Einnahmenklau auf dem Flohmarkt

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Diebstahl Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Arbeit

Zwei mal im Jahr gehe ich auf einen Flohmarkt, der sich stark an den Armen orientiert bzw. dorthin gehen in der Regel nur Arme und Assis. Dort bekommen sie für wenig Geld zum Beispiel 10 Jahre alte Fernseher.
Ich stehe dort in der Porzellanabteilung an der Kasse und verkaufe den Leuten das Zeugs. Jeder Mitarbeiter bekommt immer seine eigene Kasse mit einem bestimmten "Startkapital" als Wechselgeld. Am Schluss werden alle Taschen wieder eingesammelt. Natürlich erwarten alle, dass wir die gesamten Einnahmen zurückgeben, da alles an ein Behindertenheim gespendet wird. Zu meiner Beichte: Jedes mal wenn ich ein paar Hunderter zusammen habe, wird erst einmal mindestens die Hälfte in die eigene Tasche gesteckt! Das tut mir eigentlich sehr Leid, aber die Verlockung ist einfach zu groß. Zumal ich zu der Zeit meistens eh kein Geld habe und das somit sehr verlockend ist.

Beichthaus.com Beichte #00027619 vom 14.03.2010 um 15:30:35 Uhr (24 Kommentare).

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Der Jedermann-Schrei

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Hochmut Boshaftigkeit Salzburg

Letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen habe ich während einer Vorstellung auf einem Hinterhof den Jedermann-Schrei gemacht und zwei andere Jedermann-Schreier haben dann mitgeschrien, obwohl es noch nicht soweit war. Das war lustig. Und in Bayreuth bei den Wagnerfestspielen habe ich auch Jedermann geschrien, von einer Loge aus, anonym, aber keiner hat mitgeschrien. Ein Kunstbanause bin ich nicht, aber wenn mich etwas langweilt, flippe ich immer komplett aus. Im Museum der Moderne habe ich außerdem heimlich mit Blitzlicht fotografiert - Werke von Kirchner. Jetzt haben sicherlich einige Bilder an Farbbrillanz eingebüßt.

Beichthaus.com Beichte #00027613 vom 12.03.2010 um 08:47:49 Uhr in Salzburg (37 Kommentare).

Gebeichtet von Kaschpal aus Lend
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Zufallsbeichte
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Mathearbeit geklaut

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Betrug Faulheit Falschheit Diebstahl Schule

Es ist bestimmt schon über 10 Jahre her. Ich war in der fünften Klasse. Damals stand eine Mathearbeit an, ihr müsst wissen, unsere Mathelehrerin war auch gleichzeitig unsere Kunstlehrerin und auch ein bisschen verplant. Am Tag vor der Arbeit hatten wir Kunstunterricht. Während des Unterrichts stand die Tasche der Lehrerin immer einige Zeit unbeaufsichtigt auf dem Pult rum und hat uns angelächelt. Wir Jungs sind irgendwann auf die Idee gekommen, dass unsere nette Mathelehrerin doch eigentlich schon die Arbeit für den nächsten Tag mit dabei haben könnte und wir lieber mal nachschauen sollten.
Einer von uns hat die Lehrerin abgelenkt und ins Nebenzimmer zu den Bildern gelockt und ihr Fragen gestellt, wir anderen sind schnell zur Tasche - und tatsächlich, dort war die Mathearbeit drin. Und nicht nur ein Exemplar sondern 3-4. Eins haben wir uns natürlich gleich gekrallt und den Rest wieder schön ordentlich in die Tasche gepackt, die Lehrerin hat davon nichts mitbekommen. Gleich nach Schulschluss sind wir in den Kopierladen um die Ecke und haben für alle Leute aus der Klasse eine Kopie gemacht, sie allen ausgehändigt und danach ist jeder für sich nach Hause und hat für die Arbeit am nächsten Tag "gelernt". Es wurde glaub ich noch nie so eine gute Mathearbeit bei uns geschrieben, sogar auf dem nachfolgenden Elternabend wurde extra noch von der Lehrerin erwähnt wie überrascht und erfreut sie wegen dem guten Notenschnitt der Klasse war. Ich hatte nur eine 2 geschrieben!

Beichthaus.com Beichte #00027604 vom 09.03.2010 um 18:53:03 Uhr (23 Kommentare).

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Heaven 54

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Drogen Trunksucht Maßlosigkeit Faulheit Studentenleben Hamburg

Heaven 54
Meine wohlhabenden Eltern hatten meiner Schwester und mir damals vor 20 Jahren fürs Studium in Hamburg eine große 5 Zimmer-Altbau-Wohnung gekauft. Nach einem Semester wechselte sie aber nach Heidelberg und ich fing an zuerst 2 Zimmer zu vermieten. Und zwar ausschließlich an Studentinnen! Ich suchte mir zuerst nur die schärfsten Geräte aus. Aber das war ein Fehler. Zickenalarm und endlose Diskussionen waren die Folgen. Nach einem Jahr hatte ich den Fehler bereinigt und die Trullas soweit ausgetauscht, dass ich nur noch Party taugliche, das Leben genießende Mitbewohnerinnen hatte. Ein drittes Zimmer vermietete ich dann auch noch. Zwei eigene reichten mir. Ein Mann, drei Party-Mäuse, das war genau das, worum mich alle meine Freunde beneideten. Und ich gab Vollgas!

