So wird Halloween wirklich gruselig!

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Boshaftigkeit Dummheit Gesellschaft Heidelberg

Meine Freundin und ich, wir freuen uns das ganze Jahr über auf den 31. Oktober, wenn wieder Scharen von Kindern umherziehen, um den Leuten Süßigkeiten abzunehmen. Für uns bedeutet dieser Tag Spaß pur, denn wir bereiten den kleinen Rotzlöffeln eine Nacht, die sie hoffentlich nie vergessen werden. Zu meinem Glück ist meine Freundin ein echtes Schminktalent, weshalb sie mich in einen schaurigen Untoten verwandeln kann. Mein Gesicht sieht danach so realistisch aus, dass es selbst mir beim Blick in den Spiegel die Haare stellt. Dazu ziehe ich mir zerfetze Lumpen an und verschmiere alles schön mit Kunstblut. Meine Freundin trägt ein anderes Kostüm: Das klassische weiße Kleid, blasses Gesicht, schwarze Haare und Kontaktlinsen, die das komplette Auge schwarz erscheinen lassen. Ein echter Schock, wenn sie so vor einem auftaucht. Dann ziehen wir los.

Meistens verstecke ich mich in einer dunklen Gasse und warte, bis jemand kommt. Einmal war es eine Kindergruppe mit ihren Müttern. Wie süß! Sie riefen ihren dümmlichen Spruch mit dem Süßen und Sauren. Dann fing ich an, wie ein Geisteskranker zu schreien und bin aus der dunklen Gasse hervorgestürmt. Die Kinder mit ihren Müttern rasteten voll aus! Panik brach aus und sie sind um ihr Leben weggerannt. Weit kamen sie aber nicht, denn wie geplant stand da plötzlich meine Freundin, die weiße Frau. Die Kinder schrien noch lauter und panischer und die Mütter genauso. Sie sind also wieder in meine Richtung zurück und dann an mir vorbei wie der Blitz. Eine hat gekotzt.

Nach so einer Aktion müssen wir aber schnell wieder verschwinden. Wir wurden nämlich bereits von der Polizei gesucht und es stand auch in der Zeitung. Es ist immer ein wahnsinniger Nervenkitzel für uns, aber uns ist auch bewusst, dass wir damit Menschen, insbesondere Kindern einen Schock fürs Leben verpassen können.

Beichthaus.com Beichte #00040566 vom 31.10.2017 um 19:28:50 Uhr in Heidelberg (19 Kommentare).

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Briefpost-Beschwerde: Wenn der Postmann nur einmal pro Woche kommt

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Zorn Hass Berlin

Mich kotzt die Deutsche Post an! Im vergangenen Jahr blieb der Briefkasten Montag, Freitag und Samstag leer. Das war nervig, aber noch einigermaßen erträglich. Mittlerweile gibt es bei mir privat und im Büro nur noch einmal wöchentlich Post. Und zwar am Mittwoch. Dann wird der Briefkasten vollgestopft oder einfach alles daneben gelegt. Und das in Berlin und nicht in irgendeinem Kuhdorf. Damit aber nicht genug. Die Post, die ich am Mittwoch bekomme ist ebenfalls zeitversetzt. Wenn meine Berliner Kunden etwas am Freitag abschicken, bekomme ich es äußerst selten am folgenden Mittwoch, sondern eine Woche darauf. Das heißt ein Brief innerhalb Berlins kommt nach 12 Tagen an! Das muss man sich mal überlegen und das ist kein Einzelfall, sondern mittlerweile die Regel.

Das ist geschäftsschädigend, da man in meiner Branche auf die Briefpost angewiesen ist und nicht alles digital abwickeln kann. Wenn man sich beschwert, kommt von den Mitarbeitern nur ein fettes Grinsen und die Ausrede, dass zur Zeit hoher Krankenstand herrscht und man dagegen jetzt nichts tun könne. Dass ich dieselbe Antwort bereits 3 und 6 Monate zuvor bekommen habe, interessiert wenig. Die Beschwerde wird einfach ignoriert. Genauso wie der Scanservice epost-scan, der ja wenigstens eine Alternative wäre. In meinem Probemonat wurde kein einziger Brief gescannt, im Büro kamen aber trotzdem 80 Briefe an. Auch hier wurden meine Beschwerden ignoriert und gesagt, dass ich nur lange genug warten müsse. Wenigstens hat man mir mein Geld zurückerstattet.

