Mein kleiner Bruder auf dem Vordach

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Dummheit Waghalsigkeit Kinder Familie Willich-Anrath

Mein kleiner Bruder auf dem Vordach
Ich möchte beichten, dass mein kleiner Bruder fast durch mich gestorben oder zumindest schwer verletzt worden wäre. Das ist jetzt locker 11-12 Jahre her, ich (w) war damals sieben Jahre alt. Meine Mutter bat mich, noch als eine Bekannte da war, das Fenster im Schlafzimmer aufzumachen, zum Durchlüften. Ich machte es ganz auf. Es stand sperrangelweit offen. Eine viertel Stunde verging. Plötzlich stand mein Vater in der Tür und rief meine Mutter. Meine Mutter wurde kreidebleich.

Wir lebten damals im dritten Stock in einem Mehr-Parteien-Haus unterm Dach. Das Kind der Bekannten hatte die Schlafzimmertür geöffnet. Mein Bruder kam zu der Zeit noch nicht an die Klinke. Er ist auf das Bett, aus dem Fenster auf das kleine Vordach gestiegen und stand da. Eine Hand am Fensterrahmen, mit der anderen Hand hat er Papa gewunken. Meine Mutter hatte einen Schock und musste sich das Schreien verkneifen. Mein Vater blieb ruhig, ging ruhig auf meinen Bruder zu und konnte ihn noch am kleinen Pullover festhalten, als er wackelig auf seinen kleinen Beinen wurde. Schnell auf ihn zurennen wäre das denkbar falsch gewesen, denn sonst hätte mein Bruder sich ja erschreckt. Hätte ich das Fenster damals nur gekippt, wäre diese Gefahr komplett gebannt gewesen. Ich habe jahrelang danach noch etliche Male darüber nachgedacht, ob meine Mutter gesagt hat "Mach das Fenster auf Kippe" oder "Mach das Fenster auf." Wie auch immer. Wir alle hatten nicht damit gerechnet. Es gibt viele Szenarien, wie das hätte laufen können. Fakt ist, ich war sieben Jahre alt. Ich konnte doch auch nicht wissen, dass diese dumme Tochter von der Bekannten die Türen aufkriegt. Es tut mir leid und ich möchte Gott danken dafür, dass er meinem Vater die Ruhe, meiner Mutter die Fassung und meinem Bruder die starken kleinen Beinchen gegeben hat. Das hätte so etwas von Böse enden können.

Beichthaus.com Beichte #00027768 vom 02.05.2010 um 18:52:19 Uhr in Willich-Anrath (36 Kommentare).

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Mit Stützrad fahren

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Lügen Falschheit Kinder Familie

Als ich ein kleines Kind war und gerade das Fahrradfahren ohne Stützräder gelernt hatte, fuhr ich mit meinem Großvater spazieren. Weil ich aber noch sehr ungeschickt war, kippte ich auf ein paar Steinchen einfach um und zog mir eine Gehirnerschütterung zu. Ich habe sowohl direkt nach dem Unfall als auch noch Jahre später behauptet, mein Großvater hätte mich angerempelt - seitdem wird das Thema immer wieder im Kreis der Familie angesprochen, um ihn damit zu "ärgern", was er denn mit seinem Enkel gemacht habe - ich habe bis heute nicht zugegeben, dass ich nur nicht anständig fahren konnte.

Beichthaus.com Beichte #00027757 vom 28.04.2010 um 20:59:54 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Dicker weißer Rettich

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Wollust Vorurteile Shopping Arbeit Winterthur

Ich (m) arbeite in einer großen Detailhandelskette mit einem orangefarbenen M in der Schweiz als Kassierer. Wenn scharfe Frauen zu mir kommen, um zu bezahlen, und sie zufälligerweise eine große, krumme Gurke bei sich haben (oder einen dicken, weißen Rettich), dann […]
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Beichthaus.com Beichte #00027748 vom 27.04.2010 um 16:48:01 Uhr in Winterthur (37 Kommentare).

