Polizei. Bitte folgen!

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Feigheit Ignoranz Auto & Co. Polizei Last Night Sindelfingen

Polizei. Bitte folgen!
Vor etwa 13 Jahren war ich zum 30. Geburtstag bei einem Freund eingeladen. Es war eine Grillparty, die recht früh begann, so circa 18.00 Uhr. Ich bin mit dem Auto hingefahren und musste auch wieder auf diesem Weg nach Hause. Bis etwa 20.00 Uhr trank ich ein paar Bier (vielleicht 3) und ab da nur noch Wasser. Als ich um 1.00 Uhr in der Nacht dann mit dem Auto den Heimweg antrat fühlte ich mich völlig nüchtern, bei der damals geltenden Alkoholgrenze hatte ich auch nichts zu befürchten.
Ich fuhr die A81 Singen Richtung Stuttgart und es war fast nicht los. Ich fuhr so ungefähr 130 - 140 km/h obwohl in einem relativ langen Stück nur 120 km/h erlaubt sind. Irgendwann fiel mir auf, dass im Abstand von einigen 100 Metern ein Auto immer den konstant gleichen Abstand zu mir hielt. Mir kam der Gedanke, dass es sich dabei vielleicht um eine nächtliche Polizeistreife handeln könnte, die, gelangweilt von öden Nachtschichten, gern einmal eine Verkehrskontrolle durchführt. Also reduzierte ich meine Geschwindigkeit auf exakt erlaubte 120 km/h, da ich keine Lust auf nächtliche Schikane durch Verkehrskontrolle hatte. Das haben die offensichtlich bemerkt und es kam ihnen verdächtig vor. Der Wagen beschleunigte plötzlich und schaltete sein Blaulicht ein. Sie wechselten auf die linke Spur und schossen dermaßen schnell an mir vorbei, dass ich dachte, denen ist gerade voll der Gaul durchgegangen. Es war so wie in dem Film Space Balls, als Lone Starr von Lord Helmchen mit wahnsinniger Geschwindigkeit überholt wird. Für mich völlig unnachvollziehbar, brauchten sie wieder einige 100 Meter um soweit runterzubremsen, dass wir wieder gleich schnell waren. Nur waren die Polizisten mehrere 100 Meter vor mir.
In dieser Situation kamen wir an einer Autobahneinfahrt vorbei und ein irrer Zufall wollte es, dass 5 Autos genau in dem Moment auf die Autobahn einbogen, als der Polizeiwagen schon an der Einfahrt vorbei war, und ich noch dahinter. Mein freundliches und rücksichtsvolles Wesen schlug nun voll durch und ich bremste herunter, damit alle Autos ungehindert zwischen mir und dem Streifenwagen einfahren konnten. Der vorderste schloss zum Polizeiwagen auf und konnte nun zwischen den Blaulichtern im Display die freundliche Aufforderung "Polizei. Bitte folgen!" deutlich lesen. Obrigkeitshörig, wie wir Deutschen nun mal sind, tat er wie ihm geheißen und folgte brav dem Polizeiauto. Ich konnte aus sicherer Entfernung beobachten, wie die Herren in grün ihm mit einer Kelle aus dem Fenster winkend dazu bringen wollten, das Signal zu ignorieren und einfach vorbei zu fahren. es dauerte eine Ewigkeit, aber dann traute er sich und überholte. Daraufhin war das nächste Auto hinter dem Streifenwagen und folgte ebenfalls artig der Aufforderung, hinterherzufahren. Das gleiche Spiel ging wieder los, und sie konnten ihn kaum dazu bewegen, doch endlich vorbei zu fahren. Die Polizisten hatten ihr Tempo inzwischen auf etwa 50 km/h reduziert, da sie ja überholt werden wollten, um mich rauszuziehen.
Mittlerweile kamen auf der linken Spur schnellere Autos (vermutlich mit erlaubten 120 Sachen) angefahren. Als sie auf die seltsame Kolonne der rechten Spur trafen, die mit 50 dahinkroch, reduzierten sie ihr Tempo und folgten dem Polizeiwagen ebenfalls mit 50 km/h, nur eben auf der linken Spur. Es war somit den Autos, die noch zwischen mir und der Polizei waren, gar nicht mehr möglich, links vorbei zu fahren.


