Ich bin auch Jüdin

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Falschheit Lügen Begehrlichkeit Studentenleben USA

Vor circa einem Jahr war ich für ein Studienjahr in den USA. Zwei Tage bevor ich wieder nach Deutschland zurück geflogen bin, habe ich auf einer Party einen Typen kennengelernt. Er ist mir vorher schon aufgefallen - richtig gut aussehend, etwas schüchtern und schlank. Wie es sich herausstellte, ist er Jude. Da ich mich mit Religionen gut auskenne, habe ich ihm weiß gemacht, ich sei auch Jüdin. Und so sind wir ins Gespräch gekommen. Wir haben den ganzen Abend gequatscht. Meine Freundinnen haben schon immer geschaut und anzüglich gegrinst, uns aber in Ruhe gelassen. Schließlich haben wir beide beschlossen noch woanders hinzugehen und sind einfach von der Party abgehauen und ziellos übers Campusgelände gestreift, haben Händchen gehalten und uns geküsst. Ich bin einfach mit zu ihm gegangen und habe mit ihm geschlafen. Es war so schön, der ganze Abend und der Sex und überhaupt. Aber ich musste ja wieder weg und so habe ich ihn wieder angelogen, ihm eine falsche Telefonnummer da gelassen und bin nach Hause. Als ich dann abreisen musste, habe ich tatsächlich geheult und kurz überlegt, eine Freundin zu beauftragen, ihn aufzusuchen, ihm die Wahrheit zu sagen und meine richtige Adresse zu geben. Aber ich habe mich geschämt, weil ich ihn erstens wegen meiner Herkunft bzw. Religion belogen habe und zweitens gleich am ersten Abend mit ihm ins Bett gegangen bin. Also habe ich es gelassen. Ich bereue bis heute. Seit 3 Monaten habe ich einen Freund. Er sieht meinem US-Juden sehr ähnlich aus. Und wenn ich mit ihm schlafe, denke ich manchmal an den anderen. Irgendwie krank.

Beichthaus.com Beichte #00030236 vom 31.08.2012 um 18:52:49 Uhr in USA (Fullerton, CA) (19 Kommentare).

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Früher war alles besser

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Hass Dummheit Politik Familie Baden-Baden

Ich hasse es wenn z.B. mein Vater wieder einmal damit anfängt, darüber zu reden wie es mit Deutschland doch bergab gehe und das wir in zehn Jahren alle die Kleider für Chinesen nähen. Es regt mich aber auch bei anderen, meist älteren Leuten auf, die erzählen wie […]
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Beichthaus.com Beichte #00030170 vom 15.08.2012 um 10:13:07 Uhr in 76530 Baden-Baden (Luisenstraße) (31 Kommentare).

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“Beichte

Das lebende Klischee der doofen Blondine

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Engherzigkeit Dummheit Partnerschaft

