Hört auf so negativ zu sein!

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Zorn Boshaftigkeit Gesellschaft

Ich mag Menschen, die ständig negativ sind, überhaupt nicht. Natürlich gibt es immer mal jemanden, der wegen irgendetwas schlechte Laune oder einen Durchhänger hat und dann nicht glücklich durch die Gegend springt. Gemeint sind die Menschen, die nur am Meckern sind, wegen der kleinsten Sachen und dabei jedes Detail auseinanderpflücken und sich daran aufhängen, um dann zu sagen, wie toll sie doch dieses und jenes gemacht hätten. Oder anderen etwas unterstellen und darauf pochen, recht damit zu haben, selbst wenn die Unterstellung totaler Humbug und nicht gerechtfertigt ist. Wenn etwas gegen ihre Meinung gesagt wird, reagieren sie zickig und aggressiv. Menschen, die nie zufrieden sind und anderen auch nichts gönnen - auf Erfolg der anderen mit Eifersucht und sogar Lästereien reagieren. Die Liste solcher Eigenschaften kann man ja immer weiter führen...


Meine Beichte ist nun, dass ich früher Verständnis gezeigt habe und solchen Menschen entgegen gekommen bin - sie aber heutzutage nur noch verachte. Egal, wie ich geholfen und zugehört habe, am Ende wurde die Unzufriedenheit sogar an mir ausgelassen. Ich bin ein gutmütiger Mensch, das sagen jedenfalls andere über mich, und helfe gerne. Ich beichte aber, dass ich seit geraumer Zeit ziemlich böse und gehässige Gedanken solchen Leuten gegenüber hege und sie zusätzlich provoziere, worüber sie sich dann natürlich wieder wochenlang aufregen. Daran habe ich sogar Spaß gefunden. Vielleicht sehe ich es unterbewusst als "Rache", wenn man das überhaupt so nennen kann. Ich schäme mich für mein Verhalten, kann es aber nicht mehr so leicht abstellen.

Beichthaus.com Beichte #00037922 vom 24.03.2016 um 13:07:20 Uhr (4 Kommentare).

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Ich bin nicht zu dick!

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Maßlosigkeit Vorurteile Stolz Zorn Familie

Vorgestern hatte ich Geburtstag. Ein Geschenk war unter anderem ein Schwingstuhl. Diesen Stuhl kann ich nicht nutzen, denn ich wiege mehr als für diesen Stuhl zugelassen ist. Ich sehe dies indirekt als Zeichen, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich zu fett wäre. Ich habe zwar einiges auf den Rippen (120 Kilo bei 1,80m), aber ich fühle mich pudelwohl! Ich habe keine Schmerzen und schwitze nicht wie andere Übergewichtige. Knochen- oder Rückenschmerzen habe ich auch keine.

Gut, ich habe mich ein wenig gehen lassen nach der Ausbildung. Alle paar Tage viel Alkohol und wenig Bewegung. Aber so sehe ich normal aus, bis auf etwas dickere Schenkel und einen Bierbauch. Meine Tante sollte sich schämen, mich nicht persönlich anzusprechen und mir mit einem Stuhl zu zeigen, dass ich zu dick bin! Meine Beichte ist, dass mir egal ist, was andere denken. Und dass ich jeden verachte, der über mich lästert, was mein Gewicht betrifft. Ich fühle mich wohl - wenn sich das ändern sollte, werde ich auch Maßnahmen dagegen einleiten. Und diesen Schwingstuhl werde ich verkaufen, weil er zu klein für meine Wohnung ist und hässlich aussieht! Ich ernähre mich übrigens vegan und das sehr gesund und abwechslungsreich. Meine Tante denkt, es liegt an dieser Ernährung. Sie hält Veganismus für ein Hexenwerk. Ich schäme mich aber, ihr zu sagen, dass es nur wegen des Alkohols und mangelnder Bewegung ist. Das weiß keiner.

Beichthaus.com Beichte #00037920 vom 24.03.2016 um 00:53:44 Uhr (28 Kommentare).

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Filme während der Zugfahrt

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Peinlichkeit Bahn & Co.

Ich (w/28) war vor etwa zwei Jahren, damals etwa zwei oder drei Tage vor Heiligabend, unterwegs nach Hause (komme aus Sachsen, wohne aber in NRW), um gemeinsam mit meiner Familie Weihnachten zu feiern. Ich fuhr im ICE, hatte mein kleines Netbook dabei und guckte mir einen Film an - mit Kopfhörern. Ich schaue gerne alte Heimatfilme aus den 50er Jahren und so einer lief auch während dieser Fahrt. Ich hatte bestimmt schon die Hälfte des Films gesehen, als sich durch den ziemlich vollen ICE eine Frau mittleren Alters durchzwängte und meinte: "Sie wissen, dass sie damit die anderen belästigen?" Ich wusste gar nicht, was sie meinte! Daraufhin erwiderte die Frau, dass man es doch erwarten könnte, dass Kopfhörer benutzt werden, wenn man in einem öffentlichen Verkehrsmittel einen Film schaut, das bekämen die anderen Leute ja auch alle hin.


