Urlaub auf der Jugendwiese

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Dummheit Verschwendung Drogen Rache Urlaub

Vor 25 Jahren habe ich mit einem Kumpel (wir waren beide 19) Urlaub gemacht. Da wir unser Geld am liebsten für Partys und Ähnliches ausgeben wollten und nicht für Flüge, Hotels oder kulturelle Errungenschaften, war relativ schnell klar, dass wir mit dem Auto fahren und einen "Zelturlaub" machen würden. Auf dem Campingplatz gab es eine Jugendwiese und - vermeintlich ein Glücksfall - auch jede Menge Gleichgesinnter. Als langhaarige Metaller fanden wir schnell "Freunde", die uns aber noch schneller total auf die Nerven gingen: Drei Typen waren noch abgebrannter als wir und wollten immer bei uns schnorren, zwei andere haben sich immer zu uns gesetzt (vor unser Zelt) und haben dort die ganze Nacht verbracht und ziemlich laut geredet, auch wenn wir selbst schon schlafen gegangen waren. Um uns bei den ganzen Nervbolzen zu rächen, ersannen wir folgenden Plan: Wir gingen einfach schon etwas früher als sonst vor das Zelt der beiden Labertypen und brachten schon mal Bier mit. Das zog dann die Schnorrer an und noch ein paar andere Leute, womit der erste Teil des Plans erfolgreich umgesetzt wurde, und die Party mal vor deren Zelt stattfand. Jetzt mussten wir sie nur noch dazu bringen, dass sie schlafen wollten, aber die Party vor dem Zelt nervte.

Wir holten einen Joint, den ein anderer Kumpel dagelassen hatte, und kifften mit unseren "Freunden". Die Experten dachten, es wäre nur eine Verarsche und da wäre gar nichts drin. Der Plan funktionierte, sie wurden sehr müde und gingen ins Bett. Leider hatten die anderen aber auch alle mitgeraucht, und gingen auch alle schlafen. Somit gab es keine Party mehr vorm Zelt und keine Rache. Aus Frust haben wir dann später in der Nacht auf dem ganzen Zeltplatz ziemlich viel Lärm gemacht und wahrscheinlich alle Urlauber geweckt. Am nächsten Tag gab es dann ziemliches Gemecker vom Chef des Platzes und die Drohung, dass wir bei Wiederholung rausgeschmissen werden.

Beichthaus.com Beichte #00033470 vom 18.06.2014 um 10:43:06 Uhr (12 Kommentare).

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Mit Krankenschein zum Konzert

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Falschheit Zorn Betrug Musik Arbeit Gütersloh-Friedrichsdorf

Ich (w/23) arbeite nun seit knapp einem Jahr für ein sehr geringes Gehalt als Kassiererin, mache quasi wöchentlich etliche Überstunden, und sobald Geld in der Kasse fehlt, wird es vom Gehalt abgezogen. Fragt man nach, wieso in einem Monat so viel abgezogen wurde, bekommt man übrigens nur zu hören, dass das schon alles seine Richtigkeit hat. Dabei glaube ich eigentlich, dass ich mich an siebzig Euro Minus in der Kasse erinnern würde. Aber das Hauptproblem entsteht erst, wenn man einen freien Tag braucht, um zum Arzt zu gehen oder Ähnliches. Das wird nämlich geflissentlich ignoriert, sodass man selbst nach einer Vertretung suchen oder den Termin verlegen muss. Letztens war es dann so, dass ich mir Konzerttickets gekauft habe und ich sagte meinem Chef auch Bescheid, dass ich dafür zwei Urlaubstage verschieben möchte, damit ich dort auch wirklich hin kann. Als die Woche kam, in der mein Urlaub ursprünglich eingetragen war, freute ich mich, weil ich davon ausging, dass ich tatsächlich am Konzertwochenende freihätte, da dort kein Eintrag zu finden war. Aber nein - als der Plan für die Konzertwoche fertig war, musste ich feststellen, dass ich zwar Urlaub hatte, aber nicht am Wochenende, sondern am Dienstag. Am Wochenende sollte ich bis zum Ladenschluss arbeiten. Das Ganze wurde also ohne jegliche Rückfragen oder Kommunikation einfach verschoben. Da mir diese Dreistigkeit zu weit ging, und mir das Konzert sehr wichtig ist, hatte ich dann einen "Arbeitsunfall". Ich war die komplette Woche krankgeschrieben, weil ich im Krankenhaus so gut schauspielern konnte. Ich habe mich übrigens schon für andere Stellen beworben und mein Chef hat es einfach mal verdient, so richtig in die Bredouille zu kommen! Mir tut es nur für die Kollegen leid, die für mich einspringen mussten.

Beichthaus.com Beichte #00033469 vom 18.06.2014 um 09:21:15 Uhr in Gütersloh-Friedrichsdorf (17 Kommentare).

