Randalierer im Hotel

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Aggression Trunksucht Gewalt Arbeit München

Ich (m/23) habe vor einem Jahr in einem Hotel gearbeitet. Es war im Dezember, viele Kollegen hatten sich krankgemeldet. Mein Chef bat mich, eine Nachtschicht einzulegen. Ich stand also stundenlang gelangweilt an der Rezeption, es kamen kaum Gäste. Der Höhepunkt war ein schmutziger, seniler, alter Sack, der mir unfreundlich erklärte, dass er auf die Toilette müsse und sich gleich in der Empfangshalle erleichtern würde. Anschließend bezeichnete er mich als reisfressenden Schlitzaugen-Sklave. So nicht, dachte ich mir, setzte ihn vor die Tür und informierte ein paar Kollegen. Der alte Sack randalierte noch vor der Tür, verschwand dann aber plötzlich. Sollte mir recht sein.

Ein Kollege löste mich ab, endlich konnte ich eine Pause machen und Kaffee trinken. Während ich mich mit den anderen unterhielt, kam der Kollege zurück. Er meinte nur, dass sowieso keine Gäste mehr kommen würden und er keine Lust hätte, blöd herumzustehen. Dann ging er weg, kam aber kurz darauf mit Gläsern und einer Flasche Absinth zurück. Ein Glas kann nicht schaden, hatten wir dumm grinsend gesagt und die Flasche geöffnet. Aus einem Glas wurden mehrere und mir wurde klar, dass ich den Absinth unterschätzt hatte.

Völlig benebelt schleppten wir uns in die Empfangshalle, warum, weiß ich nicht mehr. Wir lachten, bis ein Gast einchecken wollte. Durch den Alkohol konnte ich nicht mehr klar denken, ich wurde plötzlich wütend. Der Gast hatte schon graue Haare und Falten, mein Gehirn schien ihn als den pöbelnden Alten zu identifizieren, der mich beleidigt hatte. Der Gast war sehr verwirrt, als er nur Betrunkene vorfand. Bevor er fliehen konnte, sagte ich zu meinem Kollegen, dass das der Kerl war, der in die Empfangshalle scheißen wollte. Kurzerhand sprintete er zur Eingangstür, um diese zu versperren. Der Mann war ganz irritiert und fragte, wo er denn hier gelandet wäre. Als er mit der Polizei drohte, rannte ich auf ihn zu, riss ihm die Jacke vom Körper und rannte davon. Er verfolgte mich und war für sein Alter sehr fit, ich hängte ihn ab und versteckte mich in einem der Aufzüge. Dann fuhr ich in die letzte Etage, öffnete ein Fenster und warf die Jacke hinaus. Ohne Jacke hätte er keinen Grund mehr, um mich zu verfolgen, so die Theorie.

Erleichtert fuhr ich wieder nach unten und bemerkte die Rangelei zwischen dem Gast und dem Kollegen, der heldenhaft die Eingangstür verteidigt hatte. Ich musste ihm helfen! Schnell rannte ich auf den Mann zu und warf ihn zu Boden, er sah mich mit geweiteten Augen an und brüllte mich an, seine Worte habe ich nicht im Kopf, eine Liebeserklärung war es sicherlich nicht, denn im Anschluss verpasste er mir eine blutige Nase. Durch die Lautstärke waren nun auch andere Gäste und die nüchternen Mitarbeiter aus der Küche aufmerksam geworden. Sie halfen dem völlig verstörten Gast. Wir haben unsere Jobs verloren und ich zog um. Heute arbeite ich wieder in einem Hotel. Ich habe mir geschworen, nie wieder Alkohol zu trinken. Der Gast tut mir bis heute leid und hätte ich seine Adresse, würde ich ihm einen Brief schicken und mich entschuldigen. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00040344 vom 22.09.2017 um 14:43:04 Uhr in München (17 Kommentare).

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Ich möchte meine Tiere nicht mehr!