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Die Alkoholsucht meiner Oma

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Trunksucht Lügen Verrat 50+

Seit ich zurückdenken kann, gab es in meiner Familie nur Streit und Aggression. Wir Kinder, ich hatte noch zwei jüngere Brüder, und meine im selben Haus lebenden Großeltern litten sehr unter dem Verursacher all diesen Terrors - meinem Vater. Am schlimmsten war die häusliche Situation aber für meine Großmutter, meine Mutter und mich. Zudem litt meine Oma an starken Depressionen.
Oft flüchtete sie in Panik vor meinem Vater mitten in der Nacht ins Freie, und sie musste manchmal tagelang gesucht werden, bis man sie völlig erschöpft in irgendeinem Schlupfloch aufstöbern konnte. Dazu kam noch, dass sie heimlich an die Schnapsvorräte meines Vaters ging - Depressionen und Alkohol - man kann sich wohl vorstellen, was das bedeutet: Alle paar Monate landete sie deswegen in der Klapse.
Deshalb gab es ein striktes Alkoholverbot für meine Oma, und ich wurde von meiner Mutter miteingebunden, dies zu überwachen.
So schlimm es auch klingen mag, aber ich war zu dieser Zeit geradezu süchtig nach Streit, was ich natürlich erst jetzt als Erwachsener so sehen kann.
Als meine Mutter wieder einmal verlauten ließ, dass meine Großmutter endgültig in der Irrenanstalt landen würde, sollte sie noch ein einziges Mal versuchen an Schnaps zu kommen. Ich weiß auch nicht-jedenfalls verpetzte ich meine Oma und erfand noch so einiges dazu, nur um zu sehen, wie meine Mutter ausflippte.
Das Traurigste an der Geschichte aber ist, dass sich meine Großmutter mit Nitroverdünnung vergiftete und einen qualvollen Tod starb. Das schlechte Gewissen lässt mich seither nicht mehr los, irgendwie zu der Verzweiflungstat mitbeigetragen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00027731 vom 22.04.2010 um 10:09:34 Uhr (33 Kommentare).

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“Beichte

Hörbares Missgeschick

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Peinlichkeit Falschheit Köln

Vor kurzem war ich mit meinen acht Freundinnen über das Wochenende in Köln. Wir haben uns dort ein richtig tollen Mädelstrip zusammen gestellt. Viele Besichtigungen und Events standen auf unserem Plan. Als wir Freitagabend ankamen, haben wir natürlich nicht lange gezögert und sind gleich um die Häuser gezogen und haben richtig gefeiert. Am nächsten Morgen hieß es dann schon ziemlich früh, raus aus dem Bett. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon gemerkt dass es in meinem Magen ganz schön verrückt her ging. Um 9.00 Uhr waren dann endlich alle fertig und wir gingen auf die Suche nach einem Bäcker, wo wir lecker frühstücken konnten. Beim Laufen ging es mir richtig schlecht, aber ich ließ es mir natürlich nicht anmerken. Plötzlich ohne vorherige Ankündigung habe ich gepupst. Der Druck aus meinem Bauch war wie weg gezaubert und ich fühlte mich wieder richtig gut. Ich dachte meine kleine Miesere blieb unbemerkt, aber da hörte ich schon wie hinter mir alle zu lachen anfingen. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken. Dann ging die Fragerei auch schon los. "Wer war das denn?" Zugeben wollte ich es nicht, denn es war so schon peinlich genug für mich. Vor mir lief zum Glück noch eine meiner Freundinnen, die davon nichts mitbekommen hatte und überhaupt nicht auf die anderen reagierte. Als sie sich dann doch umdrehte und fragte was los sei, witterte ich meine Chance, dieser Situation zu entkommen. Ich ging zu ihr hin, klopfte ihr auf die Schulter und sagte" ist doch nicht so schlimm". Sie wusste immer noch nicht worum es ging und fragte auch nicht weiter nach. Obwohl die anderen immer noch kicherten. Ich fühlte mich richtig mies zu diesem Zeitpunkt. Nun sind wir schon einige Monate wieder zu Hause, aber immer wenn wir alle uns sehen, wird das Thema von den anderen wieder ausgegraben, die arme wird damit gehänselt und ich bekomme jedes mal einen roten Kopf. Es tut mir wirklich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00027730 vom 22.04.2010 um 09:56:14 Uhr in Köln (59 Kommentare).

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