Ist da noch ein Platz frei?

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Boshaftigkeit Eitelkeit Hochmut Bahn & Co.

Heute im Bus stieg eine etwas beleibte Frau zu. Ich schätzte sie auf 28, ich selbst bin 20, wirke jedoch älter. Sie sah sich um und bemerkte, dass neben mir noch ein Platz frei war. Sie lächelte, kam auf mich zu und fragte höflich, ob sie sich dazusetzen dürfte. Als ich dann aufstand, schaute sie etwas verwirrt. Ich sagte: "Gerne, setzen sie sich. Aber hier, jetzt hat ihre zweite Arschbacke auch Platz." Ich stieg aus dem Bus aus und lief die 2 km nach Hause zu Fuß.

Beichthaus.com Beichte #00030300 vom 03.10.2012 um 05:11:58 Uhr (43 Kommentare).

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Diktatur im Kindergarten

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Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mittagsgeschäft

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Prostitution Stolz Hochmut Arbeit

Ich habe in meinen Studienzeiten mir auch auf der roten Meile mein Taschengeld verdient. Sechs Jahre ging das so. Ich habe keinen Tag bereut an dem ich die Männer bedient habe. Heute arbeite ich in einer größeren Firma und sehe immer noch Männer die ich damals befriedigt […]
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Beichthaus.com Beichte #00030155 vom 08.08.2012 um 08:00:19 Uhr (31 Kommentare).

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6 Revolverschüsse

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Hass Hochmut Falschheit Frankfurt am Main

Ein früherer Arbeitskollege gab mir vor vielen Jahren mal einen ganz ausgezeichneten Ratschlag. Ich sollte mir einfach jeden Tag einen imaginären Revolver mit exakt sechs Schuss mitnehmen, um damit in meiner Phantasie die Leute zu erschießen, die mir mit ihrem Verhalten […]
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Beichthaus.com Beichte #00030120 vom 25.07.2012 um 18:14:17 Uhr in 60308 Frankfurt am Main (46 Kommentare).

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“Beichte

Spuckattacke

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Boshaftigkeit Hochmut Ignoranz Zwietracht

Als ich (w) von meiner Arbeit als Elektronikerin nach Hause gehen wollte, begegnete ich einer etwas schickeren Frau. Wasserstoffblondierte Haare bis zur Hüfte und leicht auffällig geschminkt mit ihrem rotzfrechen, vielleicht vier Jahre alten Balg. Als ich an ihnen vorbei ging und sie grüßte (wie man es in einer Kleinstadt nun einmal tut) spuckte mich das Kind an. Die Mutter sah dies und tat nichts. Ich fragte dann freundlich, ob sich das Mädchen nicht entschuldigen will. Ich bekomme als Antwort von der Kleinen ein knallhartes "Nein". Daraufhin frage ich die Mutter, was sie davon hält. Ich bekomme, nach acht Stunden hartes Arbeiten einen Vortrag darüber, dass ihre Tochter ihre eigenen Entscheidungen treffen muss und sich für nichts entschuldigen braucht. Außerdem sei das Mädchen alt genug zu wissen, welche Entscheidungen richtig und welche falsch sind. Daraufhin habe ich der Mutter einfach ins Gesicht gesagt: "Also meine Mutter hätte mir einmal gesagt, dass ich mich entschuldigen soll und wenn ich dann diese Entscheidung für richtig empfunden hätte, hätte mir meine Mutter so eine auf den Arsch gegeben, dass ich mich eine Woche nicht mehr hinsetzen gekonnt hätte. Ich arbeite jeden Tag acht Stunden und mache anschließend mein Abitur. Ihre Tochter wäre sogar zu dumm in die Baumschule zu gehen, da sie nicht einmal einen anständigen Baum abgeben würde". Die Frau starrte mich entsetzt an und zog ihre weinende Tochter zu dem Porsche Cayenne und raste davon.

Beichthaus.com Beichte #00030105 vom 19.07.2012 um 22:44:02 Uhr (40 Kommentare).

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