Robo-Style & Magerquark

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Peinlichkeit Zwang Neurosen Mössingen

Robo-Style & Magerquark
Da ich (m/25) Raucher bin und in einem großen Mietshaus in einer WG wohne, muss ich zum rauchen immer einen Stock runter laufen und vor die Haustr. Wenn ich dann fertig bin, freue ich mich manchmal, die Treppe wieder hinaufgehen zu mssen, denn ich laufe dann, narlich nur, wenn ich mich unbeobachtet fühle, im Robo-Style die Treppe hoch, mit abgehackten Schritten und dem Robo-Move. Manchmal fstere ich dann noch sinnlose Dinge dazu wie "Mager! ... Quark!" oder "Nicht?!" und finde das echt lustig. Mir ist völlig bewusst, dass das irgendwie beknackt ist, aber ich habe meinen Sp.r /> Sobald ich dann wieder auf he der ersten Türspione bin, laufe ich normal weiter, so als wäre nichts gewesen. Auch in Aufzügen habe ich meinen Sp. Wenn ich alleine bin, drehe ich mich zum Spiegel, sofern vorhanden, und glotze mich an, hebe und senke dabei die Augenbrauen oder schneide Grimassen. Manchmal sage ich auch laut etwas, weil ich ja genau we, dass mich niemand hören kann. Aber selbst wenn mich jemand hören rde, er würde mich ja nicht sehen und ich wrde an ihm vorbeifahren und schnell in meine Wohnung huschen.

Beichthaus.com Beichte #00031245 vom 21.05.2013 um 22:54:50 Uhr in Mössingen (13 Kommentare).

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Auch Politiker machen Fehler

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Falschheit Morallosigkeit Fremdgehen Politik Hamburg

Ich bin 17 Jahre alt (w), und in einer Partei. Vergangene Woche war ich mit drei anderen Parteimitgliedern, die zu meinen besten Freunden gehören, auf einem politischen Festival. Auch mein Schwarm war dabei, der zwar erst 21 ist, aber schon Ortsvorsitzender der Partei seiner Stadt. Ich stehe schon ziemlich lange auf ihn, und auch deswegen kam mir diese Veranstaltung so gelegen. Mehrere Tage würde ich mit ihm ein Zimmer teilen, ihn jeden Tag sehen. Mein Traum! Nur leider strte mich eine Sache: seine Freundin. Sie war allerdings nicht dabei. Zum Gck. r /> Am ersten Tag flirteten der Typ und ich etwas miteinander. Er machte mir haufenweise Komplimente und wir guckten uns mehrere Male tief in die Augen. Mehr lief zwischen uns nicht, was wohl auch daran lag, dass ich in solchen Dingen etwas zurückhaltend bin. Er erzhlte mir allerdings oft von seiner Freundin, jedoch immer nur negative Sachen. Wie schlecht es zwischen den beiden laufen rde und dergleichen. Am chsten Tag beschloss ich dann, mir den Kerl zu schnappen - Freundin hin oder her - ich wollte ihn! Ich lief also mit meiner besten Freundin am sten Nachmittag über den Festivalplatz und wir fanden ein Zelt, das kostenlosen Wein anbot, soviel wie man wollte. Super, dachte ich. Ich trank etwas, ungefähr drei Gläser, und war danach schon total besoffen, da ich wirklich nichts vertrage. Ich suchte mit meiner Freundin meinen Schwarm und fand ihn relativ schnell. Ich bot ihm den Rest des Weines in meinem Glas an, er trank ihn und fand es ebenfalls superlecker. Zusammen sind wir dann zum Zelt zurck, er hat auch noch was getrunken, bis er relativ gut angeheitert war. Ich hatte inzwischen Mut bekommen, und streichelte ihm immer wieder sanft über den Rcken, die Arme, hakte mich bei ihm ein. Er tat das Gleiche bei mir. Wir kamen uns immer wieder ziemlich nah, und irgendwann passierte es dann: Wir standen mitten auf dem Zeltplatz und küssten uns leidenschaftlich. Leider nahm ein Kamerateam, das zu dem Zeitpunkt dort anwesend war, alles auf. Wir bekamen das natrlich nicht mit, da wir zu sehr mit uns selbst beschftigt waren. <br /> /> Am letzten Tag des Festivals wurde ein Film davon ins Netz hochgeladen. Er war wirklich gut gemacht, sehr interessant und lustig. Doch dann wurde die Aufnahme von mir und meinem Schwarm gezeigt. Mehrere Sekunden lang konnte man uns beim Rumknutschen beobachten und man erkannte uns sogar relativ gut. Whrend viele andere die Stelle sß fanden, dachten mein Schwarm und ich wohl nur &quot;Schee.&quot; Und dann klingelte plötzlich sein Handy. Mein Herz raste wie wild. Natrlich war es seine Freundin, die den Film wohl auch schon entdeckt hatte. Ich konnte sie durchs Telefon schreien und heulen hören, und es tat mir richtig leid. Sie machte Schluss und schrieb mir per Facebook ein paar sehr hasserfüllte Nachrichten, auf die ich nicht antwortete. Ich habe nun ungefhr 20 Nachrichten von ihr, in denen sie mich nicht nur beleidigt, sondern auch schreibt, wie sehr sie ihren Freund geliebt hat, und dass ich alles kaputtgemacht tte. <br /> Ich habe mich niemals bei ihr entschuldigt, und bin jetzt sogar mit ihrem Ex-Freund zusammen. Es tut mir wirklich aufrichtig leid! Auch Politiker machen Fehler...

