Gaffer in der Straßenbahn

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Aggression Schamlosigkeit Bahn & Co. Hamburg

Ich hatte letztens meine Aggressionen nicht unter Kontrolle und habe etwas getan, was ich mittlerweile total bereue. Vor ein paar Wochen bin ich mit der Straßenbahn gefahren. Ich hatte einen unglaublich anstrengenden Tag hinter mir. Meine allgemeine psychische Verfassung war nicht die Beste, sodass ich oft gedankenverloren, geistesabwesend und vor allen Dingen leicht reizbar war. Dazu solltet ihr wissen, dass ich ein sehr zurückhaltender Mensch bin und stets versuche, mich aus unangenehmen Situationen herauszuhalten. Ich bin auch eher der stille Typ, der wenig spricht und sich in Menschenmengen schnell unwohl fühlt. Jedenfalls stand ich am besagten Tag vollkommen erschöpft in der Straßenbahn und wollte einfach nur nach Hause. In meiner Tasche hatte ich ca. 30 Bücher plus meinen Steinzeit-Laptop, der zusätzlich noch einmal 209 Tonnen wog. Mein Rücken tat weh, mein Kopf war kurz vorm Explodieren und die Bahn war total überfüllt. Ich denke, die meisten von euch kennen diese Situation, ist ja auch nichts Besonderes. Nun ist es aber auch so, dass ich sehr oft von Menschen förmlich angestarrt werde. Ich habe Narben im Gesicht, die dazu einladen. Ich finde es mittlerweile auch nich mehr schlimm, ich kenne es ja nicht anders. Aber an jenem Tag wurde ich von einer Frau ununterbrochen begafft, als ob ich ein Pinguin im Zoo wäre. Ich habe es erst bemerkt, als ich eine ältere Dame vorbeigelassen habe, damit sie und weitere Leute aussteigen konnten.

Früher hat mich das sehr verletzt, wenn die Leute so penetrant geschaut haben. Irgendwann bekommt man das auch mit. Seitdem ich erwachsen bin, stört es mich wie gesagt gar nicht mehr. Aber diese Frau starrte, starrte und starrte. Dann fing sie an lautstark über mich herzuziehen, so würde sie ja niemals herumlaufen. So eine Narbe könne man ja weglasern lassen heutzutage. Der Prüfungsstress, der offensichtlich an Blähungen leidende Anzugtyp neben mir und dieser furchtbare Tag, haben meine Synapsen zum Explodieren gebracht. Ich holte mein Portmonnaie heraus und kramte so ein altes, versifftes Passbild von mir heraus und schmiss es in Richtung der Dame mit dem freundlichen Hinweis, jetzt könne sie mich sogar zu Hause anstarren und über mich lästern - wann immer sie nur wollte. Ich weiß nicht mehr den genauen Wortlaut, aber sie sagte so etwas wie, dass sie es ja nur gut gemeint hätte und ich ja sonst total hübsch wäre, aber diese Narbe würde ja alles kaputtmachen. An diesem Tag kam der ganze Schmerz aus meiner Pubertät wieder hoch und ich dachte noch lange an diesen Tag zurück. Deswegen beichte ich hier auch. Ich wollte mich eigentlich nie wieder auf so ein Niveau herablassen. Es tut mir wirklich leid.

Beichthaus.com Beichte #00041008 vom 21.02.2018 um 16:23:36 Uhr in 22047 Hamburg (Olmühlenweg) (17 Kommentare).

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Ich will Kinder von meinem Ex!

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Begehrlichkeit Feigheit Kinder Familie Ex

Ich (w/27) habe eine ziemlich üble langjährige Beziehung hinter mir. Ich war mit meinem Ex zusammen, seit wir 18 und 20 waren. Dass die Beziehung so schlecht lief, ist unser beide Schuld und wir haben uns viel zu spät getrennt (vor zwei Jahren). Wäre da nicht unsere gemeinsame vierjährige Tochter, würde ich mir wünschen, wir wären uns nie begegnet. Aber so bin ich froh darüber, denn mein Ex hat mir mit ihr das schönste Geschenk gemacht, das ich je bekommen habe. Ich liebe sie über alles, sie ist für mich das wundervollste, schönste und begabteste Kind, das man sich vorstellen kann. Und damit komme ich zu meiner Beichte: Ich hätte gerne noch weitere Kinder, habe aber erstmal genug von Männern und möchte lieber Single bleiben. Unsere Tochter hat regelmäßigen Kontakt zu ihrem Vater, er spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben und kümmert sich viel. Wir ziehen sie also mehr oder weniger gemeinsam auf, ohne dabei ein Paar zu sein. Er wohnt in unserer Nähe und wir gehen respektvoll und freundlich miteinander um, sind aber keine engen Freunde und sehen uns nur, wenn es um unsere Tochter geht.

Er ist meiner Meinung nach in meiner Situation der perfekte Vater für meine weiteren Wunschkinder, da ich zurzeit ja niemanden habe und auch nicht will und meine biologische Uhr auch schon anfängt zu ticken. Ich beichte also, dass ich mit meinem Ex gerne weitere Kinder bekommen würde, obwohl ich keine Gefühle mehr für ihn habe und wir nicht mehr zusammen sind. Mich würde es nicht stören, alleinerziehende Mutter von mehreren Kindern zu sein, im Gegenteil, und ich würde es sogar gut finden, wenn er eine neue Partnerin hätte. Geld will ich von ihm auch nicht (obwohl er sehr gut verdient), nur einen gelegentlichen Umgang mit den Kindern, damit sie wissen, wer ihr Vater ist. Ich möchte mir nicht einfach einen anderen "Samenspender" suchen, weil ich möchte, dass meine Kinder volle Geschwister sind und nicht nur Halbgeschwister, sodass sie sie sich charakterlich und äußerlich ähnlich sind (mein Ex ist schwarz), auch um dummes Gerede anderer Leute zu verhindern. Ich traue mich aber nicht, meinen Ex darauf anzusprechen, weil ich Angst habe, dass er mich nur für verrückt erklärt.

