Das Recht des Stärkeren

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Hochmut Kinder Sport Lambsheim

Früher traf ich mich regelmäßig nach der Schule mit meinen Kumpels zum Fußball auf einem kleinen Bolzplatz. Wir waren 14 bis 17, zu dieser Zeit war der Sport unser Zusammenhalt. Eltern, Schule, Zukunftsängste - das war alles ganz weit weg, wenn der Ball erst einmal rollte. Leider fanden wir eines Nachmittags zu unserem Missfallen ein paar kleine Kinder von knapp acht Jahren auf "unserem" Platz vor. Wir wollten ihnen gut zureden, aber sie waren frech und wollten den Platz nicht räumen. Also griffen wir zu radikalen Maßnahmen. Die Kids hatten Schokohörnchen dabei - mein bester Freund nahm sie ihnen weg und ich habe sie dann genüsslich gegessen. Ein anderer Teamkamerad nahm den Ball der Rasselbande und schoss ihn so weit weg, wie er konnte. Ihre Räder wurden schließlich in einem Bewässerungsgraben entsorgt, der mit einer stinkenden, abgestandenen Brühe gefüllt war. Die Kinder liefen flennend davon und wir spielten, wie üblich, auf unserem Platz. Das war sicher nicht besonders nett, aber auf so einem kleinen Dorfplatz gilt eben das Recht des Stärkeren. Auch wir mussten das früher erfahren, als wir von älteren Teams verjagt wurden, uns eine Tracht Prügel angedroht wurde und wir manchmal auch eine Backpfeife bekamen. Irgendwann ist man dann selber groß und sitzt am längeren Hebel. Immerhin haben wir unser Ziel erreicht, ohne direkt Gewalt anzuwenden. Und die Kinder haben fürs Leben gelernt: dass man Respekt vor Älteren haben sollte... Und dass Hörnchen keine gute Sportlernahrung sind!

Beichthaus.com Beichte #00033893 vom 06.09.2014 um 11:36:01 Uhr in 67245 Lambsheim (Bollwerkstraße) (19 Kommentare).

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Der strebsame Deutsche

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Faulheit Trägheit Selbstsucht Arbeit

Ich (m/20) beichte, dass ich, auch wenn ich seit meinem 18. Lebensjahr alleine wohne, meinen Eltern immer noch Sorgen ohne Ende bereite. Der Grund dafür ist meine Faulheit. Ich sehe es einfach nicht ein, mich 40 Stunden pro Woche abzuarbeiten, um irgendeinem Firmenchef ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen. Stattdessen arbeite ich in verschiedenen Aushilfsjobs und das auch nur so viel, dass ich auf Hartz-IV Niveau komme. Wenn ich zu viel Geld verdient habe, nehme ich mir auch manchmal einen Monat davon frei. Ich bin damit vollkommen zufrieden und könnte auch den Rest meines Lebens so weitermachen. Meine Eltern sind jedoch das glatte Gegenteil davon. Mitte 50, Mutter mit Managerposten, Vater Informatiker, beide waren schon wegen Burn-out in einer Reha. Workaholics wie aus dem Bilderbuch. Aufgewachsen bin ich in relativem Reichtum, Spielzeug, das ich wollte, habe ich auch bekommen, Klamotten, Schulzeug und Ähnliches immer vom Feinsten. <br /> <br /> <br /> Nach bestandenem Abitur mit 2er Schnitt - für meine Eltern natürlich ein Unding, da ich dafür absolut nichts getan habe und es auch eigentlich 0,x sein sollte - fing ich mit besagten Aushilfsarbeiten und einer kleinen, eigenen Wohnung an. Dort musste ich erstmals in - nach deutschen Maßstäben - Armut leben und mir fiel auf, dass mich das kein bisschen störte. Ganz im Gegenteil, ich bin mit meinem Leben weitaus glücklicher als jemals zuvor. Meine Beichte ist also letztendlich, dass ich absolut nicht dem Stereotyp des strebsamen Deutschen entspreche und stattdessen lieber faul bin und sich meine Eltern wahrscheinlich noch am Todesbett fragen werden, was sie bei mir falsch gemacht haben.

Beichthaus.com Beichte #00033891 vom 06.09.2014 um 05:19:19 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Saftschubse zwischen asozialen Touristen

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Hass Zorn Dummheit Flug & Co.

Saftschubse zwischen asozialen Touristen
Ich überbrücke meine Zeit zwischen Abi und Studium damit, mir einen Arsch voll Geld als Flugbegleiterin zu verdienen. Die Airline ist ein günstiger Ferienflieger, daher haben wir meistens Pauschaltouristen an Bord, die für 250 Euro in den Urlaub fliegen und denken, […]
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Beichthaus.com Beichte #00033888 vom 05.09.2014 um 09:40:10 Uhr (21 Kommentare).

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Die Mehlpampe des Handwerkers

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Dummheit Feigheit Ungerechtigkeit Kinder Augsburg

