Ein Stück vom Gewinn

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Diebstahl Prostitution Geld

Ein Stück vom Gewinn
Mein Vater, ein angesehener Geschäftsmann, ging alle zwei Wochen Zocken. Es ging um recht viel Geld. Je später der Abend desto feuchtfröhlicher wurden die Herren. Desto großzügiger und unaufmerksamer wurden Sie. Meine Mutter musste meinen Vater nach diesen Zockereien immer nachts abholen, da der Alkoholpegel zu hoch und die Orientierungsfähigkeit nicht mehr vorhanden war. Eines Tages wurde es meiner Mutter zu blöd, sie hatte darauf keine Lust mehr. Aber da gab es ja noch mich. In dem Alter ist man als Jugendlicher ja sowieso ständig im Nachtleben aktiv. Der Abend war gekommen. Rein in das Lokal, von den alten Säcken in meinem kurzen Minirock begafft, meinen Vater geortet, seinen Zustand abgeschätzt und über die Geldbündelchen der Herren auf dem Tisch gestaunt. Nach kurzer Diskussion mit meinem Vater, dass es nun wohl besser sei, nach Hause zu fahren und nichts mehr zu trinken, schickte ich ihn auf die Toilette, um auf dem Heimweg nirgends mehr halten zu müssen. Plötzlich fiel mir, natürlich ganz aus Versehen, mein Autoschlüssel aus der Hand unter den Tisch. Wie wahre Gentleman bückten sich die noch verbliebenen Herren fast gleichzeitig unter dem Tisch. Da ich unter meinem Minirock nichts trug, waren die betrunkenen Herren etwas "langsamer" beim Aufheben meines Schlüssels. Und ich konnte mich ungestört an den Geldbündeln der Herren bedienen. Nahm von jedem 1-2 Scheinchen und war 800 DM reicher. Da alle Herren ja stark betrunken waren, merkte keiner den Verlust. Dies wiederholte sich in ähnlicher Form ab diesem Tag einmal im Monat.

Beichthaus.com Beichte #00026248 vom 12.05.2009 um 15:34:54 Uhr (29 Kommentare).

Gebeichtet von roflxD
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Die Hundefängerin

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Essen

Ich (w/20) beichte hiermit, dass ich vor 2 Jahren den vermissten Hund von meinem Nachbarn eingefangen habe und ihn dann auf der Autobahnraststätte mitten in der Nacht einfach abgesetzt habe, weil er so laut gebellt hat und ich die Nerven verloren habe. Das tut mir unendlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00026245 vom 12.05.2009 um 03:29:31 Uhr in Essen (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Unfall ohne Führerschein

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Vandalismus Waghalsigkeit Auto & Co.

Ich (m/21) habe im Alter von 14 Jahren eine kleine Dummheit angestellt. Eines Abends kamen mein Kollege und ich auf die Idee, eine kleine Spritztour mit dem Auto meiner Mutter zu machen, da sie an diesem Abend nicht zu Hause war. Es war nicht das erste Mal, trotzdem können 14-Jährige, die das Autofahren nur von Games kennen, auf Dauer nicht unfallfrei fahren, wie ich heute weiß. Gut, aus der Garage raus, rückwärts die Ausfahrt hoch, alles kein Problem, da ja auf der anderen Seite der Ausfahrt eine große ebene Wiese ist. Auf einmal rannte mein Freund wild auf das Auto zu und in der nächsten Sekunde ein riesiger Knall! Am Rand der Wiese stand ein schwarzer Polo. War nachts leider nur schwer zu erkennen, durch eine alte Cabrio Kunststoff Heckscheibe. Der Polo war nahezu unverletzt, ein kleiner Kratzer an der Heckstoßstange, mehr nicht. Das Peugeot 306 Cabrio hingegen hatte eine fette Beule im Kofferraumdeckel und die Heckstoßstange hatte es auch eingedrückt. Nach einer ordentlichen Flucherei entschlossen wir uns, das Auto wieder in der Garage abzustellen und abzuwarten. Am darauf folgenden Tag bat mich meine Mutter in die Garage. Ich hatte übelst Angst, gleich richtig etwas zu hören zu bekommen. Da erzählte mir meine Mutter von einem Parkschaden, als sie heute Morgen beim Einkaufen war. Mein Gedanke war natürlich, oh mein Gott, was habe ich für ein Glück!

