Zombie-Sketch im Krankenhaus

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Dummheit Peinlichkeit Morallosigkeit Engherzigkeit Arbeit Cobbelsdorf

Ich (m/25) habe meinen Zivildienst in der sogenannten OP-Transportabteilung in einem Krankenhaus geleistet. Wir hatten viel im OP zu tun und dementsprechend die gleiche Kleidung an, wie jeder Chirurg oder jede Assistentin. Mit einem Zivi-Kollegen verstand ich mich sehr gut und wenn gleich die ganze Abteilung zum Teil zu sehr derben Scherzen aufgelegt war, haben wir beide uns etwas erlaubt, was für mich heute sehr beschämend ist. Hin und wieder wurden wir geschickt, um neue Betten zu holen, doch statt unserer Arbeit nachzugehen, taten wir folgendes: Bevor wir runter ins Bettenhaus gingen, begab sich einer von uns zu seinem Spind und schmierte sich Kunstblut auf seine grüne Haube, Mundschutz sowie Oberteil und Hose. Danach nahmen wir ein Bett ohne Kissen und Decke, in das sich der Andere reinlegte und deckten ihn nur mit einem grünen Laken ab, sodass die menschlichen Konturen gut zu sehen waren. Nachdem wir noch eine Minicam am Bett anbrachten, ging es dann quer durchs Krankenhaus. Sobald der Schieber ein passendes Opfer gefunden hatte, tippte er sobald sie parallel zum Bett standen dagegen, was für den "Toten" das Signal war wie ein Zombie aufzuerstehen oder unter entsprechenden Geräuschen einen heftigen Krampfanfall zu bekommen. Natürlich werden so keine Toten transportiert, aber wer wusste das schon. Ihr könnt euch vorstellen, was das für Videos wurden.


Ich hatte und habe auch heute noch einen derberen Humor und bin der Meinung, dass man über so etwas Lachen können muss. Aber wofür ich mich heute so unfassbar schäme, ist der Ort und Zeitpunkt: Ich habe den Respekt vor dem Leben und vor allem dem Tod zu 100 Prozent erst durch diesen Job begriffen - aber leider eben erst ein paar Monate zu spät. Wie konnte ich vergessen, dass wir uns in einem Krankenhaus befinden, in das die Menschen aus vielen Gründen kommen, aber sicher nicht, weil sie zu Scherzen aufgelegt sind! Ich beichte also, dass ich bis zu meinem 20. Lebensjahr so ein unsensibler Idiot war, dass ich so vielen Menschen wahrscheinlich den Schreck ihres Lebens bereitet habe und dass ich trotz meiner wirklich ehrlichen Reue mir heute noch manchmal diese Videos anschaue, weil mir die Reaktion der Leute vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00033084 vom 18.04.2014 um 02:36:46 Uhr in Cobbelsdorf (3 Kommentare).

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Mutter ist verrückt geworden!

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Selbstsucht Habgier Boshaftigkeit Diebstahl Sucht

Ich bin gut behütet aufgewachsen, hatte eigentlich immer mehr als ich brauchte, habe studiert, promoviert und einen guten Job. Leider gibt es aber auch eine dunkle Seite an mir - meine Spielsucht. Zuerst fing ich im kleinen Rahmen an, auf Eishockeyspiele und Pferderennen zu setzen. Das lief anfangs auch erstaunlich gut. Später fing ich dann an, immer größere Summen einzusetzen und hatte die ersten Einbußen zu verzeichnen. Dies tat ich solange, bis ich finanziell vollständig ausgeblutet war und nun bei Leuten tief in der Kreide stand, denen man nicht gerne etwas schuldig bleibt. Zuerst hatte mir meine verwitwete, relativ wohlhabende Mutter, noch aus der Klemme geholfen, später weigerte sie sich aber, mir noch weitere Finanzspritzen zukommen zu lassen. Die Wut auf meine Mutter, gepaart mit der Sorge um meine körperliche Unversehrtheit, haben mich in die Verzweiflung getrieben und zwangen mich zu drastischen Mitteln, für die ich mich heute schäme:


Bei meiner Mutter hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon erste geistige Einschränkungen gemacht. Um sie davon zu überzeugen, dass es um sie schon weitaus schlimmer steht, habe ich dann zwei Wochen lang fast jede Nacht an die Fensterläden ihres Schlafzimmers geklopft. Außerdem bin ich mit meinem Zweitschlüssel mehrfach ins Elternhaus gegangen, wenn meine Mutter nicht da war und habe alltägliche Gegenstände (Schlüssel, Notizbuch, Gegenstände) an anderer Stelle platziert. Außerdem habe ich Bekannte zweifelhaften Schlages beauftragt, sie ein paar Stunden zu verfolgen. Nach diesen zwei Wochen war sie dann völlig fertig, paranoid und davon überzeugt, verrückt zu werden. Ich habe sie dann "zu ihrem besten" entmündigen lassen. Dadurch bekam ich auch Zugriff auf ihre Konten und habe das genutzt, um meine Schulden zu begleichen. Aus Scham und Angst, sie könnte das bemerken, habe ich sie dann "zu ihrem besten" in ein Heim gesteckt. Dort ist sie dann nach kurzem Aufenthalt verstorben, nachdem sich ihr Zustand rapide verschlechtert hat. An Ostern muss ich immer an sie denken, weil sie für die Fehler eines anderen leiden musste. Ich wusste mir aber zu diesem Zeitpunkt leider nicht anders zu helfen. Ich wünsche keinem, so in die Enge getrieben zu werden und vor solchen Entscheidungen zu stehen, wie ich es damals tat. Ich bin mir sicher, dass viele, die mich jetzt vielleicht verurteilen werden, in meiner Situation genauso gehandelt hätten! Wetten tue ich heute immer noch, allerdings nur um kleine bis mittlere Einsätze.

