Der Nervenkitzel beim Graffiti-Sprühen

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Vandalismus Waghalsigkeit Morallosigkeit Stuttgart

Ich (m) sprühe gelegentlich Graffitis, meist auf legalen Flächen und nie auf Wohnhäusern oder Ähnlichem. Dabei bin ich, seit ich beim ersten Mal fast erwischt wurde, vorsichtig. Es macht mir einfach großen Spaß und ich gebe mir auch große Mühe dabei, die Flächen, welche sich meist in unbefahrenen Tunneln befinden, wirklich schöner zu gestalten. Neulich habe ich eine U-Bahn gesehen, die unbewacht herumstand. Seitdem juckt es in meinen Fingern einen sogenannten Wholetrain durchzuziehen, obwohl ich nicht glaube, dass ich damit durchkomme. Aber ich kann wahrscheinlich nicht ewig widerstehen, auch wenn ich es versuchen werde, da ich der Meinung bin, dass es falsch ist.

Beichthaus.com Beichte #00039639 vom 18.04.2017 um 12:34:48 Uhr in Stuttgart (11 Kommentare).

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Streit in meiner Band

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Zorn Vandalismus Kollegen Berlin

Ich spiele nun seit vier Jahren in einer Band Gitarre. Dazu gesellen sich ein Bassist und ein Schlagzeuger. Der Bassist war in den Anfangszeiten der Band ein sympathischer Kerl. Inzwischen ist er ein narzisstisches Arschloch geworden. Man kann mit ihm keine normalen Unterhaltungen mehr führen, da er hauptsächlich Monologe von sich gibt und auf die Einwände des Gegenübers nicht eingeht. Ich habe immer das Gefühl ich rede gegen eine Wand, da er nicht auf mich eingeht. Er fragt nie wie es mir geht oder was ich so mache. Es geht immer nur um ihn. Natürlich ist er in seinen Augen der beste Bassist und seine Effektgeräte sind natürlich auch das Beste vom Besten. Alles andere ist in seinen Augen scheiße. Nur was er als gut empfindet, ist das einzig Wahre.

Seit er einen Vorkurs für die Musikhochschule absolviert, ist er noch unerträglicher geworden. Er befindet sich inzwischen musikalisch auf einem höheren Niveau als ich. Das hat dazu geführt, dass er alles, was ich spiele, scheiße findet. Wenn ich irgendwelche Ideen für ein Lied mitbringe, dann motzt er nur, wie schlecht die Idee sei. Eigene Ideen bringt er selten mal mit. Mittlerweile spiele ich zu Hause nicht mehr Gitarre, da ich den Spaß daran verloren habe. Das Gitarrenspielen war für mich eigentlich immer eine Leidenschaft, die er mir nun kaputtgemacht hat durch seine Negativität. Aus Zorn ihm gegenüber habe ich angefangen, seine Sachen zu manipulieren. Ich habe beispielsweise die Saiten seines Basses angeritzt, damit sie beim Spielen schneller reißen. Auch habe ich einmal die noch vollen Batterien in seinen Effektgeräten durch leere ersetzt. Er besitzt eine Brille, die er einmal in unserem Proberaum vergaß. Die Chance nutzte ich. Ich versteckte die Brille in unserem Proberaum so gut, dass er sie einen Monat lang nicht mehr gefunden hat. Ein anderes Mal war ich so dreist und habe die Sicherung seines Verstärkers kaputtgemacht. Nur ist so eine Sicherung leider nicht besonders teuer.

Durch so viele kleine Taten, die zu seinem Leid sind, verschaffe ich mir Genugtuung. Ich weiß, dass das falsch ist. Vor allem habe ich mich von meinem Zorn leiten lassen. Ich werde dem ein Ende setzen, da ich beschlossen habe, die Band zu verlassen, in der Hoffnung, dass ich die Leidenschaft am Gitarrenspielen wiederentdecke.

Beichthaus.com Beichte #00039611 vom 12.04.2017 um 08:17:46 Uhr in Berlin (7 Kommentare).