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Falschheit Faulheit Tiere Engherzigkeit Zürich

Ich mag meine Rassetiere nicht mehr. Wir haben zwei Katzen der Rasse BKH, waren sehr teuer und wir haben schon mehrmals mit ihnen Nachwuchs bekommen, die Kosten für den ganzen Ablauf mit den Tests, Stammbäumen und die Arbeit wird mir aber immer unangenehmer und ich mag die Tiere gar nicht mehr in den Wohnräumen haben. Noch dazu haben wir noch einen Rassehund (Cavalier King Charles), dieser ist über ein Jahr alt, leider aber immer noch nicht stubenrein. Er kann rund um die Uhr raus und rein (Katzenklappe) und wir gehen sehr oft spazieren, dennoch kackt er regelmaeßig ins Wohnzimmer und uriniert auf den teuren Teppich, natürlich schimpfen wir regelmäßig mit ihm, dann verzieht er sich unter die Kommode und kommt irgendwann wieder raus, am nächsten Morgen dasselbe.

Ich habe keine Lust mehr, mich um diese Tiere zu kümmern und hasse die Arbeit, die an mir hängen bleibt. Der Hund war ein Geburtstagsgeschenk von meinem Mann, daher habe ich Bedenken ihn abzugeben. Die Katzen sind das Wichtigste für meine Tochter, aber ich hasse die Haare, den Schmutz und den Geruch. Ich lebe gerne sehr reinlich und aufgeräumt und diese Tiere verursachen oft das Gegenteil von dem, was ich mir wünsche. Ich plane den Verkauf quasi ohne Einbindung meiner Familie und suche Vergebung für meine heimliche Verkaufsabsicht.

Beichthaus.com Beichte #00040338 vom 21.09.2017 um 10:36:21 Uhr in 8004 Zürich (18 Kommentare).

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“Beichte

Wie ich Rudi mit Pornos rächte

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Aggression Boshaftigkeit Kinder Österreich

Ich (w/28) habe mit ca. 12 Jahren einen Babyhasen bekommen. Wir lebten damals am Land und hatten hinter unserem Haus ein Feld. Ich ging mit meinem Babyhasen öfter hinters Haus und setzte ihn in ein Barbieauto und kutschierte ihn herum. Ich zog das Barbiegefährt an einer Schnur und der Babyhase blieb sitzen und genoss es sichtlich, in so einem geilen rosa Gefährt zu sitzen. Eines Tages dachte ich mir, ich lasse den Hasen frei. Es war ein Feldhase und er tat mir leid. Als ich ihn freilassen wollte, wollte er nicht gehen, rannte kurz weg und kam zu mir zurück. Dann boxte er mich mit seinen niedlichen Pfötchen. Ich war echt berührt davon und nahm ihn wieder hoch. Zu Hause hatte er plötzlich irgendwelche Anfälle und sein Kopf verdrehte sich. Er starb. Ich war sehr traurig und mein Stiefvater meinte, dass er wohl gespritzen Löwenzahn hinter dem Haus gegessen hatte. Ich weinte den ganzen Tag lang.

