Mein altes Leben

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Maßlosigkeit Wollust Peinlichkeit

Ich (w/24) würde gerne mein früheres Leben ungeschehen machen. Als ich ein Teenager war, habe ich ziemlich exzessiv gelebt: geraucht, gesoffen, und in der Gegend herumgeflirtet. Okay, oft genug ist es nicht beim bloßen Flirten geblieben. Ich habe Jungs angebaggert und mit ihnen geschlafen, das hat meinem Selbstbewusstsein den ultimativen Kick gegeben, und ich habe es genossen. Die meisten waren zwar eher bescheiden im Bett, aber wie gesagt, es hat mein Ego gepusht. Leider habe ich mir damit in meinem Kaff (kleines Bergdorf in Sachsen) den Ruf erworben, sehr leicht zu haben zu sein, um es mal nett zu formulieren. Früher war mir das vollkommen egal, aber mittlerweile werde ich da schief angeguckt und es wird über mich getuschelt. Dazu kommt noch, dass ich seit einiger Zeit einen Freund habe, den ich über alles liebe, und dem ich nie fremd gehen würde. Dummerweise wird er von einigen der Jungs, mit denen mal was lief, oder die es sich zumindest mal gewünscht hätten, öfter angepöbelt und ausgelacht. Außerdem scheuen diese Trottel nicht mal davor zurück, mich direkt vor ihm anzugraben und teilweise darauf anzuspielen, dass sie schonmal was mit mir hatten. Ich werde auch ständig bei Facebook angeschrieben, die Nachrichten da sind oft ziemlich eindeutige und plumpe Anmachen. Mittlerweile reagiere ich darauf noch nicht einmal mehr mit einer sauren und zynischen Antwort, sondern ignoriere sie. Aber es hört einfach nicht auf. Mein Freund ist schon wahnsinnig misstrauisch und wir streiten auch öfter über das leidige Thema. Ich habe ihm aus lauter Angst, dass er mich sofort verlässt, nur marginale Bruchstücke über meine Vergangenheit erzählt und komme jetzt einfach nicht mehr aus der Nummer raus, ohne total vertrauensunwürdig auf ihn zu wirken. Er hat schon mal gesagt, dass er das Gefühl hat, bei mir eine Nummer gezogen zu haben und nur eine temporäre Liebschaft für mich zu sein. Ich möchte aber wirklich mit ihm alt werden. Ich bereue es jetzt wahnsinnig, nicht eher über die Konsequenzen bestimmter Handlungen nachgedacht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00029529 vom 17.11.2011 um 12:02:45 Uhr (39 Kommentare).

Gebeichtet von guenclau
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Der wohltätige Burgerverkäufer

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Betrug Waghalsigkeit Diebstahl Arbeit Restaurant Wittmund

Der wohltätige Burgerverkäufer
Vor circa einem Jahr habe ich für eine geraume Zeit in einer namhaften Fastfoodkette gearbeitet, um mit ein bisschen Geld fürs Studium zu verdienen. Dabei war es meine Aufgabe die Bestellungen am Tresen entgegenzunehmen und folglich selber vorzubereiten.
Mit fortschreitender Zeit begann ich die Filiale und die gesamte Fastfoodkette abgrundtief zu hassen. Nicht nur, dass die Burger gefühllos zusammengequetscht werden, um möglichst schnell den Nächsten bedienen zu können, nein, öfters sind die Dinger auch nicht ganz durch oder die Pommes Frites abgestanden, wenn länger kein Kunde da war. Von den Preisen müssen wir gar nicht erst sprechen.

Dies war besonders in der Nachtschicht der Fall. Da die Bezahlung außerdem miserabel war und der Chef ein rücksichtsloser, geldgeiler Mensch, begann ich bald schon die Menüs nach meinem Gutdünken etwas zu erweitern. Konkret heißt das: In die Getränke schüttete ich entgegen den Vorschriften möglichst wenig Eis, dafür umso mehr vom Getränk selbst. Bestellte jemand die mittlere Größe eines Menüs, gab es von mir die größte Cola und die größten Pommes Frites dazu. Bestellte jemand das Kindermenü mit dem billigen chinesischen Plastikspielzeug, enthielt die entsprechende Kinderpackung bei der Übergabe ein zweites Exemplar. Kaufte ein älterer Herr ein Menü zum Mitnehmen, wird er zu hause überrascht zwei Burger in der Tasche vorgefunden haben.

Auch bei Beschwerdefällen handelte ich etwas großzügiger, als es der Herr Chef wohl gerne gehabt hätte. Beschwerte sich eine Mutter mit ihrem Kind über einen lauwarmen Burger, gab es von mir zusätzlich kostenlos ein neues, heißes Exemplar. Selbstverständlich erforderte meine "Kampagne" die präzise Sichtung meines Umfelds, um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden. Dementsprechend führte ich meine "Aktionen" meistens in der Nachtschicht oder an Zeiten aus, in denen maximal zwei oder drei Mitarbeiter anwesend waren. Teilweise ging meine Gutmenschlichkeit soweit, dass ich noch heute in der Gegend gefragt werde, "ob ich nicht der freundliche, junge Mann vom Schnellimbiss XYZ wäre". Ich beichte also, dass ich letztes Jahr bewusst für Umsatzeinbußen bei meinem Chef gesorgt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029528 vom 17.11.2011 um 10:14:09 Uhr in Wittmund (48 Kommentare).

