Voller Lohn für die halbe Arbeit

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Betrug Ignoranz Arbeit Bergheim

Ich beichte, dass ich als Jugendlicher jedes Wochenende Werbeprospekte verteilt und dabei sehr oft ganze Straßen ausgelassen habe. Trotzdem habe ich den vollen Lohn abgegriffen. Ich hatte einen recht großen Verteilbezirk, mit dem ich bei ordnungsgemäßer Arbeit rund zwei Stunden beschäftigt war. Besonders, wenn es im Sommer sehr warm war, konnte es dann mal vorkommen, dass ich mir gedacht habe "ach komm, den Rest machst du morgen", obwohl eigentlich immer direkt alles an einem Tag verteilt werden sollte. Am nächsten Tag war ich dann aber auch zu faul, den Rest zu erledigen. Somit beließ ich es bei einem halb belieferten Bezirk und beruhigte mich damit, dass das ja mal vorkommen könne und wohl nicht so schlimm sein dürfte. Die nicht verteilten Prospekte habe ich dann in den Müll geschmissen. Unter dem Strich halbierte ich dadurch meine Arbeitszeit und konnte mich früher entspannt in die Sonne legen. Unerwartet haben sich dann einige Bewohner meines Bezirks bei der Firma beschwert. Normalerweise beschweren Menschen sich ja nur dann, wenn sie Werbung erhalten). Mit der Zeit ist dieses Arbeits-, beziehungsweise größtenteils "Nichtarbeitsverhalten" dann immer mehr zur Gewohnheit geworden und es war schließlich eine Seltenheit, wenn ich den kompletten Bezirk belieferte. So kam es dann eigentlich jede Woche vor, dass eine bestimmte Mitarbeiterin der Firma leicht genervt bei uns anrief, um mir oder meiner Mutter mitzuteilen, dass sich erneut jemand beschwert habe, dass er keine Prospekte erhalten hatte. Es wurde zwar immer angemahnt, dass ich die Arbeit bitte ordentlich erledigen solle, trotzdem habe ich dieses Verhalten über einen Zeitraum von zwei Jahren beibehalten, ohne dass es irgendeine Konsequenz nach sich zog. Mir wurde nicht gekündigt und immer der volle Lohn überwiesen. Dieses Verhalten der Firma hat mich irgendwie verblüfft. Erst durch meine Kündigung hatte sich der Job erledigt. Ich verbuche dies heute zum Teil unter der Rubrik Jugendsünde. Aber wenn man nicht mit Konsequenzen konfrontiert wird, ist es doch klar, dass man sich dann in dem Alter nicht an die Regeln hält. Die Firma hätte mich ja auch rauswerfen und dadurch meinem Treiben ein Ende setzen können. Haben sie aber nicht. Die waren wohl zu gutmütig und vertrauensvoll oder zu blöd. Es war aber auch ein kleiner Rachegedanke dabei, muss ich zugeben, weil die Firma die überzähligen Prospekte, die auch bei ehrlicher Arbeit anfielen und sich in der Garage stapelten, nie zurücknahm. Das war dann immer ein großer Aufwand, die selbst zu entsorgen. Ausgleichende Gerechtigkeit also.

Beichthaus.com Beichte #00030640 vom 02.01.2013 um 18:29:37 Uhr in Bergheim (13 Kommentare).

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Aktiv zuhören

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Trägheit Ignoranz Peinlichkeit Basel

Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit längerer Zeit ein Problem habe. Folgendes: ich kann nicht aktiv zuhören. Wieso, weiß ich selbst nicht. Ich arbeite in einem Büro und muss da regelmäßig Anrufe entgegen nehmen. Und aus irgendeinem Grund kann ich aber der Person am anderen Ende der Strippe nicht wirklich zuhören. In Sitzungen überlege mir, was ich zu Abend essen will oder ob im Kino wieder ein guter Film läuft. Aber das ist nicht nur bei der Arbeit so. Es ist egal, wer mit mir redet, nach zwei Sätzen kann ich nicht mehr zuhören! Dabei will ich das gar nicht! Auch wenn es mich interessiert, ich schweife automatisch ab. Ab und zu denke ich auch an gar nichts und nicke einfach die ganze Zeit. Ich strenge mich wirklich an, meinen Mitmenschen eine gute Zuhörerin zu sein, aber ich kriege es einfach nicht auf die Reihe. Ich schäme mich, so vieles quasi zu überhören. Ich weiß aber nicht, warum ich mich nicht einfach mal zusammenreißen kann und den Anderen wirklich mal zuhören. Aber anstatt mich zu konzentrieren verliere ich mich in meinen eigenen Gedanken. Es tut mir leid! Ich weiß nicht, wie ich es bis jetzt geschafft habe, damit durchs leben zu kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030621 vom 27.12.2012 um 22:54:50 Uhr in 4057 Basel (Bärschwilerstrasse) (12 Kommentare).

