Ich bin keine verwöhnte Göre

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Stolz Arbeit Magdeburg

Ich (w/20) beichte, dass ich stolz bin eine Ausbildung gemacht zu haben, übernommen wurde und jetzt einen festen krisensicheren Arbeitsplatz und auch Altersvorsorge zu haben. Dagegen ist mein Onkel seit 10 Jahren arbeitslos und hatte mich einmal als verwöhnte Göre beschimpft, als ich dann den Kontakt abgebrochen habe, weil ich muss mich nicht von Leuten beschimpfen lassen, die faul, dumm und respektlos gegenüber fleißigen Leuten wie mich sind. Jetzt habe ich schon ein Jahr sehr gutes Geld verdient und fühle mich gut dabei.

Ich beichte also, dass ich generell Menschen verabscheue, die sich nie bemühen selbst mal einen vernünftigen Job zu bekommen. Ich hatte es auch nicht einfach, aber mich haben irgendwann meine Eltern bei der Ausbildungssuche unterstützt und darauf bin ich dankbar und stolz. Ich kann mir ein Auto leisten, bin kürzlich mit meinem Freund zusammen gezogen, werde in seiner Familie herzlich aufgenommen. All dies hätte ich nicht, wenn ich genauso wäre. Bin ich aber nicht. Denn meine Eltern haben immer gearbeitet und ich kenne es auch nicht anders. Der Onkel ist einfach nur faul und dumm und selbst schuld an seiner Lage. Zudem ist er auf mich neidisch und ich geniße das.

Beichthaus.com Beichte #00041309 vom 30.05.2018 um 11:09:56 Uhr in Magdeburg (39 Kommentare).

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Ein Beruf, der an die Grenzen geht

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Faulheit Verzweiflung Arbeit

Ich (m/27) beichte hiermit, dass ich die meiste Zeit meiner Arbeit vor dem PC verbringe, im Beichthaus lese und sonst irgendwo herumsurfe. Ich arbeite mit schwerst geschädigten Menschen (Intelligenzminderung, geschädigt aus dem Elternhaus oder psychische Behinderung), deren Verstand nicht mal eine kleine Kaffeetasse füllen würde. Ich habe früher sehr gern in diesem Beruf gearbeitet, doch seit ich diese Stelle vor circa 2,5 Jahren angetreten habe, ist mir viel von meiner Freude und meinem Elan in diesem Beruf vergangen.

Die Bewohner streiten sich dauernd wegen nichts und dann müssen wir immer den Scheiß schlichten. Wohl wissend, dass es Morgen genauso weiter geht. Die meisten Bewohner möchten sich vor dem Zimmer aufräumen und ihren Diensten drücken, verstopfen regelmäßig die Toiletten und sind generell hinterfotzig und falsch. Wir bekommen sehr oft extreme Fälle. weswegen wir auch öfters die Polizei im Hause haben. Die Leute rasten aus und schmeißen Geschirr oder Besteck durch die Gegend, schreien herum, beleidigen aufs gröbste und verlangen immer was. Ich mache so gut wie gar nix mehr für diese bestimmten Bewohner, da das Gehalt zum kotzen ist, wir keine Überstunden bezahlt bekommen und weil ein normaler Dienst bei mir circa 17 Stunden lang ist, wobei die Nachtbereitschaft nicht bezahlt wird. Wochenenden, an Feiertagen oder Brückentagen geht mein Dienst sogar 24 Stunden lang. Außerdem beichte ich, dass ich auch seit langem keine Freude mehr in meinem Leben habe. Ich wohne allein in einer Wohnung ohne Internet, habe alle meine Freunde und Bekannten für diese Stelle zurück gelassen und kann so gut wie gar nichts unternehmen, weil ich im hinterletzten Kaff wohne.

