Sport-Sucht aus Liebeskummer

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Sucht Manie Sport

Ich (w/20) war im Frühling 2011, wenige Monate vor den Abiprüfungen, zum ersten Mal so richtig heftig verliebt in einen Kerl, der damals auch Abiturient war und außerdem Teil meines Freundeskreises. Er war sich meiner Gefühle bewusst, sie schmeichelten ihm und er machte mir endlos viele Hoffnungen. Ich bin nicht gerade die Mutigste, aber ich hatte mir felsenfest vorgenommen, dass ich ihn fragen würde, ob er sich etwas Ernsteres mit mir vorstellen könnte, sobald wir unser Abi in der Tasche hätten. Meine Aussichten erschienen mir realistisch. Doch einen knappen Monat, bevor es ernst wurde mit den Abschlussprüfungen, hatte er wie aus dem Nichts eine neue Freundin. Das hatte mir dermaßen den Boden unter den Füßen weggerissen, dass ich eine Weile lang völlig kopflos durch die Gegend wandelte, wegen Nichtigkeiten in Tränen ausbrach und meine Mitmenschen in den Wahnsinn trieb. Ich bestand mein Abi, harrte die Abi-Reise, auf der er mit dabei war, regelrecht aus und brach danach den Kontakt zu ihm ab. Darüber geredet habe ich nie mit ihm.


Ich war der Überzeugung, dass meine Figur der Grund ist, warum er mich nicht wollte. Seine Freundin (mit der er übrigens noch zusammen ist), war groß und schlank, ich hingegen klein und pummelig. Auf meine 163 cm wog ich 70 kg. Ich brauchte dringend eine Veränderung. Nach den Sommerferien begann ich ein Praktikum in einem Büro. Aber das interessierte mich gar nicht und die Arbeit war langweilig. Von meinem ersten Lohn leistete ich mir ein sehr teures Fitnesscenter-Abonnement mit allen drum und dran, Fitness, Aerobic, Wellness und Indoor-Cycling. Von dem Moment an bestand mein Leben nur noch aus Sport und Kalorien. Mindestens 5 Mal in der Woche befand ich mich im Center. Ich trainierte gezielt meine Ausdauer, ging regelmäßig in den Kraftraum und nahm mehrmals wöchentlich an Zumba-Kursen teil. Anstatt wie geplant meinen Praktikumslohn für mein Studium zu sparen, verprasste ich mein ganzes Geld in meine Sportausrüstung, die inzwischen ziemlich groß ist. Bald war mir das Center alleine nicht mehr genug, also ging ich draußen laufen, nahm an Mountainbiketouren in Gruppen teil und verabredete mich mit Leuten aus dem Center zum schwimmen. In meiner Manie verlor ich einige, gute Freunde von mir, die sich nicht mehr mit meinem neuen Lebensstil identifizieren konnten. Jetzt, gut ein Jahr später, komme ich langsam wieder zu mir. Inzwischen wiege ich noch 59 kg. Zwar fühle ich mich sehr viel wohler und sehe meine Figur nun nicht mehr als Problem an, aber dennoch bin ich geschockt, wenn ich überlege, wie sehr ich mich in den Sport reingesteigert habe. Manchmal scheint es mir so, als wäre mein Leben die letzten Monate nur so an mir vorbei gezogen und ich fühle mich ständig, als ob ich ein grundlegendes Problem, das ich mit mir selber habe, noch gar nie angegangen bin. Jedenfalls habe ich vor gut einem Monat diesen Jungen (ihn einen Mann zu nennen erscheint mir einfach nicht angebracht) zufälligerweise in der Stadt getroffen und er hat mich erst nicht erkannt, realisierte dann aber, dass es sich um mich handelt und hat ein wenig mit mir geplaudert. Ich hab mich ihm gegenüber bewusst desinteressiert und kurz angebunden gegeben, habe dennoch freundlich gelächelt und die Selbstbewusste gemimt und bin bald weitergezogen. Zuhause habe ich dann zum ersten Mal seit langem wieder stundenlang geweint. Einen Tag später habe ich von einem guten Freund, der mit ihm Fußball spielt, erfahren, dass er gesagt hätte, er fände es unglaublich, dass ich auf einmal so gut aussehe.
Ich möchte hiermit beichten, dass ich ohne diese Liebeskrankheit vermutlich niemals diese unglaubliche, vor allem auch körperliche Motivation zur Veränderung hätte aufbringen können, dass ich mich ein ganzes Jahr abgekrampft habe, nur für dieses winzig kleine Erfolgserlebnis und dass ich, obwohl es mir irgendwo lächerlich vorkommt, ihm auch sehr, sehr dankbar bin. Nächste Woche werde ich in eine andere Stadt ziehen, wo mein Studium beginnt. Das Fitness-Abo habe ich diesen Monat um ein weiteres Jahr verlängert.