Ich wollte mein Studentenleben wie in den amerikanischen High-School-Filmen zur Dauer-Fete machen und hatte das feste Ziel mir das Gehirn wegzurauchen oder wahlweise wegzusaufen (egal, was schneller ging). Am Anfang feierten die Mädels auch immer volle Kanne mit, und klar kam man sich da auch näher. Von Orgien mit meinen Mitbewohnerinnen würde ich nicht unbedingt sprechen, aber hier und da ging schon mal was. Aber länger als zwei Semester hielt es eh keine der Kommilitoninnen mit ernsthaften Studier-Absichten in meinem Party-Heaven aus, obwohl ich immer für genügend Alkohol und Gras zur freien Verfügung sorgte. Teilweise lagen wir zu viert tagelang alle in meinem Wohnzimmer, dicht bis oben hin, philosophierend, der Pizza-Mann brachte Süßigkeiten und die Mahlzeiten. Und immer, wenn einer drohte nüchtern zu werden, ließen wir schnell den Bong kreisen. Unsre Partys hatten keinen Anfang und kein Ende. Die Zimmer-Mieten für die Mädels waren günstiger als anderswo und es gab kostenlos eine Putzfrau die wöchentlich kam. Manchmal brauchte die arme Frau über 1 Stunde nur um das Leergut wegzubringen. Durch die hohe Fluktuation hatte ich immer wechselnde Belegschaft, was es super interessant machte. Wer sich hier wiedererkennt, dem sei gesagt, ja, meine Wohnung in Eimsbüttel hatte den Spitznamen "Heaven 54" (wg. der Hausnummer).

Ich lernte auf meinen unzähligen Partys die tollsten Leute kennen, mit denen ich noch heute ein gut funktionierendes Netzwerk unterhalte. Irgendwie bin ich dann doch durchs Studium gekommen und startete aufgrund der guten Kontakte aus meinem Netzwerk auch gleich richtig durch. Ich beichte, dass ich die schönste Zeit in meinem Leben auf Kosten meiner Eltern um 7 unnötige Semester verlängert habe, die ich absichtlich länger brauchte. Ich wollte einfach nicht, dass diese Non-Stop Party aufhört. Und ich beichte, dass ich dem einen oder anderen Mädel bestimmt das Studium versaut habe, weil sie durch mich auf den Geschmack von Party-All-The-Time gekommen sind und mehr Bücher über das Züchten von Hanf-Pflanzen gelesen haben, als Lehrbücher ihrer Fachrichtungen.

Beichthaus.com Beichte #00027601 vom 09.03.2010 um 10:32:49 Uhr in Hamburg (Eimsbüttel) (32 Kommentare).

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“Beichte

Du bist doch dummgeil!

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Falschheit Zwietracht Verrat Telefon Familie Jossgrund

Du bist doch dummgeil!
Mein Vater, ein Alkoholiker, wollte meine Mutter mit einer anderen Frau betrügen, die er beim Gassigehen mit dem Hund kennengelernt hatte. Zu meiner Mutter war er total abfällig, hat sie immer runter gemacht und mies behandelt und bei der fremden Frau, erlebte ich einmal ein Telefonat mit, bei dem er so galant, freundlich und zuvorkommend war, wie ihn in unserer Familie noch niemand erlebt hatte.
Mir ging das auf den Zeiger, also habe ich folgendes gemacht: Als er wieder sternhagelvoll war und in seinem Suff so richtig gut abging, habe ich mit meinem Handy auf dem Festnetz angerufen und auf Aufnahme gedrückt. Er nahm ab und als er merkte, dass am anderen Ende niemand spricht, dachte er, es wäre irgendjemand, der ihn verarschen will. Also fing er lauthals an: "Du bist doch dummgeil! Hast du nichts zum f*cken, hä? Ich habe aber nix zum b*msen für dich! Das muss ja weh tun, wenn man so einen sexuellen Notstand hat, wie du!" (Originalwortlaut). Es folgten noch ein paar weitere Kraftausdrücke und Obszönitäten. Er legte schließlich irgendwann auf und ich hatte meine Aufnahme.
Da ich nachts aufgrund meiner Arbeit ohnehin immer wach bin, rief ich dann um drei Uhr früh seine Angebetete an, die bis dato keine Ahnung hatte, was dies für ein Herr war. Es dauerte eine ewig lange Zeit bis sie sich verschlafen am anderen Ende meldete. Ich drückte den Knopf zum Abspielen des Aufgenommenen und die Dame hörte sich das an und unterbrach lediglich von Zeit zu Zeit das Gespräch mit: "H***, wie kannst du so etwas bloß sagen?" Am nächsten morgen um acht schellte es wie blöde an unserer Haustür. Vor der Tür stand seine wutentbrannte Traumfrau und warf ihm an den Kopf, dass er sie ja nicht mehr anrufen solle, da sie sonst die Polizei rufen würde und sie ihn auch nicht wieder sehen wolle! Zum Abschluss, sagte sie noch: "Ich bin doch nicht dummgeil!"

Und genau der Abschlusssatz war der springende Punkt. Von nun an, dachte nämlich mein alter Herr, dass seine Angebetete bei ihm Telefonterror gemacht hätte, da sie ja sonst nicht wissen könnte, dass er sie "dummgeil" genannt hatte und die Angebetete dachte natürlich, dass H**** sie angerufen hatte, weil es ja seine Stimme war.

Mein Vati versuchte nach einer Zeit wieder Annäherungsversuche, als er sie sah, jedoch wollte sie nichts mehr von ihm wissen.

Beichthaus.com Beichte #00027600 vom 09.03.2010 um 00:19:15 Uhr in Jossgrund (33 Kommentare).

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