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Kartoffeln, Eier und Äpfel direkt vom Bauer

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Trunksucht Diebstahl Vandalismus Last Night Weilheim

Als ich 18 war, war ich (m/21) gerne mit meinem besten Freund in der Dorfdisco zwei Dörfer weiter. Natürlich haben wir uns jedes Mal dabei total abgeschossen. Naja, eines Abends, als wir uns mal wieder richtig abgeschossen hatten, ging uns plötzlich das Geld aus und wir wollten weiter trinken. Normal war es kein Problem anschreiben zu lassen und beim nächsten Mal zu bezahlen, da jeder jeden kannte. Aber wir wollten zu ihm nach Hause laufen und dort neues Geld holen. Unterwegs liefen wir im Nachbardorf an dem Selbstbedienungsstand eines örtlichen Landwirtes vorbei, an dem man sich die Äpfel, Eier und Kartoffeln wegnehmen konnte und das Geld in eine kleine Kasse werfen musste.

Natürlich basiert so etwas auf Vertrauen und solche Stände gab es bei uns auf dem Land viele und mit allen möglichen Waren der Bauern. Irgendwie kamen wir auf dem Rückweg auf die Idee, wir könnten ja die Kasse aufbrechen und das Geld auch noch nehmen. Gesagt, getan. Allerdings waren darin nur 6,80 Euro. Das machte uns so wütend, dass wir das Haus und den Traktor des Bauern mit den Eiern und Äpfeln beschmissen. In unserem Zustand fanden wir das natürlich total lustig. Nachdem die Eier allerdings verschossen waren und ich einen Apfel gegen ein Fenster warf, wachte der Bauer auf. Er schaute aus dem Fenster und mein Freund warf ihm eine Kartoffel mitten in die Visage. Wir schnappten uns dann jeder noch einen Sack Kartoffeln und einen Sack Äpfel, stießen den Tisch um und rannten weg. Unterwegs bewarfen wir andere Häuser mit Äpfeln und Kartoffeln und sind zurück in die Disco. Am nächsten Morgen tat mir die Sache total leid. Der Mann musste hart arbeiten, um die Sachen zusammenzubekommen, und wir haben sie ihm kaputtgemacht.

Auch das Haus wieder sauber zu machen hat wohl eine ganze Weile gedauert. Sogar die Polizei war da, um die Sache aufzunehmen. Ein paar Tage später sind wir nachts wieder still und heimlich zu dem Bauern gegangen. Jeder von uns hat 100 Euro von seinem Azubigehalt genommen und es in die neue Kasse geworfen. Einen anonymen Entschuldigungsbrief haben wir ihm natürlich auch noch geschrieben.

Beichthaus.com Beichte #00039476 vom 16.03.2017 um 01:11:07 Uhr in Weilheim (8 Kommentare).

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Besorgt es meiner Lehrerin!

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Vandalismus Zorn Rache Schule

Als ich in der achten Klasse war, habe ich etwas Dummes gemacht. Am Tag der Zeugnisausgabe war es üblich, dass die Lehrerin noch etwas zu uns sagte. Ich war nicht nervös, da ich mich in diesem Jahr besonders angestrengt hatte. Als ich nach vorne gebeten wurde, schüttelte mir die Alte meine Hand und sagte: “Dein Durchschnitt ist nicht gut“, dabei hatte ich nur eine vier und das in einem Nebenfach. Ich war ziemlich wütend - es kotzte mich an, weil ich ständig gelernt hatte und mich auch in fünf Fächern verbessern konnte. Ich war so wütend, dass ich meinen Ärger der ganzen arroganten Lehrerschaft mitteilen wollte.

Am letzten Ferientag schlich ich mich abends raus, in meinem Rucksack waren: Senf, eine Packung Eier und wasserfeste Stifte. Meine Schule war nur ein paar Minuten entfernt. Als ich da war, fing es auch schon an. Ich warf Eier an die Vordertüren, schmierte Senf an die Türgriffe und schrieb Beleidigungen gegen die Lehrer auf. Meine Schrift konnte ich leicht verändern, da ich dieses Mal in der Druckschrift geschrieben habe. Die Beleidigungen waren wirklich niveaulos, die harmloseste war wohl: "Frau M. ist untervögelt, besorgt es ihr" oder so ähnlich. Am nächsten Tag gab es einen großen Aufstand, die Lehrer suchten in jeder Klassenstufe nach dem Schuldigen. Drohten mit ernsthaften Konsequenzen, wenn derjenige sich nicht stellte. Ich hatte Angst, dass man mich erwischt, und traute mich kaum noch in die Schule. Gesagt habe ich nie etwas, habe aber mit anderen Mitschülern über mögliche Täter geredet, um nicht aufzufallen. Herausgekommen ist es nicht. Das Ganze ist jetzt viele Jahre her und ich komme mir wirklich blöd vor. Ich habe überreagiert und hätte den Spruch meiner Lehrerin einfach ignorieren sollen.

