Mein Alltag beim mobilen Pflegedienst
Beichthaus.com Beichte #00040390 vom 30.09.2017 um 14:53:06 Uhr in Stuttgart (11 Kommentare).
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Beichthaus.com Beichte #00039799 vom 28.05.2017 um 21:02:53 Uhr in 69168 Wiesloch (Schillerstraße) (40 Kommentare).
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1) Bei komplizierten, ekelerregenden Pflegefällen, gerade bei massiv dementen Menschen, denke ich mir immer nur "wieso kannst Du nicht einfach sterben". Wenn die Patienten dann mal sterben, bin ich ehrlich gesagt froh, da nicht mehr hin zu müssen und bin froh eine entspanntere Pflegetour zu haben.
2) Viele meiner Kolleginnen zögern immer wieder, beispielsweise bei steigendem Fieber oder einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Patienten einen Arzt oder RTW zu rufen. Das hat einen guten Grund - wenn jemand Altes mit multiplen Gebrechen und Krankheiten mal ins Krankenhaus verwiesen wird, kommen sie oft nie wieder zurück. Ich persönlich habe kein Problem damit und rufe stets sofort einen Arzt an - an sich mache ich ja nichts falsch. Oftmals ist die medikamentöse Behandlung des Hausarztes sowieso massiv infrage zu stellen. Wenn die Menschen dann doch wieder heimkommen, sind sie durch das Krankenhaus medikamentös viel besser eingestellt und ihnen geht es sichtlich besser. Die faulen Hausärzte (ich hasse sie) übernehmen stets, ohne Ausnahme, die Medikamentenpläne aus dem KH. Bitte nicht falsch verstehen - ich pflege die Menschen dennoch auf hohen fachlichen Niveau und sehr gewissenhaft. Ich würde niemals die noch vorhandene Gesundheit eines Patienten gefährden. Aber alles andere geht mir quasi am Arsch vorbei. Ich habe nur manchmal ein schlechtes Gewissen, aber nur weil meine Freundin sagt, ich sei herzlos.
3) Da ich ein männlicher Pfleger bin, gehen mir die weiblichen Kundinnen, welche keinen Mann als Pfleger wollen - aus welchen Gründen auch immer - massiv auf den Sack. Meine Chefin ist offensichtlich zu dumm, um diese Kundinnen mir nicht zuzuteilen und mir ist es zu blöd, diese mit meinen Kolleginnen zu tauschen. Angesprochen habe ich das Problem schon oft - interessiert nur keinen. Ich marschiere einfach hin, lasse mich aus der Wohnung "rausschmeissen", dokumentiere "Pflege abgelehnt" und chille dann beim Bäcker bei einem gemütlichen Kaffee. Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht. Meiner Meinung ist Pflege geschlechtsneutral. Wer wirklich Hilfe will, lässt sich auch helfen.