Ich fühle mich langsam ausgebrannt und leer und habe die Fantasie bestimmten Leuten eine Denk-Schelle zu verpassen, wenn diese mal wieder anfangen sich dumm aufzuführen. Versteht mich bitte nicht falsch, nur weil man behindert ist, heißt das nicht, dass man dumm ist. Im Gegenteil, diese Menschen haben manchmal eine emotionale Intelligenz wie sie vielen Leuten heutzutage fehlt oder eine Wärme an sich, die man selten findet. Ich schätze solche Menschen und habe diesen Beruf nicht ohne Grund gewählt. Das alles fehlt allerdings den 95 % der Bewohner, die hier wohnen. Ich hoffe, auf Absolution und Verständnis und natürlich auf bessere Bewohner mit denen das zusammenarbeiten natürlich wieder Spaß macht.

Beichthaus.com Beichte #00041300 vom 27.05.2018 um 11:52:40 Uhr (9 Kommentare).

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Traumberuf Busfahrer

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Engherzigkeit Arbeit Hamburg

Ich (m/47) habe als Busfahrer gearbeitet. Mittlerweile kann ich aus gesundheitlichen Gründen diesen Beruf nicht mehr ausüben und werde umgeschult. Während meiner Tätigkeit habe ich zwei Dinge getan, für die ich mich schäme. Uns wurde immer gesagt, dass wir in den Bussen (Gelenkbusse) Fahrräder nur transportieren sollen, wenn kein gleichzeitig kein Kinderwagen oder Rollstuhl im Bus steht. Theoretisch wäre ein Fahrrad und ein Rollstuhl/Kinderwagen vom Platz her kein Problem, aber es war eben wegen der Sicherheit (fällt das Fahrrad auf das andere Gefährt). Es ist allerdings eine Soll-Vorschrift, die Mitnahme von Fahrrädern darf der Fahrer selbst entscheiden. Und ich war sehr streng - Fahrräder durften nur mit, wenn kein Kinderwagen und kein Rollstuhl mit im Raum stand. Wurde einer hereingeschoben, musste der Radfahrer aussteigen.

In einem Fall hätte ich wahrscheinlich ein Auge zudrücken sollen. Es war ein Sommerabend und es gewitterte schon seit zwei Stunden, gepaart mit starkem Regen. Dadurch hatten auch die Busse Verspätung. Ein völlig durchnässtes junges Mädchen/junge Frau (Alter zwischen 16 und 20) mit Fahrrad wollte einsteigen. Ein Kinderwagen (Sportbuggy) stand bereits da, sonst war Platz. Ich meinte, dass ich sie leider nicht mitnehmen darf, es ist schon ein Kinderwagen im Bus. Sie stand kurz vorm Weinen und meinte, dass das jetzt schon der vierte Bus sei, in den sie nicht einsteigen darf. Und sie muss den Bus jetzt unbedingt nehmen, ihr kleiner Bruder wartet schon viel zu lange alleine zu Hause auf sie. Ich meinte, dass es mir leid tut, aber es nicht ginge. Dann sind ihr die Tränen gekommen, sie ist aufs Fahrrad gestiegen und bei Blitz, Donner und halber Sturmflut nach Hause gestrampelt.

Bei dem anderen Fall ging es um das Ticket. Ich fuhr den letzten Bus des Tages, der durch die ganzen Dörfer im Umland fährt. Es war spätabends - Spätherbst und finster. Eine junge Mutter mit Sohn (etwa 3 Jahre) wollte an einer entlegenen Haltestelle einsteigen. Sie zitterte mein Sprechen und meinte, dass sie ihr Portemonnaie bei einer Freundin vergessen hat. Darin sei ihr Geld und eben auch ihre Monatsfahrkarte, die sie aber gerne nachzeigen kann. Wieder pochte ich zu stark auf die Dienstvorschriften. Es tut mir leid, aber ich kann euch Beide nicht mitfahren lassen. Sie hat noch gebettelt, kämpfte mit den Tränen und meinte dann: Dann laufen wir jetzt 2 bis 3 Stunden nach Hause. Ich sah sie mit dem Kleinen auf dem Arm loslaufen. Es tat mir so leid. Aber ich hatte solche Angst, entlassen zu werden. Doch ich wurde wohl von einer höheren Macht bestraft: Bandscheibenvorfall. Den Beruf des Busfahrers kann ich nicht mehr ausüben. Nach dem Krankenhaus und der Reha werde ich jetzt für einen Bürojob umgeschult.