Am nächsten Tag brachte mir mein Stiefvater eine Brieftaube um mich zu trösten und um mich abzulenken. Sein Name war Rudi. Er sah aus wie eine gewöhnliche Taube. Er gurrte und war am Anfang sehr scheu. Ich hängte ihm ein Schulfoto von mir in den Käfig. Am nächsten Tag ging ich mit ihm raus und hatte sein Bein an eine Wollschnur gebunden, damit er nicht wegflog, aber die Natur genießen konnte. Auch er tat mir nach einiger Zeit leid und ich wollte Ihn freilassen. Traurig, aber in der Hoffnung, dass er sein Leben in Glück und Freiheit leben konnte, ließ ich ihn fliegen. Er flog aber nicht mehr weg. Er flog mit mir zur Bushaltestelle, einkaufen und egal wohin ich ging, er flog mir nach. Wenn im Sommer die Tür offen war, flog er ins Haus - das nervte meine Mutter sehr, denn er schmiss mit seinen Flügeln alles runter. Da mein Stiefvater teilweise auch Bauer war, hatten wir im innenhof auch einen Anhänger mit Weizen. Rudi badete oft darin und er fühlte sich wie Dagobert Duck. Wir waren sehr dicke und ich liebte Rudi. Manchmal hatte es meine Mutter in der früh eilig und Rudi saß am Zaun und kackte die Torschnalle zum Öffnen des Tors an. Ich fand das immer witzig, denn sie ärgerte sich immer und musste zurück, um die Hände zu waschen. Als ich reiten ging (der Stall war in der Nähe von meinem Haus) war Rudi immer dabei. Er beobachtete uns und wenn ich meinen Arm ausstreckte, versuchte er zu landen.

Jetzt zum eigentlichen Teil der Geschichte: Ich hatte einen kleinen, fetten, gemeinen Nachbarn, der immer eifersüchtig auf mich und meinen Prachtvogel war. Er hatte keine Freunde. Eines Tages war Rudi nicht aufzufinden, also ging ich ihn suchen. Ich suchte ihn stundenlang, bis ich ihn auf dem Feld verletzt am Boden liegen sah. Ich brachte ihn heim und mein Stiefvater meinte, die Verletzung sei von einem Luftdruckgewehr. Rudi starb noch diese Nacht. Ich war wirklich sehr traurig, es war so einzigartig und er war mir so ans Herz gewachsen. Ich wusste, dass es mein Nachbar gewesen sein musste, denn er gab mal damit an, dass sein Vater ein Luftdruck Gewehr besaß. Wütend, wie ich war, überlegte ich mir, was ich tun soll. Mit 12 Jahren kommen einem natürlich nicht die besten Ideen. Ich nahm von meiner Mutter eine Schachtel Zigaretten und von meinem Stiefvater ein paar Pornohefte. (Ja, ich wusste, wo er sie versteckt hatte). Ich schrieb auf einen Zettel: "Deine tägliche Bestellung. Leider warst du gerade nicht zu Hause, deswegen habe ich sie über den Zaun geworfen." Tja, dafür bitte ich um Absolution, denn danach habe ich ihn den ganzen Sommer nicht mehr gesehen. Um Rudi tut es mir leid. Ruhe in Frieden Rudi.

Beichthaus.com Beichte #00040337 vom 21.09.2017 um 09:52:16 Uhr in Österreich (11 Kommentare).

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Nein, ich will wirklich keine Kinder!

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Lügen Falschheit Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich (w/23) habe keine Lust, Kinder zu bekommen. Klar, jetzt regnet es gleich Kommentare, von wegen das würde sich noch ändern, ich sei noch zu jung um so etwas zu entscheiden, bla bla. Fakt ist, dass mich der Gedanke, schwanger zu sein, würgen lässt und die Vorstellung, dieses Ding durch meine Vagina zu pressen, verursacht beinahe körperliche Schmerzen. Dazu sei vielleicht gesagt, dass ich auch bei normalem Geschlechtsverkehr schnell mal Schmerzen habe. Wenn das Thema Kinder zur Sprache kommt und ich sage, dass ich keine möchte, werde ich nicht ernst genommen. Dann wird abgewunken und gesagt "Jaja, in deinem Alter...", "Das war bei mir auch immer so, aber dann...". Interessiert mich nicht. Ich bin nicht du. Nur weil andere Leute ihre Träume für vollgeschissene Windeln aufgeben, heißt das nicht, dass ich genau so bin. Überall machen sie auf perfekte Familie, dabei hat mir der eine oder andere Kollege und Familienvater schon erzählt, dass es zu Hause ganz anders aussieht. Da ist nicht mehr viel von Liebe und Leidenschaft übrig, da wird einiges nur durch Verantwortungsbewusstsein und der Angst vorm Sorgerechtsstreit und den Alimenten zusammengehalten.

