Von Steuergeldern leben

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Vorurteile Ignoranz Maßlosigkeit Geld

Ich möchte beichten, dass ich Menschen, die keine Lust haben zu arbeiten und Geld vom Staat kassieren sehr verachte, obwohl der Staat für mich mehr blecht als für einen Harz-IV-Empfänger. Seit fünf Jahren bezahlt das Jugendamt jeden Monat fast 5.000 Euro, damit ich in einer Jugendeinrichtung und inzwischen in meiner eigenen Wohnung wohnen kann. Das heißt, die Steuerzahler bezahlen meinen Lebensstandard. Ich dürfte sechs Freizeiten mitmachen und meine komplette Wohnungseinrichtung mit 1.400 Euro wurde mir bezahlt. Selbst das Geld, das ich angespart habe und von dem ich mir gerade einen neuen Laptop gekauft habe, kommt von den Steuerzahlern. Dafür mache ich aber eine Ausbildung ohne Vergütung, und wenn ich damit fertig bin, werde ich auch Steuern zahlen. Aber immerhin schaffe ich Arbeitsplätze - die Erzieher, die Behörden. Und wäre ich nicht in der Einrichtung gewesen, würde ich wegen Depressionen wohl nie arbeiten. Ich konnte auch nichts für meine blöde Kindheit. Trotzdem tut es mir leid, dass ich von Steuergeldern lebe. Aber das hat ja auch bald ein Ende.

Beichthaus.com Beichte #00032667 vom 04.02.2014 um 00:25:08 Uhr (16 Kommentare).

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Erfolgreich in der Forschung

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Falschheit Lügen Stolz Arbeit Geld Pyrbaum

Ich (m/33) möchte beichten, dass ich mein gesamtes Umfeld über meine finanzielle Situation und damit auch allgemein belüge. Zur Situation: Ich habe 2011 im Bereich der neuen organischen Synthesen promoviert und arbeite seither an verschiedenen deutschen Universitäten. Mein Fachgebiet ist die Entwicklung neuer, effektiver Synthesemethoden bei kleinem und mittlerem Produktionsvolumen. Diese können eingesetzt werden, um beispielsweise pharmazeutische Wirkstoffe herzustellen - für lokal begrenzt auftretende Krankheiten, für die sich die großindustrielle Produktion nicht lohnt. Leider hat die deutsche Industrie daran wenig Interesse, weshalb meiner Forschungsarbeit keine industrielle Förderung zukommt. Deshalb bin ich rein auf staatliche Forschungsfinanzierung angewiesen, was für mich finanziell gesehen bedeutet, dass ich als Forschungsgruppenleiter auf Basis eines zwanzig Wochenstundenvertrags eingestellt bin, und mir nach den Steuern gut 1000 Euro zur Verfügung stehen, von denen mir nach Abzug monatlicher Fixkosten 350 Euro bleiben. Tatsächlich arbeite ich übrigens zwischen 50-60 Stunden, was aber kein Problem darstellt, da ich meine Forschung liebe und ein tolles Team habe.


Das Problem ist einfach das soziale Leben. Meine Familie, Freunde und Freundin denken, dass ich es ja nun geschafft habe und erfolgreich bin. Doch wenn ich zu diversen sozialen Veranstaltungen eingeladen werde, wie zum Beispiel Hochzeiten, Taufen, oder Jubiläen, sage ich ab - meist unter dem Vorwand, auf Konferenzen zu fahren oder an wichtigen Projekten zu arbeiten. Einfach nur, weil ich mir die Fahrt, das erwartete Präsent und sonstige Kosten nicht leisten kann. Diese Ausreden bestärken die Leute dann noch in ihrem Glauben, wie erfolgreich ich sei. Meine langjährige Freundin, die sich eine festere Beziehung und vermutlich eine Familie wünscht, muss ich auch unter diversen Vorwänden von kostspieligen Plänen wie Urlaub oder weiteren Schritten in der Beziehung abhalten. Warum ich nicht einfach reinen Tisch mache? Weil ich problemlos - und das weiß mein Umfeld - in der Wirtschaft eine Stelle bekäme, wo ich mit weniger Arbeit das zehnfache verdiene. Meine Entscheidung für die Forschung würde meine Familie, Partnerin und Freunde als eine Entscheidung gegen sie und für meine Arbeit betrachten.

Beichthaus.com Beichte #00032650 vom 31.01.2014 um 01:05:49 Uhr in Pyrbaum (29 Kommentare).

