege alles immer auf die Kette und habe bisher jetzt jede Klausur bestanden, aber der Preis dafür ist eben sehr hoch.

Beichthaus.com Beichte #00039962 vom 29.06.2017 um 15:38:48 Uhr in Witten (15 Kommentare).

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Der Gestank öffentlicher Toiletten

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Ekel Stolz Witten

Ich habe das Klo in einer Filiale einer bekannten Kaffeekette unbenutzbar gemacht. Ich habe einen monumentalen Haufen gesetzt - gefühlte vier Pfund! Das Klo ist sauber, da bin ich penibel, aber es stinkt wirklich fürchterlich. Dafür müsste ich mich eigentlich selbst loben.

Beichthaus.com Beichte #00038430 vom 29.06.2016 um 03:49:27 Uhr in 58454 Witten (19 Kommentare).

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Religionen sind Werkzeuge der Macht

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Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Religionen sind Werkzeuge der Macht
Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare).

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Der Unfall nach dem ersten Bier

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Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

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Zur neuen Frisur gezwungen

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Partnerschaft Last Night Witten

Zur neuen Frisur gezwungen
Mein Freund hat, beziehungsweise hatte lange Haare. Ich mag lange Haare bei Männern, aber was mein Freund da auf dem Kopf hatte, ging gar nicht. Als wir ein Paar wurden, waren seine Haare total kaputt und filzig, weil er einfach keine Ahnung von Haarpflege hatte. Ich habe ihm dann mal erklärt, wie man Haare richtig pflegt und er hat meine Tipps auch dankbar angenommen. Das, was nun am Ansatz herauswächst, sieht schon viel besser aus. In den Längen waren die Haare jedoch so kaputt, dass auch mit Pflege nichts mehr zu machen war. Abschneiden wollte er sie aber auch nicht. Vor einiger Zeit veranstaltete mein Freund in seiner Wohnung eine Party, bei der ich auch war. Mein Freund und seine Kumpels tranken um die Wette und lagen alle am Schluss irgendwo schlafend herum. Mir kam eine Idee, die Situation zu nutzen. Ich steckte mir mehrere Kaugummis in den Mund, kaute sie ordentlich durch, bis ich einen schönen, klebrigen Kaugummiball hatte und schmierte die Masse in die Haare meines schlafenden Freundes. Danach ging ich nach Hause. Am nächsten Tag gegen Mittag rief mein Freund an und meinte, er habe Kaugummi im Haar und einen totalen Filmriss. Er fragte, ob ich wisse, wie das passiert sei. Ich behauptete, dass ich keine Ahnung hätte, denn ich sei vor Ende der Party gegangen, da ich Kopfschmerzen gehabt hätte. Zu dem Zeitpunkt wäre aber noch kein Kaugummi in seinem Haar gewesen. Er bat mich, zu ihm zu kommen, um ihm zu helfen, den Kaugummi zu entfernen.
Bei ihm tat ich dann zunächst so, als wolle ich ihm wirklich helfen, den Kaugummi, möglichst ohne Haarverlust, zu raus zu lösen. Aber keine Chance, ich hatte ganze Arbeit geleistet und schließlich sah mein Freund ein, dass nur noch Herausschneiden half. Ich schnitt den Kaugummi raus, aber jetzt sah seine Frisur total komisch aus, deshalb ging er am nächsten Tag zum Friseur, um sich die Haare komplett abschneiden zu lassen. Das war ziemlich hinterhältig von mir, aber erstens waren die Haare eh kaputt und zweitens wachsen sie ja auch nach.

Beichthaus.com Beichte #00030645 vom 04.01.2013 um 00:26:28 Uhr in Witten (116 Kommentare).

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