Du stinkst nach Scheiße!

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Feigheit Ungerechtigkeit Gewalt Arbeit Berlin

Als ich (m/24) mit fünfzehn Jahren ein Praktikum in einem Büro machen musste, hatte ich viel zu oft Langeweile. Ein Mitschüler hatte dort zwar auch sein Praktikum gemacht, aber den konnte ich nicht leiden, also musste ich mich mit anderen Dingen beschäftigen. Da […]
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Beichthaus.com Beichte #00039878 vom 12.06.2017 um 12:20:50 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Jogging-Runden bei der Beerdigung

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Ignoranz Peinlichkeit Sport Tod

Ich (m) war heute Nachmittag bei schönem Wetter eine meiner beiden wöchentlichen Laufrunden drehen. Das mache ich meistens auf dem nahegelegenen Waldfriedhof. Ruhe, saubere Luft und wenig Leute. Heute war dort zur Abwechslung blöderweise auch mal wieder gleichzeitig eine Beerdigung am Start. Ich musste die bummelige Leichenprozession schon auf dem Hauptweg zwei Mal überholen, was man eigentlich nicht tun sollte, da es angeblich Unglück bringt und dann, als ich später um die Ecke gebogen bin, bin ich unversehens genau in die Trauergemeinde reingelaufen, welche dort am offenen Grab stand und aus einer Gruppe überwiegend alter Leute jenseits der 70 bestand. Angerempelt habe ich zum Glück niemanden. Aber besonders gut erzogen waren die Alten auch nicht. Das, was mir dort an Schimpfworten nachgerufen wurde, gehört sich wirklich nicht auf Beerdigungen. Ich habe mir dann am Ausgang auch mal die Friedhofsordnung durchgelesen. Dort steht nur was von Radfahr- und Skateboardverbot, außerdem haben Hunde keinen Zutritt und nach Einbruch der Dunkelheit wird dort abgeschlossen. Laufen ist also offensichtlich erlaubt. Ich bin mir ganz sicher, die verblichene Maria B., 89 Jahre und von Beruf Schneiderin, hätte dafür Veständnis gehabt. Und für ihre unhöflichen Bekannten konnte sie nichts. Werde die nächsten Male aber unbedingt besser aufpassen, so etwas muss nicht nochmal passieren.

Beichthaus.com Beichte #00039863 vom 08.06.2017 um 22:11:54 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der komische, alte Mann auf meinem Heimweg

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Vorurteile Ignoranz Gesellschaft Hannover

Als ich (w/20) vierzehn war, war ich immer für meine Eltern, die lange arbeiten, einkaufen. Einmal, auf dem Weg nach Hause, wurde ich von einem älteren Mann, ungefähr Mitte fünfzig, angesprochen, der mir Geld schenken wollte. Ich habe abgelehnt und er sagte, dass ich das richtig gemacht hätte und nichts von Fremden annehmen sollte. Er sah mich an und machte mir unzählige Komplimente zu meinem Aussehen und meinem Verhalten. Mir war das sehr unangenehm, ich kannte ihn nicht und er war ein wenig unheimlich. Er hat mich aber dennoch ein Stück nach Hause begleitet. Der Mann erzählte mir plötzlich von verschiedenen Dingen, zum Beispiel, dass seine Schwester vor 27 Jahren gestorben war und er Arzt werden wollte, er es aber nie geschafft hat. Nachdem wir ein Stück gelaufen waren, umarmte er mich und fragte nach einem Abschiedskuss. Ich habe ihn auf die Wange geküsst und hoffte, dass er dann schnell nach Hause ging. Er hat mich auch auf die Wange geküsst und mich umarmt, danach ist er gegangen.

Als ich es damals meinen Eltern erzählt habe, waren sie schockiert und machten sich Sorgen. Sie dachten, der Mann wäre ein Vergewaltiger. Ich denke, er war einfach nur einsam und brauchte jemanden zum Reden. Mir tat er ein wenig leid, er war komisch, aber ganz bestimmt kein Vergewaltiger. Als ich mich heute mit meinem Freund unterhalten habe, ist mir diese Geschichte wieder eingefallen, er findet, dass ich damals sehr naiv war und es immer noch bin - er hat einen starken Drang, mich zu beschützen und es tut mir leid, dass ich dieses Gefühl vermutlich noch verstärkt habe. Vielleicht bin ich wirklich naiv, aber der Mann schien für mich keine bösen Hintergedanken zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039857 vom 07.06.2017 um 19:26:01 Uhr in Hannover (12 Kommentare).

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Als Arbeitnehmer hat man die Arschkarte gezogen!

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Faulheit Stolz Arbeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Berlin

Ich habe beschlossen, ab jetzt nicht mehr zu arbeiten. Ich bin seit 10 Jahren im selben Betrieb - aber um den geht es mir gar nicht, sondern darum, wie blöd man sich als arbeitender Mensch noch vorkommt. Ich wohne in einem Mehrparteienhaus und ich bin der Einzige, der noch nen Job hat. Ein Nachbar ist Hartz-IVler, schon seit es Hartz-IV gibt, der andere ist jetzt 19 und hat es geschafft, Frührente zu bekommen, weil er sich scheinbar einen guten Psychologen gesucht und dem etwas vorgeheult hat. Dann gibt es noch ein paar "neu hinzugezogene Mitbürger" - ihr wisst, was ich meine - und bei denen hört man Tag und Nacht nur Geschrei, laute Musik und Gepoltere. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, muss ich 1,5 Stunden eher los, weil man auf der hoffnungslos von LKWs überlasteten Straße fast nur steht, weil man aufpassen muss, dass man nicht von einem Schlagloch ins andere knallt und weil die Fußgänger sowie Radfahrer grundsätzlich nicht schauen und einfach loslaufen.