Ich stellte peinlich berührt fest, dass die Kopfhörer zwar in meinen Ohren, aber nicht mehr in der Buchse waren, ich hatte sie wohl versehentlich herausgezogen. Ich habe mich entschuldigt, mir war das sehr peinlich, und die Kopfhörer dann wieder eingesteckt. Die Frau schimpfte daraufhin, dass das wohl für manche Leute zu viel verlangt sei, und hat noch weitergeschimpft, während sie zu ihrem Platz zurückgegangen ist. Ich konnte ja verstehen, dass sie und wahrscheinlich auch andere Leute sauer waren und bin - es war keine zuggebundene Karte, ich konnte also auch einen anderen Zug nehmen - am nächsten Bahnhof ausgestiegen und habe dann den nächsten Zug genommen. So schusselig war ich zum Glück nie wieder.

Beichthaus.com Beichte #00037915 vom 23.03.2016 um 18:42:39 Uhr (13 Kommentare).

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Handschlag beim Abiball

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Peinlichkeit Maßlosigkeit Schamlosigkeit

Ich habe in 2009 in einer westfälischen Kleinstadt mein Abi gemacht. Die Stufe war recht groß - es gab neben mir 120 andere Mitschüler. Nun habe ich nach meinem Wegzug in eine andere Studienstadt 2010 an der Abifeier unserer Nachfolger teilgenommen. Die Schwester meines ehemaligen Mitschülers S., mit dem ich nie besonders viel Kontakt hatte, feierte im besagten Jahr ihr Abi. Nun war natürlich ihre ganze Familie vor Ort. Ich habe die üblichen Gespräche mit ihm geführt und habe dann auch seine Eltern begrüßen wollen, da diese direkt neben ihm saßen. Also habe ich erst die Mutter freundlich gegrüßt und danach dem Vater die Hand gestreckt. Der Vater hat mich nur gemustert und mir den Handschlag verweigert.


Ich war völlig perplex, habe mich dann von S. verabschiedet und überlegt, was ich falsch gemacht haben könnte. Trotz vieler Überlegungen fand ich keine Erklärung und war wirklich brüskiert darüber. Ich habe gar geglaubt, er sei ein Rassist - wegen meines Namens und meinem südländischen Erscheinungsbild. Im Eifer des Gefechts habe ich S. über das blaue Netzwerk auch gleich geschrieben, ob sein Vater irgendein Problem mit mir hätte und was ihm einfalle, mich so bloßzustellen. Seine Antwort war kurz und knapp: "Mein Vater ist blind." Tut mir leid, lieber S., dass ich dich angefahren habe!

Beichthaus.com Beichte #00037913 vom 23.03.2016 um 15:01:32 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Angst vor einer Therapie

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Verzweiflung Manie Feigheit Gesundheit

Ich möchte beichten, dass ich psychisch krank bin und nicht dazu in der Lage bin, mich in psychologische Betreuung zu begeben. Vor drei Jahren war ich deswegen drei Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Als ich wieder zu Hause war, ging es mir tatsächlich ein Stück weit besser. Nebenher war ich auch in psychotherapeutischer Behandlung, welche aus meiner Sicht allerdings nicht besonders viel half. Die Therapie habe ich daher abgebrochen. In meinem privaten Umfeld konnten die wenigsten etwas mit mir und dieser Krankheit anfangen und fühlte mich daher auch ständig unter Beobachtung. Wer mich stets unterstützt hatte, war und ist mein Verlobter und ich bin ihm unendlich dankbar. Ich habe auch heute noch Probleme damit, mit meiner Krankheit umzugehen. Die Dinge, die ich in der Klinik gelernt hatte, helfen mir aber im Alltag nicht.


Abgesehen davon, dass mein Job, meine Haustiere und der Haushalt für mich sehr anstrengend sind, habe ich wenig Muße mich dann auch noch in Therapie zu begeben, in der ich alles erneut erzählen muss. Ich weiß, es wird nicht besser, wenn ich nichts tue. Wenn ich etwas tue, wird es mir erst einmal eine Zeit lang richtig schlecht gehen, und ob es dann bergauf geht, kann ich so nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Heute war es mir nicht möglich meine Arbeit anzutreten, weil ich mit dissoziativen, autoaggressiven, depressiven und panischen Episoden kämpfe. Ich kann nicht verstehen, was es ausgelöst hat. Jetzt gerade bin ich einigermaßen klar.


Mein Psychiater hatte mir im Notfall ein Medikament verschrieben, welches mich ruhigstellt. Ich traue mich nicht, es zu nehmen, weil ich von damaligen Mitpatienten nur Schlechtes hörte. An einen Klinikaufenthalt ist meinerseits nicht zu denken. Mein Arbeitgeber weiß nichts von meiner Krankheit und ich werde es ihm auch nicht erzählen, da ich bisher damit nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich beichte, dass es mir immer schlechter geht und ich immer Ausreden suche, um nicht in Therapie zu gehen, obwohl ich eigentlich weiß, dass es besser wäre.

Beichthaus.com Beichte #00037904 vom 22.03.2016 um 20:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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