Der Schaden wurde von der Versicherung übernommen, was meinem Gewissen gut getan hat und mich dazu bewegte erst einmal nicht zu beichten. Damals nahm ich mir vor, es ihr zu erzählen, wenn ich den Führerschein mache. Diese Gelegenheit habe ich verpasst und es bis heute noch nicht erzählt. Ich nehme mir fest vor, es ihr demnächst zu beichten.

Beichthaus.com Beichte #00026237 vom 10.05.2009 um 12:40:12 Uhr (16 Kommentare).

Gebeichtet von Victorinox
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Ich bin stolz darauf, dass ich mich Ritze!

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Selbstverletzung Hass Verzweiflung Hannover

Ich (w/20) bin stark suizidgefährdet. Seit etwa meinem siebten Lebensjahr habe ich Selbstmordgedanken und habe im Verlauf der Jahre mich mit Kabeln gedrosselt, mir die Arme geritzt und auch einmal mehrere Tabletten gleichzeitig genommen, die jedoch keine gravierende Wirkung auf mich hatten. Lebe ja noch. Ich habe mich immer selbst gehasst und tue es oft noch heute. Ich fühle mich manchmal wie ein Stück Scheiße, das es nicht verdient hat zu leben, herrühren tut das von meiner Kindheit. Ich bin ein ungewollter Bastard und habe das auch oft genug zu hören bekommen.

Meine Mutter hat mich und meine Schwester geschlagen, sie hat mir oft gesagt: "Schlampe halt die Fresse." Ich habe mich also ungewollt, ungeliebt und fehl am Platze gefühlt und auch gedacht ich hätte gar kein Recht darauf den Mund aufzumachen, weshalb ich ein sehr stilles, zurückgezogenes Kind war. Ich traute mich wirklich nie etwas zu sagen, weil ich Angst hatte, dafür angemacht zu werden und Spott zu ernten. Seit ungefähr meinem 13. Lebensjahr ritze ich mir die Arme. Damals war Ritzen noch keine moderne Trendart. In besonders schlimmen Momenten, wenn mich der todessehnsüchtige Schmerz erfasst, greife ich zum Teppichmesser, Rasierklinge, oder anderem Schnittwerkzeug und befreie mich vorm Schmerz, was mich so seltsam es klingt am Leben erhält.

Meine Mutter, Schwester, Oma wissen davon, ignorieren es aber wissentlich. Seit Tagen laufe ich mit Armen rum, die bis zum Ellenbogen geritzt sind und verhülle das nicht mal mit langen Ärmeln. Dem entsprechend sieht man es auch und wenn interessiert es? Niemanden! Ich schäme mich, weil ich mich diesmal wegen einem Typen geritzt habe, der mir auch nur das Gefühl vermittelt ein Stück Scheiße zu sein. Gerade fürs Bett bin ich ihm gut genug, aber mehr nicht. Und ich glaube, weil er mich so scheiße behandelt und abstößt, zieht es mich zu ihm hin und nicht weil ich ihn wirklich lieben würde.

Ich will nur geliebt werden! Meine Selbstmordgedanken gehen manchmal so weit, dass ich mich fast nicht beherrschen kann und mich richtig zerstümmeln würde. Bis jetzt hielt ich noch stand, früher saß ich sogar im Unterricht und hatte Mordfantasien an mir selbst, die grausamer nicht sein könnten.