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Meine Kochkünste

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Dummheit Peinlichkeit Ernährung

Ich möchte meine absolute Unfähigkeit zu kochen beichten und mich bei allen Menschen entschuldigen, denen ich unabsichtlich gesundheitlichen Schaden zugefügt habe.

Ein kleiner Auszug aus meiner unrühmlichen Historie:
1. Als ich für meinen Vater eine Forelle braten sollte, habe ich aus Versehen etwas vom heißen Öl auf die heiße Ofenplatte geschüttet, es entzündete sich in einer riesigen Stichflamme. Ich konnte das Feuer zwar löschen, aber wir brauchten ein neues Ceranfeld.
2. Beim Versuch, Croutons zu machen, habe ich Weißbrot in kleine Stücke gerissen und in eine Pfanne geworfen. Das Resultat waren kohleähnliche Stückchen, die dermaßen in der Pfanne angebrannt waren, dass ich die Pfanne wegwerfen musste.
3. Ich wollte meinem Bruder und meinem Cousin eine Tiefkühlpizza machen, habe aber übersehen, dass das Ofenrohr noch mit Backofenspray besprüht war. Den widerlichen Gestank habe ich ignoriert und den beiden die Pizza serviert, zum Glück haben sie es ohne ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen überstanden.
4. Nachdem ich für meinen Freund Lasagne gekocht habe, haben wir die Nacht abwechselnd auf der Kloschüssel und in den Eimer kotzend verbracht. Ich kann nicht genau sagen, an welcher Zutat es lag, vermute aber, dass es das Tomatenmark war.


Lieber Gott, falls es dich gibt, bitte erlöse mich von meiner quälenden Unfähigkeit! Ich bitte sowohl um Absolution als auch um eine kulinarische Erleuchtung, immerhin habe ich oft genug versagt.

Beichthaus.com Beichte #00029527 vom 16.11.2011 um 19:29:06 Uhr (22 Kommentare).

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Hochdruckreiniger

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Trunksucht Dummheit Shopping Internet Frankenthal

Ich (m/23) war Mitte letzten Jahres wie eigentlich fast jedes Wochenende gepflegt mit meinen Jungs feiern. Ergebnis: Ich habe nachts aus Versehen bei einem sehr bekannten Internet-Auktionshaus einen Hochdruckreiniger ersteigert. Warum weiß ich nicht; ich war eben Millenium-betrunken. Warum es gerade ein Hochdruckreiniger war, beschäftigt mich heute noch manchmal. Ich beichte also, dass ich meinen Alkoholkonsum reduzieren sollte.

Beichthaus.com Beichte #00029519 vom 14.11.2011 um 16:08:34 Uhr in Frankenthal (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Karnickel ausgeliehen

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Diebstahl Falschheit Tiere Nachbarn Suhl

Mein Bruder und ich stritten uns oft. Eigentlich ständig, es sei denn wir haben jemand anderem Streiche gespielt. Aber einer ging zu weit. Ich war mit den Nachbarskindern gut befreundet, die hatten immer Hasen. Meistens Stallhasen, also die die man hält um sie zu essen. Die sind auch jedes Jahr in den Urlaub gefahren, während die Großeltern auf die Tiere aufgepasst haben. Einmal haben wir uns bei ihnen in den Garten geschlichen und haben einen jungen, schwarzen Rammler geklaut. Uns hat dabei keiner gesehen. Ich war damals 4 oder 5, mein Bruder 9 oder 11. Unseren Eltern haben wir erzählt, damit sie nicht ins Zimmer meines Bruders kommen, das wir Geschenke für sie basteln. Als die zwei Wochen Urlaubszeit zu ende war, haben wir den Hasen wieder in den Stall gesetzt, ihm Futter rein getan, sind davon geschlichen und wurden erwischt, von einer anderen Nachbarin.


Die hat uns verpetzt und totalen Schwachsinn erzählt. Wir hätten den Hasen auf der Straße ausgesetzt und ihn misshandelt. Hätten wir nie getan! Auf jeden Fall durften wir nicht mehr mit den Nachbarskindern spielen und angeblich hatte der Hase eine gebrochene Hinterpfote und musste geschlachtet werden (auch Schwachsinn! wir waren gut zu ihm!). So und nun zu dem was ich eigentlich bereue: Ich habe erzählt das mein Bruder mich gezwungen hat den Hasen zu klauen und habe ihm auch später noch damit gedroht die ganze Sache unseren Eltern zu stecken. Die Nachbarskinder haben mir verziehen, die Eltern nicht also haben wir ab da nur noch heimlich miteinander gespielt. Die Eltern hasse ich bis heute (konservative Erzkatholiken) deshalb bereue ich auch nicht das mit dem Karnickel, sondern nur das wir erwischt wurden und das ich eben meinen Bruder so mies verraten habe nur um mich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Es war zwar wirklich seine Idee, aber hätte ich nein gesagt hätte er die Sache vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00029506 vom 08.11.2011 um 22:31:05 Uhr in 98527 Suhl (Am Himmelreich) (6 Kommentare).

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