Beichthaus.com Beichte #00031227 vom 19.05.2013 um 10:07:27 Uhr in 22547 Hamburg (Buntspechtweg) (23 Kommentare).

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“Beichte

Das Muttershnchen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Ex Hilden

Das Muttersöhnchen
Mein Ex ist das gröte Muttershnchen, das mir je begegnet ist. Er hat ausnahmslos alles getan, was seine Mutter von ihm verlangt hat, was einen immensen Einfluss auf unsere Beziehung hatte, da sie aus religsen Beweggrnden strikt dagegen war, mich auch nur in der Nähe ihres Sohnes zu dulden. Er hat es sogar geschafft, ihr glaubhaft zu machen, er re gegen Sex vor der Ehe. Seine einzigen Zugeständnisse an unsere Beziehung lagen darin, dass er am Wochenende zu mir kam und wir uns hin und wieder in der Uni sahen, Übernachtungen waren nicht drin. Ich war wahnsinnig in ihn verliebt und der festen Überzeugung, dass wir irgendwann eine normale Beziehung fhren nnten, deswegen habe ich mir viel zu viel gefallen lassen. Seine Mutter indes trieb mich langsam aber sicher mit ihrem Kontrollzwang und ewiger rgelei in den Wahnsinn. Sie beschimpfte mich, meine Familie und sperrte ihn regelßig zu Hause ein, nicht einmal an meinen Geburtstagen sah ich ihn besonders lange. Sie durchsuchte seine Taschen und sein Portemonnaie, sein Handy und den Laptop, druckte ganze Gesprächsverläufe bei ICQ aus, an die sie mithilfe ihrer Tochter gelangte, und markierte &quot;verwerfliche Gesprchswechsel&quot; mit Textmarker, um sie ihm vor die Nase zu knallen, und ihm stundenlang Predigten daber zu halten, was fr ein verkommener Mensch er und auch ich seien. Kurzum: Sie schnffelte und kontrollierte immerzu.r /> /> Wir wollten bald zusammenziehen, allein deswegen li ich mir das alles gefallen und baute ihn regelmäig auf. Ich opferte meine gesamte Freizeit, verlor Freunde und bekam Probleme im Studium, weil ich immerzu r ihn erreichbar sein wollte, und wenn es nur zum Zuhren bei der Internettelefonie war. Als seine Schwester aufgrund ihres Studiums ins Ausland zu Verwandten zog, half er ihr drei Tage beim Umzug, seine Eltern begleiteten ihn, aber sollten erst zwei Tage ster zuckkommen. Er war damals sehr vernarrt in ein Browserspiel auf einer bekannten sozialen Plattform und gab mir, während er fort war, sein Passwort, damit ich mich um seine &quot;Farm&quot; kümmern konnte, weil er davon ausging, keine Zeit dafr zu haben. Ich vertraute dem Mann wirklich blind und sah mir nicht einmal seine Nachrichtenverufe an. Was man wissen muss: Loggt man sich auf einem anderen Gerät ein, kann man Chats praktisch &quot;live&quot; von jedem Get verfolgen, man wird nicht etwa automatisch gekickt, sobald ein neuer Zugang geffnet wird, das wusste ich nicht - er aber auch nicht. So kam es, dass er sich einloggte, whrend ich auf seinem Account aktiv war und sich ein Chatfenster zwischen ihm und einer Frau öffnete. Das Gespch fand komplett auf Polnisch, also seiner Muttersprache, statt und dauerte knapp fnf Minuten, dann loggte er sich wieder aus. Ich verstand kein Wort, machte mir aber auch keine Sorgen. Das Fenster ploppte immer bei einer neuen Nachricht wieder auf und ich