Ich habe im Übrigen einen Großteil meiner Kindheit verdrängt, was wohl auch besser ist und ich finde es ätzend, dass heute die Vergangenheit nichts zählt, weil ich schon groß bin. Es interessiert keinen, dass unsere Mutter uns geschlagen hat. Sie tut es ja jetzt nicht. Außerdem wurde das früher als normal abgestempelt, bzw. meinte man, Kinder hätten ja Schläge verdient, wenn sie sich nicht benehmen können und wir sollen nicht der Mutter für alles die Schuld geben, wir sind ja schuld. Es zählt nicht das wir vernachlässigt wurden, dass sie sich null für uns interessierte und nicht mal das Essen regelmäßig auf dem Tisch stand, weshalb ich alles mögliche in mich reinstopfte und dabei fett wurde und deshalb Liebe durch Essen definierte.

Beichthaus.com Beichte #00026234 vom 09.05.2009 um 21:56:00 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

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Die dunklen Zeiten des Wirtschaftswunders

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Selbstverletzung Verrat

Im Alter von 14 Jahren fehlte es mir noch ziemlich an Verstand. Die ganze Welt drehte sich eigentlich nur um mich selbst. Für die Sorgen der Eltern und Geschwister mangelte es bei mir noch reichlich an Verständnis. Ich bin jetzt 58 Jahre alt und habe bis zum heutigen Tag immer noch nicht verkraftet, was 1966 geschah. Vor allem weil ich mir einen großen Teil an Schuld zuschreibe. Wir waren damals acht Geschwister und ich war das vierte Kind. Zwei Schwestern im Alter von 20 und 18 Jahren und einen Bruder, der bald seinen 16. Geburtstag feiern konnte. Die anderen vier Geschwister waren zwischen 12 und 5 Jahre alt. Obwohl heute vom großen Wirtschaftswunder gesprochen wird, ging es meiner Meinung nach an uns vorbei. Wir konnten uns nur das Nötigste leisten und meine Eltern arbeiteten von morgens bis abends, um uns durchzubringen. Erwähnen muss ich noch, dass damals die Volljährigkeit erst mit dem 21sten Geburtstag in Kraft trat. Meine beiden Schwestern mussten schon ab dem Schulabschluss ins Berufsleben treten. Von dem Gehalt durften sie 10 Prozent als Taschengeld behalten was ungefähr 30 DM waren, der Rest ging in den Familientopf. Natürlich waren beide mit diesem Deal unzufrieden und es gab ständig Streit zwischen meinem Vater und den Schwestern. Heute, da wir selbst Familie haben, können wir sein Handeln besser verstehen. Meine 18-jährige Schwester jedoch konnte sich nicht damit abfinden. Sie erzählte ihrer Arbeitskollegin, wie die familiären Verhältnisse sind. Diese gab ihr den Ratschlag zum Jugendamt zu gehen und zu erklären, dass sie unter diesen Umständen nicht weiterhin in dieser Familie leben wolle.

Meine Schwester erzählte mir davon und auch, dass sie schon am nächsten Tag einen Termin bei dem zuständigen Jugendamt hätte. Natürlich durfte ich das nicht verraten, dies musste ich ihr Versprechen. Und was habe ich getan? Nachdem sie beim Jugendamt war, ging ich zu meinem Vater und erzählte ihm alles. Er ist fast ausgeflippt und stellte meine Schwester zur Rede. Dies war an einem Freitag im November 1966. Aber nicht nur das. Er war so wütend und aufgebracht, dass er sogar handgreiflich wurde. Er verlangte von ihr, zum Jugendamt zu gehen, und alles zurückzunehmen. Sie versprach am Montag bei dem Jugendamt vorzusprechen, um alles zu widerrufen. Somit war erst einmal Frieden im Hause - übers Wochenende. Am Montagabend um 19:30 Uhr war meine Schwester immer noch nicht zu Hause. Mein Vater war schon wieder auf 180, als es an der Tür klingelte. Es war der Pfarrer, der uns mitteilen musste, dass sich meine Schwester vor einen fahrenden Zug geworfen hatte. An dem Tag, als mein Bruder Geburtstag hatte, wurde sie zu Grabe getragen. Bis heute gebe ich mir die Schuld daran, weil ich sie verraten habe.

Beichthaus.com Beichte #00026230 vom 09.05.2009 um 09:33:17 Uhr (28 Kommentare).

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