Beichthaus.com Beichte #00041266 vom 14.05.2018 um 15:23:49 Uhr in Hamburg (31 Kommentare).

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Die Prinzessin auf der Eichel

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Rache Arbeit Meschede

Ich (m/35) habe etwas zu beichten. Ich habe mit 22 Jahren neben meinem Studium in einer Videothek gearbeitet. Zum Ende meines Studiums ist das Verhältnis zwischen mir und meinem Chef viel schlechter geworden. Kurz darauf wurde ich gekündigt. Mein Studium war zwar so gut wie beendet und ich war auf das Geld nicht mehr angewiesen, aber das hat mich schon etwas geärgert. Ich wollte mich rächen. Als meine letzten Arbeitstage begonnen hatten, bin ich in die Pornoabteilung gegangen und habe mir die Verleihnummern der krassesten Filme aufgeschrieben. Es gab auch ein eigenes Regal in der Abteilung nur für Fetischfilme. Also hatte ich eine Menge Auswahl. Für die, die das Prinzip einer Videothek nicht mehr kennen, in der Regalen stehen nur leere Hüllen mit einer Nummer darin. Die CDs liegen vorne an der Rezeption. Beim Verleih kommt die CD dann wieder in die Hülle..so vermeidet man Diebstahl.

Immer wenn Leute gekommen sind, die sich extrem harmlose Filme wie Schnulzen oder Kinderfilme ausgeliehen haben, habe ich eine dieser Hardcore-Pornos in die Hüllen gepackt. Die Empörung der Kunden sowie meines Chefs war am nächsten Tag gewaltig. Ich durfte dann die letzten Tage Zuhause bleiben. Im Nachgang tut mir das echt leid. Ich habe damals nicht an die Folgen gedacht wenn Kinder Hardcore Pornos sehen. Da waren wirklich krasse Sachen bei.. Es tut mir wirklich leid.

Beichthaus.com Beichte #00041254 vom 08.05.2018 um 19:59:51 Uhr in Meschede (15 Kommentare).

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Arbeitsalltag einer Putzfrau

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Unreinlichkeit Trägheit Arbeit Werl

Ich (w/23) arbeite nebenbei als Putzfrau. Zu Arbeitsbeginn, bin ich meist sehr fleissig aber sobald die Hälfte geschafft ist, habe ich manchmal keinen Bock mehr. Da ich meistens alleine im Gebäude bin, fällt es ja auch nicht auf, wenn ich die Regeln nicht mehr einhalte und da schludere ich dann meistens immer rum. Zum Beispiel bin ich zu faul die Lappen zu wechseln nachdem ich das Klo geputzt habe. Ich wische also die gesamten Oberflächen mit einem einzigen Lappen ab. Sogar an den Türgriffen und an den Lichtschaltern verteile ich die Kackekeime. Den Müll trenne ich grundsätzlich nicht. Einmal habe ich sogar versehentlich einen sack mit benutzten Möppen drin mit einem Müllsack verwechselt und ihn weggeworfen. Außerdem lasse ich massenhaft Utensilien mitgehen. Nichts was nicht niet- und nagelfest ist, ist vor mir sicher. Manchmal bin ich auch zu faul, den Staubsauger mit bis ans andere Gebäude zu nehmen, weil ich dort nur einen einzigen Teppich absaugen muss, was ich grundsätzlich nur dann mache, wenn ich sehe, dass er dreckig ist. Den dreck und die gesamten Flusenhaufen sammle ich dann immer auf und stecke sie in herumhängende Taschen an der Garderobe neben dem Teppich. Ich weiss, dass das nicht gerade rücksichtsvoll von mir ist, aber das Gute ist, dass ich Handschuhe trage und die Gegenstände dort nicht benutzen muss.

Beichthaus.com Beichte #00041246 vom 06.05.2018 um 22:27:39 Uhr in Werl (12 Kommentare).

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