schloss es jedes Mal, bis mir plötzlich das polnische Wort fr &quot;Freundin&quot; ins Auge sprang - eines der wenigen, die ich kenne. Kurz zusammengefasst: Nach einigen Recherchen hatte ich den Text so weit verstanden, dass klar wurde, dass er mich im Ausland betrogen hat, und seine gröte Sorge bestand wohl darin, dass ich es mitkriegen könnte. Mir zerriss es damals das Herz. Als er wieder zu Hause war, fuhr ich wie geplant zu ihm, um die Nacht, bevor seine Eltern zuckkommen sollten, bei ihm zu verbringen. Er erzhlte von den anstrengenden Tagen und einer kleinen Einweihungsfeier, bei der er angeblich nichts getrunken und früh wieder abgehauen re. Der Kerl log mir also eiskalt ins Gesicht!r /> /> Eigentlich wollte ich ihn darauf ansprechen, nachdem er mich aber so kalt belogen hatte, fasste ich einen anderen Plan. An dem Abend berwog wirklich die blanke Wut all meinen Schmerz. Ich wollte ihn treffen, irgendwie. Ich hatte Sex mit ihm, drei Mal. Auf dem geliebten Perserteppich seiner Mutter, auf ihrer, stets blitz blank desinfizierten, Küchenanrichte und auf ihrem Lieblingsplatz auf der Couch. Ich schlief in dieser Nacht keine Minute, sondern feilte an meinem Plan, hrend mein Bald-Ex selig neben mir schlief. Am nächsten Morgen putzte er die Bude wie ein Besessener, aus Angst, seine Mutter knne merken, dass ich dort gewesen sei, danach ging er duschen. Whrend er unter der Dusche stand, habe ich dann meinen Plan in die Tat umgesetzt. Ich habe überall im Haus meine Spuren hinterlassen. Haare im Abfluss, Haarnadeln und Zopfgummis und als Krönung einen meiner Strings in der Couchritze und ein paar Haare auf dem Kopfkissen seiner Mutter, zusammen mit einer Lippenstiftspur auf ihrem Laken. Zwischen die Matratzen seiner Eltern habe ich benutzte Boxershorts von ihm gestopft, unters Bett ein leeres Kondompäckchen gelegt und die benutzten Kondome vom Vorabend, die er sicherheitshalber in seiner Unitasche, eingewickelt in Taschentücher und Gefrierbeutel, verstaut hatte, habe ich ausgepackt und in drei verschiedene lleimer im Haus geworfen, gut sichtbar versteht sich. Das Ganze dauerte ungefhr zehn Minuten. Ich wartete, bis er mit Duschen fertig war und sich bereit machte, seine Eltern vom Bahnhof abzuholen, brav mit Hemd und Krawatte. Wir verabschiedeten uns vor der Tr, er fuhr weg. Ich schrieb noch einen Zettel mit folgendem Wortlaut: &quot;Sehr geehrte Frau ..., bitte richten Sie Ihrem Sohn aus, dass er nun gern weiterhin die Schl... aus Polen ... kann, mich ist er endgltig los. Ach, und er kifft bei jeder sich bietenden Gelegenheit, raucht, besch*t in der Uni, wann immer er kann, und säuft wie ein Loch, vielleicht sollten Sie ihn bei Zeiten auf die Risiken aufmerksam machen.&quot; Ich habe keine Ahnung, welches Echo ich damit ausgest habe, mein Ex hat sich nicht wieder bei mir gemeldet - und es tut mir im Nachhinein sehr leid, ich tte mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben sollen, sondern einfach einen wrdevollen Abgang machen mssen. Dass ich so ausgeflippt bin, tut mir aufrichtig leid. />

Beichthaus.com Beichte #00031200 vom 14.05.2013 um 18:29:16 Uhr in Hilden (23 Kommentare).