Es wurde immer chaotischer und die Bullen merkten wohl, dass sie nicht mehr Herr der Lage waren. Als wir uns dann auf den Bereich der Autobahn zubewegten, wo die A81 mit der A8 aus München zusammengeführt wird, war den Grünen wohl bewusst, dass es nun vollkommen schief gehen würde, wenn sie diesen Pfropfen auf die eher stark befahrene A8 dirigieren würden. Also zogen sie einfach den momentan hinter ihnen fahrenden Wagen raus, vermutlich um eine Verkehrskontrolle durchzuführen. Als ich das sah, wechselte ich nach links, beschleunigte wie es der Verkehr zulies und winkte einmal zum Abschied.
Ich beichte, dass ich mich durch mein Verhalten vorsätzlich der polizeilichen Kontrolle entzogen habe.
Warum haben die Herren in grün sich auch dermaßen bescheuert angestellt? Leid tut mir nur der Autofahrer, der an meiner Stelle eine allgemeine Verkehrskontrolle erleiden musste. Aber falls er nicht besoffen war, ist ihm ja nichts passiert. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich inzwischen selbst Beamter bin, zwar nicht bei der Polizei, aber in der Verwaltung.

Beichthaus.com Beichte #00030744 vom 01.02.2013 um 17:06:35 Uhr in Sindelfingen (14 Kommentare).

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Nervende Warnungen per SMS

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Engherzigkeit Ignoranz Telefon Last Night

Nervende Warnungen per SMS
Ich bekomme seit etwa drei Wochen ständig automatisierte SMS mit dem Inhalt, dass irgendein "Wasserpegel überschritten wurde" und es höchste Zeit wäre, irgendwelche "Ventile zu öffnen" oder andere Maßnahmen zu treffen. Absender ist immer die selbe Nummer, aber es ist kein Telefonanschluss, bei dem man selbst anrufen kann. Jedenfalls scheinen die SMS von einem Staudamm oder Wasserwerk zu kommen, und sind wohl an jemanden gerichtet, der dort arbeitet und Bereitschaftsdienst hat. Beim ersten Mal nahm ich es noch ernst, aber nachdem ich weder via Google noch sonst wo Informationen finden konnte, lösche ich die ganzen SMS einfach, ohne mich weiter darum zu kümmern. Ist ja nicht mein Problem, wenn da irgendein Techniker zu blöd ist, richtige Handy-Nummern für den Notruf einzutragen. Mittlerweile ist es mir sogar egal, wenn dort mal eine Turbine kaputt gehen, oder sogar der Staudamm einbrechen sollte, weil mich die SMS einfach nur nerven. Sie kommen nämlich immer zwischen 0 und 4 Uhr nachts.

Beichthaus.com Beichte #00030705 vom 22.01.2013 um 22:18:33 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Hund zu Weihnachten

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Zorn Ignoranz Familie Tiere Weihnachten

Der Hund zu Weihnachten
Ich möchte beichten, das ich seit Weihnachten einen unglaublichen Hass auf meine Schwiegermutter entwickelt habe. Ich hatte ihr ausdrücklich untersagt, unserer siebenjährigen Tochter ein Tier zu schenken. Und was macht sie? Schwiegermonster schleppt einen nicht stubenreinen und ständig kläffenden Köter als Geschenk für das Kind an. In einem mit Geschenkpapier umwickelten Karton, damit es auch was hermacht. Frau und Kind waren natürlich total begeistert. Die Töle war aber nur die ersten drei Tage interessant, dann kümmerten sich weder Frau noch Kind um ihn. Er bellte, stank, machte überall hin und Gassigehen war überraschenderweise mit Arbeit verbunden. Dasselbe Theater gab es vor zwei Jahren schon einmal mit einem Meerschweinchen. Diese Beratungsresistenz meiner Schwiegermutter kotzt mich unheimlich an. Also habe ich den Hund, als ich letzte Woche früh zur Arbeit gefahren bin, vor dem Tierheim angebunden. Mit einem Umschlag und 50 Euro drin fürs Futter. Damit sich wenigstens anständig um ihn gekümmert wird. Das Geld ziehe ich meiner Tochter vom Taschengeld ab. Der Knaller ist, erst heute morgen ist es aufgefallen, das der Hund seit vier Tagen nicht mehr da ist. Niemand hat ihn in der Zeit vermisst. Ich habe gesagt, er ist bestimmt weggelaufen und die Tochter ist jetzt nur noch am Heulen und Nerven. Jetzt will sie einen neuen Hund haben. Ich könnte ausrasten. Vielleicht kapiert sie jetzt endlich, dass Tiere kein Spielzeug sind, welche man nach Bedarf aus dem Schrank holt, aber viel Hoffnung habe ich da nicht. Sie kommt da ganz nach ihrer ignoranten Mutter. Und wenn Schwiegermutter wirklich einen neuen Köter hier anschleppt, platzt eine Bombe, aber gewaltig.

Beichthaus.com Beichte #00030650 vom 06.01.2013 um 20:50:06 Uhr (52 Kommentare).