Mein kleiner Bruder und ich sind ein Herz und eine Seele, wir halten immer zusammen, egal was passiert. Er ist der Einzige, bei dem ich weiß, dass er es ernst meint, wenn der Satz: "Ich sage es schon nicht Mama oder Papa", fällt. Wir decken uns gegenseitig, er nimmt die Schuld oft auf sich und auch umgekehrt, wenn wir wissen, dass der andere weniger Ärger von den Eltern bekommt. Es sind also schon oft Dinge passiert, die wir verheimlichen konnten. Zum Beispiel haben wir uns letztens im Bad ein bisschen gegenseitig geärgert und ich leerte aus Versehen die teure Creme meiner Mutter auf meinem Bruder aus. Dann meinte ich "Oh Gott, mach die Tür zu. Wir müssen uns etwas überlegen." Er hatte daraufhin die Idee, den Behälter mit einer anderen Creme zu füllen. Dann meinte er, falls Mama etwas merken sollte, würde er sagen, dass es seine Schuld gewesen sei. Schließlich würde er keinen Ärger kriegen, weil er der Jüngste ist. Schön und gut, dass wir so zusammenhalten, wenn wir irgendeinen Quatsch anstellen, aber vor circa zwei Jahren ist etwas passiert, was mir bis heute leidtut. Wir hatten gerade unser Haus renoviert und unser Handwerker benutzte eine komische Klebemasse, die man mit Wasser vermischen sollte. Leider kann ich es echt schlecht erklären, weil ich mich nicht auskenne. Auf jeden Fall braucht man das Zeug beim Fließen legen. Gerade war seine Schicht zu Ende und unsere Eltern kamen vom Einkaufen nach Hause - und immer, wenn meine Eltern einkaufen gehen, bringen sie die ganzen Einkaufstaschen heim und gehen direkt weiter. Von uns wird erwartet, dass wir die Sachen ausräumen und runter in den Keller tragen, wo wir alles aufbewahren. Ich war etwas genervt, weil mein Bruder nicht sofort runter kam, um mir zu helfen, gestresst lief ich mit mehreren Packungen Mehl durch die verschiedenen Räume unseres Kellers. Als mein Bruder mich dann etwas fragte, war ich unvorsichtig und ließ das Mehl fallen. Ich weiß echt nicht, wieso wir ausgerechnet auf diese Idee kamen, es gäbe schließlich andere Möglichkeiten, aber weil das im Waschraum passierte und eh schon etwas vom Mehl im Abfluss lag, schoben wir den Rest ebenfalls in den Abfluss. <br /> <br /> <br /> Oh Mann! Echt doof, man hat es sofort gesehen, also kamen wir auf die Idee, Wasser nachzukippen. Im Nachhinein weiß ich, dass das eine unglaublich dumme Idee war, denn das ganze Mehl formte sich zu einem Klumpen und das Wasser floss nicht ab. Wie denn auch? Jetzt waren wir auch noch damit beschäftigt, das Wasser beiseitezuschaffen und die Verstopfung zu lösen. Es hat nicht so wirklich geklappt, wir hatten echt keine Ahnung. Wir einigten uns dann darauf, dass die Sache unter uns bleibt, nie geschehen ist und außerdem dachten wir, es würde dauern, bis es unseren Eltern auffällt, aber sie bemerkten es gleich am selben Tag. Meine Eltern waren total aufgebracht und stinksauer, stundenlang verbrachten sie im Waschkeller und kümmerten sich um den verstopften Abfluss. Ich hörte bis in den ersten Stock, wie mein Papa schimpfte, und traute mich auch gar nicht aus meinem Zimmer. Als wir zum Abendessen ins Wohnzimmer kamen, war das Top-Thema unser unfähiger Handwerker, ich habe es anfangs nicht verstanden, also fragte ich nach und daraufhin erklärten mir meine Eltern, wie dieser Vollidiot anscheinend die Reste seines Klebstoffs in den Abfluss schüttete und wie unverschämt das doch von ihm sei. Mein Bruder und ich warfen uns einen Blick zu und in dem Moment war ich echt erleichtert und eher beruhigt, doch dann schnappte sich mein Vater das Telefon, rief den Handwerker an und meinte nur: "Komm sofort her, wir haben etwas zu besprechen!" Es dauerte nicht lange, bis er bei uns im Flur stand und ich werde seinen Anblick nie vergessen, ich habe immer noch so ein schlechtes Gewissen. <br /> <br /> <br /> Ich habe meinen Vater selten so wütend und aggressiv mit einem Menschen reden sehen. Er hat den Handwerker so fertig gemacht, beschimpfte ihn als Arschloch und war natürlich megasauer wegen der Verstopfung, weil er sich selbst darum kümmern musste. Dann meinte er auch noch, dass er ihm seinen Lohn nicht geben wird und da war ich echt kurz davor, dazwischen zu gehen. Der Handwerker kam kaum zu Wort, weil mein Vater mit Beleidigungen um sich warf. Der arme Mann meinte nur, dass er so etwas nie tun würde und verstehen kann, dass mein Vater angepisst ist, aber er es halt eben nicht war, weil er ganz genau weiß was dann passieren würde. Mein Papa hat ihn dennoch so zur Schnecke gemacht, dass er, obwohl er unschuldig war, sich nicht traute etwas über die Kürzung des Lohns zu sagen. Nun beichte ich, dass ich Schuld daran bin, dass ein erwachsener Mann kurz vorm Heulen war und meine Eltern zwei verrückte, unfähige, feige Kinder haben. Ich hoffe der Typ vergibt mir, ich mochte ihn, er hat immer tolle Musik gehört.

Beichthaus.com Beichte #00033887 vom 05.09.2014 um 00:59:38 Uhr in 86165 Augsburg (Neuburger Straße) (8 Kommentare).

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Frauenmangel an der technischen Uni

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Prostitution Morallosigkeit Verzweiflung Studentenleben Braunschweig

Ich (m) bin Student an einer technischen Universität. Leider herrscht hier Frauenmangel und in meinem Studiengang sowieso. Dazu kommt, dass ich nicht wirklich Ahnung von Frauen habe und viel zu wählerisch bin. Vor einiger Zeit hat mir meine Mutter, die selbst nicht […]
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Beichthaus.com Beichte #00033885 vom 04.09.2014 um 22:10:55 Uhr in 38100 Braunschweig (Bruchstraße) (17 Kommentare).

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