Beichthaus.com Beichte #00030258 vom 09.09.2012 um 21:12:26 Uhr (37 Kommentare).

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Mein kleines Kunstwerk

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Lügen Familie Weihnachten

Mein kleines Kunstwerk
Es war Weihnachten 2011, der 23.12, Sachen mussten gepackt werden, Dinge auf den letzten Drücker noch besorgt werden um dann im Feiertagsverkehr 250km zur Familie zu tuckern. Mit Kind damals 2 etwas stressig, da mein Mann den Tag noch arbeiten musste. Soweit so gut, Geschenke für die Familie wurden liebevoll verpackt. Meiner Tochter schlug ich vor doch ein schönes Bild für Oma und Opa zu malen. Man kennt ja mit der Zeit die großelterliche Erwartung, wie schön es doch sei, ein selbst gemaltes Bild vom Enkelchen zu bekommen. Meine Schwiegereltern sind da etwas extrem. Leider hatte meine Tochter null Bock darauf. Also schnappte ich mir kurzerhand Buntstifte und Papier und kritzelte ein kleines buntes Kunstwerk aus Strichen. Zusammengerollt, Schleifchen drum, Fertig. Die Freude unterm Weihnachtsbaum war groß, wie toll das Bild doch sei, bla bla bla. Dieses Kunstwerk hängt nun seit Weihnachten 2011 schön eingerahmt bei meinen Schwiegereltern im Esszimmer. Bei jedem Besuch sitze ich mit einem kleinen Schmunzeln im Gesicht da, und genieße mein kleines Kunstwerk.

Beichthaus.com Beichte #00030256 vom 08.09.2012 um 13:14:53 Uhr (29 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Zahnbürste, Tagebuch und Nudelsalat

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Neugier Masturbation Ekel Fetisch WG

Zahnbürste, Tagebuch und Nudelsalat
Ich möchte beichten, dass ich während dem Studium öfters mal meine Mitbewohnerin zu Masturbationszwecken missbraucht habe. Ich wohnte mit ihr alleine in einer Zwei-Personen-WG. Sie ist ein Jahr jünger als ich und hat zwar nicht unbedingt das hübscheste Gesicht, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030251 vom 07.09.2012 um 08:07:05 Uhr (69 Kommentare).

Gebeichtet von marthacharly
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Zerr-Aktion mit meinem Kumpel

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Masturbation Peinlichkeit Selbstverletzung Intim Gesundheit

Als pubertierender Teenie habe ich mal mit einem Freund Doktorspielchen gespielt. Das Ganze entwickelte sich zu einer ziemlich exzessiven Session, in deren Verlauf wir irgendwie auf die Idee kamen, uns gegenseitig unsere noch recht engen Vorhäute wie in Ekstase immer […]
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Beichthaus.com Beichte #00030250 vom 07.09.2012 um 07:53:22 Uhr (18 Kommentare).

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Die unwichtige Prüfbehörde

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Faulheit Trägheit Arbeit

Ich arbeite in einer großen Prüfbehörde. Wir prüfen bestimmte Sachverhalte, schreiben Berichte darüber. Tatsächlich arbeite ich etwa fünf Prozent meiner Arbeitszeit. Das liegt an zwei Dingen. Zum einen haben wir eine grauenhafte Organisation mit untereinander verfeindeten Abteilungsleitern, was immer wieder zu wochenlangem Leerlauf führt. Einfach deswegen, weil die Berichte, die wir abgeben, bei unseren Chefs erst mal ewig liegen, bevor wir sie zurück bekommen. Wenn diese Berichte nicht ganz verschwinden, weil sie den Oberen politisch nicht in den Kram passen. Zum anderen deswegen, weil es vollkommen unwichtig ist, was wir tun. Wenn es uns nicht gäbe, würde es keiner bemerken. Aufwand und Nutzen stehen in überhaupt keinem Verhältnis. Also arbeite ich - wie alle hier - sehr langsam. Denn warum sich anstrengen, wenn es ohnehin keinen interessiert? Am Anfang war ich wesentlich aktiver, habe aber schnell gemerkt, dass man sich nur unbeliebt macht, wenn man schneller arbeitet als der Rest. Also habe ich mich angepasst. Lese Zeitung, surfe im Internet, erledige meine privaten Sachen. Ich bin über diese Situation nicht glücklich, aber irgendwo muss ja die Kohle herkommen. Und andere Stellen werden derzeit praktisch kaum ausgeschrieben.

Beichthaus.com Beichte #00030249 vom 06.09.2012 um 20:08:15 Uhr (22 Kommentare).

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