Das Dilemma meiner Mutter

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Boshaftigkeit Hass Ungerechtigkeit Morallosigkeit Familie

Ich (w/23) beichte, dass ich jemandem nur Schlechtes wünsche. Meine Mutter musste aus einer finanziellen Not heraus das Haus verkaufen, in dem meine Familie immer schon gewohnt hatte. Sie hat es vor vielleicht dreißig Jahren zusammen mit meinem Vater gekauft, der im Laufe unserer Kindheit allerdings immer mehr zum Ekelpaket wurde. Irgendwann waren ihm das Geld und seine Firma einfach wichtiger als seine Familie, und als er im Juli 2009 starb, hatte er die Firma dermaßen zugrunde gerichtet, dass die Insolvenz drohte. Auch meine Mutter steckte ihr halbes Leben in diese Firma, nur damit mein Vater, das feige Arschloch, sich genau im Scheidungsjahr aus diesem Leben verabschieden konnte, um ihr einen Haufen Schulden und eine ruinierte Firma zu hinterlassen. Sie hat dann versucht, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, aber irgendwann musste sie einfach einsehen, dass nichts mehr zu retten ist. Der Betrieb wurde geschlossen und auch das Haus musste daran glauben, um die Schulden in den Griff zu bekommen.


Und die neue Besitzerin ist ein geldgeiles Aas. Meine Mutter hatte vor einigen Wochen einen Unfall und sitzt nun vorübergehend im Rollstuhl - weshalb sie wenig tun konnte, was die Wohnungs- und Jobsuche betrifft. Deshalb bat sie die Käuferin um einen Aufschub des Übergabetermins, aber diese meinte, dass dies "leider nicht möglich sei". Dieses niederträchtige und kaltherzige Etwas verlangte also von einer mittellosen und körperlich beeinträchtigten Frau, die komplett auf fremde Hilfe angewiesen ist, dass sie alles regelt, wie ein gesunder Mensch es auch würde. Sie hat einfach keinen Funken Mitgefühl in ihrem vertrockneten Herzen. Seitdem hasse ich dieses Mistbiest und freue mich jeden Tag aufs Neue, dass sie diese Dreckshütte gekauft hat. Ich hoffe, ihr kracht das morsche Gebälk über der blondierten Hohlbirne zusammen - und ich hoffe, dass der Geist meines Vaters hier noch ordentlich sein Unwesen treibt - damit die Alte an diesem Haus niemals Freude haben wird. Momentan bin ich übrigens bei meiner Mutter, um ihr beim Umzug zu helfen. Und, obwohl es normalerweise wirklich nicht meine Art ist, bin ich schwer am Überlegen, ob ich der Käuferin ein nettes "Geschenk" meines Hundes hinterlasse, bevor ich das Haus endgültig verlasse.

Beichthaus.com Beichte #00031897 vom 14.09.2013 um 16:38:07 Uhr (24 Kommentare).

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Zu viele Tabus

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Begehrlichkeit Falschheit Lügen Neugier Partnerschaft

Ich (m/25) werde vermutlich bald mit meiner Freundin Schluss machen. Eigentlich ist alles perfekt - sie ist wirklich sehr hübsch, auch körperlich gut ausgestattet, und man kann sich mit ihr gut unterhalten. Außerdem ist sie echt locker, eigentlich wie ein Mann in einem Frauenkörper - also charakterlich. Ich habe sie als Mensch wirklich sehr gern, aber sie hat weder Hobbys noch Lust darauf, etwas aus ihrem Leben zu machen. Das nervt mich schon seit einiger Zeit, aber aus den oben genannten Gründen habe ich darüber hinweggesehen. Der Hauptgrund, warum ich mit dem Gedanken spiele, die Geschichte zu beenden ist, dass sie schlecht im Bett ist - einfallslos, jede Menge Tabus, etc. Das war ich von meinen Ex-Freundinnen anders gewöhnt. Seit einigen Wochen flirtet auch noch eine sehr attraktive Kollegin mit mir und hat sehr eindeutige Andeutungen gemacht. Ich weiß nicht, wie lange ich noch standhaft bleiben kann. Ich will unbedingt mal wieder ein sexuelles Abenteuer erleben, aber soll ich dafür eine Beziehung wegwerfen? Eine wie sie ist wirklich schwer zu finden. Diese Geschichte macht mich noch wahnsinnig.

