Das streberhafte Mädchen

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Boshaftigkeit Hass Zwietracht Schule Bielefeld

Ich (w) war früher mit etwa 15 in einer Mädchenclique an der Schule. Mit Ausnahme eines sehr verklemmten, streberhaften Mädchens, das nicht mal wusste, wer Dr. Sommer war, lasen wir alle die Bravo, redeten über Selbstbefriedigung und Jungs, was halt Mädchen in dem Alter so tun. Sie selbst dagegen hörte Schlager und konnte "Selbstbefriedigung" nicht mal aussprechen, weil sie sich so genierte. Eines Tages war die ganze Clique mit Ausnahme der Streberin bei mir daheim zu Besuch. Und mir kam der Gedanke, für dieses Mädchen eine Kassette zu besprechen. Ich schob eine Leerkassette in den Recorder, schaltete das Mikro ein, und wir lästerten über das Mädchen (die Streberei, dass sie nicht über Sex redet, dass sie von ihrem Taschengeld Blumenzwiebeln kaufte, dass ihre Mutter ihr morgens die Haare machte etc.) und lachten uns krank darüber. Es war ein lustiger Nachmittag. Am nächsten Tag gab ich ihr in der Schule die Kassette und empfahl ihr, doch mal reinzuhören. Sie nahm das Band mit, tat aber am nächsten Tag, als sei nichts gewesen. Heute schäme ich mich dafür, weil ich die anderen dazu angestiftet habe, um mich stark zu fühlen, und weil ich es gut fand, dass in der Clique nicht ich, sondern jemand anders "der Looser" war.

Beichthaus.com Beichte #00028726 vom 14.03.2011 um 15:01:37 Uhr in Bielefeld (32 Kommentare).

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Mail an meinen Chef

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Zwietracht Hass Dummheit Waghalsigkeit Chef Cuxhaven

Vor einigen Jahren war ich (w/30) im Vertrieb einer Firma angestellt. Dort habe ich auch meine beste Freundin kennengelernt. Uns haben die anderen Mitarbeiter (ausnahmslos) überhaupt nicht gefallen, wir waren unzufrieden und wollten eigentlich nur noch weg. Wir haben ordentlich gelästert und allerlei Unfug getrieben. In einem Fall hat mir mein Chef eine E-Mail mit einer neuen Aufgabe geschickt. Ich hatte darauf natürlich zero Bock und habe diese E-Mail genommen und an meine Freundin weitergeleitet. Völlig aufgebracht habe ich mich selbstverständlich ordentlich über meinen Chef ausgelassen! Genau in dem Moment, wo ich auf den Senden Button klicke, merke ich, dass ich die Mail nicht an meine Freundin weiterleite, sondern an meinen Chef antworte! Ich habe angefangen zu zittern, meine Hände wurden klitschnass und mein Herz raste. Die Zeit lief auf einmal vielfach so schnell an mir vorbei und ich habe nur noch völlig unter Adrenalin gehandelt! Ich ging also am Büro meines Chefs vorbei, um die Lage zu checken, sehe, wie er aufsteht und das Büro verlässt. Einzige mögliche Maßnahme war also, die Mail zu löschen. Ich bin also rein ins Büro, habe mich zum Mail-Programm durchgeklickt und gelöscht. Aus dem Papierkorb entfernt und alles wir zuvor eingestellt. Sofort raus aus dem Büro und den Flur entlang zum Klo. Da kam mir dann auch mein Chef schon entgegen. Ich war mit Sicherheit eine halbe Stunde auf dem Klo, weil kaum noch gehen konnte und wie verrückt gezittert habe. Danach war der Tag eigentlich gegessen. Ich hatte noch nie so eine Angst.

Beichthaus.com Beichte #00028722 vom 12.03.2011 um 23:54:06 Uhr in Cuxhaven (Hauptstraße) (22 Kommentare).