Da ich stinksauer auf den gelben Riesen bin, vermeide ich das Unternehmen, wo es nur geht. Briefe werden nur noch mit der grünen Post verschickt - die liefern wenigstens jeden Tag aus. Auch die Pakete werden über einen anderen Dienstleister verschickt. Überall auf meinen Geschäftsdokumenten und E-Mails vermerke ich, dass man bitte nicht die Deutsche Post verwenden solle. Viele Geschäftspartner haben schon begeistert umgestellt. Mir reichts einfach! Weltweit expandieren, aber im eigenen Land nichts auf die Reihe kriegen. In China, Südafrika oder Lateinamerika sieht man überall die gelben DHL-Autos rumfahren. Da geht alles ganz fix und typisch deutsch durchstrukturiert. Aber im eigenen Land läufts nicht. Ich decke mich jetzt nur noch mit Put-Zertifikaten auf die Deutsche Post ein.

Beichthaus.com Beichte #00040564 vom 31.10.2017 um 23:58:19 Uhr in Berlin (20 Kommentare).

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Der Nazi-Troll aus meiner Nachbarschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Maßlosigkeit Internet Nachbarn

Ich (m/43) habe durch Zufall herausgefunden, dass ein Nazi-Troll, den ich auf einer kleinen aber recht bekannten Newsseite regelmäßig in seine Einzelteile zerlege, mein direkter Nachbar (etwa 20) ist. Der Zufall war, dass er, als wir uns im Treppenhaus trafen und unterhielten, sein Tablet bei sich trug, und ich kurz bevor ich die Wohnung verließ, noch auf dieser Seite ordentlich was gegen ihn geballert hatte. Nach ein paar Minuten sah er drauf, wurde leichenblass, murmelte "Dieser elende Hurensohn von (mein Username dort) hat es wieder gewagt, mich anzulabern, ich kriege die kleine Drecksau aber schon noch!", sagte Tschüss und zog sich in seine Wohnung zurück. Witzig hierbei ist, dass mein Nachbar dem Klischee des arbeitslosen und rechtsradikalen Alkis in vielem entspricht - davon abgesehen, dass er nicht mehr sehr laut ist und keinen mehr mit Nazisprüchen belästigt, das traut er sich nämlich nicht mehr.

Meine Beichte ist, dass ich, seit ich das weiß, ihn noch mehr triggere und immer kleine Anspielungen einfließen lasse, die nur er verstehen kann, und mittlerweile schon regelmäßig etwa 2-3 Minuten Minuten (er ist dort wirklich daueronline) ein affenartiges, unartikuliertes Wutgeheul aus seiner Wohnung zu hören ist, insbesondere, wenn er wieder getrunken hat. Etwa eine Stunde danach kommt der nächste Sermon von ihm auf der Seite online. Den ich dann wieder innerhalb von 2-5 Minuten zerlege, ich habe mittlerweile schon Textbausteine vorbereitet, da er immer mit denselben "Argumenten" kommt.

Es hat zwei Gründe, warum ich das tue. Also mal abgesehen davon, dass es Spaß macht: Erstens kann ich kleine Hetzer, die aber im echten Leben dumme kleine Feiglinge sind, nicht ausstehen. Und zweitens stinkt der ganze Hausflur nach schalem Bier, Schweiß, Rauch (lüften kennt er nicht, seine verdreckten und fast blinden Fenster sind IMMER zu!) und wenige Tage um den Monatsanfang herum, massiv nach einem ekelhaften, billigen Gras - etwas Besseres kann er sich wohl nicht leisten. Wir haben Kinder, im Haus leben auch noch andere, und dieser Mensch mit seiner Einstellung und seiner Lebensweise stellt eine Gefährdung des Kindeswohles dar. Und da wir Eigentümer sind, ist Umziehen für uns derzeit keine Option. Sein Vermieter sagt, ihm ist das egal, solange er keine schlimmen Straftaten begeht, da die Wohnung für ihn ein Abschreibungsprojekt ist und nach dem Auszug vollsaniert werden soll.

