Wie man lange Toiletten-Sitzungen übersteht

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Peinlichkeit Manie Ekel

Zum Kacken nehme ich (w/22) immer mein iPad mit aufs Klo und sitze dann viel länger auf der Schüssel, als die Hämorrhoidenexperten das empfehlen. Neulich habe ich erst wieder so ein XXL-Plakat an einer Bushaltestelle gesehen, das mich daran erinnert hat. Wenn ich das Tablet dann mal vergesse, wenn es supereilig ist, lese ich ewig die Rückseiten von den Putzmittelbehältern, und wenn ich die schon auswendig kenne, auch mal dieses Begleitheftchen, das bei den Tampons immer dabei ist. Zu dem körperlichen Vorgang hatte ich schon als junges Mädchen ein komisches Verhältnis, weil wir ein Bad hatten, das man nicht abschließen konnte. Ich kann auf öffentlichen Toiletten nicht das große Geschäft erledigen und auch nicht, wenn ich weiß, dass meine Mutter bei uns daheim auf derselben Etage mit dem nicht abschließbaren Bad ist. Früher habe ich außerdem im Bad immer Packungen, auf denen fröhliche, lachende Familien abgebildet waren, umgedreht, damit sie mir nicht beim Koten zusehen. Heute kaufe ich die gar nicht mehr.

Ich glaube, das sind psychisch gestörte Tendenzen, aber mal ehrlich: wer möchte schon, dass so eine gephotoshoppte Familie mit dem McCain-Lächeln einem zuschaut? Es ist ja nicht das McKack-Lächeln. Das iPad lege ich vor dem Reinigen immer am Boden ab und decke die Kamera mit einem Blatt Toilettenpapier zu, anfassen tu ich erst wieder, wenn die Hände gewaschen sind. Trotzdem muss ich heimlich immer schmunzeln, wenn ein Kommilitone es berührt. Ich bitte um Absolution für diese merkwürdigen Gewohnheiten.

Beichthaus.com Beichte #00036567 vom 05.09.2015 um 21:20:59 Uhr (5 Kommentare).

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Wo ist das Geld für die Bildung?!

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Neid Habgier Verschwendung Zorn Geld Sulzemoos

Gestern habe ich mir vom Ersparten ein für meine Verhältnisse teures Schmuckstück gekauft, anstatt das Geld, oder einen Teil davon, angesichts der Krise zu spenden. Und das nur, weil ich sauer war, dass Deutschland plötzlich pro Flüchtling im Monat das Doppelte berechnet, was man als Vollzeitstudent monatlich nach einem halben Papierkrieg an BAföG geliehen bekommt. Geld ist in der BRD Mangelware, wo kommt das über Nacht denn plötzlich her? Für den Mangel an Bildungsfinanzen gab es offenbar noch keinen Goldesel, der muss mit der Krise geboren worden sein. Etwas an meinem Gewissen nagt es schon, da die Menschen aus Syrien ja nun einmal bedürftig sind und absolut nichts für die deutsche Misswirtschaft und die aktuelle hemmungslose Selbstüberschätzung des Landes können. Vielleicht steckt das liebe Gutmenschen-Deutschland das, was am Ende übrig ist, ja noch in den Bildungstopf.

Beichthaus.com Beichte #00036565 vom 05.09.2015 um 16:52:58 Uhr in Sulzemoos (27 Kommentare).

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Ich bin Samenspender

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Maßlosigkeit Begehrlichkeit Schwangerschaft

Ich (m/25) bin Student und wohne mit zwei Freunden in einer WG. Kurz nach unserem Einzug, da waren wir im zweiten Semester, zog eine Nachbarin bei uns ein. Rechtsanwältin (32) und alleinerziehend mit einem zwei Jahre alten Kind. Wir stellten uns, wie gute Nachbarn, natürlich vor. Mit der Zeit bat sie uns dann, hauptsächlich mich, in Ausnahmefällen auf ihre kleine Tochter aufzupassen. Irgendwann wurde man gute Nachbarn und eines Tages lud sie mich in ihre Wohnung ein. Tja - sie war ausgehungert und wollte Sex. Diese Sexbeziehung lief dann ungefähr acht Monate. Dann beendete sie allerdings unsere "Beziehung", mit der Begründung, dass sie eine bessere Stelle in einer anderen Stadt angenommen habe. Vorher hatte sie aber noch eine ungewöhnliche Bitte an mich gerichtet: Sie wollte, dass ich sie schwängere, weil sie in mir gutes Material sah und nicht eine Ewigkeit auf den idealen Partner warten wollte. Sie würde meine Identität den Behörden nicht preisgeben und auf Unterhalt verzichten. Außerdem hätte sie es verstanden, wenn ich ablehnen würde, bekräftige ihre Bitte aber vehement.

