Der kleine Magnus

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Peinlichkeit Faulheit Dummheit Arbeit Schamlosigkeit Mainufer

Gestern ist mir etwas Peinliches passiert. Ich war im Büro auf der Toilette und habe auf dem Pissoir eine Stange Wasser weggebracht. Während es lief merkte ich, dass ich wohl noch etwas Größeres wegbringen muss. Weil ich zu faul war alles wieder ordnungsgemäß einzupacken, lief ich mit meinem kleinen Magnus in der Hand zur Kabine. Just in dem Augenblick kam mein neuer Abteilungsleiter zur Tür hinein.
Am Freitag ist das erste Mitarbeitergespräch und ich wäre am liebsten krank.

Beichthaus.com Beichte #00029325 vom 31.08.2011 um 12:29:38 Uhr in Mainufer (Frankfurt) (21 Kommentare).

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Ich habe meinen Freund umgebracht

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Dummheit Morallosigkeit Telefon Krefeld

Als wir Jugendliche waren, gab es noch nicht die Telefone mit Rufnummernübertragung. Wenn meine Schwester und ich allein zu Hause waren und uns langweilten, riefen wir daher eine x-beliebige Nummer an und sagten mit emotionsloser Stimme in den Hörer: "Ich habe meinen Freund umgebracht. Ich springe jetzt vom Balkon. Ich musste es jemandem sagen." Dann legten wir einfach auf, noch ehe der Gesprächspartner etwas dazu sagen konnte. Heute schäme ich mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00029323 vom 30.08.2011 um 15:49:25 Uhr in Krefeld (19 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Bildungsmaßnahme

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Faulheit Trägheit Arbeit

Ich hocke hier gerade in einer sogenannten Bildungsmaßnahme, kurz, ich soll 100 Prozent der Zeit Bewerbungen schreiben obwohl es eigentlich keine Stellen in meinem Interessengebiet mehr gibt, und mich dabei 0 Prozent weiterbilden, und das ganze auf Computern, die schon mit dem puren Betriebssystem derart überfordert sind, dass man beim Schreiben am Ende des Satzes auf dem Bildschirm noch anschauen kann, wie sich die Buchstaben vollkommen verspätet selbst eingeben. Und weil man unter diesen Bedingungen wohl kaum eine Bewerbung raus kriegt, so beichte ich hier, hänge ich die ganze Zeit auf Beichthaus und einem eigentlich gesperrten Facebook rum und mokiere mich nebenbei über diese Schrottmühle, die sich PC schimpft!

Beichthaus.com Beichte #00029321 vom 30.08.2011 um 10:09:52 Uhr (31 Kommentare).

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Nach dem Fleiß kam die Faulheit

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Faulheit Trägheit Trunksucht Arbeit Bielefeld

Ich habe eine Firma, die gut läuft. Das ist noch nicht lange so, und der Anfang war echt die Hölle, über Jahre hinaus. 100 Stunden-Wochen (sogar Weihnachten habe ich gearbeitet!), überhaupt keine Kohle, ich wusste ja teilweise gar nicht, wie ich unsere Miete und das Brot für meine Familie kaufen sollte. Selbst 3 Euro war für mich sehr viel Geld, denn ich hatte es einfach nicht. 3 Euro sind auch viel, wenn man sie nicht hat. Klingt vielleicht blöde, war aber so. Es gab Druck von allen Seiten: Meiner Frau, die nicht immer den Vermieter auf der Matte und endlich mal etwas Geld für Lebensmittel haben wollte, Lieferanten, die Kohle wollten, die ich nicht hatte, und Kunden, die Ware wollten, die ich nicht hatte, denn ich hatte ja keine Kohle, um Rohmaterial zu kaufen. War eine echt krasse Erfahrung, die über 3 1/2 Jahre ging.

