Plötzlich Vater!

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Dummheit Falschheit Lügen Partnerschaft Schwangerschaft

Mein Freund (20) und ich (19) sind seit knapp zwei Jahren ein Paar. In letzter Zeit können wir leider nur miteinander skypen, da er in Österreich ist und ich in Bulgarien. Ich bin schwanger und wollte ihn mit der Nachricht überraschen, wenn wir uns wieder sehen - nämlich Anfang Juli. Aber vorgestern kam ich mit Wehen ins Krankenhaus. Und gestern, um 11:06 Uhr, erblickte meine Prinzessin Milou in der 27. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich das meinem Freund sagen soll und wie er darauf reagieren wird, dass er so plötzlich Vater ist, ohne sich vorher darauf vorbereiten bzw. einstellen zu können. Ich Hohlkopf habe erst jetzt erkannt, wie dumm es war, ihn mit der Schwangerschaft erst so spät "überraschen" zu wollen. Ich kann jetzt selbst nicht mehr nachvollziehen, was ich mir eigentlich dabei gedacht habe. Die Schwangerschaftshormone müssen mir das Hirn vernebelt haben. Wie kann man nur so blöd sein? Besser, so eine wichtige Nachricht am Telefon mitzuteilen, als seinem Freund so lange eine Schwangerschaft zu verheimlichen. Ich beichte, dass ich die blödeste Person bin, die mir je untergekommen ist.

Beichthaus.com Beichte #00033458 vom 15.06.2014 um 23:42:46 Uhr (34 Kommentare).

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Die schlimmste Tat meines Lebens

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Fremdgehen Verzweiflung Trunksucht Partnerschaft Ganderkesee

Meine Beichte fängt damit an, dass ich euch von meiner Freundin erzählen muss. Ich bin so glücklich mit ihr und liebe sie über alles. Sie ist das Wichtigste auf der Welt für mich, seit ich sie kenne, hat sich mein Leben in eine Richtung geändert, die ich selbst nie vermutet hätte. Ich habe für sie mit vielen neuen Hobbys angefangen. Ich versuche, sie jeden Tag zum Lachen zu bringen und gebe mir die größte Mühe, der beste Freund auf der Welt zu sein, weil sie einfach das Größte für mich ist. Ich möchte am liebsten nur noch mit ihr Zeit verbringen - sogar soviel, dass sich meine Freunde beschweren, dass ich kaum noch dabei bin, wenn sie mal eine Party machen oder feiern. Ich muss sagen, dass meine Freundin diese Woche mit ihrer Familie in den Urlaub gefahren ist. Wir sind sonst nie getrennt und verbringen viel Zeit miteinander. Dass sie mal nicht da ist, passiert höchst selten, und auch wenn sie wenig Zeit für mich hat, und ich dann oft auf sie warten muss, bin ich dankbar für jede Sekunde, die wir miteinander verbringen. Wir passen echt gut zusammen und haben "zu zweit" immer eine Menge Spaß. Ich weiß, dass alle Männer auf dieses Thema fixiert sind, aber ich glaube, wenn wir die Gelegenheit haben, sind wir ein äußerst aktives Paar. Da war es für mich ein großes Problem, mal eine Woche von ihr getrennt zu sein.


Die Woche hat also schon schlecht angefangen. Mein Vater hatte mich für einen Tag daheim „vertrieben“ und es ist wohl nur meiner Mutter zu verdanken, dass ich wieder daheim wohne. Ich fühlte mich die Woche echt beschissen und war deprimiert. Als meine Freunde mir dann sagten, dass sie am Wochenende saufen wollten, sagte ich nicht Nein. Ich habe an dem Tag also ordentlich zu Trinken eingekauft, habe eine Freundin abgeholt, die weiter weg wohnt, und bin dann zu der Party gegangen. An viel kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war wohl eine gute Party. Auch wenn sie ein wenig davon getrübt wurde, dass besagte Freundin, die ich mitgebracht hatte, vorherige Woche fast einen One-Night-Stand mit einem meiner Freunde hatte. Dieser war deswegen noch sauer auf sie und war so gemein, dass er sie im Laufe des Abends mehrmals zum Heulen gebracht hatte. Wir waren also beide schlecht drauf, und um diesen Mist zu vergessen, beschlossen wir, unabhängig voneinander, uns richtig die Kante zu geben. Was sonst noch passiert ist, entzieht sich meinen Erinnerungen und ich war am nächsten Tag wirklich überrascht, dass ich es tatsächlich nach Hause geschafft hatte. Wie ihr euch alle schon denken könnt, wachte ich aber nicht alleine auf. Ich lag zusammen mit der Freundin nackt in meinem Bett. Nachdem ich sie nach Hause gefahren hatte, klärte ein Gespräch mit meiner Schwester, die anscheinend auch sehr spät nach Hause gekommen war, meinen Verdacht.