Und ihn wegen der Kifferei anzeigen, nein, so eine Drecksau bin ich dann auch wieder nicht. Irgendwie verstehe ich ja, dass das eine der wenigen Freuden ist, die ihm noch bleiben. Aber trotzdem, irgendwann habe ich ihn so weit, dass er so ausrastet, dass irgendein Nachbar die Polizei ruft. Nach außen hin bin ich einer der wenigen, die noch normal mit ihm reden, und sollte er je daraufkommen, dass ich das bin oder es hier lesen, nun, ich bin sehr gespannt, ob er seine großmäuligen Drohungen wahrzumachen versucht. Rein körperlich bin ich ihm haushoch überlegen und festhalten, bis die Polizei kommt, wäre eh alles, was nötig wäre. Der hat auch da nichts drauf.

Beichthaus.com Beichte #00040548 vom 28.10.2017 um 04:50:28 Uhr (23 Kommentare).

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Niemand kümmert sich um mich!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Fetisch

Wenn es mir mal wieder sehr schlecht geht, kuschele ich mich in eine Decke - manchmal nehme ich auch den Daumen in den Mund und stelle mir vor, wie man sich um mich kümmert. Wenn es ganz schlimm ist, stelle ich mir auch vor wie mich jemand wickelt und liebevoll für mich sorgt, ich Fläschchen bekomme und alles. Ich schäme mich dafür und oft heule ich dann auch, weil man sich nie um mich kümmerte und ich mir dabei auch so dumm vorkomme. Aber es hilft mir schon etwas. Ich hatte nie Eltern, die sich richtig um mich gekümmert haben - keine Kindheit, sondern nur Schläge und missbraucht wurde ich auch. Dadurch habe ich u. a auch PTBS und schwere Depressionen. Das alles hat mir schon zugesetzt.

An manchen Tagen bin ich zu fertig um mir zu kochen und esse dann entweder nichts oder nur Kleinigkeiten, sodass mein Magen nicht mehr schmerzt. Ich bedaure sehr wie alles lief, doch jetzt bin ich erwachsen und habe Pech gehabt. Es wird sich keiner mehr um mich kümmern und damit muss ich leben. Es tut trotzdem total weh. Meine Freunde wissen das selbstverständlich nicht. Es weiß eigentlich keiner und ich will auch nicht für schwach gehalten werden. Von außen tue ich immer so als wäre ich stark, keiner soll wissen, was da in mir vorgeht. Man würde es wohl auch nur für gestört halten. Ich muss damit selbst klar kommen andere können mir da eh nicht helfen und niemand hat Bock zu so etwas. Ich muss damit leben, die Arschkarte gezogen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00040543 vom 26.10.2017 um 22:24:12 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Die Natur der Frau

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Wollust Waghalsigkeit

Ich (w/21) war immer zu verklemmt, um meine Sexualität auszuleben. Ich bin zwar nicht hässlich, aber hatte trotzdem immer Angst Sex zu haben, weil ich einfach verunsichert war. Vor paar Wochen ist mein Bedürfnis nach Schwanz aber so stark geworden, dass ich nicht anders konnte, als mir einen Mann zu suchen. Also sprach ich einen gutaussehenden Kommilitonen an und lud ihn zu einem Date ein. Er freute sich und wir verstanden uns extrem gut. Als es so weit war und ich endlich einen echten Schwanz vor mir hatte, sind mir die Sicherungen durchgebrannt und ich habe ihn bis zum letzten Tropfen entsaftet. Zwei Wochen später habe ich ein Herpes-Bläschen auf meiner Oberlippe entdeckt und jetzt ekel ich mich vor mir selbst. Ich fühle mich wie eine Drecksau, die zu primitiv und instinktgesteuert ist, um sich vor Krankheiten zu schützen.

Beichthaus.com Beichte #00040542 vom 26.10.2017 um 22:17:13 Uhr (15 Kommentare).

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