Das habe ich getan, weil ich von meinem Erfolg überzeugt war. Ich hatte ein gutes Produkt, ein nahezu einzigartiges Konzept, dazu einen guten Preis und einen großen Markt. Jedenfalls läuft es mittlerweile ganz gut. Bin schuldenfrei, arbeite kaum mehr, habe mehr Geld in der Tasche als andere Leute im Monat verdienen und habe super Mitarbeiter, auf die ich mich absolut verlassen kann. Meine Beichte ist die: Ich arbeite kaum. Saufe sehr viel. Und lasse meine Leute arbeiten. Und daher fühle ich mich schlecht. Gut, ich zahle Übertarif und wir haben ein unglaublich gutes Betriebsklima, was mir wichtig ist. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, und das gelingt mir; Die Auftragsbücher sind brettvoll, und wir sind einfach sehr gut aufgestellt. Aber ich fühle mich einfach schlecht. Eine Kiste Bier hält gerade mal 3 Tage. Seit Jahren. Irgendwie ist das nicht richtig. Ich fühle mich so leer und ausgebrannt. Ich bin nicht reich an Geld, habe aber keine Geldsorgen, sondern ein Guthaben. Dazu habe ich Kinder und eine Frau, die man sich besser nicht wünschen kann. Nur ich fühle mich so falsch, leer und unsinnig. Werde nicht mehr gebraucht, noch nutze ich etwas.

Beichthaus.com Beichte #00029319 vom 29.08.2011 um 20:04:45 Uhr in Bielefeld (Seidenstickerstr.) (29 Kommentare).

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“Beichte

Meine Angst zu ertrinken

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Feigheit Verzweiflung Peinlichkeit

Es gibt eine Sache, die ich (m/25) auf den Tod nicht ausstehen kann: Schwimmen! Ich kann zwar schwimmen, aber habe seit ich denken kann große Angst, zu ertrinken. Auf dem Land halte ich Anstrengungen gut aus, auch wenn ich keine allzu große Sportskanone bin. Aber im Wasser erschöpfe ich sehr schnell. Daher bin ich in der Schule im Schwimmunterricht auch immer an der Außenbahn geschwommen, um mich bei Bedarf festhalten zu können. Den Bedarf gab es eigentlich immer. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie von einem Sprungbrett ins Wasser gehüpft und noch nicht einmal von der Kante des Beckens. Auch habe ich in der Grundschule mein "Seepferdchen" nicht bestanden, weil ich nicht tauchen konnte. Kurzum: Es graut mir vorm Schwimmen! In meiner Freizeit habe ich es bislang immer geschafft, mich vor Schwimmbädern zu drücken und niemand weiß davon, dass in mir Panik aufkommt, wenn ich vor einem Schimmbecken stehe. Seit meiner Schulzeit war ich in keinem Schwimmbad mehr. Doch diesen Monat kam es zu einem verhängnisvollen Vorfall. Ich war mit Freunden im Urlaub und sie wollten an einen großen See (mit Schiffsverkehr!) zum Baden gehen. Ich ging mit, weil ich ja schlecht sagen konnte, dass ich Angst habe. Doch als ich den riesigen See sah und die Wellen der Schiffe, war es bei mir aus. Es waren hunderte Leute an diesem See und zahlreiche davon waren im Wasser, viele waren extrem jünger als ich. Um mir nichts anmerken zu lassen, lief ich in Badehose gemeinsam mit meinen Freunden bis zum Steg, von dem aus man ins Wasser gelangte. Wir standen an der Kante, meine Freunde sind ins Wasser gesprungen. Ich wollte, aber konnte nicht. Die Angst war zu groß. Ich sagte meinen Freunden, mir ginge es nicht so gut und ich könne deshalb lieber doch nicht ins Wasser. Leider haben alle Leute auf dem Steg mitbekommen, dass ich Angst hatte, ich bin wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her gelaufen und habe mir eine Ausrede überlegt, die dann letztendlich wohl doch nicht so überzeugend war. Ich bin dann zurück zu unserem Platz auf der Liegewiese und habe auf meine Freunde gewartet. Unterdessen stiegen ein paar ortsansässige Männer aus dem Wasser. Als sie an mir vorbei liefen sagte einer: "Das ist doch der, der sich nicht getraut hat!" Daraufhin haben alle drei gelacht und liefen weiter. Ich wäre so gerne im Boden versunken. Das war so peinlich, einfach furchtbar. Kein Wunder, wenn man sich mit 25 nicht ins Wasser traut. Zum Glück kannte mich niemand und der See ist mehrere Autostunden von meinem Wohnort weg. Meine Freunde haben nicht mehr darüber gesprochen, ihnen war es wohl auch peinlich genug. Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00029316 vom 28.08.2011 um 17:03:52 Uhr (21 Kommentare).

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