Beichthaus.com Beichte #00033082 vom 17.04.2014 um 21:40:10 Uhr (42 Kommentare).

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Billig-Mode zum Wegwerfen

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Maßlosigkeit Habgier Verschwendung Shopping

In meiner Stadt gibt es eine Pr*markfiliale. Diese Kette bietet Mode zum sehr günstigen Preis an. Die Qualität ist dementsprechend übrigens gering. Der Laden muss einen ungeheuerlichen Umsatz machen, da vor allem viele junge Frauen wie im Wahn kaufen. Es kommt häufig vor, dass die Ladys das Geschäft mit mehr als einer Tüte verlassen. Am Wochenende sind die Umkleiden so überlaufen, dass viele Kleidungsstücke ohne Anprobe in die dortigen Einkaufstrolleys geworfen werden. Ich bin mir sehr sicher, dass viele Kunden keinen Überblick über ihren Einkauf haben. Ich komme täglich an dem Shop vorbei und schaue mir ab und zu diesen Trubel an. Irgendwann habe ich eine Kolonne junger, unmotiviert wirkender Mädels entdeckt, die alle einen randvollen Trolley hinter sich herzogen.


Ich weiß nicht, warum, jedoch habe ich vom nächsten Ausstellungstisch irgendein Oberteil gegriffen und es ungesehen in eines dieser Wägelchen befördert. Nach einer Ewigkeit war die Truppe an der Kasse und ich beobachtete, wie alle Teile ohne Beanstandung bezahlt wurden. Das war das erste Mal, dass ich jemandem ein Kleidungsstück untergejubelt habe. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich das einige Male wiederholt. Mittlerweile bin ich darauf aus, absichtlich völlig falsche Größen auszuwählen. Meistens beobachte ich das Szenario bis zum Bezahlvorgang und fühle mich darin bestätigt, dass dort besonders Quantität gekauft wird und die Leute keinen Überblick über ihre Wahl haben. Meine Stücke kosten dabei übrigens nicht mehr als fünf Euro. Ich beichte, dass ich dafür verantwortlich bin, dass Kunden dieses Ladens unabsichtlich Kleidungsstücke kaufen, die ihnen überhaupt nicht passen. Würden sie jedoch gezielter auswählen und beim Bezahlen besser aufpassen, würde ihnen dieser Missstand auffallen. Vielleicht wird beim nächsten Mal mit mehr Bedacht geshoppt.

Beichthaus.com Beichte #00033080 vom 17.04.2014 um 16:52:05 Uhr (23 Kommentare).

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Streitthema: Rauchen

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Sucht Engherzigkeit Zwietracht Gesundheit Partnerschaft Brilon

Ich (w/28) bin seit vielen Jahren mit meinem Partner verheiratet. Seit ich ihn kenne, raucht er. Zwar hat er nur bei der Arbeit am Tag 2-3 Zigaretten geraucht, aber auch das störte mich extrem, da er immer nach kaltem Rauch stank, wenn er nach Hause kam. An sich bin ich sowieso eine Verfechterin gegen das Rauchen, da ich keine Vorteile daran erkennen kann. Aber das ist ja allgemein bekannt. Vor ein paar Monaten hat mein Mann Schmerzen in der Brustgegend bekommen. Er war beim Kardiologen, beim Pneumologen, aber es wurde nichts gefunden. Seitdem er diese Schmerzen hat, hat er mit dem Rauchen von einem Tag auf den anderen aufgehört, da er es jetzt doch mit der Angst zu tun bekam, dass es an seinem Konsum liegen könnte. Leider wissen wir immer noch nicht, woher die Schmerzen kommen, aber ich freue mich riesig darüber, dass er endlich mit dem Rauchen aufgehört hat. Es war ein ewiger Streitpunkt, der ungefähr alle drei Monate mal zwischen uns eskaliert ist. Es tut mir wirklich leid, dass mein Mann sich quält, aber ich bin auch einfach froh, dass wir über diesen Mist nicht mehr streiten.

Beichthaus.com Beichte #00033078 vom 17.04.2014 um 13:31:52 Uhr in Brilon (14 Kommentare).

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Die Liste meiner Männer

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Stolz Manie Maßlosigkeit Intim Schwanewede

Die Liste meiner Männer
Ich (w) habe einen Tick oder sogar eine kleine Leidenschaft, die ich von den Anfängen meines Sexlebens bis heute extrem ernst nehme. Bei den ersten Malen Sex mit verschiedenen Männern, kam mir plötzlich der Gedanke, Namen und Alter der Typen aufzuschreiben - einfach […]
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Beichthaus.com Beichte #00033077 vom 17.04.2014 um 06:41:31 Uhr in Schwanewede (41 Kommentare).

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