Beichthaus.com Beichte #00041000 vom 19.02.2018 um 22:19:30 Uhr (26 Kommentare).

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Keine Geburtstagswünsche für meinen Chef

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Dummheit Peinlichkeit Arbeit

Ich (Azubi) habe versehentlich die persönliche Post meines Chefs geöffnet. Da es mir zu peinlich war, das zu gestehen und es sich "nur" um die Geburtstagswünsche eines Geschäftskollegen handelte, warf ich sie zusammen mit den restlichen Umschlägen in den Müll. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00040999 vom 19.02.2018 um 21:22:30 Uhr (5 Kommentare).

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Schmerzen beim Sex

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Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w/23) habe beim Sex meist starke Schmerzen, aber anstatt meinem Partner das zu sagen, beiße ich die Zähne zusammen und frage am Ende auch noch, ob es für ihn schön war. Aus Angst, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben will, halte ich einfach still und versuche, die Tränen zurückzuhalten. Er sagt zwar, ich soll es ihm sagen, wenn es wehtut - er weiß, dass ich Probleme mit dem Sex habe - aber ich traue mich nicht. Es fällt ihm aber auch nicht auf, dass ich Schmerzen habe, er meint nur manchmal, ich soll mich entspannen und nicht so verkrampfen. Aber das ist nicht so einfach, wenn einem schon übel vor lauter Angst wird.

Beichthaus.com Beichte #00040980 vom 11.02.2018 um 21:56:41 Uhr (20 Kommentare).

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Meine Vergangenheit als Escort-Dame

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Lügen Prostitution Selbstsucht Verzweiflung Hannover

Während meiner Ausbildung musste ich jeden Cent zwei Mal umdrehen, da ich aufgrund familiärer Probleme früh ausziehen und somit selbst für meinen Lebensunterhalt aufkommen musste. Zu Anfang störte es mich noch wenig, nur Geld zur Deckung meiner Grundbedürfnisse zur Verfügung zu haben, doch im Laufe der Zeit belastete es mich zunehmend, nie an kostenpflichtigen Aktivitäten mit den anderen Auszubildenden teilnehmen zu können. Es machten Gerüchte die Runde, in denen behauptet wurde, dass ich kein Interesse an der Freundschaft zu den Anderen hätte und lieber alleine bleiben wolle. Es war mir peinlich offen über meine finanziellen Probleme zu reden und daher gelangte ich immer mehr in eine Art Außenseiterposition.

Parallel telefonierte ich mit allen möglichen Ämtern, erkundigte mich nach finanzieller Unterstützung, doch selbst für BAföG verdienten meine Eltern zu fiel. Jedoch hätte ich mir niemals die Blöße gegeben wieder bei meinen Eltern aufzuschlagen und Geld zu schnorren. Ein Nebenjob musste her. Während meiner Recherche nach Nebenjobs fand ich mitunter auch dubiose Angebote, die mich in meinem jugendlichen Leichtsinn mit viel Geld lockten. Nach langer und mitunter reiflicher Überlegung meldete ich mich bei einer Escort-Agentur an. Ich rechnete nicht wirklich damit angenommen zu werden, doch nach wenigen Wochen erhielt ich die Zusage. Wieder verging einige Zeit, bis ich tatsächlich dazu bereit war meinen ersten Kunden zu empfangen. Zum Glück konnte ich auch Anfragen ablehnen, ansonsten hätte ich nicht lange durchgehalten. Um Diskretion zu wahren und nicht wieder mit negativen Erfahrungen konfrontiert zu werden, möchte ich nicht näher auf diesen Teil eingehen.

Ich verdiente mehr als ich es jemals zu träumen gewagt hätte. Plötzlich waren Träume wie Führerschein, eigenes Auto und die Finanzierung eines Studiums zum Greifen nah. Doch mit jedem verdienten Schein wuchsen meine Bedürfnisse. Meine psychische Stabilität ließ stark nach, ich hatte Angst, dass mein Doppelleben auffliegen würde, fühlte mich minderwertig und nutzlos. Schließlich war ich nicht mehr als ein Körper, den man mieten konnte. Aus Angst, die anstehende Zwischenprüfung aufgrund meines Zustandes nicht zu schaffen, suchte ich mir professionelle Hilfe. Im Nachhinein hätte ich diesen Schritt schon viel früher wagen sollen. Es half mir den Ausstieg zu schaffen und wieder ein gesundes Selbstwertgefühl zu erlangen. Heute bin zwar ich in einer glücklichen Beziehung, jedoch ich fühle mich schrecklich für meine Vergangenheit. Ich wollte meinem Partner immer offen und ehrlich begegnen, doch kann ich einfach nicht den Mut fassen, ihm von meiner Escort-Vergangenheit zu erzählen. Viel zu groß ist die Angst ihn zu verlieren. Es tut furchtbar weh. Ständig bin ich hin- und hergerissen, zwischen Wahrheit und Verschwiegenheit. Was ist wenn mich meine Vergangenheit eines Tages einholt?

Beichthaus.com Beichte #00040977 vom 11.02.2018 um 18:18:11 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

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