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Voller Lohn für die halbe Arbeit

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Betrug Ignoranz Arbeit Bergheim

Ich beichte, dass ich als Jugendlicher jedes Wochenende Werbeprospekte verteilt und dabei sehr oft ganze Straßen ausgelassen habe. Trotzdem habe ich den vollen Lohn abgegriffen. Ich hatte einen recht großen Verteilbezirk, mit dem ich bei ordnungsgemäßer Arbeit rund zwei Stunden beschäftigt war. Besonders, wenn es im Sommer sehr warm war, konnte es dann mal vorkommen, dass ich mir gedacht habe "ach komm, den Rest machst du morgen", obwohl eigentlich immer direkt alles an einem Tag verteilt werden sollte. Am nächsten Tag war ich dann aber auch zu faul, den Rest zu erledigen. Somit beließ ich es bei einem halb belieferten Bezirk und beruhigte mich damit, dass das ja mal vorkommen könne und wohl nicht so schlimm sein dürfte. Die nicht verteilten Prospekte habe ich dann in den Müll geschmissen. Unter dem Strich halbierte ich dadurch meine Arbeitszeit und konnte mich früher entspannt in die Sonne legen. Unerwartet haben sich dann einige Bewohner meines Bezirks bei der Firma beschwert. Normalerweise beschweren Menschen sich ja nur dann, wenn sie Werbung erhalten). Mit der Zeit ist dieses Arbeits-, beziehungsweise größtenteils "Nichtarbeitsverhalten" dann immer mehr zur Gewohnheit geworden und es war schließlich eine Seltenheit, wenn ich den kompletten Bezirk belieferte. So kam es dann eigentlich jede Woche vor, dass eine bestimmte Mitarbeiterin der Firma leicht genervt bei uns anrief, um mir oder meiner Mutter mitzuteilen, dass sich erneut jemand beschwert habe, dass er keine Prospekte erhalten hatte. Es wurde zwar immer angemahnt, dass ich die Arbeit bitte ordentlich erledigen solle, trotzdem habe ich dieses Verhalten über einen Zeitraum von zwei Jahren beibehalten, ohne dass es irgendeine Konsequenz nach sich zog. Mir wurde nicht gekündigt und immer der volle Lohn überwiesen. Dieses Verhalten der Firma hat mich irgendwie verblüfft. Erst durch meine Kündigung hatte sich der Job erledigt. Ich verbuche dies heute zum Teil unter der Rubrik Jugendsünde. Aber wenn man nicht mit Konsequenzen konfrontiert wird, ist es doch klar, dass man sich dann in dem Alter nicht an die Regeln hält. Die Firma hätte mich ja auch rauswerfen und dadurch meinem Treiben ein Ende setzen können. Haben sie aber nicht. Die waren wohl zu gutmütig und vertrauensvoll oder zu blöd. Es war aber auch ein kleiner Rachegedanke dabei, muss ich zugeben, weil die Firma die überzähligen Prospekte, die auch bei ehrlicher Arbeit anfielen und sich in der Garage stapelten, nie zurücknahm. Das war dann immer ein großer Aufwand, die selbst zu entsorgen. Ausgleichende Gerechtigkeit also.

Beichthaus.com Beichte #00030640 vom 02.01.2013 um 18:29:37 Uhr in Bergheim (13 Kommentare).

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“Beichte

Aktiv zuhören

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Trägheit Ignoranz Peinlichkeit Basel

Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit längerer Zeit ein Problem habe. Folgendes: ich kann nicht aktiv zuhören. Wieso, weiß ich selbst nicht. Ich arbeite in einem Büro und muss da regelmäßig Anrufe entgegen nehmen. Und aus irgendeinem Grund kann ich aber der Person am anderen Ende der Strippe nicht wirklich zuhören. In Sitzungen überlege mir, was ich zu Abend essen will oder ob im Kino wieder ein guter Film läuft. Aber das ist nicht nur bei der Arbeit so. Es ist egal, wer mit mir redet, nach zwei Sätzen kann ich nicht mehr zuhören! Dabei will ich das gar nicht! Auch wenn es mich interessiert, ich schweife automatisch ab. Ab und zu denke ich auch an gar nichts und nicke einfach die ganze Zeit. Ich strenge mich wirklich an, meinen Mitmenschen eine gute Zuhörerin zu sein, aber ich kriege es einfach nicht auf die Reihe. Ich schäme mich, so vieles quasi zu überhören. Ich weiß aber nicht, warum ich mich nicht einfach mal zusammenreißen kann und den Anderen wirklich mal zuhören. Aber anstatt mich zu konzentrieren verliere ich mich in meinen eigenen Gedanken. Es tut mir leid! Ich weiß nicht, wie ich es bis jetzt geschafft habe, damit durchs leben zu kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030621 vom 27.12.2012 um 22:54:50 Uhr in 4057 Basel (Bärschwilerstrasse) (12 Kommentare).

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