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Meine todkranke Mutter

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Verzweiflung Zorn Aggression Engherzigkeit Familie

Ich scme mich schrecklich für das, was ich gestern getan habe. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so dumm und so furchtbar gemein sein nnte, wie ich es gestern war. Meine Mutter ist, dank eines riesigen Tumors in ihrem Kopf, ein Pflegefall. Keine Chance auf Besserung, geschweige denn auf Heilung. Seit letztem Jahr geht es rapide abrts mit ihr. Sie braucht bei allen Aktivitäten des tglichen Lebens viel Hilfe. An den Wochenenden fahre ich zu ihr und bernehme die Pflege. Seit sie krank ist, also seit 13 Jahren, hat sie sich immer mehr im Wesen verändert. Sie ist sehr depressiv, antriebslos und versteht eigentlich auch nicht mehr, was man ihr sagt. Sie ist eben leider komplett dement. Trotzdem ist sie ungemein widerspenstig. Wenn ihr irgendwas nicht passt, dann bockt sie herum, macht berhaupt nicht mehr mit und schreit ganz laut. Sie schreit wirklich einfach nur, weil sie auch nicht mehr sprechen kann. Das ist nicht nur wahnsinnig mhselig, das bringt mich auch zum Rasen.r /> Ich kann mich manchmal nicht mehr selbst daran erinnern, dass sie nun einmal dement und schwer krank ist, und nicht wei, was sie da macht oder wo sie berhaupt ist. Ich vergesse dann total, dass sie vollkommen hilflos ist. Dann kann ich mich oft nicht beherrschen und bin sehr ruppig und grob zu ihr, oder schreie sie an. r /> /> Aber gestern war der schlimmste Tag: /> Sie war extrem unleidlich. In dem einen Moment frage ich sie noch, ob wir zum Spazieren rausgehen wollen und sie sagt ja, also lege ich scne Klamotten raus, mache das Radio an und wollte sie fertigmachen, im nchsten Moment schreit sie lauthals, weil sie nun ptzlich keine Lust mehr zum Anziehen hatte. Dieses Schreien und dieser, wieder einmal, bockige Blick von ihr haben mich total zum Ausrasten gebracht. Ich habe sie angeschrien, dass ich es satt habe, an jedem meiner freien Tage zu ihr zu kommen und mir &quot;dieses Elend reinzuziehen&quot;. Ich habe gesagt, dass ich nach fast der lfte meines Lebens mit &quot;...aber meine kranke Mutter...&quot; es so satt habe, und mir wnsche, dass es endlich vorbei ist. Ich habe auch zu ihr gesagt: &quot;Stirb. Stirb einfach!&quot; und das sogar mehrmals. Das klingt so furchtbar. Mir tut es wahnsinnig leid. Ich kann es seitdem nicht vergessen. Ich habe spter, damit sie, nach ewigem Kampf, endlich ihre eine Tablette nimmt, auf ihren eingewachsenen Zehennagel, der ihr sehr schmerzt, gedrckt, damit ich diesen Machtkampf gewinne und sie die Tablette endlich einnimmt. Ich scme mich so sehr, so etwas Barbarisches getan zu haben. Ich finde keine Entschuldigung für mein unmögliches Verhalten. Der Stress und der Kummer, das kann nicht der Grund sein, so mit seiner todkranken Mutter umzugehen. Bisher habe ich immer gedacht, der liebe Gott bestraft meine Mutter mit ihrer Krankheit dafür, dass sie fher manchmal ganz schön kaltherzig und egoistisch war, aber so etwas htte sie nicht getan. Und das hat sie auch nicht verdient.r /> Ich hatte mir zum Jahreswechsel vorgenommen, geduldiger mit meiner Mama zu sein. Der Schuss ist ja wohl voll nach hinten los gegangen. Ich hoffe, dass ich noch Gelegenheit haben werde, auch wenn sie es nicht mehr versteht, mich bei meiner Mutter zu entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00031190 vom 13.05.2013 um 23:18:25 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Unser gefährliches Spiel an den Gleisen

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Dummheit Vandalismus Neugier Kinder Penzberg