Ich (m) beichte das ich nur noch aus Bequemlichkeit mit meiner Freundin zusammen bin und schon nach einer Neuen Ausschau halte. Für meine Freundin scheint es jedoch die große Liebe zu sein, daher werde ich ihr wohl bald das Herz brechen. Ich frag mich echt wieso ich mich damals auf sie eingelassen habe. Die Hormone müssen mir das Hirn vernebelt haben. Sie sieht ja auch echt geil aus. Lange blonde Haare, vollbusig, knackige Figur. Aber nach kurzer Zeit stellte ich fest: sie ist dumm wie Toastbrot.
Das schlimmste ist ja nicht mal das sie die Hauptschule gerade so geschafft hat oder ihre Friseurausbildung vermasselt hat weil sie dreimal durch die schriftliche Prüfung gerasselt ist. Ich selbst hab auch nicht studiert, sondern nur durchschnittlichen Realschulabschluss und Ausbildung. Aber sie weiß einfachste Dinge nicht. Wenn sie auf einer Weltkarte Deutschland suchen soll überfordert sie das schon. Diskussionen über aktuelle Themen sind nicht möglich, weil sie sich damit nicht auskennt und auch kein Interesse daran hat. Für sie existiert nichts außerhalb ihrer kleinen Welt, die nur aus Klamotten, Haare, Handy, Schuhe und Schminke besteht. Sie ist das lebende Klischee der doofen Blondine.
Meine Freunde machen sich inzwischen ständig über mich lustig. Am Anfang waren sie noch neidisch das ich so eine scharfe Schnecke zur Freundin habe, allerdings nicht lange. Sie verarschen meine Freundin ständig, was diese aber nicht merkt, da sie auch Ironie oder Sarkasmus nicht versteht.
Gut das meine Eltern weiter weg wohnen, die würden wahrscheinlich an sich selbst zweifeln oder mich enterben wenn ich ihnen diese dumme Nuss als potentielle Schwiegertochter vorstellen würde. Ihre Familie durfte ich dagegen schon kennen lernen. Kein Wunder das sie so geworden ist. Ihre Familie ist wie die Familien aus diesen bescheuerten Reality-Sendungen. Alle arbeitslos, die Eltern sitzen den ganzen Tag rauchend und saufend vorm Fernseher, der Bruder baut ständig Scheiße und jedes zweite Wort von ihm ist "Yo Alda". Jetzt fragt ihr euch sicher warum ich dann nicht mit ihr Schluss mache? Ganz einfach, weil es bequemer ist. Sie putzt ungefragt meine Wohnung, wäscht meine Wäsche und wenn ich von der Arbeit heimkomme gibt es Essen, zwar hauptsächlich Fertigzeugs, aber besser als nichts. Außerdem, dumm f**** ja bekanntlich gut und das kann ich bestätigen, sie ist im Bett ein richtig versautes Luder. Ich beichte hiermit, dass ich die Dummheit meiner Freundin aus Bequemlichkeit eiskalt ausnutze und sie abschießen werde, wenn ich eine Neue finde.

Beichthaus.com Beichte #00030160 vom 11.08.2012 um 01:02:56 Uhr (54 Kommentare).

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Geruch in der Bikinizone

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Peinlichkeit Dummheit Ekel Gesundheit Intim

Heute ist mir das Merkwürdigste in meinem Leben passiert und ich begreife immer noch nicht die genauen Umstände. Aber erst mal zur Vorgeschichte: Ich hatte schon seit dem Urlaub Beschwerden, weil ich (w) ständig einen merkwürdig unangenehmen Geruch in meiner Bikinizone […]
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Beichthaus.com Beichte #00030140 vom 05.08.2012 um 08:46:53 Uhr (53 Kommentare).

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“Folge

Jeder ist seines Glückes Schmied

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Ungerechtigkeit Zwietracht Schule

Als ich noch in der Grundschule war, war in unserer Klasse ein Junge ausländischer Herkunft. Er war wohl erst kürzlich nach Deutschland gezogen und konnte die Sprache so irgendwie reden. Er war jedoch sehr arm. Um mal ein Beispiel zu nennen, er trug ein T-Shirt etwa eine Woche, dann kam das andere. Ebenso hatten seine Klamotten die besten Tage hinter sich, sie waren verwaschen und ausgeleiert, jedoch immer sauber und anständig. Auch hat er sich nie bei Schulausflügen, welche extra Geld kosten beteiligt und nie irgend einen Luxus z.B. Essen in der Cafeteria oder Snacks am Automaten gegönnt, weil er es sich nicht leisten konnte. Hinzu kommt noch, dass er ziemlich pummelig war und zu allem Übel sehr schüchtern und dementsprechend keine Freunde hatte. Schlimmer noch, er wurde regelmäßig verarscht, seine Sachen (Schuhe, Turnsäckchen, Bücher, Stifte, Lineal) wurden von Mitschülern oft geklaut, versteckt, kaputt gemacht oder er wurde auch mal erpresst. Als Gruppenarbeiten in der Schule angesagt waren, wollte niemand mit ihm zusammenarbeiten.