Jedenfalls bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen, den Leuten zu erzählen, dass ich immunologisch steril bin. So wird nicht einfach abgewunken und belehrt, ich werde ernst genommen. Sogar bemitleidet. Ich tue dann so, als ob mir das nichts ausmacht, weil das schon festgestellt wurde, bevor ich über einen Kinderwunsch nachdenken konnte und für mich das einfach Tatsache sei. Das habe ich auch den Eltern meines neuen Freundes erzählt. Wir sind zwar erst seit einigen Wochen zusammen und haben vor etwa einem halben Jahr begonnen uns zu treffen, aber die sind deswegen ganz aus dem Häuschen. Mein Freund ist zehn Jahr älter und hat schon ein Kind mit einer anderen, deswegen stört ihn meine angebliche Sterilität nicht. Er bemitleidet mich nur ein wenig, weil seine Eltern mich deswegen nicht so recht akzeptieren wollen. Das Einzige, das mir leidtut ist, dass ich ihn diesbezüglich auch belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00040321 vom 16.09.2017 um 21:07:20 Uhr (28 Kommentare).

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Ich will kein Kind mit meinem Mann!

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Engherzigkeit Feigheit Familie Kinder

Ich (w/23) beichte, dass ich keine Kinder mit meinem Partner möchte. An sich nicht schlimm und auch im Bezug auf unser Alter eigentlich kein Thema. Jedoch haben wir beide fixe, nicht schlecht bezahlte Jobs und er redet immer davon, jung Vater werden zu wollen, also würde grundsätzlich nichts dagegen sprechen. Ich habe eigentlich kein Bedürfnis Kinder zu bekommen, aber wenn es sich ergeben sollte oder auf Wunsch eines verantwortungsvollen Partners, warum nicht. Aber da fängt es halt schon an: verantwortungsvoll. Mein Partner kann nicht mit Geld umgehen, hat bei mir und der Bank Schulden (sobald er Anfang des Monats nach Abzug der Miete "nur" ein paar hundert im Minus ist, denkt er, er hätte wieder Geld und wirft es aus dem Fenster; kauft sich Klamotten oder anderen unnötigen Kram, von dem er genug hat oder es nie benutzen wird, schmeißt eine Runde nach der Anderen und will ständig Taxi fahren, obwohl wir öffentlich gut angebunden sind.), wird in vielerlei Hinsicht schnell maßlos, macht im Haushalt so gut wie nichts (nicht aus Boshaftigkeit, sondern einfach weil es ihm wurscht ist und er ein anderes Reinheitsbedürfnis hat als ich, und ich habe definitiv keinen Putzfimmel).

Zudem ist er durch seinen Job phasenweise seltener daheim als ich, würde also auf die klassische Rollenverteilung hinauslaufen, dass ich allein mit dem Kind zu Hause bleiben und das meiste machen darf. Er ist sehr unselbstständig, vergesslich und unorganisiert. Wenn man ihm etwas aufträgt, macht er eine Sache lieblos und den Rest gar nicht. Gespräche bringen nichts, er ist zwar einsichtig, aber ändert sein Verhalten nicht. Ich liebe ihn und zweifele gar nicht an seinen Fähigkeiten als Vater, aber ich habe jetzt schon ein Kind daheim, da brauche ich nicht noch mehr. Ich verstehe nicht, wie man an Kinder denken kann, wenn man ohne Hilfe selbst nichts auf die Reihe kriegt. Wie mache ich meinem Partner klar, dass ich nichts gegen Kinder habe, aber nicht mit ihm als Vater... Und das am besten, ohne ihn zu verletzen?

Beichthaus.com Beichte #00040310 vom 14.09.2017 um 14:25:52 Uhr (28 Kommentare).

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