Aus Scham in den Wald

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Drogen Feigheit Lügen Familie

Ich (m/19) bin an einem Tiefpunkt in meinem Leben angekommen. Weil ich bei der Arbeit gekifft habe, wurde ich entlassen. Man könnte meinen ich habe irgendetwas dazugelernt, aber nein...Meine Eltern sind, seit ich arbeite, irgendwie stolz auf mich und gewähren mir Freiheiten. Würde ich ihnen von meiner Kündigung erzählen (und vor allem warum ich gekündigt wurde), wäre bei uns zu Hause die Hölle los und ich hätte keine ruhige Minute mehr. Deshalb verheimliche ich es vor ihnen und gehe jeden Morgen zur gewohnten Zeit aus dem Haus, nur damit ich dann in den Wald laufe und dort weinen und kiffen kann. Ich verbringe tatsächlich beinahe den ganzen Tag im Wald, weil ich mittlerweile paranoid bin und immer das Gefühl habe meine Eltern kommen irgendwo um die Ecke. Bisher habe ich mein Konto geplündert um mich finanzieren zu können und damit meine Eltern keinen Verdacht schöpfen. Bisher geht das noch, aber bald habe ich kein Geld mehr für Essen und kiffen. Zudem kommt noch, dass der Winter vor der Tür steht und mein Alltag im Wald somit recht hart wird.

Beichthaus.com Beichte #00024783 vom 19.09.2008 um 11:09:00 Uhr (31 Kommentare).

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Würstchendieb in Wien

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Diebstahl Trunksucht Völlerei Last Night Wien

Ich (m/21) gehe des Öfteren mit Freunden am Wochenende fort. In letzter Zeit sind wir oft in einem Lokal in Wien am Gürtel, welches ich jetzt nicht näher nennen werde. Jedenfalls wird bei unserem Fortgeh-Touren immer heftig gebechert. Blöderweise geht diese Sauferei total ins Geld, sodass nach einer bestimmten Zeit niemand mehr etwas einstecken hat (scheiß Wodka, scheiß Moet-Champagner..). Das Problem ist nun, dass nach dem Verlassen des Lokales immer ein starker Hunger eintritt. Doch was tut man in diesem Falle ohne Geld? Mit Kreditkarten kann man an Dönerbuden ja auch nicht zahlen, also was nun? Nun zur eigentlichen Beichte: Vor dem Lokal befindet sich eine Dönerbude, die auch Würstel verkauft. Diese Würstel liegen quasi gleich neben einem, wenn man bestellt (halt hinter einem Glas). Und da ja der Verkäufer einen Spalt des Glases immer offen lassen muss, um den Leuten ihr Essen zu geben, liegen diese Würstel immer recht frei herum.

Das kommt mir als armen, betrunken Mann ziemlich recht. Ich warte auf den passenden Moment ab, wenn alle Verkäufer wegschauen, und schwups, gehört das Würstchen mir. Danach lege ich immer einen Sprint ein, halte dabei meine Beute stolz in der Hand und kann nicht aufhören zu lachen. Komischerweise funktioniert es immer und immer wieder. Entweder erkennen die mich nicht wieder oder ich bin schon so professionell. Beim Essen bemerke ich dann zwar, dass die Wurst kalt ist, aber who cares? Hauptsache mein Hunger wird gestillt. Ob es mir leidtut? Nein. Ich finds eher lustig. Außerdem wird der Dönermann wegen ein paar Würstel schon nicht in Konkurs gehen. Daher werde ich auch bestimmt nicht damit aufhören. Ich darf ja nicht verhungern.

Beichthaus.com Beichte #00024782 vom 19.09.2008 um 10:58:24 Uhr in Wien (Währinger Gürtel) (21 Kommentare).

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“Beichte

Verlogenes Rechtssystem

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Lügen Misstrauen Morallosigkeit

Ich glaube nicht mehr an das deutsche Rechtssystem. Ich habe letzte Woche einen Rechtsstreit vor Gericht gewonnen, den ich unter normalen Umständen nie und nimmer hätte gewinnen dürfen. Als leitender Angestellter hatte ich mit einem Lieferanten, bezogen auf die Firmen, einen Rechtsstreit, den ich verschuldet hatte. Meine Firma hatte mir dazu einen Anwalt aus unserer Rechtsabteilung und einen externen Anwalt zur Verfügung gestellt. Immer wieder in den Vorgesprächen kamen wir zu Punkten, an denen ich sagte, dass der Sachverhalt eindeutig anders läge - nämlich zu meinen Ungunsten. Und immer wieder wiesen sie mich darauf hin, dass es darauf nicht ankäme, sondern einzig darauf, den Gegner zu zerstören und die Schlacht zu gewinnen. Da ich mich schuldig fühlte, dachte ich mir, dass es ja nicht mehr viel schlimmer kommen könnte, und stieg auf die Taktik der Anwälte ein. Bei der Gerichtsverhandlung konnte ich dem Kläger auch nicht in die Augen schauen, weil mir so unangenehm und peinlich war, was meine Anwälte vom Stapel gelassen haben. Zweimal wurde die Verhandlung zu Beratungszwecken unterbrochen. Beide Male war ich kurz davor, das ganze Theater abzubrechen und meine Schuld einzugestehen. Aber ich habe mich aus Feigheit und Angst auf das falsche Spiel meiner Anwälte eingelassen. Dazu gehörte auch, dass ich meine Version der Geschichte vortrage. Ich las genau das ab, was sie mir vorher aufgeschrieben hatten und wovon 70 Prozent definitiv nicht der Wahrheit entsprachen.