Beichthaus.com Beichte #00031860 vom 06.09.2013 um 17:21:47 Uhr (20 Kommentare).

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Der Heuchler

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Verzweiflung Wien

Ich (m/23) habe früher oft auf die Nachbarskinder aufgepasst, da sie im gleichen Alter waren wie mein Bruder. Unter den Kids war auch ein Mädchen, in das sich mein Bruder irgendwann verguckte, sie hatte aber offensichtlich Interesse an mir, denn drei Jahre später hat sie mir das gestanden - damals war sie 13 und ich gerade 18 - weshalb ich das natürlich ablehnte. Damals war ich sehr entsetzt, dass sie so etwas empfunden hatte, da sie beinahe wie eine kleine Schwester für mich war. Ein Jahr später kamen sie und ihr Bruder dann in eine Pflegefamilie und ich habe sie nie wieder gesehen. Vor einigen Monaten kam allerdings mein Bruder zu mir (er ist inzwischen 18) und erzählte mir, dass sie wieder in der Nähe lebt. Offensichtlich war er immer noch in sie vernarrt, denn im gleichen Atemzug erkundigte er sich, ob ich darauf eingehen würde, wenn sie immer noch in mich verliebt wäre. Was ich natürlich verneinte - aber leider war das nur die Theorie.


Inzwischen habe auch ich sie getroffen und sie hat sich wirklich gemacht. Allein dieses Lächeln, bei dem man vergisst, wie man heißt. Sie ist absolut scharf und hat immer noch eine super Persönlichkeit, wir können stundenlang quatschen. Und ich merke ganz deutlich, dass jetzt eine Spannung da ist, die früher nicht da war. Sie ist jetzt einfach auch körperlich erwachsen und am Liebsten würde ich sie auf Händen tragen und nie wieder loslassen. Aber ich habe meinem Bruder ja versichert, dass ich mich niemals auf sie einlassen würde, weshalb ich so tue, als wäre das Ganze nur platonisch. Aber ich kann mir einfach nichts Schlimmeres vorstellen, als dass sie Gefallen an einem anderen - oder sogar meinem Bruder findet. Ich liebe meinen Bruder zwar und sollte es ihm gönnen, wenn es so wäre, aber ich kann an nichts anderes denken, als daran, wie ich sie für mich einnehmen kann. Ich komme mir wie ein Idiot und Heuchler vor und traue mich nicht, das einem von beiden einzugestehen.

Beichthaus.com Beichte #00031855 vom 05.09.2013 um 11:35:00 Uhr in 1120 Wien (Tannenstraße) (12 Kommentare).

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Die Stasi-Eltern

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Vorurteile Ungerechtigkeit Kinder Gesellschaft

