Verachtung für meinen Vater
Beichthaus.com Beichte #00031062 vom 21.04.2013 um 01:22:18 Uhr in Dortmund (Weiherstraße) (18 Kommentare).
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Ich hasse meinen Vater. Von Herzen. Er ist mein leiblicher Vater und ich bin mit ihm aufgewachsen. Er und meine Mutter sind nach wie vor verheiratet und lieben sich. Das gönnen ich ihnen auch, keine Frage! Die Sache ist bloß, dass es einen gewissen Generationskonflikt zwischen uns gibt. Er war schon verhältnismäßig alt, als ich geboren wurde. Er hat sich immer gekümmert. Die Sache ist nur, nachdem ich in die Pubertät kam und auch, als ich daraus hinaus gewachsen bin, gehe ich ihm scheinbar immer mehr gegen den Strich. Er lässt einfach nicht mit sich reden. Egal, ob man mit einer persönlichen Sicht der Dinge ankommt oder mit wissenschaftlich fundierten Ergebnissen: Er lässt sich nicht von seiner Meinung abbringen. Und genau das bringt mich immer wieder zur Weißglut. Und, statt mich jedes Mal wieder auf eine Diskussion einzulassen, bei der ich weiß, dass er sich meine Sicht nicht einmal anhört, sondern sofort dagegen protestiert, verlasse ich grundsätzlich den Raum, um ruhig zu bleiben.
Konfrontationen bringen nichts. Diskussionen machen mich nur wütend, weil meine Seite überhaupt nicht interessiert. Vollkommen egal, worum es geht: Dritte Welt, seinen Kindern einen Klaps zu verpassen oder sonst etwas.
Darauf habe ich keine Lust mehr. Und ich hasse ihn für all die Wut und den Zorn, den ich wegen ihm verspüre. Ich bin nicht die Vorzeige-Tochter, die er vielleicht gerne hätte. Ich hasse ihn nicht einfach, ich verachte ihn, spreche ihn beispielsweise nur noch mit Vornamen an. Meine Beichte ist eigentlich, dass mir meine Mutter unglaublich leidtut. Sie kann meinen Vater nehmen, wie er ist. Ich nicht. Sie leidet mehr unter der Situation, als ich. Sie tut mir leid und ich weiß, dass ich sie mit meinem Verhalten verletze. Das tut mir wirklich leid! Ich werde mich nun nur deshalb intensiv um einen Job bemühen, um ausziehen zu können. Jemanden, der zu mir, als ich circa zehn Jahre alt war, sagte "Ich bin euch doch nur wichtig, weil ich Geld nach Hause bringe", kann einfach nur meine Verachtung ernten. Außerdem möchte ich beichten, dass mein erster Gedanke bei diesem Satz war "Halt die Fresse! So viel verdienst du nicht, dass uns nur das Geld interessieren kann. Da muss mehr bei sein!" Ich weiß, dass Familie wichtig ist, man hat schließlich nur eine. Aber ich ertrage das nicht länger.