Im Alter von ungefähr neun Jahren hatten drei Schulkameraden und ich (m/34) Langeweile. Man kannte sich aus der eigenen Klasse oder aus den Parallelklassen und unternahm nachmittags immer mal wieder etwas zusammen. Eben was Jungen so machen. hlen bauen, etwas ankokeln, Rangeln, Sßigkeiten verputzen oder auch nur ganz wichtiges Zeug bequatschen.<br /> An diesem Nachmittag, nach den Hausaufgaben, trafen wir uns in einem ldchen nahe unseren Wohnusern. Neben dem Wald verlief das Bahngleis einer Regionalbahn, das frei zunglich und trotzdem Sicht gesctzt, also somit schwer einsehbar war. Jemand, ich wei nicht mehr wer von uns, kam auf die Idee kleine Metallautos auf das Gleis zu legen, weil die durch den Zug so scn platt gequetscht werden. Ein paar gepttete Autos spter legten wir dann die Steine auf das Gleis, mit denen normalerweise das Gleisbett gellt wird. Die Regionalbahn donnerte jedes Mal so dermaßen laut daber, dass es staubte und gewaltig splitterte. Wir hatten riesigen Spaß dabei. Mit jeder vorbeifahrenden Bahn wurde die Menge der Steine auf dem Gleis gröer, bis es am Ende mehrere Meter Steine hintereinander waren. Die Regionalbahn hat jedes Mal dauerhaft getutet, und wir haben uns zum Beobachten des Spektakels hinter den Bumen versteckt.r /> Nach rund zwei Stunden sahen wir aus Richtung Bahnbergang einen Bahnwrter oder Bahnpolizisten schnell auf uns zukommen. Zum Gck immer noch weit genug weg, um nicht erkennbar zu sein, rannten wir panisch in das Wldchen zurck. Durch den Wald verlief ein Fngerweg, bis zu dem Wir rannten. Und dort stockte uns dann der Atem. Polizeibus, Zivilfahrzeuge und Hundehrer mit jeder Menge schaulustigen Anwohnern im Schlepptau kamen den Weg entlang. Wir vier sind fast zeitgleich in ein Erdloch gesprungen, in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden. Man hat uns jedoch gesehen, aber der Sache berhaupt nicht zugeordnet. Man dachte wohl, dass wir nur schaulustige Kinder sind.<br /> /> Wir blieben im Erdloch, bis die Karawane vorber war und rannten dann quer über den Fweg in die andere lfte des ldchens. Am Waldrand hinter den Häusern versteckten wir uns noch eine ganze Weile, bis wir in unmittelbarer Nhe keine Gefahr mehr vermuteten. Dann trennten sich unsere Wege. Nach Hause ging ich nur sehr zögerlich. Ich war keines von den Kindern, das solchen Unsinn vor den Eltern verheimlichen konnte. Und so erkannte meine Mutter an meinem Gesichtsausdruck, dass etwas im Busch ist. Ich fasse den Abend mit meinen Eltern mal kurz zusammen. Die Standpauke htte gßer nicht sein knnen, mein Vater hat mich, sicherlich auch zur Strafe, lange hingehalten, ob er mit mir irgendwann am Abend dann doch zur Polizei fahren rde und ich auch dort ein blaues Wunder erleben rde. Hat er dann aber doch nicht gemacht. So entuscht, fassungs- und hilflos habe ich meine Eltern meines Wissens nie wieder erlebt. Die anderen drei haben zu Hause nicht gebeichtet und auch sonst wurde die Sache zwischen uns nie mehr besprochen. Von offizieller Seite kam zum Glück auch nie etwas auf meine Eltern oder auf mich zu. Was wohl passiert wre, wenn sie uns erwischt tten? Das Graufgebot der Polizei lag daran, dass annglich, wenn man damaligen Gerüchten trauen darf, mehr hinter der Sache vermutet wurde, wie zum Beispiel ein Anschlagsversuch. Deshalb hatte die Polizeikarawane uns wohl auch nicht unter Verdacht und schlicht ignoriert. Warum es allerdings bei einem Anschlagsverdacht rund zwei Stunden dauerte, bis die Polizei kam und auf dem Gleis selbst auch nur ein Bahnwrter oder -polizist dem Tatort näher kam, leuchtet mir bis heute nicht ein.<br /> Das ist das mit grem Abstand dümmste, unnötigste und vor allem gefhrlichste, das ich je angestellt habe. Wre der Zug entgleist... Die Folgen bekommt man gedanklich schon nicht auf die Reihe. Mir hat das hinterher sehr leidgetan und ich habe mich oft gefragt, wie viel Panik und Angst die Menschen im Zug wohl gehabt haben. Meinen Eltern htte ich diesen Kummer und die Sorgen auch ersparen sollen. Obwohl ich im Grunde kein dummer Mensch war und bin, stelle ich mir heutzutage ab und an die Frage, welcher Teufel mich damals zu so etwas geritten hat. Zum Glück sind weder Menschen verletzt worden, noch sind andere Schden bekannt geworden.

Beichthaus.com Beichte #00031137 vom 06.05.2013 um 17:40:43 Uhr in Penzberg (7 Kommentare).

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