Die Stasi-Eltern
Ich möchte etwas loswerden, was mich bedrückt. Es passierte Anfang 1990 in den neuen Bundesländern (ehemalige DDR), als die Hexenjagd auf die Mitarbeiter der Stasi eröffnet wurde. Wer entlarvt wurde, hatte einen Spießrutenlauf zu durchstehen. Einerseits auch heute noch verständlich, da der Apparat ja nicht zimperlich war und sich die Wut der Leute, angereichert mit erst damals bekannt gewordenen Informationen, entladen musste. Andererseits aber auch menschenverachtend, da selbst Pförtner und Köche ins Fadenkreuz des Mobbings gerieten. Damals war ich 14 Jahre alt und habe mit einem Großteil aus meiner Klasse in schändlicher Weise auf dem "Kreuzzug" teilgenommen. Ein Klassenkamerad hatte nämlich gleich zwei Stasi-Eltern (wofür er ja nun nichts konnte), und wir haben ihn in Sippenhaft genommen. Nicht, dass wir ihn direkt damit konfrontiert hätten, wir schimpften "nur" bei jeder Gelegenheit in seiner Gegenwart über die Schweine der Stasi. Auf dem Heimweg riefen wir ausdauernd die damals übliche Parole "Stasi raus!". Irgendwann schrie besagter Klassenkamerad sogar mit. Man muss sich mal in die Lage des Jungen versetzen, seine Eltern auf einmal arbeitslos und von allen geächtet, und wir geben ihm noch den Rest. Ich bereue, was ich ihm angetan habe. Etliche Jahre später hatten wir ein Klassentreffen, zu dem er nicht erschienen ist. Gern würde ich mich bei ihm persönlich dafür entschuldigen. Vielleicht sehe ich ihn ja einmal wieder. Nach seinem Namen Googeln hat jedenfalls nichts gebracht. Um Absolution bitte ich nicht, das schlechte Gewissen soll mich in Zukunft ermahnen, erst nachzudenken, bevor ich der Masse folge.

Beichthaus.com Beichte #00031787 vom 21.08.2013 um 15:39:59 Uhr (13 Kommentare).

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Mein Ausflug nach Berlin

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Masturbation Schamlosigkeit Lügen Falschheit Berlin

Ich (m/20) habe vor zwei Jahren einen meiner besten Freunde in Berlin besucht. Dieser war wegen seines Jobs aus unserem kleinen Heimatdorf weggezogen und da wir uns schon lange nicht mehr gesehen hatten, freute er sich riesig auf meinen Besuch. Als ich dann bei ihm ankam, war er total geknickt, und erzählte mir, dass er die nächsten paar Tage arbeiten müsse, da er aus dem Urlaub beordert wurde, weil mehrere Kollegen krank geworden seien. Deshalb würden wir uns nur abends sehen. Ich war echt geknickt, schließlich wollte ich die Stadt nicht alleine erkunden, sondern mit ihm Spaß haben und alte Erinnerungen wieder aufleben lassen.

Am nächsten Morgen ging er zur Arbeit, und nett, wie er ist, überließ er mir seinen Wohnungsschlüssel, damit ich kommen und gehen konnte, wann immer ich wollte. Er gab mir dann noch einige Tipps bezüglich des Sightseeing.
Doch zur Stadtführung kam ich nicht - denn als ich ein wenig in seiner Wohnung stöberte, fand ich seine Unterwäsche. Ich muss dazu sagen, dass ich ihn schon immer total attraktiv und geil fand. - Was er aber nie erfahren hat. Schlussendlich beschäftigte ich mich körperlich sehr intensiv mit seinen Kleidungsstücken. Hinzu kamen noch ein paar Nacktbilder von seinem besten Stück auf seinem Computer, die direkt auf dem Desktop abgespeichert waren. Ich hatte viel Spaß, bis er am Abend dann völlig erledigt von der Arbeit kam. Natürlich fragte er, was ich den ganzen Tag getrieben hätte und schien recht begeistert, als ich ihm irgendwelche Geschichten erzählte, die ich mir mit Informationen aus einem Touristenguide zusammenreimte. Abends gingen wir in ein paar Bars, und jedes Mal, wenn ich ihn dann ansah, überkam mich mein schlechtes Gewissen. Ich bitte also um Absolution, dass ich die Abwesenheit meines Freundes zur Selbstbefriedigung ausgenutzt, und ihm dann noch schamlos ins Gesicht gelogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031694 vom 04.08.2013 um 13:53:15 Uhr in 10553 Berlin (Huttenstraße) (10 Kommentare).

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