Mein Leben mit den Aktien

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Lügen Falschheit Arbeit Geld

Ich möchte beichten, dass ich seit mehreren Jahren ein Doppelleben führe. Offiziell studiere ich seit etwa 22 Semestern Luft- und Raumfahrttechnik. Das hat den Vorteil, dass meine Eltern nichts dagegen haben, wenn ich noch in der Einliegerwohnung ihres Hauses wohne. Außerdem darf ich das Auto meiner Mutter benutzen und muss mir mein Essen nicht selbst kochen. Die lange Studienzeit begründe ich meinen Eltern gegenüber mit diversen Praktika und Zusatzqualifikationen. Wie ihr euch nach meinem Eröffnungssatz sicher denken könnt, ist das alles Schwachsinn. Ich studiere seit einigen Jahren nicht mehr. Zwar habe ich einen Diplomabschluss, aber der ist nicht besonders gut, daher hätte ich es schwer etwas zu finden. Und wenn überhaupt, dann nur im Ausland.


Zu meinen Wehrdienstzeiten habe ich mir allerdings bei einem Unfall während einer Übung eine kleine Behinderung zugezogen. Nichts allzu dramatisches, aber genug für eine kleine Rente. Mit dieser Rente habe ich den generellen Aktienhandel angefangen. Erst natürlich nur mit wenig Geld. Ich bin, weiß Gott, anfänglich des Öfteren übel auf die Nase gefallen, aber dann habe ich mich in die Materie eingelesen und die Gesetze des Marktes ganz gut verstanden. Im Gegensatz zu 77 Prozent der Anleger machte ich bald stabile Gewinne, was dazu führte, dass ich immer mehr Geld riskierte. Erst gewann ich am Tag im Schnitt so um die 50 Euro, dann 100, dann 1000. Ich kaufte mir einen Server inklusive des schnellsten Internetanschluss, den ich bekommen konnte, und mietete mir ein winziges Büro. Dorthin fahre ich jeden Tag, und mache dann fünf Stunden lang nichts anderes. Auf diese Art habe ich mir in den letzten Jahren ein siebenstelliges Konto geschaffen. Alles legal und mit dem Segen des Finanzamtes. Nur wenige meiner Freunde wissen Bescheid, und selbst die kennen nicht das ganze Ausmaß meiner Geschäfte. Meine Eltern würden mir sicherlich gewaltig in den Hintern treten, wenn sie wüssten, was ich den lieben langen Tag so treibe. In ihren Augen sind Banker eigentlich nur Verbrecher. Momentan plane ich übrigens bei meinen Eltern auszuziehen, denn es ist reichlich uncool, mit 31 Jahren noch zu Hause zu wohnen. Ich sollte lernen auf eigenen Beinen zu stehen, aber gerade ist es noch ganz bequem. Aber auch wenn ich alleine lebe, wird niemand erfahren, mit was ich mein Geld verdiene.

Beichthaus.com Beichte #00032859 vom 12.03.2014 um 13:05:07 Uhr (25 Kommentare).

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Nebenjob: Poker

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Morallosigkeit Selbstsucht Geiz Geld

Ich (m/20) habe vor Kurzem meine Ausbildung erfolgreich beendet. Daraufhin habe ich mich bei der Bundeswehr beworben und wurde auch genommen, am ersten Juli werde ich dort anfangen. Ich möchte allerdings beichten, dass ich bis dahin nichts arbeiten werde und mir vom Staat finanziell unter die Arme greifen lasse. Ich komme mir jedoch recht schäbig bei der Sache vor, denn ich besitze ein nahezu neues Auto und zwei Motorräder. Das Ganze habe ich mir allerdings nicht mit meiner Ausbildung finanzieren können, sondern ich pokere, seit ich 17 Jahre alt bin. Da ich mehr oder weniger erfolgreich bin, verdiene ich dadurch ungefähr 2.000 bis 3.000 Euro im Monat. An dem Ganzen ist nichts Illegales, aber die 250 Euro, die ich vom Staat bekomme, möchte ich trotzdem nicht hergeben, da sie wieder ein Buy-in für das nächste Pokerturnier sind! Deshalb bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032819 vom 05.03.2014 um 10:15:12 Uhr (12 Kommentare).

