Das erzwungene Weihnachtsgeschenk

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Boshaftigkeit Zorn Weihnachten Partnerschaft Nürnberg

Zwei Wochen vor Weihnachten eröffnete mir meine Freundin, dass ihre Mutter mir ein Geschenk besorgt hat. Klasse! Somit war ich nun dazu verpflichtet, ihren Eltern auch etwas zu schenken. Diese Verpflichtung wiederum nahm meine bessere Hälfte zum Anlass, loszuziehen, um meinen Eltern ein kleines Präsent zu besorgen. Als ich zwei Tage vor Weihnachten immer noch nichts organisiert hatte, stresste meine Freundin rum und schickte mich in die Stadt. Nicht nur, dass ich mich wegen ihr durch den ganzen Vorweihnachtsrummel quälen musste, sie meinte auch noch, mir vorschreiben zu müssen, wie viel ich auszugeben habe. Jegliche Weihnachtsstimmung war bei mir verflogen. Letztendlich habe ich den Klassiker, eine Flasche Wein und Pralinen, gekauft, welche ich auch an Weihnachten feierlich überreicht habe. Dennoch war die Weihnachtsstimmung bei mir weg und ich war sauer auf meine Freundin wegen der Aktion. Zu Weihnachten bekam ich von meinem Papa das übliche Geschenk und zusätzlich 50 Euro, mit denen ich meine Freundin zu einem Wellnesstag einladen sollte. Weil das für einen armen Studenten viel Geld ist, habe ich alles am zweiten Weihnachtsfeiertag mit meinen Kumpels versoffen, da man meiner Meinung nach jemandem etwas schenkt, um eine Freude zu machen und nicht weil man dazu gezwungen wird.

Beichthaus.com Beichte #00030764 vom 06.02.2013 um 19:14:34 Uhr in Nürnberg (Tafelfeldstraße) (16 Kommentare).

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Das Trinkspiel mit Frodo und Co.

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Trunksucht Last Night Maßlosigkeit Hannover

Mein (m/28) extremstes Trinkerlebnis war an einem Samstag vor einiger Zeit. Meine Kumpels und ich waren alle bei mir für eine "Herr der Ringe"-Nacht. Natürlich musste dafür die extended version her, sodass jeder Film gut vier Stunden lang war. Da nur Filme schauen unter Typen langweilig werden kann, haben wir das Ganze mit einem Trinkspiel verbunden. So wurde immer getrunken, wenn zum Beispiel Legolas mal wieder in die Ferne schaute, oder Frodo und Sam einen intimen Moment miteinander hatten. Nachdem wir alle stockbetrunken waren, ist der Abend dann ausgeartet und meine Kumpels haben sich Alkohol aus meinem Schrank geklaut und sich überall im Haus versteckt. Den dritten Teil konnte dann niemand mehr anschauen, weil alle schon zu dicht waren. Dieses Trinkspiel kann ich nur empfehlen! Bereuen tue ich eigentlich nur, dass ich meine Kumpels nicht dazu verdonnert habe, mir am nächsten Tag beim Aufräumen zu helfen. Es ist beängstigend, wo man überall Flaschen finden kann.

Beichthaus.com Beichte #00030761 vom 06.02.2013 um 14:09:23 Uhr in Hannover (Bischofsholer Damm) (8 Kommentare).

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“Beichte

Meine angeblich vergifteten Muffins

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Dummheit Ernährung Polizei Kinder

Meine angeblich vergifteten Muffins
Ich habe seit meiner Teenager-Zeit ein etwas seltsames Hobby. Ich backe sehr gerne, was für uns Männer ja nicht so normal ist. Vor ein paar Jahren, im Alter von etwa 17 Jahren, hat mich diese Leidenschaft in eine komische Situation gebracht. Ich war auf eine Geburtstagsparty eingeladen und hatte einen Korb Muffins dabei. Auf der Bank eines Kinderspielplatzes wartete ich also auf meine Mitfahrgelegenheit, als mir zwei oder drei Muffins aus dem Korb fielen. Es war schon Abend und kein Mensch war mehr auf dem Spielplatz also warf ich die Dinger in den Sandkasten. Ich hatte das schon komplett vergessen, als ich am nächsten Tag im Radio die Nachricht unseres Lokalsenders hörte. Der Moderator berichtete davon, dass wohl jemand gezielt Muffins am Spielplatz ausgelegt hätte, um Kinder zu schädigen, allerdings hätte man die Muffins erst einmal ins Labor geschickt. In dem Moment wurde mir heiß und kalt. Wer rechnet bitte damit? In unserem Dorf schlug das sofort Wellen, die Mütter ließen ihre Kinder nicht mehr auf den Spielplatz und auch meine Eltern schimpften darüber, wie man nur so etwas machen könne. In den zwei Tagen hatte ich ständig Angst, dass jemand auf mich als Täter kommen könnte. Ich selbst wollte mich auf keinen Fall melden. Wer hätte mir das denn auch geglaubt? Trotz der Tatsache, dass zwei Tage später die Entwarnung rausging, dass die Muffins ungefährlich waren, durften viele Kinder dort lange nicht spielen. Ich beichte also, dass es mir leid um die Kinder tut, denen ich für eine ganze Weile den Spielplatz genommen habe. Aber wie hätte ich das voraussehen können?

Beichthaus.com Beichte #00030758 vom 05.02.2013 um 22:47:10 Uhr (26 Kommentare).