Wenn ich dann abends heimkomme, darf ich mir wieder die schöne laute Musik anhören, von der ich kein Wort verstehe und ich komme nicht zum Schlafen, weil die Wände hier verdammt dünn sind. Es geht mir hier nicht darum, dass ihr mir gleich sagt: Dann zieh doch woanders hin oder suche dir eine andere Arbeit... Nein, ich will hier meinen Unmut ausdrücken, dass man als arbeitender Mensch nur noch der Trottel ist und ich in meiner ganzen Nachbarschaft bestätigt bekomme, dass es sich viel schöner lebt, wenn man einfach gar nichts macht. Ich lasse mich jetzt krankschreiben, bis ich gekündigt werde und werde dann erstmal drei Jahre lang mein ALG1 beziehen. In drei Jahren sind die Sozialsysteme eh pleite und das Land ist zerstört, da juckt mich die Zukunft auch nicht mehr wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00039848 vom 05.06.2017 um 16:43:06 Uhr in Berlin (20 Kommentare).

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Meine gespielte Liebe

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Falschheit Morallosigkeit Salzburg

Ich (w) habe vor einem halben Jahr einen Mann in meinem Alter über eine soziale Plattform kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und danach auch unsere Nummern ausgetauscht. Wir haben bislang fast jeden Tag geschrieben - über alle möglichen Themen. Er ist eine Person mit einem wirklich beeindruckendem Charakter. Er ist anders, auf eine ganz besondere Art und Weise. Ich denke, dies hängt vor allem mit seiner kriminellen Vergangenheit (diverse Drogen), Mobbing und dem (noch jetzigen) schlechten Familienzusammenhalt zusammen.

Zu dem Zeitpunkt, als wir uns kennenlernten, befand er sich in einem Tief und zweifelte am Sinn des Lebens. Er hatte mir von seinen Problemen und seinen schlechten Leistungen in der Schule erzählt. Er befindet sich in seinem Abschlussjahr und hätte von sich aus alles schmeißen können. Er war sehr deprimiert über seine damalige Situation und sah auch keine Chance mehr, da irgendwie rauszukommen. Man hat ihm ansehen können, wie ihn der Misserfolg innerlich zerfrisst und er keine Kraft mehr hat. Ich habe ihm meine ganze Aufmerksamkeit geschenkt und ihn stets emotional unterstützt. Ich habe ihn zum Lernen animiert und versucht ihm Hoffnung zu machen, in allen Belangen. Tatsächlich ging es ihm Tag für Tag besser. Er hat mit dem Rauchen aufgehört und seinen Alkoholkonsum stark reduziert. Er berichtet mir nahezu jeden Tag, wie es in der Schule läuft und es läuft sehr gut. Hat er Probleme mit seiner Familie, so erzählt er mir offen davon und wir suchen gemeinsam nach Lösungen.

Nun, die weitere Konsequenz daraus ist, dass er sich in mich verliebt hat. Zuerst hatte ich ihm vorgeworfen, dass er sich das bloß einbildet, weil ich sozusagen die einzige Bezugsperson in seinem Tief war. Er blieb aber hartnäckig und meinte, dass ich das Beste bin, was ihm jemals hätte passieren können. Er machte mir Komplimente, welche zum Dahinschmelzen sind und schrieb mir seitenlange Texte, in denen er mir seine Liebe gestand. Die Beichte ist, dass wir nun ein Paar sind. An sich eine schöne Sache - nur dass unsere Liebe eben nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Ich dachte mir, wenn ich seine Liebe nicht erwidern würde, so würde er wieder in das alte Ich verfallen und somit wäre alles Aufgebaute wieder verloren gegangen. Ich wollte es nicht riskieren und täusche ihm nun meine Liebe vor.

Wie gesagt, er hat eine sehr tolle Persönlichkeit. Er ist humorvoll, intelligent, rücksichtsvoll, einfühlsam. Er steht zu seiner Meinung und verstellt sich nicht für andere Menschen. Aber ich kann seine Liebe einfach nicht erwidern. Wir stimmen in sehr vielen Punkten überein, aber in anderen wiederum (die für mich eine eindeutig relevantere Bedeutung haben), liegen wir Kilometer weit auseinander. Ich weiß, dass es falsch ist und mein Verhalten komplett erbärmlich ist. Ich fühle mich schlecht dabei, ihm jeden Tag "Ich liebe dich" sagen zu müssen. Rede mir ein, es wäre nur das Beste für ihn - es macht mich aber glücklich, ihn vor Freude strahlen zu sehen.

In wenigen Wochen wird er seinen Abschluss erhalten und dann werde ich mich - so behutsam es geht - von ihm distanzieren und die Beziehung beenden. Er wird hoffentlich nie erfahren, dass die Liebe eine reine Täuschung war und diese Zeit als schöne Erinnerung mit sich tragen. Ich wünsche ihm alles Gute der Welt und möge jeder seinen richtigen Partner finden. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00039845 vom 04.06.2017 um 02:41:35 Uhr in Salzburg (11 Kommentare).

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