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“Beichte

Selbst benotet

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Faulheit Betrug Schamlosigkeit Schule Wesel

Ich hatte in der Berufsschule mal so einen ätzenden Physiklehrer, der ständig die Hefte von uns einsammeln wollte um dafür Noten zu geben. Da ich Mitschriften im Unterricht stets gehasst habe und so ein Heft bei mir gar nicht existierte, habe ich mir, als der Lehrer den Raum kurz verließ, einfach eine 1 für mein Heft in sein Notenbuch eingetragen. Meine Mitschüler fanden die Aktion sehr gelungen und ich war nicht der letzte der seine Noten einfach selbst eintrug. Ich fand es einfach lächerlich, dass Lehrer von erwachsenen Schülern (Klassenschnitt 23 Jahre) immer noch, wie in der Grundschule, die Heftchen einsammeln und für Sauberkeit und Schönschrift gute Noten geben.

Beichthaus.com Beichte #00028711 vom 09.03.2011 um 12:42:39 Uhr in Wesel (20 Kommentare).

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Die Bettlerin

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Geiz Aggression Gewalt Berlin

Ich (m/22) bin in einer Fußgängerzone in Berlin unterwegs gewesen, habe mir dort etwas zu Essen gekauft und mich auf eine Bank gesetzt. Während ich am Essen war, kam eine circa 40-jährige offenbar türkische Frau auf mich zu und fragte mich nach etwas Geld. Da ich bei sowas ohnehin eher skeptisch bin, schüttelte ich nur den Kopf und sagte "Nein, tut mir Leid". Die Frau schien mit einem Mal richtig empört, wurde unfreundlich und warf mir Sachen an den Kopf wie "Ah, für Fressen du hast wohl immer Geld" und "Dreckige Scheißjunge". Dabei habe ich selbst große Augen gemacht, sagte ihr dann aber, dass ihr das Rumgeschimpfe auch nicht weiterhilft und andere Menschen in der Fußgängerzone vielleicht nicht so "Scheiße" sind wie ich. Sie zog wieder ab und faselte noch leise etwas vor sich hin. Circa drei Minuten später kam sie mit einem Mann - offenbar auch türkischer Herkunft - zurück zur Bank, auf der ich saß. Er sagte zu mir "Ey, was hast Du mit meiner Frau getan?". Ich versuchte es auf die gelassene Art zu regeln, beschrieb ihm die oben genannte Situation, dass ich ihr nichts böses wollte und was seine Frau mir für Sätze an den Kopf gehauen hat.

Einen Moment lang schaute er mich erstaunt an, drehte sich dann langsam zu seiner Frau, starrte sie mit zusammengebissenen Zähnen an und auf einmal... ZACK! Da hat der Mann seiner Frau mit voller Wucht eine reingezimmert. Sie hielt sich ihre Wange, sah aus als wäre sie kurz vorm Heulen. Er sagte noch zu mir "Entschuldigung", packte seine Frau und schleifte sie wild schimpfend hinter sich her. Ich sah den beiden noch einerseits schmunzelnd, andererseits entsetzt hinterher. Die Frau wird mir zwar nicht als höflichste Person in Erinnerung bleiben, aber auf eine gewisse Art und Weise tat sie mir schon Leid. Ich beichte, dass ich ungewollt ein Auslöser dafür gewesen bin, dass ein Mann seiner Frau ins Gesicht geschlagen hat und dass ich Bettlern kein Geld gegeben habe.

Beichthaus.com Beichte #00028704 vom 08.03.2011 um 13:22:56 Uhr in Berlin (Wilmersdorfer Straße) (44 Kommentare).

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Selbst angepullert

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Dummheit Lügen Ungerechtigkeit

Ich (m) habe, als ich klein war, genauer gesagt in der zweiten Klasse, gegen einen Baum gepullert. Dort prallte der harte Strahl ab und spritzte meine Hose voll. Daheim war es mir so peinlich, also sagte ich meiner Mutter, es sei ein älterer Junge aus meiner Schule gewesen. Ich sagte, er habe sich vor mich gestellt und mich anuriniert. Am nächsten Tag bekam er eine Verwarnung von der Schule. Ich schäme mich noch immer für diese kleine Notlüge.

Beichthaus.com Beichte #00028695 vom 03.03.2011 um 21:11:28 Uhr (16 Kommentare).

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