Ein Leben ohne Familie

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Selbstsucht Hochmut Verzweiflung Familie

Mein Mann und ich sind seit dreizehn Jahren ein Paar und seit zwei Jahren verheiratet. Wir haben nur knapp ein halbes Jahr in unserer Beziehung verhütet, ein Kind ist trotzdem nicht entstanden. Nach knapp zehn Jahren haben wir beschlossen zu heiraten - auch im Hinblick auf eine künstliche Befruchtung, die man nur dann zum Teil von der Krankenkasse erstattet bekommt. Doch die Embryonen verlor ich. Ein Jahr und einen Tag nach dem Embryotransfer ist meine Oma gestorben, die ich drei Monate vorher in ein Altenheim abgeschoben hatte, weil es mir zu viel war, mich um sie zu kümmern. Sie war blind, hatte Diabetes und war stark immobil. Die Situation war mehr als schwer, wir haben für sie das Esszimmer geräumt, aber es gab kein Bad auf der Etage und ähnliche Probleme. Ich bin überzeugt davon, dass meine Oma wegen meines Eingriffs in die Natur gehen musste. Wie auch die Kinder. Ich akzeptiere meine Kinderlosigkeit als Strafe für meine Fehler. Ich habe meine Oma im Stich gelassen, dafür werde ich genauso alleine sein im Alter. Ganz ohne Familie. Loslassen und frei sein kann ich aber trotzdem nicht.

Beichthaus.com Beichte #00034227 vom 30.10.2014 um 21:42:03 Uhr (23 Kommentare).

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Kurz vor Ladenschluss am Schnapsregal

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Peinlichkeit Engherzigkeit Vorurteile Arbeit Wanne-Eickel

Ich (22/Studentin) jobbe nebenbei an einer Supermarktkasse und blamiere regelmäßig meine Kunden - und zwar mit voller Absicht. Ich kann es einfach nicht verstehen, warum selbst junge Menschen, von denen man denken sollte, dass sie noch ihr ganzes Leben vor sich haben, fast täglich kurz vor Ladenschluss zum Schnapsregal gehen und sich mit Sprit eindecken. Natürlich steht es mir als Verkäuferin nicht zu, die Einkäufe meiner Kunden zu kommentieren. Es würde reichen, dass sich nur eine Person über mich beim Chef beschwert und ich dürfte mir womöglich einen neuen Job suchen. Deshalb mache ich es etwas subtiler: Wenn jemand mit Karte bezahlen will, lese ich manchmal den Namen ab und sage laut "So, Herr XYZ, dann geben Sie mal Ihre Pin ein!", sodass andere Leute in der Schlange genau wissen, wie der Suffkopf vor mir heißt. Manchmal verdrehe ich auch die Augen oder lasse Kommentare ab, wie: "Ach, so sieht man sich wieder!", wenn genau dieselbe Person innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal in der Kasse steht. Ich hoffe, dass sich meine Kunden in solchen Situationen ertappt fühlen und vielleicht einen anderen Weg einschlagen, bevor sie abhängig werden und sich ihr ganzes Leben ruinieren.

Beichthaus.com Beichte #00034226 vom 30.10.2014 um 21:23:06 Uhr in Wanne-Eickel (23 Kommentare).

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Erpressung mit Klopapier

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Selbstsucht Zorn Faulheit WG

Erpressung mit Klopapier
Ich (m/23) wohne seit zwei Jahren in einer WG mit zwei Mitbewohnern. Seit zwei Tagen ist das Klopapier alle. Ich möchte beichten, dass ich die letzte Rolle in meinem Zimmer aufbewahre und sie nur mit ins Bad nehme, wenn ich auf die Toilette gehe. Ich warte jetzt mal ab, wann einer der beiden Herren auf die Idee kommt, welches zu kaufen. Wir hatten anfangs gemeinsam ausgemacht, dass jeder mal allgemeine Sachen wie Putzmitteln, Klopapier, Küchenrolle, Spülmaschinentabs und Sonstiges kauft. Das hat die ersten Monate auch gut geklappt, danach wurde ich quasi zum Deppen, der jedes Mal kauft, was fehlt. Das geht, wie gesagt, bei Putzmitteln los und hört bei kaputten Glühbirnen auf. Hätte ich nicht vor einiger Zeit fürs Bad eine neue Birne geholt, würden wir heute noch im Dunkeln duschen. Die beiden Herrschaften haben nur etwas gekauft, wenn ich ihnen explizit gesagt habe, dass sie mal etwas Bestimmtes mitbringen sollen. Jetzt habe ich aber genug, ich werde nichts mehr kaufen und das Klopapier weiterhin bei mir behalten, bis einer von den Beiden von alleine etwas kauft.