Ich habe meine Freundin betrogen. Ich finde das total scheiße und hasse mich dafür. Ich fühle mich so beschissen und möchte gar nicht daran denken. Vor allem, da ich bei meiner Beziehung auf Vertrauen und Ehrlichkeit viel Wert lege. Außerdem würde ich am liebsten jeden aufschlitzen, der meine Freundin begafft, sie zu lange ansieht oder ihr gar zu nahe kommt. Ich werde schnell eifersüchtig und würde in diesem Zustand wohl auch nicht vor extremen Taten zurückschrecken. Noch dazu ist so etwas für mich unterste Schublade und richtig erbärmlich. Ich hasse mich dafür und würde es am liebsten rückgängig machen. Es ist einfach das Letzte. Und trotzdem habe ich es getan. Ich hasse Männer, die so etwas machen. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe und ich möchte auch gar nicht versuchen, Absolution zu erbitten.

Beichthaus.com Beichte #00033455 vom 15.06.2014 um 19:31:19 Uhr in Ganderkesee (27 Kommentare).

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Die Hand in der Mausefalle

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Feigheit Dummheit Morallosigkeit Boshaftigkeit Schule

Damals, in der zehnten Klasse, habe ich eine Fernsehserie gesehen, in der anderen Streiche gespielt wurden. Dort wurde auch mal ein Streich mit einer Mausefalle gezeigt. Ich war von diesem Streich sehr begeistert und beschloss, es an jemanden auszuprobieren, den ich nicht leiden konnte. Es gab damals in meiner Klasse ein paar Leute, die jemanden gemobbt haben und das ist regelmäßig völlig außer Kontrolle geraten. Ich fand das damals sehr ungerecht, wusste aber auch nicht, was ich tun sollte. An einem Schultag beschloss ich, mich während des Sportunterrichts rauszuschleichen und legte eine Falle in die Sporttasche derjenigen, die am meisten gemobbt hat. Es kam, wie es kommen musste: Beim Greifen in die Sporttasche schnappte die Mausefalle zu. Sie schrie wie am Spieß. Natürlich wurde sofort die Gemobbte beschuldigt und von ihr und drei anderen getreten und geschlagen. Es war oft genug sehr schlimm, aber niemals so schlimm wie an diesem Tag. Ich bekam Schuldgefühle dafür, dass ich alles noch viel schlimmer gemacht habe, aber ich war auch zu feige alles zu gestehen und hatte Angst selbst zum Mobbingopfer zu werden. Die Geschichte verfolgt mich immer noch. Es tut mir wirklich sehr leid. Heute weiß ich, dass man eben zu einem anderen Lehrer gehen sollte, wenn der Klassenlehrer nicht helfen will. An alle Gemobbten da draußen: Bitte sucht euch Hilfe und gebt nicht so schnell auf.

Beichthaus.com Beichte #00033454 vom 15.06.2014 um 16:18:53 Uhr (5 Kommentare).

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Vom Mobbing-Opfer zur Karrierefrau

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Neid Boshaftigkeit Engherzigkeit Schule

In meiner Jugend, während der Realschulzeit, war ich an miesen Hänseleien gegenüber einer Mitschülerin beteiligt. Sie kam zur achten Klasse neu an unsere Schule und war eigentlich ganz nett - aber da sie komisch aussah (sehr mager, dicke Brille, extrem unreine Haut, altmodische Kleidung), haben wir ihr nicht die Chance gegeben, sie kennenzulernen, sondern haben sie vom ersten Moment an nur gehänselt. Wir haben ihr peinlichste Fragen gestellt, oder getuschelt, sobald sie in der Nähe war, und haben darauf geachtet, dass sie es hört. Im Unterricht, wenn sie sich gemeldet hat, haben wir sie nachgeäfft. Hauptsächlich waren meine vier Freundinnen und ich daran beteiligt. Aber auch andere Jungs und Mädels aus unserer Klasse zogen nach. Ein paar waren nicht beteiligt, aber sie war dann so verunsichert, dass sie nie den Mund aufgemacht hat und immer alleine war. Wir haben ständig beraten, was wir sie denn als Nächstes fragen können und so weiter. Sie wurde dann auch von allen anderen Klassen gehänselt - sogar die Schüler der benachbarten Hauptschule fingen irgendwann an, sie zu hänseln, weil wir sie dazu gebracht haben. Körperlich wurde sie nie fertiggemacht, dafür gab es damals ja keinen Anlass, aber eben psychisch, weil es uns Spaß gemacht hat.