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Legalisierung von Cannabis

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Drogen Habgier Geld Gesellschaft

Legalisierung von Cannabis
Ich (m/27) komme aus Berlin und deale, seit ich zwölf Jahre alt bin, mit Gras. Früher ging es darum, mein Taschengeld aufzubessern, später dann um meinen Lohn. Ich habe es nie mit dem Dealen übertrieben, das Gras nicht gestreckt und auch nie angefangen härtere Sachen zu verkaufen. Es ging mir eigentlich nur darum, nicht ständig Geringverdiener zu sein. Von meinem derzeitigen Beruf würde ich netto gerade mal 700 Euro behalten, mit dem Dealen komme ich auf 1.100 Euro. Sehr viele Leute in Berlin und auch in anderen Städten bessern so ihren Niedriglohn auf, und wenn sie das nicht könnten, würde sicher auch der eine oder andere Sozialhilfe beziehen. Auf dem Dorf bauen dagegen viele an und verkaufen es dann in den Städten, oft aus demselben Grund, weil sie eben verarmt sind. Ich schreibe das, um einfach mal mit dem Vorurteil des Drogendealers aufzuräumen, der einen Sportwagen fährt. Nun zu meiner eigentlichen Beichte, als ich gehört habe, dass in den USA in einigen Bundesstaaten Cannabis legalisiert wird, war ich einfach nur noch entsetzt. Oftmals passiert so etwas auch später in Europa. Die Leute sollten sich mal darüber klar sein, dass es so Tausende weitere Sozialhilfeempfänger geben wird. Jedenfalls schreibe ich seit einiger Zeit Kommentare unter Zeitungsartikel oder Foren. Dort geht es dann um irgendwelche Horrorgeschichten zu Cannabis. Beispielsweise, dass jemand davon in die Psychiatrie gekommen ist oder dass man davon impotent werden kann. Ich komme mir deswegen wie ein dreckiger Lobbyist vor, aber wenn es legal werden sollte, bin ich in Zukunft Geringverdiener. Vielleicht kann mich jemand ein wenig verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00032786 vom 26.02.2014 um 15:10:12 Uhr (47 Kommentare).

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Das Kribbeln des Adrenalins

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Diebstahl Verzweiflung Geld Gardelegen

Ich bin diesen Monat echt total knapp bei Kasse. Ich habe kein Geld mehr auf dem Konto und meine Eltern will ich auch nicht anpumpen. Eben war ich einkaufen und habe mir von meinem Geld eine letzte Flasche zu Trinken gekauft, und habe noch eine Dose Ravioli mitgehen lassen. An der Kasse hatte ich totale Angst, dass jemand etwas bemerkt hat, aber ich glaube ich habe mir nichts anmerken lassen und deshalb ging auch alles gut. Ich fühle mich wirklich schlecht, auch wenn der Adrenalinschub ein echt gutes Gefühl war. Ich bitte um Absolution für meinen Diebstahl und dafür, dass mir das Kribbeln des Adrenalins während dieser Tat auch noch gefallen hat.

Beichthaus.com Beichte #00032724 vom 15.02.2014 um 13:30:50 Uhr in Gardelegen (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Undankbares Balg

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Neid Habgier Maßlosigkeit Geld

Hiermit beichte ich, dass ich (w) ein kleines, verwöhntes Balg bin. Meine Eltern bezogen jahrelang Hartz-IV. Wir hatten echt nichts, weil wir Raten für essenzielle Dinge wie die Waschmaschine abbezahlen mussten. Auf neue Kleidung, technischen Krimskrams etc. mussten wir verzichten. Meine Eltern haben mir und meiner Schwester möglichst viel ermöglicht und haben dabei selbst auf alles verzichtet. Meine Mama ist sogar schwarzarbeiten gegangen, weil sie einfach keine richtige Stelle gefunden hat. Meinem Vater wurde kurz davor dann auch noch gekündigt. Mittlerweile haben beide Umschulungen gemacht und arbeiten recht erfolgreich in der Altenpflege. Die Schulden sind fast bezahlt und laut meinen Eltern haben wir genug Geld - meiner Meinung nach allerdings nicht. Wir haben eine sichere Wohnung und ich habe auch zwei Katzen und durfte einmal für 120 Euro reisen. Aber für Dinge, die ich mir wünsche, die aber nicht essenziell sind, ist nichts da. Ich besitze mein vier Jahre altes Handy nur, weil meine Schwester einen neuen Handyvertrag hat, unser zusammengesparter Computer ist mittlerweile fast sechs Jahre alt. Neue Kleidung bekomme ich kaum, maximal ein Teil jeden Monat. Ich kann verstehen, dass sich meine Eltern erst finanziell erholen müssen, aber mir geht es so dreckig, weil alle anderen irgendwie mehr haben. Meine Eltern geben sich so viel Mühe und ich bin so undankbar. Das möchte ich beichten.

Beichthaus.com Beichte #00032677 vom 05.02.2014 um 08:55:10 Uhr (38 Kommentare).

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