Beichthaus.com Beichte #00034224 vom 30.10.2014 um 20:51:28 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Vater, der prügelnde Säufer

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Aggression Zorn Hass Verrat Familie

Ich möchte beichten, dass ich meinen "Vater" bzw. Erzeuger hasse! Der Grund dafür ist, dass ich mich bezüglich meiner Kindheit - dank ihm - nur an schreckliche Dinge erinnere. Er kam besoffen von der Arbeit nach Hause und pöbelte meine arme Mutter, die ihm jeden […]
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Beichthaus.com Beichte #00034222 vom 30.10.2014 um 19:40:47 Uhr (9 Kommentare).

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Als Veganer gegen das System

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Engherzigkeit Zorn Feigheit Schieder-Schwalenberg

Ich (w/30) kenne meine beste Freundin seit fast 25 Jahren. Wir hatten eine dieser Freundschaften, in denen man nicht reden muss, um zu wissen, was der andere denkt. Nun ist sie vor ein paar Monaten mit ihrem Freund in eine etwas weiter entfernte Stadt gezogen und wir sehen uns recht unregelmäßig, was der Freundschaft bis dato nie einen Abbruch getan hat. Bei unserem letzten Treffen bin ich allerdings fast vom Glauben abgefallen. Ihre Selbstsicherheit, die sie nicht immer hatte, ist einer ganz fiesen Arroganz gewichen. Dass sie das Rauchen aufgegeben hat - Respekt - das habe ich nicht geschafft. Aber dass die kommenden vier Stunden die absolute Qual für mich werden würden, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja auch noch nicht. Mit einer selbstgerechten Art, die mir so noch nie untergekommen ist, musste ich mir dann anhören, dass sie jetzt vegan lebt, weil das ja viel gesünder ist und ich als primitiver Fleischfresser ja gar nicht wisse, was ich meinem Körper zumute. Auf diesen Monolog folgte dann noch die Belehrung über unsere Regierungsform, die ja doch am Besten durch Anarchie ersetzt würde, da ja kein Mensch Regeln bräuchte, wenn alle freundlich zueinander wären. Wie schlecht die Welt doch ist und dass es für meine Tochter doch besser wäre, wenn ich sie auf eine Waldorfschule schicken würde.


Unser ganzes System ist ja furchtbar schlecht und am Liebsten würde sie in einer Alternativen-WG wohnen, wo man sich komplett eigenversorgt, weil arbeiten ja eh schlecht und nur fürs System wäre. Nebenbei bemerkt, sie ist "Staatsdiener." So ging das vier Stunden lang und ich war echt froh, als ich heimkonnte. Was ich beichten möchte? Nun ja, eigentlich bin ich ein grundehrlicher Mensch, aber ich habe nicht den Arsch in der Hose, um ihr zu sagen, dass sie in meinen Augen den totalen Dachschaden hat und gottverflucht noch mal aufhören soll, mich zu belehren. Vielleicht fehlt mir auch einfach die Toleranz, keine Ahnung, jedenfalls habe ich mich mit meinem Freund stundenlang drüber kaputtgelacht. Ich kriege es nicht hin, sie davon abzuhalten, einen sicheren Job hinzuschmeißen, um Feng-Shui Beraterin zu werden. Eigentlich betrachte ich es als Freundin als meine Aufgabe, sie vor sich selbst zu schützen, aber ich Feigling habe einfach nur den Kontakt abgebrochen, weil die Frau mich auf die Palme bringt und die Bindung nicht mehr da ist. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034220 vom 30.10.2014 um 13:55:19 Uhr in Schieder-Schwalenberg (6 Kommentare).

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