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Gewalt im Straßenverkehr

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Aggression Gewalt Hass Zorn Auto & Co. Vöhl

Eigentlich bin ich (m/28) ein friedlicher Mensch und hatte in meinem ganzen Leben vielleicht zwei oder drei körperliche Auseinandersetzungen im außersportlichen Bereich. Als erfolgreicher Selbstständiger im Kommunikationsbereich ist es eigentlich mein Job, mit schwierigen Kunden gut auszukommen. Aber ein Kandidat im Straßenverkehr hat es dann geschafft. Am Freitagnachmittag stand ich an einer belebten Kreuzung an einer roten Ampel. Durch schlechtes Einfädeln der Vordermänner war es mir nicht möglich, ganz bis an den Haltestreifen zu fahren. Ich stand also geschätzte zwei Meter vor der Ampel. Auf einmal ertönte hinter mir ein langes Hupen. Im Rückspiegel sah ich nichts, außer einem alten roten Porsche Cabriolet, in welchem ein älterer Mann mit seiner Tochter saß, die vielleicht 14 Jahre alt war. Das Hupen konnte ich ihm nicht zuordnen - doch der nervige Ton verstummte einfach nicht. Irgendwann erkannte ich, dank der Gestik des Mannes hinter mir, dass er wohl mich meinte, ich konnte mir aber keinen Grund denken. Als die Ampel grün wurde, nutzte er die nächste Gelegenheit, um neben mich zu fahren und beschimpfte mich mit italienischem Akzent aufs Äußerste. "Lerne Auto fahren, du dummer Bastard", war noch eine der freundlicheren Äußerungen. Dann hupte er wieder wie wild zeigte mir den Mittelfinger und fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit weiter. Dabei brachte er eine Radfahrerin durch seine Fahrweise fast zu Fall. Und wie das so ist im Straßenverkehr - selbst wenn man in der Innenstadt hundert Sachen fährt, steht man an der nächsten Ampel. So auch er, und zwar direkt neben mir.


Ich fuhr das Fenster runter und fragte recht normal, was denn bitte das Problem gewesen sei. Eine weitere wilde Flut von Beschimpfungen gegen meine ganze Familie und ihr potenzielles Sexualverhältnis zu Tieren war die Folge und da brannte mir eine Sicherung durch. Ich schaltete mein Auto aus, sprang hinaus und ging forschen Schrittes zu ihm hinüber. Er hatte wohl begriffen, dass es gleich was gibt, und versuchte noch, am Vordermann vorbei abzuhauen, was ihm aber nicht gelang. Ich brüllte ihn wie ein Irrer an, dass er eine Pasta-Muschi sei, schlug ihm seine Kappe vom Kopf und gab ihm einige Ohrfeigen. Nach seiner geringen Gegenwehr zehrte ich ihn durch den Gurt aus seinem Auto und versetzte ihm mehrere Faustschläge und Kopfstöße. Erst als er auf dem Boden lag, realisierte ich, dass seine Tochter das Geschehen die ganze Zeit mit angesehen hat. Meine Beichte ist also nicht nur, dass ich die Situation nicht besser im Griff hatte - es tut mir vor allem leid, dass das kleine Mädchen meinen Gewaltausbruch mit ansehen musste.

Beichthaus.com Beichte #00033468 vom 17.06.2014 um 17:34:11 Uhr in Vöhl (29 Kommentare).

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Wehrlose Haustiere

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Gewalt Zorn Aggression Verzweiflung Tiere

Ich beichte, dass ich meinen Haustieren wehgetan habe. Früher wurde ich in meiner Schule gemobbt und eher gemieden, da ich eben anders war als meine Klassenkameraden. Hänseleien, Streiche und Beschimpfungen gehörten zu meinem Schulalltag. Meine Lust nach der Schule verflog, folgend heimste ich nur schlechte Zensuren ein. Mein Frust stieg, mein Selbstbewusstsein sank und hat sich bis heute nicht vollständig erholt. Jedenfalls ging das alles auf Kosten meiner Psyche, wobei diese mittels Therapie erst einmal wieder in Schwung gebracht werden musste. Damals hatte ich nur wenige Freunde - gut, eigentlich gar keine, denen ich mich hätte anvertrauen können und meine Eltern wollte ich mit den Problemen nicht belasten, da sie schon genug Stress hatten. Und schlussendlich ließ ich dann meine Aggressionen, Wut, Hass und Verachtung an meinen Haustieren aus, vor allem das Zwergkaninchen bekam dies oft zu spüren. Heute tut mir das einfach nur noch leid. Da ich damals jedoch nur jemanden suchte, der noch schwächer war, als ich, bot sich mein Haustier einfach gut an - es war klein und wehrlos. Inzwischen ist das Kaninchen verstorben, und ich glaube, dass ich ihm, trotz meiner dunklen Phase, ein gutes Leben ermöglicht habe. Irgendwann habe ich nämlich erkannt, wie falsch es ist, ein Tier wegen meiner Probleme zu quälen.

Beichthaus.com Beichte #00033467 vom 17.06.2014 um 15:07:19 Uhr (17 Kommentare).

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Auf der sicheren Seite mit Babygläschen

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Trägheit Ernährung Kinder

Ich habe einen sieben Monate alten Sohn, der seit einem Monat Beikost bekommt und ich beichte, dass ich immer die fertigen Gläschen kaufe und nichts selbst koche. Daneben stille ich ihn noch. Wenn er dann alt genug ist, isst er natürlich mein Gekochtes vom Tisch mit. Es liegt übrigens nicht daran, dass ich zu faul bin, für ihn zu kochen - ich bin nur immer skeptisch, ob ich irgendwas falsch machen könnte. Und dann vertraue ich lieber auf die Gläschen, denn die werden gut kontrolliert. Bei allen anderen Lebensmitteln ist das nicht so und da vertraue ich auch auf nichts. Aber bei Babynahrung kann man schon Vertrauen haben, denn dort kann sich niemand einen Skandal erlauben.

Beichthaus.com Beichte #00033459 vom 16.06.2014 um 01:11:52 Uhr (19 Kommentare).

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