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Lustobjekt für den Haarfetischisten

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Fetisch Betrug Verzweiflung Ekel Geld Herbstein-Stockhausen

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich heute Abend aufgrund einer Werbeanzeige zu einem 50 Jahre alten Knacker nach Hause gehen werde. Dieser Typ sucht nach Frauen, die ihre Haare fotografieren lassen, manche lassen sich die auch abschneiden oder mit Öl einreiben und kassieren dafür Geld. Ich habe eingewilligt, dass er mir zehn Zentimeter abschneiden darf, da ich eh zum Friseur muss. Außerdem darf er sie mir mit Babyöl einschmieren und wird sich einmal mit seiner "Fahrradpumpe" auf meinen Hinterkopf erleichtern. Dafür kassiere ich innerhalb einer Stunde einen nicht kleinen dreistelligen Betrag. Da ich unbedingt meine Miete zahlen muss und meine anderen Jobs nicht reichen, muss ich so das schnelle Geld suchen. Aber wie soll ich mit zwei festen Nebenjobs und einem aufwandsstarken Studium sonst meine Miete und die monatlichen Kosten zahlen? Noch dazu ist mein kleiner Bruder schwerstbehindert und meine Eltern arbeiten rund um die Uhr, um für ihn zu sorgen - einen Teil möchte ich Ihnen abgeben, ohne zu sagen, woher es kommt. Ehrlich, ich weiß einfach nicht, wie sonst Geld zu machen ist, wenn ich in meinem studierten Beruf noch nicht arbeiten kann.


Das Schlimme ist, dass ich einen Freund habe, den ich unglaublich liebe und für das kein Geld der Welt Preis genug ist, ihn zu verlieren. Ich habe so etwas noch nie gemacht und fühle mich jetzt schon schmutzig, obwohl mich der Typ nicht einmal anfassen darf und auch sonst keine Dienste von mir bekommen wird. Ich nehme es auf mich, ihm das Detail mit dem "Eiweiß" auf meinen Haaren nicht zu sagen, damit es ihn nicht belastet. Zusätzlich ist es Strafe genug, dass ich das mein Leben lang als Geheimnis mit mir herumtragen werde. Da mein Freund sehr sensibel, liebevoll und unglaublich toll ist, tut es mir im Herzen jetzt schon extrem weh, ihm das Ganze zu verschweigen. Er denkt sehr viel nach, glaubt kaum noch an das Gute im Menschen und hat einen Hang zu Paranoia. Daher denke ich, dass es egal ist, was ich ihm erzähle - er wird sich mehr ausmalen als ist und wird sich quälen. Von seinen Ex-Freundinnen wurde er oft betrogen und ist deshalb extrem vorsichtig in dieser Hinsicht. Dabei bin ich zu ihm ehrlicher als zu mir selbst und würde mich auch niemals vor anderen Männern ausziehen oder Ähnliches, weil ich weiß, dass ich ihn dadurch verlieren würde. Und obwohl ich keine sexuellen Handlungen mit dem Knacker vollführen werde, fühle ich mich unglaublich schuldig und schmutzig. Vermutlich bin ich eine Schlampe, und ich verdiene es, dass ihr auch als solche über mich sprecht. Ich fürchte, für mein Handeln wird es keine Absolution geben.

Beichthaus.com Beichte #00032642 vom 28.01.2014 um 15:17:10 Uhr in Herbstein-Stockhausen (39 Kommentare).

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Angst vor schlechtem Karma

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Diebstahl Engherzigkeit Selbstsucht Geld München

Ich möchte beichten, dass ich um Weihnachten 2013 einen Geldbeutel gefunden und das Geld entnommen habe. Ich war in der Fußgängerzone und dort lag die Börse einfach auf dem Boden - da konnte ich nicht widerstehen. Insgesamt habe ich knapp 300 Euro entnommen, ehe ich die Börse wieder auf den Boden gelegt habe. Was ich damit gemacht habe? Die Geschenke für meine Familie wurden teurer und schöner. Und ich selbst habe mir auch etwas Cooles gegönnt. Vor ein paar Tagen wurde ich auf unangenehme Weise daran erinnert und deshalb bitte ich um Vergebung. Ich stand nämlich da und dachte, dass ich meine Geldbörse ebenfalls verloren hätte. Zum Glück hatte ich sie aber nur in einer anderen Hose gelassen und gewaschen. Ich schäme mich.

Beichthaus.com Beichte #00032604 vom 21.01.2014 um 04:22:53 Uhr in 80333 München (Marienplatz) (24 Kommentare).

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Unverdienter Lohn

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Faulheit Trägheit Ungerechtigkeit Arbeit Geld

Ich "arbeite" bei einem Weltkonzern und bin momentan in einem Projekt "mittätig". Das klingt alles sehr spannend, und das ist es auch. Unser Team besteht aus vier Personen, inklusive meiner Wenigkeit. Eine Person hat sich richtig in die Arbeit reingekniet, sodass wir kaum noch etwas machen müssen. Auch alle anderen Teams sind immer noch durchgehend beschäftigt, obwohl sie weniger komplexe Aufgaben haben. Aber kommen wir zum Punkt. Ich trage, so kommt es mir zumindest vor, kaum etwas Produktives bei und bekomme dafür so eine Menge Geld, dass ich nicht mehr weiß, wohin damit. Aber dann sehe ich wieder die Reinigungskräfte, die oftmals in den Räumlichkeiten herumschwirren, und beobachte sie beim Arbeiten. Und dann fühle ich mich unglaublich schlecht, weil ich wahrscheinlich mehr als doppelt so viel Gehalt beziehe wie sie, es aber, im Gegensatz zu diesen Menschen, nicht verdiene.

Beichthaus.com Beichte #00032563 vom 13.01.2014 um 12:14:42 Uhr (22 Kommentare).

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