Ziel dieses Vortages und der Strategie war, den Kläger aus der Fassung zu bringen, unglaubwürdig zu machen und ihn durchdrehen zu lassen. Und genauso ist es auch gekommen. Am Ende war ich quasi ein Opfer und ein sympathischer Mitbürger und der Kläger ein hitzköpfiger Rüpel, dem alles zuzutrauen ist. Wir reden hier von einem Wirtschaftsrechtsstreit und nicht von einer Kneipenschlägerei. Ich mache es kurz - ich gewann haushoch. Die Klage wurde abgewiesen, er erlitt massiven wirtschaftlichen Schaden und muss noch ein Bußgeld zahlen, weil er im Gerichtssaal außer Rand und Band geriet, rumschimpfte und mir drohte. Jetzt zu meiner Beichte: Ich bin froh, gewonnen zu haben. Aber nicht glücklich über die Art und Weise. Ich habe mich mit dem Teufel eingelassen und schäme mich sehr dafür. Ich habe keinen Respekt mehr vor Rechtsanwälten, weil es die wahren Lügner und Verbrecher sind. Ich habe keinen Respekt mehr vor Richtern, weil sie, meiner Meinung nach, schlecht vorbereitet in die Verhandlungen gehen und sich in Themen nicht hineinarbeiten. Ich habe außerdem keinen Respekt mehr vor unserem Rechtssystem, da es solche Urteile zulässt. Ich habe auch ein Stück weit den Respekt vor mir selbst verloren, weil ich in dieser Angelegenheit moralisch über eine Brücke gegangen bin, die ich eigentlich nie betreten wollte. Da auf Beichthaus gebeichtet und bereut wird, tue ich das hiermit. Danke, dass ich mir das alles Mal von der Seele schreiben durfte.

Beichthaus.com Beichte #00024780 vom 19.09.2008 um 10:26:30 Uhr (27 Kommentare).

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Aggressionen führen zu Unfällen

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Zorn Aggression Unfall

Aggressionen führen zu Unfällen
Mir (m) ist gestern etwas passiert. Ich bin mit dem Rad nach Hause gefahren und habe beim Einbiegen in eine Querstraße ein Auto geschnitten, der fuhr aber ziemlich langsam. Als er mich dann angehupt hat, habe ich ihm aus Reflex den Mittelfinger gezeigt, um mal zu sehen, ob er sich aufregt - und wie der sich aufgeregt hat!! Der hat Vollgas gegeben und mich überholt - nur um mich am Randstein einzuquetschen und zu bremsen. Ich bin aber auf den Gehsteig gefahren und abgehauen. Er hatte dann schon das Fenster runter, und während er mich drei Straßen lang verfolgt hat, hat er geschimpft, sodass es eigentlich echt lustig war. Aber ich hatte Herzklopfen bis in die Ohren rauf und Glück, dass am Straßenrand lauter Autos geparkt waren, so kam er nie an mich ran. Irgendwann ging es dann einen Berg runter und ich musste auf die Straße runter. Er war mit heulendem Motor hinter mir. Nach knapp 100 Metern kam dann eine Abzweigung nach links. Ich bin dann, um ihn abzuschütteln, kurz vor einem entgegenkommenden Auto abgebogen, da war ich mindestens 40 km/h schnell, ging ja den Hang runter. Ich dachte eigentlich, dass der kranke Typ jetzt warten muss, bis das Auto vorbeigefahren ist, aber denkste! Der hat seinen schönen Wagen mit Vollgas in den anderen reingesemmelt! PUFF! Hat sich echt beschissen angehört, wie die zusammengerauscht sind. Naja was für eine Möglichkeit hatte ich, ich bin halt heimgefahren und hoffe nur, dass in dem zweiten Wagen genauso ein aggressiver Kerl wie im Ersten saß. Im Nachhinein fand ich die Sache richtig spaßig, wie im Film.

Beichthaus.com Beichte #00024777 vom 18.09.2008 um 21:47:09 Uhr (42 Kommentare).

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Ich will richtig dünn sein!

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Sucht Verzweiflung Drogen Ernährung

Vor ungefähr einem Jahr hat es angefangen. Ich fand mich auf einmal zu dick und habe mich gesund ernährt, nicht mehr viel gegessen und auch erfolgreich abgenommen. Ich habe mir sagen lassen, dass ein Joint den Appetit zügelt, wenn ich Pech habe ihn aber auch anregen kann, hat aber eigentlich ganz gut geklappt. Ich habe dann vielleicht einmal im Monat einen Joint geraucht.
Zuerst war es auch nicht schlimm, aber dann wurde der Drang, immer weniger essen zu wollen, größer und immer wenn ich etwas Essen musste, damit meine Familie nicht aufmerksam auf mein komisches Essverhalten wird, habe ich gegessen und bin danach aufs Klo und habe mich erbrochen. Jedes verdammte Mal habe ich mich gefragt, was das soll und mich geschämt, aber ich komme da nicht raus - es ist wie eine Sucht. Ich will ja einfach nur richtig dünn sein, aber nicht so knochig wie eine Magersüchtige. Ich könnte auch jederzeit aufhören, glaube ich, aber ich habe da nicht so das Verlangen nach, weil ich so mein Gewicht sehr gut kontrollieren kann und mein Ziel noch nicht erreicht habe.

Beichthaus.com Beichte #00024774 vom 18.09.2008 um 18:57:32 Uhr (27 Kommentare).

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