Ich war zunächst total perplex und bat, um sie nicht zu vergraulen, um Bedenkzeit. Am Anfang war ich dagegen, aber ich könnte mich mit dem Gedanken anfreunden. Es schmeichelte meinem Ego und ein Überlegenheitsgefühl machte sich in mir breit. Ich sagte letztendlich zu und ich hatte den mit Abstand besten Sex meines Lebens. Dann verabschiedeten wir uns. Nach drei Wochen sendete sie mir ein Foto, auf dem ein positiver Schwangerschaftstest zu sehen war. Ich beichte, dass ich - im Nachhinein betrachtet - einen sehr großen Fehler gemacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00036564 vom 05.09.2015 um 09:27:22 Uhr (21 Kommentare).

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So wurde mir die Chance auf einen Dreier versaut

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Zorn Selbstsucht Schamlosigkeit Vorurteile

Hiermit möchte ich (m/27) beichten, dass ich Schwule und dicke Weiber aus persönlichen Motiven hasse. Und zwar hat es was mit einer Erfahrung, die knapp zehn Jahre zurückliegt, zu tun. Ich war damals auf einer Privatparty und kam zwei Weibchen gleichzeitig näher. Irgendwann wollten die beiden mit mir auf die Toilette gehen, was aber von den anderen bemerkt wurde - was sie versuchten, zu verhindern, mit der Begründung, dass wir das einzige Bad zu lange blockieren würden. Alternative Räume gab es in der kleinen Wohnung nicht. Da ich aber nicht locker gelassen habe, verriet man mir, dass auf der Party eine Person sei, die in mich verliebt wäre. Diese Information war für alle Anwesenden jedenfalls Grund genug, mir den Dreier zu versauen. Aber meine Neugier war dennoch groß, denn wer würde nicht gerne wissen wollen, von wem man geliebt wird?

Später, im Laufe der Zeit, hat sich rausgestellt, dass es der Gastgeber war, der damals heimlich schwul war und bei mir einen auf Kumpel gemacht hat, nur um mit mir zu tun zu haben. Schwule habe ich vorher schon gemieden, aber seitdem verachte ich sie richtig, denn wegen eines Schwulen und seiner lächerlichen Liebe, die keinen Wert für mich hat, hat man mir ein wertvolleres Geschenk zerstört: Die Chance auf einen Dreier mit einer 16-jährigen Blondine und einer gleichaltrigen Brünetten kam nie wieder. Es tut mir leid, dass ich so hasserfüllt bin.

Beichthaus.com Beichte #00036561 vom 04.09.2015 um 20:56:40 Uhr (41 Kommentare).

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Die deutsche Unart des Nationalsozialismus

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Politik Gesellschaft

Nach intensivem Grübeln aus gegebenem Anlass komme ich (w) zu dem Schluss, dass die Flüchtlingsangelegenheit mal wieder so ein Medienbrummer ist, der in vier Wochen wieder vorüber sein wird, und bin Langzeit genervt. Leider gibt es gleich wieder Tausende verblendete Hipster, die alles und jeden willkommen heißen und dabei vollkommen verpassen, dass neben den echten Flüchtlingen, die vor Kriegen und politischer Verfolgung flüchten, auch genauso viele geldgeile und kriminelle Menschen mit einschwemmen. Dummerweise zählt das ja alles als sogenannter Flüchtling. Für diejenigen, in deren Land es aufgrund von Bombenfällen dort keine Zukunft mehr gibt, setze ich mich gerne ein, für alles andere muss ich leider sagen "Raus aus Deutschland", denn Deutschland hat erst einmal ganz viele eigene, bereits vorhandene Probleme zu lösen. Sogar echte Kriminelle unter den "Fremden" werden nur verwarnt oder freigelassen, wenn sie Mist bauen, anstatt dass sie das Land verlassen müssten.


Irgendwas geht da doch schief. So muss ich leider stark vermuten, dass bei dem Einlass ins Land oder der Aufnahme in einem Lager nichts kontrolliert wird. Ich muss also beichten: Sobald ich mein Studium beendet habe, plane ich, diesem Schrecken, dem luschigen Strafmaß hier und dieser entgleisenden Politik zu entfliehen und selbst auszuwandern. In ein Land, welches das Problem ganz einfach löst: permanentes Einwandern nur mit genug Geld oder mit einem Job/Bildungsabschluss, den sie gerade suchen, ein sauberes Führungszeugnis und die Aufnahme "echter" Flüchtlinge natürlich bedingungslos, aber nur temporär. Da wird niemand als Nazi beschimpft, das ist so eine typisch deutsche Unart.

Beichthaus.com Beichte #00036555 vom 04.09.2015 um 09:59:46 Uhr (20 Kommentare).

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