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Talentiert und mit Zukunftsängsten

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Dummheit Verzweiflung Verschwendung Drogen Sport Berlin

Ich (m/20) bin gerade dabei, meine Lehre zum Kaufmann abzuschließen. Ich treibe regelmäßig Sport. Fußball ist meine größte Leidenschaft und ich danke Gott, dass ich ein riesiges Talent für diesen Sport geschenkt bekommen habe. Talentierte Menschen gibt es viele, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030757 vom 05.02.2013 um 21:55:58 Uhr in Berlin (Stargarder Straße) (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich vermisse C.

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Dummheit Ungerechtigkeit Peinlichkeit Liebe

Ich (m/23) habe vor etwa neun Jahren beim Sport ein Mädchen - C. - kennengelernt. Damals haben ein Freund und ich sie gerne ein wenig geärgert und sie ein wenig aufgezogen. Aber eigentlich haben wir uns immer sehr gut verstanden. So gut, dass viele Beobachter uns für ein Paar gehalten haben. Ich muss blind gewesen sein, um ihre Zuneigung zu übersehen. Irgendwann musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich mich in sie verliebt hatte. Doch ich habe mir nie Chancen ausgerechnet und wollte die Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Also trug ich die Last (das war es wirklich) über Jahre mit mir. Als ich mich dann überwinden konnte, mich ihr zu öffnen, war es zu spät. Sie hatte einen Freund und kein Interesse mehr an mir. Eines Tages lernte ich jemand anderes kennen. A., mit der ich dann auch anderthalb Jahre zusammen war. Sie wusste von C. - wenn auch nicht von der gesamten Tiefe meiner Gefühle. Natürlich war ihre Eifersucht immens. So entstanden über die gesamte Beziehung immer wieder Streitigkeiten, die darin endeten, dass ich irgendwann den Kontakt zu meiner großen Liebe C. abbrach. Doch das war ihr nicht genug, sodass meine Freundin Gerüchte über sie in C´s Freundeskreis verbreitete. Auch mir redete sie ein, sie hätte sich mit C. angefreundet und erfahren, dass C. mich und meine Gefühle absichtlich benutzt hätte. So bin ich in einen Hass verfallen, in den ich mich über mehrere Tage hineingesteigert habe.


Ich schrieb C. einige Mails mit sehr verletzendem, beleidigendem und verängstigendem Inhalt. Ein paar Wochen, nachdem ich mich wieder gefangen hatte, erhielt ich von der Polizei eine Vorladung wegen "Beleidigung per Internet". Es dauerte eine Zeit, um zu realisieren, worum es ging. Der Polizist fragte mich, ob ich C. kenne. Ich sagte ja und gestand sofort, bevor er noch etwas sagen konnte. Da ich geständig und reumütig war, gab man mir die Möglichkeit, mich mit einem Täter-Opfer-Ausgleich zu entschuldigen. Dabei traf ich auf C. und ihre Mutter. Ich konnte den beiden bei diesem Treffen kaum in die Augen schauen und meine Schuldgefühle haben mich beinahe zusammenbrechen lassen. Als ich unsere Vereinbarung zu 30 gemeinnützigen Arbeitsstunden (ich hätte auch 100 oder mehr gemacht) unterschreiben sollte, konnte ich meine Hand kaum kontrollieren. Doch ich wollte kein Mitleid erheischen, sondern für das gerade stehen, was ich getan habe. Beim Herausgehen sprach mich die Mutter von C. an und sagte sehr freundlich, sie hoffe, dass wir uns in Zukunft wieder in die Augen schauen und reden können. Ich brachte nicht ein Wort hervor. Nachdem die beiden um die Ecke verschwunden waren, brach ich in Tränen aus und konnte nicht mehr stehen. Seit damals - 2009 - habe ich Schuldgefühle und es schmerzt mich, dass ich ein so großartiges Mädchen so einfach vergrault habe. Es ist mir so peinlich, was ich getan habe, dass ich meinen besten Freunden nie etwas davon erzählt habe. Selbst meine Eltern und sogar mein Bruder wissen nicht, was ich getan habe. Sie wissen nur, dass ich Sozialstunden machen musste. Ich verweigere aber jede Antwort, wenn sie nach dem Grund dafür fragen. Noch heute sehe ich C´s Gesicht vor mir. Wenn irgendjemand ihr Parfüm trägt, muss ich sofort an sie denken. In meiner Erinnerung sehe ich oft, wie sich mich mit ihren wunderschönen Augen ansieht und ihr wunderbares Lächeln. Der Ort, an dem wir nach dem Training oft viele Stunden in manchmal eisiger Kälte verbracht haben, weckt bei mir jedes Mal Erinnerungen, ebenso wie ihr Haus, an dem ich mindestens zweimal in der Woche vorbeifahre. Auch wenn sie dort seit Jahren nicht mehr lebt.


Auf meine Entschuldigungsschreiben hat sie bis heute nicht reagiert. Mein größter Wunsch ist, dass sie mir vergibt und wir eines Tages wieder Freunde sein könnten. Auch wenn ich weiß, dass das wohl nie passieren wird. C., wenn Du das hier liest und Dich wiedererkennst: Es tut mir so unendlich leid. Bitte vergib mir und meiner Dummheit. Ich bereue, was ich Dir angetan habe. Nichts würde mich glücklicher machen, als zu wissen, dass Du mir verzeihst.

Beichthaus.com Beichte #00030754 vom 05.02.2013 um 11:23:06 Uhr (23 Kommentare).

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