Wenn sie kurz vorm Heulen war, oder ihr sogar schon Tränen aus den Augen liefen, sind wir in Lachkrämpfe ausgebrochen. Das war unser Ziel - und ich schäme mich so sehr dafür. Vor Kurzem war dann unser Klassentreffen. Inzwischen sind wir alle fast dreißig und fragten uns zu Beginn, ob sie wohl auch kommen würde. Eigentlich waren wir uns auch sicher, dass sie sich das nicht traut, aber sie kam - und wir waren total baff. Sie hat sich zu einer wirklich sehr schönen Frau entwickelt. Sie ist schlank, aber nicht mehr mager - lange Beine, lange Haare, total selbstbewusst. Eine richtige Karrierefrau. Sie hat Jura studiert und ist in eine Kanzlei eingetreten. Ich dagegen bin eine kleine Verkäuferin in einer Metzgerei, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern noch zusätzliche Leistungen vom Staat empfangen muss, weil das Geld nicht reicht. Unser "Opfer" war nur kurz da. Sie würdigte uns mit einem Blick der wirklich Bände sprach - sie verachtete uns, obwohl sie uns überlegen war. Dann ging sie auch schon wieder zu dem schicken Wagen ihres Mannes, dem keiner meiner ehemaligen Klassenkameraden das Wasser reichen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00033450 vom 13.06.2014 um 17:50:52 Uhr (52 Kommentare).

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Die Heuchlerin

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Verrat Kollegen Gernsbach

Ich arbeite in einem sehr kleinen Betrieb und es herrscht ein freundschaftliches Klima. Meine beiden Chefs sind ein Ehepaar. Sowohl er als auch sie sind supernett. Sie sind seit Jahren Veganer. Nun habe ich seit einigen Wochen eine Kollegin, die immer denkt, man müsse einem Vorgesetzten nach dem Mund reden, was die Interessen und Ähnliches betrifft. Nun waren wir von der Arbeit gemeinsam essen. Wir unterhielten uns wie immer sehr locker und irgendwie kam die Gesprächsrunde auf das Thema Fleisch und Tierprodukte. Meine Kollegin sagte: "Also, ich esse so gut wie nie Fleisch. Und wenn, dann achte ich immer darauf, dass es von Biohöfen kommt. Bei Tierprodukten mache ich es genauso. Die esse ich auch sehr selten und wenn, dann nur aus artgerechter Haltung." Daraufhin guckte ich ganz verwundert und sagte: "Oh, dann habe ich da wohl verwechselt. Ich dachte immer, du isst total viel Fleisch und Tierprodukte, aber dann habe ich dich wohl mit jemand anderem vertauscht". Sie isst quasi nichts anderes und es kommt alles aus dem Supermarkt - was ich ja auch mache, aber dann steht man auch dazu, oder hält sich raus, aber man heuchelt doch nicht.


Meine Chefs zwinkerten mir unauffällig grinsend zu und meine Kollegin guckte mich sehr böse von der Seite an. Meine Chefs sind total lockere Leute und denen ist es piepegal, was ein anderer in seinem Leben macht - oder isst. Sie haben das der Kollegin auch nicht übel genommen, haben es eher ein bisschen belächelt. Ich bitte um Absolution, da ich meine Kollegin verraten habe, aber ich konnte nicht anders. Ich fand diese Heuchelei so armselig und es ist ja nicht das erste Mal - wenn einer der Chefs oder unsere ältere Kollegin, unsere "alte Häsin", irgendwas erzählt, dann interessiert sie sich selbstverständlich auch immer dafür. Wenn jemand gerade ein Buch liest, dann ist das natürlich auch ihr Lieblingsautor und so weiter. Innerhalb der wenigen Wochen haben wir alle gemerkt, dass sie gerne heuchelt und nicht merkt, dass die anderen darüber nur lächeln.

Beichthaus.com Beichte #00033446 vom 12.06.2014 um 17:51:52 Uhr in Gernsbach (11 Kommentare).

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