Beichthaus.com Beichte #00039334 vom 11.02.2017 um 22:19:52 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Auf Diebeszug in der Kaserne

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Diebstahl Vandalismus Freizeit Waldbröl

Ich habe in einer leer stehenden Kaserne alles mögliche geklaut. Es war im Sommer 2009, ich war arbeitslos und wartete schon das halbe Jahr auf den Beginn meiner bereits bewilligten beruflichen Reha. Kurz gesagt: Mir war extrem langweilig. Deshalb fuhr ich - wenn ich das Geld für Benzin hatte - oft ziellos durch die Gegend. Dabei entdeckte ich eines Tages durch Zufall die leer stehende und zum Abriss vorgesehene Kaserne. Schon bald fand ich ein Loch im Zaun und lief staunend über das verwilderte Gelände. Dabei wurde mir schnell klar, dass diese Gebäude dort völlig unbewacht herumstanden. Bei meiner ersten Erkundung trug ich noch leichte Sommerkleidung und hatte nur Sandalen an den Füßen, deshalb konnte ich mir nur einen oberflächlichen Eindruck verschaffen. Der reichte aber, um bald besser ausgerüstet zurückzukommen. Also mit langen Hosen, Sicherheitsschuhen, Taschenlampe und Handschuhen. So konnte ich dann auch die unbeleuchteten Innenräume und Kellergeschosse unter die Lupe nehmen. Dort fand ich die interessantesten Dinge - unter anderem Luftfilter für Bunkeranlagen, benutzte Übungshandgranaten, einen leider leeren Tresor, alte Bundeswehr-Akten, Möbel, Werkzeuge, historische Feuerlöscher und noch vieles mehr.

Anfangs nahm ich nur Kleinigkeiten wie die Übungshandgranaten mit. Doch dann zerbrach ich meinen Klodeckel. Ein neuer hätte mich über 60 Euro gekostet, zu dem Zeitpunkt sehr viel Geld viel für mich! Aber da fiel mir ein, dass ich in der Kaserne auf den Toiletten der Offiziersmesse sehr hochwertige und recht neue Klodeckel gesehen hatte. Also packte ich etwas Werkzeug ein, fuhr zu Kaserne und montierte mir dort einen Gratis-Klodeckel ab. Ein bisschen säubern, anschrauben und ich hatte wieder ein vollständiges Klo! Von da an ging ich regelmäßig dort auf Raubzug. Manchmal verbrachte ich ganze Tage dort. Ich erkundete die Gebäude immer genauer und fand vieles, das ich mir aneignete. Das waren unter anderem zwei Hakenleisten, die Schlüsselrosetten des Tresors, viele Warnschilder, eine explosionssichere Lampe aus Gusseisen, den allerletzten Kaffeelöffel aus der Messe, eine sehr große Pinnwand aus Massivholz und Kork, aber auch persönliche Sachen wie ein Plüschtier. Anderes ließ ich dort, wie etwa einen defekten Kopierer und alte Telefone. Wieder anderes zerstörte ich, um meinen Frust abzubauen, dabei zerschlug ich jedes noch auffindbare Stück Porzellan, trat Türen ein oder zertrümmerte sie mit einer Axt. Mehrere Stunden lang klopfte ich mich nur zum Spaß durch die Betonwand einer Garage.

Irgendwann merkte ich, dass ich dort nicht der Einzige war, der auf Beutezug ging, denn in der Garage lagen jede Menge Gitterzaun-Elemente, die eines Tages komplett weg waren. So entgingen mir leider auch ein paar schöne Dinge wie z. B. eine Zapfpistole, die Feuerlöscher und die Leitwerk-Flosse einer Pershing-I-Rakete. Ich bereue es nicht, so viele Sachen geklaut oder zerstört zu haben, denn es wäre sowieso alles vernichtet worden. Aus meiner Sicht habe ich die (rettenswerten) Sachen gerettet, um sie weiter zu benutzen. Profit habe ich keinen aus der Sache geschlagen. Eher habe ich noch Zeit in die Sachen investiert um sie zu renovieren, vor allem bei der Hakenleiste, der Lampe und der Pinnwand habe ich mir echt Mühe gegeben. Würde sich mir eine solche Gelegenheit noch einmal bieten, ich würde wieder so handeln.

Beichthaus.com Beichte #00039303 vom 03.02.2017 um 00:27:40 Uhr in 51545 Waldbröl (9 Kommentare).

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