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Keine Geschenke von den Eltern

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Ignoranz Zorn Familie Kinder Weihnachten

Keine Geschenke von den Eltern
Als ich ein Kind war, habe ich von meinen Eltern zu Weihnachten fast nie Geschenke bekommen. Wenn es etwas gab, dann nicht die, die ich mir gewünscht hatte. Um das gleich aus dem Weg zu räumen: Meine Familie war nicht arm. Ganz im Gegenteil. Ich war meinen Eltern bloß nie besonders wichtig. Meine Geschwister standen immer im Vordergrund. Eines Weihnachtsmorgens, wir beschenkten uns immer erst am Christtag, stand ich in der Früh auf, zog mich an und ging schon voller Vorfreude zum Christbaum. Als die Erwachsenen, also Onkel, Tanten, und so weiter, auch ins Wohnzimmer gekommen waren, hieß es für uns Kinder: Geschenke auspacken. Alle durften sich über Spielsachen, Bücher, DVDs und CDs, sowie Handys freuen. Von jedem Verwandten bekam ich ein Päckchen überreicht, nur von meinen Eltern nicht. Meine Eltern hatten mich anscheinend vergessen. Dabei hatte ich noch vor der Adventszeit meine Großmutter um Geld gebeten, um meiner Mutter eine schöne Kristallvase zu kaufen. Mein Vater hat mir dann später eine Unmenge an Geld in die Hand gedrückt und gemeint, ich solle mir, mit meinen damals sieben Jahren, etwas Schönes kaufen. Ich beichte, dass ich Weihnachten inzwischen hasse und nie jemandem etwas davon erzählt habe, aus Angst, die Menschen würden mich nicht verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00030615 vom 24.12.2012 um 23:10:22 Uhr (17 Kommentare).

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Glotzen aber nicht helfen

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Ignoranz Faulheit Zorn Hass Gesellschaft Münster

Glotzen aber nicht helfen
Ich beichte, dass ich mich innerlich immer fürchterlich über die Menschen aufrege, die glotzen aber nicht helfen. Dazu muss ich sagen, dass ich als Sozialarbeiterin einer Frau im Rollstuhl helfe und wir gemeinsam schwimmen gehen. Um dort hin zu kommen, fahren wir […]
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Beichthaus.com Beichte #00030603 vom 20.12.2012 um 18:37:15 Uhr in Münster (Brandhoveweg) (22 Kommentare).

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Gardinen für das Schlafzimmer

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Ignoranz Schamlosigkeit Morallosigkeit Nachbarn Neubrunn

Während meiner Lehrzeit hatte ich eine kleine Wohnung in einem ziemlich abgelegenen Dorf, damit ich nicht immer weit zur Lehrstelle fahren musste. Die Straßen im Dorf waren ziemlich eng, sodass das Haus gegenüber nur vielleicht 3-4 Meter von meinem Haus entfernt war. Vorhänge fand ich immer hässlich, Sex dagegen super, was ich mit meiner Freundin auch reichlich und variationsreich praktiziert habe. Irgendwann sprach mich recht verschämt meine Vermieterin an, dass die Nachbarn von gegenüber einen Sohn hätten, dessen Zimmer auf der anderen Seite der Straße, naja, zu dem meinigem recht nahe wäre. Und, wie soll man sagen, ich mir nicht Vorhänge kaufen wolle. Ich beichte, dass mir das alles ziemlich schnuppe war und ich weitergemacht habe, wie gewohnt ohne Vorhänge. Der Junge war mir egal, die Nachbarn erst recht. Jetzt tut es mir etwas leid.

Beichthaus.com Beichte #00030583 vom 15.12.2012 um 20:58:38 Uhr in Neubrunn (18 Kommentare).

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