Er saß alleine in der letzten Ecke des Raumes und alle anderen an Gruppentischen. In den Pausen durfte er bei keinem der Gesellschaftsspiele oder Sportspiele mitspielen. Alle Tage wieder stand er im Mittelpunkt des allseits beliebten Schubskreises. Wenn er denn mal krank war, hat natürlich niemand seine Arbeitsblätter mitgenommen ebenso wollte ihn auch kaum einer die Hefteinträge auch vor Ort abschreiben lassen. Kaum zu glauben, wie grausam Kinder sein können und das in der Grundschule in einer ländlichen bayerisch konservativen Provinz. Heute würde man sagen, er wurde gemobbt, doch es war viel mehr als nur das.
Als er dann irgendwann weggezogen ist, glaubten die meisten Leute, vor allen Dingen seine Peiniger und diejenigen, die nichts dagegen getan haben, ebenso wenig die Lehrer Belegschaft oder der Werte Herr Rektor, vermutlich, aus diesem kleinen Wicht würde nichts werden, er ist ein hoffnungsloser Fall. Irgendwie schien diese Passivität mancher Lehrer sogar dahingegend umzuschlagen, dass ein paar sadistische Lehrer den armen auch damit aufzogen, dass er einen unaussprechlichen Namen Osteuropäischer Herkunft hat, sowie aus einem Land kam, wo der Krieg herrschte. Zum Beispiel wurde er vor der Klasse von einer älteren Lehrerin gefragt, wo er denn herkomme. Jugoslawien war die Antwort. Die Frau entgegnete mit Spott, dass es dieses Land seit 1991 nicht mehr gäbe und, dass dort "unten" sowieso nur Proleten und Kriegsverbrecher wohnen, welche sich gegenseitig die Köpfe einschlügen. Die Lehrerin und auch andere Lehrer stellten ihn auch bloß, indem sie immer wieder vor der Klasse sich nach den Jobs seiner Eltern erkundigten, welche um es hier mal absichtlich abwertend auszudrücken minderwertig waren. Seine Mutter arbeitete als Altenpflegerin und sein Vater für so ziemlich alles was der Arbeitsmarkt hergab. Das Geld reichte so eben zum Leben, jedoch mit den oben genannten Abstrichen.


Diese Liste könnte sich noch länger so fortführen lassen, aber um es auf den Punkt zu bringen, ihm wurde absolut nichts geschenkt, es wurde vielmehr versucht ihm auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung zu nehmen. Heute, knapp 20 Jahre später hat er ein Master Diplom in Betriebswirtschaft/Management und ist mit knapp 30 Jahren ziemlich weit oben an der Karriereleiter, er ist einer der Geschäftsführer einer Maschinenbau GmbH mit fast 700 Mitarbeitern und mehreren Standorten. In diesen vielen Jahren kämpfte er sich auch vom einfachen Büroarbeiter über den Posten des Abteilungsleiters und des Personalleiters hoch zu dem oben erwähnten. Natürlich war es eine Genugtuung als er mit dem Posten des Personalleiters, später als Geschäftsführer viele Bewerber persönlich interviewt und auch mal der eine oder andere bekannte "Kamerad" dabei war, diesen wurde dann auf der höchsten professionellen Ebene eine Absage erteilt. Er sprach die Bewerber nie darauf an, aber ihre Blicke verrieten, dass sie peinlich gerührt seien und obwohl sich ausnahmslos jeder absichtlich unwissend stellte, wussten doch beide, dass dies nicht so ist.
Nun wie kommt es dazu, dass ich die Geschichte mit all den Details so ausschweifend erzähle? Ganz einfach, ich bin dieser Mensch. Danke fürs Lesen und an alle Menschen da draußen in der weiten weiten Welt, egal wie schwer das Leben ist, oder egal wie aussichtslos manche Situationen erscheinen, man muss sich einen Weg durchs Leben bahnen. Das was mich angetrieben hat durch die Jahre, war der Wunsch nach einem besseren Leben und nichts desto trotz ausgleichender Gerechtigkeit durch, wenn ihr so wollt eine höhere Instanz wie des vielfach zitierten Schicksals. Kopf Hoch und ab ins kalte Wasser, jeder ist seines Glückes Schmied.

Beichthaus.com Beichte #00030138 vom 03.08.2012 um 10:02:36 Uhr (79 Kommentare).

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